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Friedrich Schiller: "Kabale und Liebe" (Schüler-Hausarbeit, Kl. 11)

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 www.KlausSchenck.de / Deutsch / WG 11 / Literaturhausarbeit (2013/14) / S. 1 von 20
Strategische Vorschläge für eine Literaturhausarbeit /
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1. Anforderungsprofil, Strategien und Tipps, 2. Schüler-Hausarbeit mit ausführlichem persönlichem Feedback (1. Oberstufen-Hausarbeit)

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www.KlausSchenck.de / Deutsch / WG 11 / Literaturhausarbeit (2013/14) / S. 1 von 20 Strategische Vorschläge für eine Literaturhausarbeit / Anforderungen Literaturhausarbeit Auswahlbücher: Johann Wolfgang von Goethe: ,,Faust I" (Reclam Nr. 1 / € 2,10) Johann Wolfgang von Goethe: „Die Leiden des jungen Werther" (Reclam Nr. 67, € 3,00) Joseph von Eichendorff: ,,Aus dem Leben eines Taugenichts" (Hamburger Lesehefte, 5. Heft, € 1,60) Diese schriftliche Hausarbeit zählt voll als Klassenarbeit und kann zu- sätzlich als GFS gewertet werden! Umfang: Erfahrungswert in den letzten Jahren in Klasse 11: 18 - 22 Seiten Computer (Schriftgröße 12 / Arial) (Durchschnitt) ➤ nach Möglichkeit keine Arbeit über 30 Seiten keine reinen Fotoseiten!! Abgabetermin: Mittwoch, 29. Januar 2014 Mit Notenbonus: Mittwoch, 8. Januar 2014 Eine verspätete Abgabe führt zu Notenabzug. Zielsetzung: ● • Nicht nur eine gute Note, sondern auch Freude am eigenständigen Arbeiten an einem selbst gewählten Thema. • Erste Berührung mit wissenschaftlichem Arbeiten. 1.Vorgehensweise Überlege dir, ob du den Dichter schon kennst, vielleicht von einem Werk schon et- was gehört hast und wie du innerlich zu beiden stehst, das ist der einfachste Weg, Entscheidungen zu fällen. Gehe ins Internet und schaue unter dem Werk nach, vermutlich findest du recht schnell Arbeiten, aus denen du leicht den Inhalt und die Thematik ersehen kannst, noch,nen' ➜ Tipp: Notiere dir gleich die verschiedenen Internet-Adressen mit Da- tum, vielleicht brauchst du sie noch später! www.KlausSchenck.de /...

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Deutsch / WG 11 / Literaturhausarbeit (2013/14) / S. 2 von 20 Strategische Vorschläge für eine Literaturhausarbeit / Anforderungen 1. Terminvorgabe: Mittwoch, 4. Dezember 2013 Einführung in die Mediothek / speziell in Blick auf die Hausarbeit Treffpunkt: 13.15 Uhr in der Mediothek TBB (Ende: ~ 14.30 Uhr) Schüler- / Personalausweis für Leseausweis mitbringen! 2. Terminvorgabe: Mittwoch, 4. Dezember 2013 Entscheidung für ein Werk Du hast deine Wahl getroffen, dann kaufe dir das Buch, damit du darin unterstrei- chen und arbeiten kannst. Nicht am falschen Platz sparen! Nun informiere dich ein wenig über den Dichter, die Zeit, in der das Stück spielt und in der der Dichter es schrieb. Vielleicht gibt es auch sonst noch einige inhaltliche Un- klarheiten. Um hier weiter zu kommen, brauchst du die sogenannte Sekundärlitera- tur, die über das Werk schreibt. Also gehe in eine Bibliothek / Mediothek TBB und leihe dir die Sekundärliteratur aus. Wenn du clever bist, und das bist du doch, nimmst du am Besuchstag gleich die Bücher aus der Mediothek mit! Diese Bücher dürfen nur drei Tage ausgeliehen werden, so dass auch deine Mitschüler noch eine Chance bekommen! Wieder,nen' ➜ Tipp: Kopiere dir zackig die entscheidenden Stellen und das Deck- blatt, damit du korrekt zitieren kannst! Nicht am Kopieren sparen! Hier einige Bücher der Sekundärliteratur, die die Werke schülergerecht erläutern: 1. Diesterweg: Grundlagen und Gedanken zum Verständnis des Dra- mas und der erzählenden Literatur. (z.T. sehr anspruchsvoll, besonders gut in der reinen Textinterpretation des Werkes) 2. Klett: Lektürehilfen Deutsch. (z. Z. mit das Beste auf dem Markt!) 3. Stark: Interpretationshilfe Deutsch (sehr gut und übersichtlich) 4. Reclam: Lektüreschlüssel (sehr preisgünstig, vermittelt sehr gut einen ersten Überblick, reicht für die Anforderungen einer HA nicht) 5. Oldenbourg Interpretationen. (oft schwer geschrieben) 6. Reclams Universal-Bibliothek. Erläuterungen und Dokumente. (Inter- pretationen zu einzelnen Passagen oft nicht schlecht, meist guter Kurz-Überblick über verschiedene Gedanken und Probleme des Werkes, anspruchsvoll) 7. Analysen und Reflexionen (Beyer-Verlag) (recht preisgünstig, gibt einen guten Überblick, teilweise sprachlich schwer) 8. Mentor-Lektüre (sehr prägnant, z.T. sehr guter Überblick, weniger für eine Hausarbeit geeignet) 9. Königs Erläuterungen und Materialien und Materialien (Bange-Verlag) (recht preisgünstig, gibt einen guten Überblick, recht gut verständlich) 10. EinFach Deutsch Unterrichtsmodell (Schöningh im Westermann) (relativ teuer, aber sehr gut mit tollen Diagrammen, Überblicken und Materialien, gedacht für Lehrer!) 2-3 Bücher der Sekundärliteratur reichen, noch bist du nicht an der Uni. In WG 12 (J1) musst du dann schon ein wenig mehr lesen, ausleihen und natürlich auch inhalt- www.KlausSchenck.de / Deutsch / WG 11 / Literaturhausarbeit (2013/14) / S. 3 von 20 Strategische Vorschläge für eine Literaturhausarbeit / Anforderungen lich bieten! Falls du bei mir in J1 sein solltest, werden wir die Uni-Bibliothek in Würz- burg (Hubland) besuchen. 3. Terminvorgabe: Mittwoch, 18. Dezember 2013 Abgabe einer vorläufigen Gliederung deiner Hausarbeit mit den Titeln der herausgesuchten Sekundärliteratur und Internet-Adressen (eine Seite!) Wenn du das alles im Griff hast, dann bist du schon sehr weit! Weiter unten erläutere ich kurz, welche Punkte in der Hausarbeit behandelt werden müssen. Natürlich kannst du über diese hinausgehen, wenn es sich bei deinem Thema anbietet. Deiner Phantasie sind keine Grenzen gesetzt und deiner Begeisterung natürlich auch nicht! Aber auch nichts mit Seitenzahl und Einsatz übertreiben! Auswahl an Sekundärliteratur 1. Johann Wolfgang von Goethe: „Faust I" +++ Klett Lektürehilfen. 2011, € 9,99 ++ STARK Interpretationen Deutsch. 2011, € 5,95 + Reclam Lektüreschlüssel. 2011, € 3,60 2. Johann Wolfgang von Goethe: ,,Die Leiden des jungen Werther" +++ Klett Lektürehilfen. € 9,95 ++ STARK Interpretationshilfe Deutsch. 2009, € 5,95 + Reclam Lektüreschlüssel. € 3,60 3. Joseph von Eichendorff: ,,Aus dem Leben eines Taugenichts" ++ STARK Interpretationen Deutsch. 2010, € 5,95 ++ Königs Erläuterungen. Bd. 215, 2011, € 7,90 + Reclam Lektüreschlüssel. 2011, € 3,60 Farblegende: Gelb zentrale Tipps (unbedingt beachten!) Blau = zentrale Regeln / Hinweise = www.KlausSchenck.de / Deutsch / WG 11 / Literaturhausarbeit (2013/14) / S. 4 von 20 Strategische Vorschläge für eine Literaturhausarbeit / Anforderungen 2. Themenstellungen der Hausarbeit 2.1 Kurzdarstellung des Dichters 2.1.1 sein Leben (ausformulierte Sätze, nicht nur Jahreszahlen) 2.1.2 möglicherweise den biografischen Hintergrund, der zu dem Werk führte Beispiel: Goethe: ,,Die Leiden des jungen Werthers" Goethes persönliche Liebe in seiner Wetzlarer Zeit zu Charlotte Buff, die je- doch bereits mit dem Gesandtschaftssekretär Kestner verlobt war. Für Goethe war dieses Werk ein Ventil, um sein inneres Gleichgewicht wieder zu finden. Im Gegensatz zu Werther machte Goethe bekanntlich keinen Selbstmord. Länge: ungefähr 1-2 Seiten, nicht mehr!! Festgelegte Höchstpunktzahl: 10 2.2 Inhaltsangabe des Werkes Länge: ungefähr eine 3/4 bis eine Seite (keine Nacherzählung!) Festgelegte Höchstpunktzahl: 06 2.3 Interpretation 2.3.1 Gesamtüberblick • Worum geht es in diesem Werk? • Was will der Dichter besonders betonen? • Was ist der rote Faden des Werkes? Beispiel: Frisch: ,,Homo faber": Problem des „Bildnisses"/ der Rolle Scheitern einer als objektiv angesehenen Lebensweise 2.3.2 Textinterpretation Interpretation eines kurzen Auszugs aus dem Werk, den du selbst ausgesucht hast (diesen Auszug kopiert in die Arbeit kleben, einscannen oder von Literatur-CD mit Primärtexten / Mediothek TBB). ➜ Tipp: Suche dir eine Stelle aus, die auch in der Sekundärliteratur ausführlich be- sprochen ist, das erleichtert dir den Start in den anspruchsvollen Deutschunterricht der nächsten drei Jahre. Vergiss nicht, ab nächstem Jahr wird auf Deutsch-Leis- tungskurs-Niveau unterrichtet, entsprechend ist auch das neue Deutsch-Abitur in seinen hohen Anforderungen ausgerichtet worden! Länge der gesamten Interpretation: 2/3 der Hausarbeit www.KlausSchenck.de / Deutsch / WG 11 / Literaturhausarbeit (2013/14) / S. 5 von 20 Strategische Vorschläge für eine Literaturhausarbeit / Anforderungen 2.4 Eigene Stellungnahme Begründe, warum dir das Werk gefiel oder ob und was du ablehnst, ob und wie du es auf dich beziehen kannst, ob und welche Bedeutung es in der heutigen Zeit hat. Hier ist eine persönlich engagierte Stellungnahme gefordert und keine Wiederholung der Interpretation! Länge der Stellungnahme: ungefähr zwei bis drei Seiten, aber nicht mehr! Dieser Teil wird besonders gewichtet bei der Notengebung (1,5x), da es sich um den eigenständigsten Teil der Arbeit handelt. „heftig" Punkte „abgesahnt“ werden!!) Hier können Engagiert, ehrlich, sehr persönlich (auch sprachlich)! Beispiel einer Stellungnahme 2010 zu Büchner „Dantons Tod". Um Panik vorzubeugen, die Schülerin hat sich und ihre Arbeit komplett falsch einge- schätzt, die Arbeit wurde mit Eins bewertet: 8. PERSÖNLICHE STELLUNGNAHME Sooooooo, ich weiß gar nicht, wie ich am besten anfangen soll. Zuerst eine Fazit zum Buch, ich ma- che es kurz und knapp: S-C-H-R-E-C-K-L-I-C-H !!!! Ich habe eindeutig die falsche Wahl getroffen, was die Lektüre angeht. Am Anfang war ich ja wirklich noch guter Dinge und was ganz wichtig ist, ich war unvoreingenommen. Ich kannte keines dieser Werke und ich dachte, dass ich mir mit „Dantons Tod" vielleicht schon ein bisschen Abi-Stoff anlernen kann. Vielleicht ist das ja auch der Fall, aber ich würde es trotzdem NIE wieder wählen. Das Buch ist einfach so unglaublich hochgestochen geschrieben, es gibt unzählig viele Worte, also vor allem Fremdworte, die ich noch NIE gehört habe. Ich hatte zu jeder Buchseite Notizen, ich hab Worte nachgeschlagen wie eine Wilde, ich habe Sekundärliteraturen gelesen, was da Zeug hält, doch irgendwie habe ich keinen großen Erfolg gespürt. Umentscheiden wollte ich mich aber auch nicht mehr, ich hatte zum einen schon Werk und 2 Begleitlektüren angeschafft und zum anderen hatte ich auch schon mit der Schreiberei begonnen... Ich habe mir immer wieder versucht einzureden: „Ach komm, so schlimm kann's nicht sein, das wird schon funktionieren!" ABER nichts hat funktioniert! Ich war teilweise so unmotiviert, dass ich nicht mal das Buch habe sehen können... Ich habe meinen kompletten Lektüre-Kram in eine Kiste gepackt und es versucht von mir fern zu halten, aber das schlechte Gewissen hat nicht ganz getan, was ich wollte... Also habe ich mich wieder hingesetzt, habe wieder Worte nachgeschlagen und eben das ganze Theater wiederholt, aber es half einfach nichts! Ich habe mir das Buch 2 mal komplett „reingeknört“ und so oft einzelne Textstellen nachgelesen, aber der Funke, der Verständnis mit sich bringt, hat mich leider nie besucht! Ich habe das Buch verflucht, hätte es am liebsten an die Wand geklatscht, es zerrissen, verbrannt oder sonst irgendwie möglichst qualvoll beseitigt, aber dann war da wieder dieses schlechte Gewis- sen, die schrägen Blicke meine Eltern, bei den sich häufenden Schreiattacken und dann habe ich mich eben wieder aufgerafft und weitergemacht... Der einzige Punkt an der ganzen Hausarbeit, der mir auch beim Schreiben schon „Spaß“ gemacht hat, war der historische Hintergrund. Ich hatte noch eine Mappe von der Wirtschaftsschule, besser gesagt von der Facharbeit, die wir in GKK mal über die Revolution machen mussten und das hat mich dann ein wenig gerettet, da ich da schon verständlich verfasste Informationen schön übersichtlich und gebündelt parat hatte. Übrigens hatten Sie sowas von Recht, was die eigene Zeiteinschätzung angeht... Das Doppelte reicht gar nicht, also bei mir zumindest nicht! Ich habe gefühlte 100 Stunden an dieser Hausarbeit gesessen und bin mit dem Resultat aber nur mehr oder minder zufrieden. Am schlimmsten war aber die Thema- tik! Bei dem Wort alleine sträuben sich mir die Haare! Meine Erwartungen an das Buch wurden einfach sowas von gesprengt, also im negativen Sinne, dass ich gar nicht weiß, wie man es am besten in Worte fasst... Vielleicht wäre es aber auch besser das zu Kabale und Liebe FETY Dichter: Titel: Verfasser: Klasse: Schule: Friedrich Schiller Kabale und Liebe Patricia WG 11.1 Wirtschaftsgymnasium an der Kaufmännischen Schule TBB Deutsch Fach: Fachlehrer: Abgabetermin: 10. November 2009 Oberstudienrat Schenck 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. www.KlausSchenck.de/ Deutsch / Literatur / Schiller: „Kabale und Liebe" Patricia / Literaturhausarbeit/ Seite 2 von 52 Einleitung Biografie 2.1 Friedrich Schillers Leben 2.2 Autobiografische Hintergründe zu „Kabale und Liebe" Inhaltsverzeichnis Inhaltsangabe Thematik 4.1 Intrigen 4.2 Die Liebesbeziehung zwischen Ferdinand und Luise Personen 5.1 Personenkonstellation 5.2 Personencharakterisierungen 5.2.1 Luise Miller 5.2.2 Ferdinand von Walter 5.2.3 Präsident von Walter 5.2.4 Hofmarschall von Kalb 5.2.5 Sekretär Wurm 5.2.6 Lady Milford 5.2.7 Vater Miller 5.2.8 Mutter Miller Textanalyse 6.1 Aufbau 6.2 Sprache Historische Hintergründe 7.1 Der Sturm und Drang 7.2 Das Mätressenwesen 7.3 Soldatenhandel 7.4 Soziale Schichten Das bürgerliche Trauerspiel Textinterpretation 9.1 Kopie der Seiten 77-80 9.2 Textinterpretation der Seiten 77-80 Der Film ,,Kabale und Liebe" (Verfilmung 2005) 10.1 Tabellarischer Vergleich der Unterschiede Buch/Film 10.2 Filmkritik Die wahre Geschichte von Kabale und Liebe 11. 12. Eigene Stellungnahme 13. Anhang 13.1 Literaturverzeichnis 13.2 Selbstständigkeitserklärung Seite 3 446 7 991 4415 11 15 15 15 16 17 18 18 220 222 2 2 55 58 19 19 20 20 24 24 25 26 28 30 31 31 33 36 36 41 43 46 49 49 52 www.KlausSchenck.de / Deutsch / Literatur / Schiller: „Kabale und Liebe" Patricia / Literaturhausarbeit/ Seite 3 von 52 1. Einleitung Als wir zu Beginn des Schuljahres die Wahl zwischen den drei Werken „Der Besuch der alten Dame“, „Effi Briest“ und „Kabale und Liebe" hatten, stand für mich eigentlich von vornherein fest, dass meine Wahl auf „Kabale und Liebe" fallen würde, hatte ich dieses Buch doch erst im Juni aus eigenem Interesse gelesen. Bereits damals fes- selten mich die Personen, die Thematik und das Zeitalter der Entstehung, weshalb ich mich darauf freute, dieses gelungene Stück von Friedrich Schiller auszuarbeiten. Die größte Herausforderung sah ich in der Zeit, da ich keine Vorstellung hatte, wie lange ich für eine Literaturhausarbeit benötigen würde. Meine Schwerpunkte wollte ich vor allem auf die Thematik und die historischen Hintergründe setzen, da diese der Kern des Werkes sind, aber mein größtes Interesse galt dem Vergleich von Buch und Film. Der Autor griff in seinem Werk einige große Themen auf, wie die Liebe, Vertrauen und Misstrauen oder die Eifersucht. Aber auch historische Ereignisse und Zustände wie der Soldatenhandel, das Mätressenwesen und die Ständegesellschaft spielen in Friedrich Schillers literarischer Schöpfung eine zentrale Rolle, denn durch sie kommt die Dramatik des Stückes überhaupt erst zustande. / Deutsch / Literatur / Schiller: „Kabale und Liebe" Patricia / Literaturhausarbeit/ Seite 4 von 52 2. Biografie www.KlausSchenck.de 2.1 Friedrich Schillers Leben Johann Christoph Friedrich Schiller wurde am 10. November 1759 als Sohn eines Wundarztes und späteren Offiziers in Marbach am Neckar geboren. Aufgrund einer Versetzung seines Vaters zog die Familie Schiller im Jahr 1767 nach Ludwigsburg, wo Friedrich die Lateinschule besuchte, da er Geistlicher werden sollte. Doch der württembergische Herzog hatte an- dere Pläne für Schiller. Er veranlasste die Rekrutie- rung des geeigneten Offiziers- und Beamtennach- wuchses, weshalb Hauptmann Schiller seinen Sohn zu Beginn des Jahres 1773 in Stuttgart ablieferte. In der folgenden Zeit hatte der junge Mann keine Fe- rien, keinen Urlaub und selten freie Stunden, sein Alltag war militärisch geregelt. Friedrich Schiller Schiller begann ein Jurastudium, welches er jedoch nicht zu Ende führte und interes- sierte sich zunehmend für Literatur und Philosophie. An die Stelle des Jurastudiums trat das Medizinstudium, das er im Jahr 1780 beendete. 1 Nur zwei Jahre später erschien Schillers erstes Werk „Die Räuber“, das im Mann- heimer Nationaltheater uraufgeführt wurde und großen Erfolg genoss. Der Bericht der Uraufführung lautete: „Das Theater glich einem Irrenhaus, rollende Augen, ge- ballte Fäuste, heisere Aufschreie im Zuschauerraum. Fremde Menschen fielen ei- nander schluchzend in die Arme, Frauen wankten, einer Ohnmacht nahe, zur Türe. Es war eine allgemeine Auflösung wie im Chaos, aus dessen Nebel eine neue Schöpfung hervorbricht."2 Da Schiller ohne das Wissen seines Herzogs nach Mann- heim reiste, musste er zwei Wochen in Arrest und ihm wurde das Schreiben von Ko- mödien verboten. Doch der junge Mann floh bald nach Mannheim und von dort weiter nach Frankfurt und Oggersheim. Die Flucht vor dem Herzog führte ihn schließlich nach Bauerbach in Thüringen, wo der Schriftsteller die Pläne für „Don ¹ „Friedrich Schiller". URL: http://www.wikiwak.com/image/Friedrich+schiller.jpg [Stand: 25.10.2009] 2 „Friedrich Schiller/Biographie“. URL: http://www.xlibris.de/Autoren/Schiller/Biographie/Seite1 [Stand: 08.10.2009] www.KlausSchenck.de / Deutsch / Literatur / Schiller: „Kabale und Liebe" Patricia / Literaturhausarbeit/ Seite 5 von 52 Carlos" und „Maria Stuart“ entwarf und das bürgerliche Trauerspiel „Luise Millerin" (später „Kabale und Liebe“) entstand. Im Jahr 1783 nahm Friedrich Schiller eine schlecht bezahlte Stelle als Theaterdichter in Mannheim an, wo im folgenden Jahr „Fiesco" uraufgeführt wurde. Auch „Luise Millerin“ wurde zum ersten Mal gezeigt, al- lerdings in Frankfurt. Nach dem Auslauf des Arbeitsvertrages nach nur einem Jahr hatte Schiller hohe Schulden und eine schwer angeschlagene Gesundheit. Die fol- genden zwei Jahre verbrachte er in Leipzig und Dresden, wo das Stück „Don Carlos" erschien und der Schriftsteller mit der Arbeit an „Der Geisterseher“ begann. 1787 zog es Schiller in das intellektuelle Weimar, wo auch Goethe, Herder und Wieland lebten, er schrieb hauptsächlich Geschichtsstudien. Die erste Begegnung mit Goethe verlief unglücklich, Goethe sagte später „Schiller war mir verhasst“³, da er mit dem impulsi- ven und begeisterten Künstler nichts anzufangen wusste. Der Schriftsteller heiratete Charlotte von Lengefeld und wurde Geschichtsprofessor in Jena, kämpfte jedoch mit einem schweren gesundheitlichen Rückschlag, da er sich eine Lungenentzündung mit Rippenfelleiterung zuzog, von der er sich sein gan- zes Leben nicht mehr erholen würde. Schiller beschäftigte sich zunehmend mit der Philosophie und schrieb weiterhin Geschichtsstudien. In Jena traf Schiller Goethe erneut und aus einem langen Gespräch über Kunst und Kunsttheorie wurde ein reger Briefwechsel und es entstand eine Freundschaft, sodass sie gemeinsam „Die Xe- nien" schrieben. Im Balladenjahr 1797 verfasste der Autor die Werke „Der Taucher", „Der Handschuh“ und „Die Kraniche des lbyskus“. „Wallenstein" wurde Schillers letztes Werk in Jena, bevor er nach Weimar übersiedelte. Dort beendete er „Maria Stuart“ und schrieb „Die Jungfrau von Orleans". Schiller wurde in den erblichen Adelsstand erhoben und verfasste 1804 sein letztes vollendetes Stück „Wilhelm Tell", das in Weimar uraufgeführt wurde. Friedrich Schiller zog sich eine schwere Erkältung zu und es wurde festgestellt, dass die Bauchfellentzündung in eine Darmverschlingung übergegangen war, sodass er am 9. Mai 1805 mit nur 45 Jahren starb und zwei Tage später schließlich zu Grabe getragen wurde. Über zwanzig Jahre später wurde sein Leichnam in die Fürstengruft zu Weimar überführt. Die Informationen zu Friedrich Schillers Leben stammen von Beate Nordmann (2004: 5-13), Claus J. Gigl (2008: 45-46) und der unter ³ aufgeführten Internetquelle. 3 „Friedrich Schiller/Biographie". URL: http://www.xlibris.de/Autoren/Schiller/Biographie/Seite 1 [Stand: 08.10.2009]

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Johann Wolfgang von Goethe: „Faust I" +++ Klett Lektürehilfen. 2011, € 9,99 ++ STARK Interpretationen Deutsch. 2011, € 5,95 + Reclam Lektüreschlüssel. 2011, € 3,60 2. Johann Wolfgang von Goethe: ,,Die Leiden des jungen Werther" +++ Klett Lektürehilfen. € 9,95 ++ STARK Interpretationshilfe Deutsch. 2009, € 5,95 + Reclam Lektüreschlüssel. € 3,60 3. Joseph von Eichendorff: ,,Aus dem Leben eines Taugenichts" ++ STARK Interpretationen Deutsch. 2010, € 5,95 ++ Königs Erläuterungen. Bd. 215, 2011, € 7,90 + Reclam Lektüreschlüssel. 2011, € 3,60 Farblegende: Gelb zentrale Tipps (unbedingt beachten!) Blau = zentrale Regeln / Hinweise = www.KlausSchenck.de / Deutsch / WG 11 / Literaturhausarbeit (2013/14) / S. 4 von 20 Strategische Vorschläge für eine Literaturhausarbeit / Anforderungen 2. Themenstellungen der Hausarbeit 2.1 Kurzdarstellung des Dichters 2.1.1 sein Leben (ausformulierte Sätze, nicht nur Jahreszahlen) 2.1.2 möglicherweise den biografischen Hintergrund, der zu dem Werk führte Beispiel: Goethe: ,,Die Leiden des jungen Werthers" Goethes persönliche Liebe in seiner Wetzlarer Zeit zu Charlotte Buff, die je- doch bereits mit dem Gesandtschaftssekretär Kestner verlobt war. Für Goethe war dieses Werk ein Ventil, um sein inneres Gleichgewicht wieder zu finden. Im Gegensatz zu Werther machte Goethe bekanntlich keinen Selbstmord. Länge: ungefähr 1-2 Seiten, nicht mehr!! Festgelegte Höchstpunktzahl: 10 2.2 Inhaltsangabe des Werkes Länge: ungefähr eine 3/4 bis eine Seite (keine Nacherzählung!) Festgelegte Höchstpunktzahl: 06 2.3 Interpretation 2.3.1 Gesamtüberblick • Worum geht es in diesem Werk? • Was will der Dichter besonders betonen? • Was ist der rote Faden des Werkes? Beispiel: Frisch: ,,Homo faber": Problem des „Bildnisses"/ der Rolle Scheitern einer als objektiv angesehenen Lebensweise 2.3.2 Textinterpretation Interpretation eines kurzen Auszugs aus dem Werk, den du selbst ausgesucht hast (diesen Auszug kopiert in die Arbeit kleben, einscannen oder von Literatur-CD mit Primärtexten / Mediothek TBB). ➜ Tipp: Suche dir eine Stelle aus, die auch in der Sekundärliteratur ausführlich be- sprochen ist, das erleichtert dir den Start in den anspruchsvollen Deutschunterricht der nächsten drei Jahre. Vergiss nicht, ab nächstem Jahr wird auf Deutsch-Leis- tungskurs-Niveau unterrichtet, entsprechend ist auch das neue Deutsch-Abitur in seinen hohen Anforderungen ausgerichtet worden! Länge der gesamten Interpretation: 2/3 der Hausarbeit www.KlausSchenck.de / Deutsch / WG 11 / Literaturhausarbeit (2013/14) / S. 5 von 20 Strategische Vorschläge für eine Literaturhausarbeit / Anforderungen 2.4 Eigene Stellungnahme Begründe, warum dir das Werk gefiel oder ob und was du ablehnst, ob und wie du es auf dich beziehen kannst, ob und welche Bedeutung es in der heutigen Zeit hat. Hier ist eine persönlich engagierte Stellungnahme gefordert und keine Wiederholung der Interpretation! Länge der Stellungnahme: ungefähr zwei bis drei Seiten, aber nicht mehr! Dieser Teil wird besonders gewichtet bei der Notengebung (1,5x), da es sich um den eigenständigsten Teil der Arbeit handelt. „heftig" Punkte „abgesahnt“ werden!!) Hier können Engagiert, ehrlich, sehr persönlich (auch sprachlich)! Beispiel einer Stellungnahme 2010 zu Büchner „Dantons Tod". Um Panik vorzubeugen, die Schülerin hat sich und ihre Arbeit komplett falsch einge- schätzt, die Arbeit wurde mit Eins bewertet: 8. PERSÖNLICHE STELLUNGNAHME Sooooooo, ich weiß gar nicht, wie ich am besten anfangen soll. Zuerst eine Fazit zum Buch, ich ma- che es kurz und knapp: S-C-H-R-E-C-K-L-I-C-H !!!! Ich habe eindeutig die falsche Wahl getroffen, was die Lektüre angeht. Am Anfang war ich ja wirklich noch guter Dinge und was ganz wichtig ist, ich war unvoreingenommen. Ich kannte keines dieser Werke und ich dachte, dass ich mir mit „Dantons Tod" vielleicht schon ein bisschen Abi-Stoff anlernen kann. Vielleicht ist das ja auch der Fall, aber ich würde es trotzdem NIE wieder wählen. Das Buch ist einfach so unglaublich hochgestochen geschrieben, es gibt unzählig viele Worte, also vor allem Fremdworte, die ich noch NIE gehört habe. Ich hatte zu jeder Buchseite Notizen, ich hab Worte nachgeschlagen wie eine Wilde, ich habe Sekundärliteraturen gelesen, was da Zeug hält, doch irgendwie habe ich keinen großen Erfolg gespürt. Umentscheiden wollte ich mich aber auch nicht mehr, ich hatte zum einen schon Werk und 2 Begleitlektüren angeschafft und zum anderen hatte ich auch schon mit der Schreiberei begonnen... Ich habe mir immer wieder versucht einzureden: „Ach komm, so schlimm kann's nicht sein, das wird schon funktionieren!" ABER nichts hat funktioniert! Ich war teilweise so unmotiviert, dass ich nicht mal das Buch habe sehen können... Ich habe meinen kompletten Lektüre-Kram in eine Kiste gepackt und es versucht von mir fern zu halten, aber das schlechte Gewissen hat nicht ganz getan, was ich wollte... Also habe ich mich wieder hingesetzt, habe wieder Worte nachgeschlagen und eben das ganze Theater wiederholt, aber es half einfach nichts! Ich habe mir das Buch 2 mal komplett „reingeknört“ und so oft einzelne Textstellen nachgelesen, aber der Funke, der Verständnis mit sich bringt, hat mich leider nie besucht! Ich habe das Buch verflucht, hätte es am liebsten an die Wand geklatscht, es zerrissen, verbrannt oder sonst irgendwie möglichst qualvoll beseitigt, aber dann war da wieder dieses schlechte Gewis- sen, die schrägen Blicke meine Eltern, bei den sich häufenden Schreiattacken und dann habe ich mich eben wieder aufgerafft und weitergemacht... Der einzige Punkt an der ganzen Hausarbeit, der mir auch beim Schreiben schon „Spaß“ gemacht hat, war der historische Hintergrund. Ich hatte noch eine Mappe von der Wirtschaftsschule, besser gesagt von der Facharbeit, die wir in GKK mal über die Revolution machen mussten und das hat mich dann ein wenig gerettet, da ich da schon verständlich verfasste Informationen schön übersichtlich und gebündelt parat hatte. Übrigens hatten Sie sowas von Recht, was die eigene Zeiteinschätzung angeht... Das Doppelte reicht gar nicht, also bei mir zumindest nicht! Ich habe gefühlte 100 Stunden an dieser Hausarbeit gesessen und bin mit dem Resultat aber nur mehr oder minder zufrieden. Am schlimmsten war aber die Thema- tik! Bei dem Wort alleine sträuben sich mir die Haare! Meine Erwartungen an das Buch wurden einfach sowas von gesprengt, also im negativen Sinne, dass ich gar nicht weiß, wie man es am besten in Worte fasst... Vielleicht wäre es aber auch besser das zu Kabale und Liebe FETY Dichter: Titel: Verfasser: Klasse: Schule: Friedrich Schiller Kabale und Liebe Patricia WG 11.1 Wirtschaftsgymnasium an der Kaufmännischen Schule TBB Deutsch Fach: Fachlehrer: Abgabetermin: 10. November 2009 Oberstudienrat Schenck 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. www.KlausSchenck.de/ Deutsch / Literatur / Schiller: „Kabale und Liebe" Patricia / Literaturhausarbeit/ Seite 2 von 52 Einleitung Biografie 2.1 Friedrich Schillers Leben 2.2 Autobiografische Hintergründe zu „Kabale und Liebe" Inhaltsverzeichnis Inhaltsangabe Thematik 4.1 Intrigen 4.2 Die Liebesbeziehung zwischen Ferdinand und Luise Personen 5.1 Personenkonstellation 5.2 Personencharakterisierungen 5.2.1 Luise Miller 5.2.2 Ferdinand von Walter 5.2.3 Präsident von Walter 5.2.4 Hofmarschall von Kalb 5.2.5 Sekretär Wurm 5.2.6 Lady Milford 5.2.7 Vater Miller 5.2.8 Mutter Miller Textanalyse 6.1 Aufbau 6.2 Sprache Historische Hintergründe 7.1 Der Sturm und Drang 7.2 Das Mätressenwesen 7.3 Soldatenhandel 7.4 Soziale Schichten Das bürgerliche Trauerspiel Textinterpretation 9.1 Kopie der Seiten 77-80 9.2 Textinterpretation der Seiten 77-80 Der Film ,,Kabale und Liebe" (Verfilmung 2005) 10.1 Tabellarischer Vergleich der Unterschiede Buch/Film 10.2 Filmkritik Die wahre Geschichte von Kabale und Liebe 11. 12. Eigene Stellungnahme 13. Anhang 13.1 Literaturverzeichnis 13.2 Selbstständigkeitserklärung Seite 3 446 7 991 4415 11 15 15 15 16 17 18 18 220 222 2 2 55 58 19 19 20 20 24 24 25 26 28 30 31 31 33 36 36 41 43 46 49 49 52 www.KlausSchenck.de / Deutsch / Literatur / Schiller: „Kabale und Liebe" Patricia / Literaturhausarbeit/ Seite 3 von 52 1. Einleitung Als wir zu Beginn des Schuljahres die Wahl zwischen den drei Werken „Der Besuch der alten Dame“, „Effi Briest“ und „Kabale und Liebe" hatten, stand für mich eigentlich von vornherein fest, dass meine Wahl auf „Kabale und Liebe" fallen würde, hatte ich dieses Buch doch erst im Juni aus eigenem Interesse gelesen. Bereits damals fes- selten mich die Personen, die Thematik und das Zeitalter der Entstehung, weshalb ich mich darauf freute, dieses gelungene Stück von Friedrich Schiller auszuarbeiten. Die größte Herausforderung sah ich in der Zeit, da ich keine Vorstellung hatte, wie lange ich für eine Literaturhausarbeit benötigen würde. Meine Schwerpunkte wollte ich vor allem auf die Thematik und die historischen Hintergründe setzen, da diese der Kern des Werkes sind, aber mein größtes Interesse galt dem Vergleich von Buch und Film. Der Autor griff in seinem Werk einige große Themen auf, wie die Liebe, Vertrauen und Misstrauen oder die Eifersucht. Aber auch historische Ereignisse und Zustände wie der Soldatenhandel, das Mätressenwesen und die Ständegesellschaft spielen in Friedrich Schillers literarischer Schöpfung eine zentrale Rolle, denn durch sie kommt die Dramatik des Stückes überhaupt erst zustande. / Deutsch / Literatur / Schiller: „Kabale und Liebe" Patricia / Literaturhausarbeit/ Seite 4 von 52 2. Biografie www.KlausSchenck.de 2.1 Friedrich Schillers Leben Johann Christoph Friedrich Schiller wurde am 10. November 1759 als Sohn eines Wundarztes und späteren Offiziers in Marbach am Neckar geboren. Aufgrund einer Versetzung seines Vaters zog die Familie Schiller im Jahr 1767 nach Ludwigsburg, wo Friedrich die Lateinschule besuchte, da er Geistlicher werden sollte. Doch der württembergische Herzog hatte an- dere Pläne für Schiller. Er veranlasste die Rekrutie- rung des geeigneten Offiziers- und Beamtennach- wuchses, weshalb Hauptmann Schiller seinen Sohn zu Beginn des Jahres 1773 in Stuttgart ablieferte. In der folgenden Zeit hatte der junge Mann keine Fe- rien, keinen Urlaub und selten freie Stunden, sein Alltag war militärisch geregelt. Friedrich Schiller Schiller begann ein Jurastudium, welches er jedoch nicht zu Ende führte und interes- sierte sich zunehmend für Literatur und Philosophie. An die Stelle des Jurastudiums trat das Medizinstudium, das er im Jahr 1780 beendete. 1 Nur zwei Jahre später erschien Schillers erstes Werk „Die Räuber“, das im Mann- heimer Nationaltheater uraufgeführt wurde und großen Erfolg genoss. Der Bericht der Uraufführung lautete: „Das Theater glich einem Irrenhaus, rollende Augen, ge- ballte Fäuste, heisere Aufschreie im Zuschauerraum. Fremde Menschen fielen ei- nander schluchzend in die Arme, Frauen wankten, einer Ohnmacht nahe, zur Türe. Es war eine allgemeine Auflösung wie im Chaos, aus dessen Nebel eine neue Schöpfung hervorbricht."2 Da Schiller ohne das Wissen seines Herzogs nach Mann- heim reiste, musste er zwei Wochen in Arrest und ihm wurde das Schreiben von Ko- mödien verboten. Doch der junge Mann floh bald nach Mannheim und von dort weiter nach Frankfurt und Oggersheim. Die Flucht vor dem Herzog führte ihn schließlich nach Bauerbach in Thüringen, wo der Schriftsteller die Pläne für „Don ¹ „Friedrich Schiller". URL: http://www.wikiwak.com/image/Friedrich+schiller.jpg [Stand: 25.10.2009] 2 „Friedrich Schiller/Biographie“. URL: http://www.xlibris.de/Autoren/Schiller/Biographie/Seite1 [Stand: 08.10.2009] www.KlausSchenck.de / Deutsch / Literatur / Schiller: „Kabale und Liebe" Patricia / Literaturhausarbeit/ Seite 5 von 52 Carlos" und „Maria Stuart“ entwarf und das bürgerliche Trauerspiel „Luise Millerin" (später „Kabale und Liebe“) entstand. Im Jahr 1783 nahm Friedrich Schiller eine schlecht bezahlte Stelle als Theaterdichter in Mannheim an, wo im folgenden Jahr „Fiesco" uraufgeführt wurde. Auch „Luise Millerin“ wurde zum ersten Mal gezeigt, al- lerdings in Frankfurt. Nach dem Auslauf des Arbeitsvertrages nach nur einem Jahr hatte Schiller hohe Schulden und eine schwer angeschlagene Gesundheit. Die fol- genden zwei Jahre verbrachte er in Leipzig und Dresden, wo das Stück „Don Carlos" erschien und der Schriftsteller mit der Arbeit an „Der Geisterseher“ begann. 1787 zog es Schiller in das intellektuelle Weimar, wo auch Goethe, Herder und Wieland lebten, er schrieb hauptsächlich Geschichtsstudien. Die erste Begegnung mit Goethe verlief unglücklich, Goethe sagte später „Schiller war mir verhasst“³, da er mit dem impulsi- ven und begeisterten Künstler nichts anzufangen wusste. Der Schriftsteller heiratete Charlotte von Lengefeld und wurde Geschichtsprofessor in Jena, kämpfte jedoch mit einem schweren gesundheitlichen Rückschlag, da er sich eine Lungenentzündung mit Rippenfelleiterung zuzog, von der er sich sein gan- zes Leben nicht mehr erholen würde. Schiller beschäftigte sich zunehmend mit der Philosophie und schrieb weiterhin Geschichtsstudien. In Jena traf Schiller Goethe erneut und aus einem langen Gespräch über Kunst und Kunsttheorie wurde ein reger Briefwechsel und es entstand eine Freundschaft, sodass sie gemeinsam „Die Xe- nien" schrieben. Im Balladenjahr 1797 verfasste der Autor die Werke „Der Taucher", „Der Handschuh“ und „Die Kraniche des lbyskus“. „Wallenstein" wurde Schillers letztes Werk in Jena, bevor er nach Weimar übersiedelte. Dort beendete er „Maria Stuart“ und schrieb „Die Jungfrau von Orleans". Schiller wurde in den erblichen Adelsstand erhoben und verfasste 1804 sein letztes vollendetes Stück „Wilhelm Tell", das in Weimar uraufgeführt wurde. Friedrich Schiller zog sich eine schwere Erkältung zu und es wurde festgestellt, dass die Bauchfellentzündung in eine Darmverschlingung übergegangen war, sodass er am 9. Mai 1805 mit nur 45 Jahren starb und zwei Tage später schließlich zu Grabe getragen wurde. Über zwanzig Jahre später wurde sein Leichnam in die Fürstengruft zu Weimar überführt. Die Informationen zu Friedrich Schillers Leben stammen von Beate Nordmann (2004: 5-13), Claus J. Gigl (2008: 45-46) und der unter ³ aufgeführten Internetquelle. 3 „Friedrich Schiller/Biographie". URL: http://www.xlibris.de/Autoren/Schiller/Biographie/Seite 1 [Stand: 08.10.2009]