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Emilia Galotti 5. Aufzug, 7. Auftritt

23.4.2021

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Analyse und Interpretation des 5. Aufzug, 7. Auftritt aus Lessing´s Emilia
Galotti
Im folgenden Text werde ich die Szene des 5. Aufzugs, 7.
Analyse und Interpretation des 5. Aufzug, 7. Auftritt aus Lessing´s Emilia
Galotti
Im folgenden Text werde ich die Szene des 5. Aufzugs, 7.

Analyse und Interpretation des 5. Aufzug, 7. Auftritt aus Lessing´s Emilia Galotti Im folgenden Text werde ich die Szene des 5. Aufzugs, 7. Auftritt aus dem Drama "Emilia Galotti" analysieren und interpretieren. Gotthold Emphraim Lessing veröffentlichte das Drama 1772. Emilia Galotti, die Hauptfigur, wird in diesem Drama sehr stark von ihren Eltern beeinflusst, wobei ihr Vater Odoardo eine entscheidende Rolle spielt. Das Drama spielt in Oberitalien im 16./17. Jahrhundert. Die Hauptperson ist die junge Emilia Galotti, welche die einzige Tochter von Odoardo und Claudia Galotti ist. Sie ist dem Grafen Appiani versprochen und die Hochzeit soll in Kürze stattfinden. Odoardo schätzt den Grafen sehr. Der Prinz von Guastalla, Hettore Gonzaga, ist in das junge Mädchen verliebt und bittet seinen Kammerherr Marinelli die Hochzeit zu verhindern. Graf Appiani wird auf dem Weg zur Hochzeit durch einen Überfall, welchen Marinelli in Auftrag gab, umgebracht und Emilia wird auf das Schloss des Prinzen gebracht. Der 7. Auftritt des 5. Akts ist die vorletzte Szene des Dramas und spielt auf dem Lustschloss Dosalo. In dieser Szene spricht Emilia Galotti mit ihrem Vater Odoardo Galotti. Odoardo ist kurz nach dem Gespräch mit der Gräfin Orsina, in dem er von dem Kontakt seiner Tochter zum Prinzen in der Kirche erfahren hat, auf Rache aus. Odoardo Galotti spricht davon, dass der Prinz Emilia auch weiterhin...

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verfolgen wird, woraufhin Emilia befürchtet, dass sie dem Prinzen nicht mehr lange wiederstehen kann und ihm dann verfallen könnte. Daraufhin bittet Emilia um den Dolch um sich selbst umzubringen. Noch bevor sie das tun kann, reißt Odoardo ihr den Dolch wieder aus der Hand und er ersticht seine eigene Tochter daraufhin selbst, um ihr Ansehen zu erhalten. In der darauffolgenden Szene muss der Prinz mit Bestürzung feststellen, dass Emilia Tod ist. Emilia spricht noch kurz vor ihrem ableben davon, dass sie selbst für ihren Tod verantwortlich ist, was ihr Vater jedoch deutlich verneint. Odoardo erwartet nun ein richterliches Urteil des Prinzen und von Gott. Der Prinz verbannt ihn daraufhin für seine Tat. Emilias Charakter verändert sich durch die Auseinandersetzungen mit anderen Figuren, wodurch man sie als dynamische Figur bezeichnen kann. Zu Beginn der Szene versucht Emilia ihren Vater von seinen Mordplänen abzuhalten (vgl. "Dieses Leben ist alles, was die Lasterhaften haben" S.82, Z. 28-29). Dann jedoch bittet sie ihn darum, ihr den Dolch zu geben, um sich selbst und ihre Unschuld zu schützen, indem sie sich umbringen will (vgl: "Geben sie mir, mein Vater, geben Sie mir diesen Dolch" S.84, Z. 12-13). Emilia ist zwar die Hauptfigur des Dramas, jedoch muss man die Beziehung zu ihrem Vater als komplementäre Beziehung bezeichnen, da er das Verhalten seiner Tochter stark beeinflusst (vgl: "Nein, das ist nicht für deine Hand" S.84, Z.21-22). Odoardo schätzt die Werte der Tugend und der Ehre sehr. Dies zeigt sich auch in der Szene des 5. Aufzug,7. Auftritt (vgl. "Die (Unschuld) über alle Gewalt erhaben ist" S.83, Z.37). Dies führt dazu, dass er seine Tochter umbringt um ihre Unschuld zu bewahren. Man kann diese Szene als entscheidende Szene des Dramas einordnen, da Odoardo auf seine Werte besteht, wodurch er zum Mörder wird. Emilia scheint am Ende dankbar zu sein. Nachdem ihr Vater sie mit dem Dolch durchstoßen hatte, bittet sie "Lassen Sie mich küssen, diese väterliche Hand" (vgl. S.85, Z. 4). Noch kurz zuvor erzählt sie ihrem Vater von ihren Selbstzweifeln und ihrer Unsicherheit ("... Wer kann der Gewalt nicht trotzen? Ich habe Blut mein Vater, jugendliches, warmes Blut als eine. Auch meine Sinne sind Sinne. Ich stehe für nichts. Ich bin für nichts gut. S.84, Z.2-6). Dies zeigt sich auch durch ihre Aussage "... und es erhob sich so mancher Tumult in meiner Seele, den die strengsten Übungen der Religion kaum in Wochen besänftigen konnten! (S.84, Z. 8-10). Abschließend lässt sich zusammenfassen, dass Odoardo eine entscheidende Rolle spielt. Er ist Emilia übergeordnet und beeinflusst mit seinen Werten ihre Entscheidung. Sein großes Verlangen nach Tugend und Ehre bringen ihn dazu seine eigene Tochter zu töten. Emilia wollte durch die Werte, welche ihr Vater ihr vermittelte, am Ende sterben um nicht der Lasterhaftigkeit zu verfallen. Mein persönlicher Eindruck zu diesem Drama ist sehr unterschiedlich. Einerseits finde ich die Darstellung der damaligen Machtverhältnisse und dem strengen Leben nach den Vorgaben der Keuschheit und Ehrbarkeit sehr interessant, während ich auf der anderen Seite das Drama an einigen Stellen als sehr einseitig und altmodisch empfand. Ich glaube, dass es für viele junge Menschen schwierig ist, sich in dieses Werk von Lessing hineinzulesen, weil es eine andere Zeit wiederspiegelt. Sich in diese altertümlichen gesellschaftlichen Normen und Werte hineinzuversetzen fällt auch mir schwer. Trotzdem empfand ich das Drama schlussendlich als sehr spannend.