Metrum und Reimschema
Die zweite Seite konzentriert sich auf zwei wesentliche Aspekte der Formanalyse eines Gedichts: Metrum und Reimschema.
Das Metrum beschreibt den rhythmischen Aufbau eines Verses. Es werden vier grundlegende Versfüße vorgestellt:
- Jambus: zweisilbiger Versfuß (unbetont-betont)
- Trochäus: zweisilbiger Versfuß (betont-unbetont)
- Daktylus: dreisilbiger Versfuß (betont-unbetont-unbetont)
- Anapäst: dreisilbiger Versfuß (unbetont-unbetont-betont)
Das Reimschema bezieht sich auf die Anordnung der Reime in einem Gedicht. Verschiedene Reimschemata werden erläutert:
- Paarreim (aabb)
- Kreuzreim (abab)
- Umarmender Reim (abba)
- Haufenreim (aaaa bbbb)
- Verschränkter Reim (abc abc)
- Schweifreim (aa b cc b)
- Kettenreim (aba bcb cdc)
Zusätzlich wird der Begriff des "unterbrochenen Reims" eingeführt, der auftritt, wenn ein Reimschema nicht vollständig, sondern nur in Ansätzen einem bestimmten Schema entspricht.
Vocabulary: Kadenz - bezeichnet den Versschluss, also die letzten betonten und unbetonten Silben eines Verses.
Example: Ein Beispiel für einen unterbrochenen Kreuzreim wäre das Schema "abac", bei dem der erwartete Reim in der vierten Zeile fehlt.









