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Gedichtsinterpretation: Romantik und Barock

Gedichtsinterpretation: Romantik und Barock

 Geschichtlicher Hintergrund
• Napoleonische Kriege 1792-1806 mit Verbannung Napoleons 1814
• Befreiungskriege 1813-1815→ Entstehung eines d

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- Wie schreibe ich eine Gedichtsinterpretation? (Aufbau, Reime, Metrum, Klangfarbe, Arten & Formen) - Beispiel: ,,Sehnsucht“ von Eichhendorf - Information zur Epoche des Barocks und der Romantik

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Geschichtlicher Hintergrund • Napoleonische Kriege 1792-1806 mit Verbannung Napoleons 1814 • Befreiungskriege 1813-1815→ Entstehung eines deutschen Nationalgefühls • Enttäuschender Wiener Kongress und Gründung des Deutschen Bundes Formen und Sprache • Lyrik: schlichte und volksliedhafte Form, oft religiöse Wortwahl • Volkslieder: Identifikation als Volk Märchen & Sagen: Flucht aus den Missständen in das Unwirkliche, Fantastische und Mystische Einleitung Kritik • An der verflachten und entzauberten täglichen Wirklichkeit • An der Trennung von Vernunft und Gefühlen •Am spießbürgerlichem Leben Hauptteil Schluss Sprache Gedichtsinterpretation: Romantik und Barock Es schienen so golden die Steme, Am Fenster ich einsam stand Und hörte aus weiter Ferne Ein Posthorn im stillen Land. Das Herz mir im Leib entbrennte, Da hab' ich mir heimlich gedacht: Ach wer da mitreisen könnte In der prächtigen Sommernacht! ROMANTIK Joseph Freiher von Eichhendorf Sehnsucht (1834) Inhalte/Merkmale • Sehnsucht nach dem Unerreichbarem und Unendlichen • Blaue Blume: Symbol für die ewige Unerfüllbarkeit der Wünsche und das Streben nach Liebe • Motiv des Wanderns: Getrieben von Sehnsucht nach Motiv des Ferne →→ Ziel: Entkommen aus der Spießbürgerlichen Enge des Lebens Volkstümliche und nationale Elemente Mittelalter, die goldene Zeit, als Fluchtpunkt und Orientierung bürgerlicher Sehnsüchte -> Rückbesinnung auf die Vergangenheit Sehnsucht r Zwei junge Gesellen gingen Vorüber am Bergeshang. Ich hörte im Wandern sie singen Die stille Gegend entlang: Von schwindelnden Felsenschlüften, Wo die Wälder rauschen so sacht, Von Quellen, die von den Klüften Sich stürzen in die Waldesnacht. t nach Einheit von Mensch und Natur • Verbergen von Gott in der Natur Ganzheitliche Poetisierung des Lebens In der Einleitung nennen Sie...

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die wichtigsten Textdaten (Gedichtart, Titel, Autor, Erscheinungs- bzw. Entstehungsjahr) und geben- soweit bekannt- Informationen zum historischen Hintergrund. Ferner machen Sie in knapper Form Angaben zum Inhalt und zum Thema des Gedichtes (Worum geht es? Was wird dargestellt?). Die Einleitung kann bereits einen ersten Hinweis darüber enthalten, wie das Gedicht zu deuten ist. Ablehnung der Regelpolitik -> progressive Universalpoesie: Verbindung von Philosophie, Poesie, Genialität, Prosa und Kritik Rolle der Nacht als Zeit der Entgrenzung .Rückzug in Phantasie- und Traumwelten Im Hauptteil beschreiben Sie zunächst die äußere Form des Gedichtes (Strophenzahl, Verseinteilung, Reimschema, Metrum) zusammenhängend. Die formale Gestalt sollte später in die genaue Beschreibung und Deutung der Einzelstrophen eingebunden werden. Das gilt vor allem auch für besondere Auffälligkeiten/Ausnahmen (z. B. Unregelmäßigkeiten im Metrum). Danach beschreiben und deuten Sie - soweit auffällig - den Textaufbau (z. B. bei einer Rahmenstellung von Versen bzw. Strophen Anschließend gehen Sie näher auf den Inhalt und die Sprache des Gedichtes ein (z R Situation des lyrischen Ichs, Atmosphäre, Darstellung des Themas in den einzelnen Strophen, inhaltliche Entwicklung). Dabei können Sie strophenweise vorgehen oder bestimmte Untersuchungsschwerpunkte in den Mittelpunkt stellen. Hierbei sind unbedingt die sprachlichen Mittel (z. B. sprachliche Bilder, Wortwahl, Satzbau, rhetorische Mittel) zu benennen und in ihrer Wirkung und Bedeutung für Inhalt und Aussage des Gedichtes zu erläutern. Weitere Hilfen zur linearen bzw. aspektorientierten Bearbeitung literarischer Texte erhalten Sie im Kapitel, Texte analysieren bzw. interpretieren Am Schluss fassen Sie die wichtigsten Beobachtungen und Erkenntnisse zusam und formulieren eine Deutung (Aussage- und Wirkungsabsicht). Abschließend können Sie das Gedicht persönlich bewerten. Die Sprache der Interpretation ist grundsätzlich sachlich. Deutungsaussagen und Bewertungen müssen Sie stets begründen. Als Belege sollten Sie Zitate aus dem men. Falls Sie nicht wörtlich zitieren, müssen Sie Gedichtinhalte mit eigenen Worten im Indikativ wiedergeben. Beschreibungstempus ist das Präsens, bei Vorzeitigkeit Gedicht in die Textbeschreibung überneh das Perfekt. Sie sangen von Marmorbilder, Von Gärten, die überm Gestein In dämmernden Lauben verwildern, Palästen im Mondenschein, Wo die Mädchen am Fenster lauschen, Wann der Lauten Klang erwacht, Und die Brunnen verschlafen rauschen In der prächtigen Sommernacht. - Weltbejahung & Vergänglichkeit Gegenüberstellung. Diesseits & Jenseits -> Antithetik Lebenslut & Diesseitsflucht Das Gedicht Sehnsucht" von Joseph von Eichendorff stammt aus dem Jahre 1834. Die in ihm verwendeten Motive und die sprachliche Gestaltung machen es zu einem typischen Gedicht der Romantik. Das lyrische Ich steht am Fenster, lauscht den Geräuschen einer Sommernacht und hört aus weiter Ferne ein Posthorn, welches in ihm den Wunsch auslöst, in die Ferne zu reisen. Dieses Verlangen wird noch gesteigert durch zwei junge Gesellen, die im Vorbeiwan-dern eine ferne Landschaft und geheimnisvolle Orte besingen. Das Sonett (von lat, sonare: „tönen") ist ein 14-zeiliges Gedicht, bestehend aus zwei Vierzeilern (Quartetten) und zwei Dreizeilern (Terzetten). Das klassische Reimschema, das aber häufig vari- iert wird, lautet: abba abba cdc dcd. Charakteristisch ist außerdem der Alexandriner, ein sechs hebiger jambischer Vers mit einer Zäsur (einem Einschnitt) nach der dritten Hebung. Meist stellen die Quartette in These und Antithese das Thema des Gedichtes vor, die Terzette führen das angesprochene Thema dann zu einem Ergebnis bzw. zu einer endgültigen Aussage (Synthese) Das Verhältnis von Mensch und Natur und das Motiv der Sehn- sucht sind wichtige Aspekte des Gedichtes und sollen im Zentrum der Interpretation stehen. Das Gedicht weist eine klare äußere Struktur auf. Es besteht aus drei Strophen mit jeweils acht Versen. Der doppelte Kreuzreim (abab/cdcd), ein einfacher Satzbau und der natürliche Sprechrhythmus geben dem Gedicht einen volksliedhaften Charakter. Das Metrum ist unregelmäßig, aber jeder Vers weist drei Hebungen auf, was dem Gedicht - genauso wie der regelmäßige Wechsel von stumpfen und klingenden Kadenzen den gleichmäßig fließenden Sprechrhythmus verleiht. Dieser äußeren Struktur steht der innere Aufbau des Gedichtes gegenüber. Inhaltlich besteht es aus zwei Teilen, wobei der Doppelpunkt in der Mitte (V. 12) den Einschnitt markiert. Der erste Teil beschreibt die Situation des lyrischen Ichs, das einsam am Fenster steht und beim Klang des Posthorns starkes Fernweh spürt. Der zweite Teil des Gedichtes gibt den Inhalt des Liedes wieder, das die Gesellen während ihrer Wanderung singen. Die beiden Teile werden durch inhaltliche Verbindungen miteinander verknüpft, so etwa durch den Schein der Sterne (vgl. V. 1) und den Schein des Mondes (vgl. V. 20) oder das klingende Posthorn (vgl. V. und den Klang der Lauten, dem die Mädchen lauschen (vgl. V. 21 f.). Eine weitere Verbindung schaffen die den Nam gleichlautenden letzten Verse der ersten und der dritten Strophe: ,,In der prächtigen Sommernacht." Und auch der Gleichklang des 6. und 8. Verses jeder Strophe stellt eine Einheit her. Das lyrische Ich, das am Fenster steht und dem Klang des Posthorns lauscht, spürt das starke Verlangen, die Enge des Hauses zu verlassen und auf Reisen zu gehen. Das Adjektiv ,,weit" in Verbindung mit dem Nomen ,,Ferne" (vgl. V. 3) macht die Dringlichkeit des Wunsches besonders deutlich. Das Motiv des Aufbruchs ist typisch für die Dichtung der Romantik. Das lyrische Ich macht allerdings auch deutlich, dass dieser Wunsch unerfüllbar ist, indem es im Konjunktiv formuliert: ,,Ach wer da mitreisen könnte" (V. 7). Der Wunsch, aus der Enge der Realität auszubrechen und Neues zu erkunden, wird eng verknüpft mit der Vorstellung von einer ungebändigten Natur, wie sie im Lied der wandernden Gesellen besungen wird: Von „schwindelnden Felsenschlüften" (V. 13), rauschenden Wäldern (vgl. V. 14) und von Quellen, die sich von Klüften stürzen (vgl. V. 15/16), ist in der zweiten Strophe die Rede. Durch die Häufung metaphorischer Ausdrücke und die Personifi-zierungen wird die Ursprünglichkeit der Natur besonders spürbar. Mit der dritten Strophe ändert sich das Bild von der Natur als Sehnsuchtsort: Beschrieben wird nun eine vom Menschen gestaltete Natur mit „Marmorbildern" (V. 17), „Gärten" (V. 18), dämmernden Lauben" (V. 19), ,,Palästen" (V. (V. 20) und „Brunnen" (V. 23). Diese ,,Traumwelt", die sehr stark an das Italienbild dieser Epoche erinnert, wird zum Ziel der Sehnsucht des lyrischen Ichs, Sie symbolisiert eine erträumte Freiheit und bildet den Gegensatz zur Enge der realen Verhältnisse. Das Motiv der Sehnsucht findet sich bereits in der Überschrift und zieht sich durch das gesamte Gedicht. Das lyrische Ich, das gedan- kenverloren am Fenster steht und den Ruf des Posthorns wahr- nimmt, wünscht sich nichts s mehr, als s mitreisen zu können. So äußert tes: s Herz mir im Leib entbrennte" (V. 5). Die Interjek- tion ,,Ach" (V. 7) verstärkt noch das sehnsuchtsvolle Gefühl, die häusliche Enge verlassen und in die Ferne reisen zu können. Allerdings werden diese Gedanken nur heimlich gedacht (vgl. V. 6) und nicht ausgesprochen. Das lyrische Ich träumt sich, animiert durch das Lied der wan- dernden Gesellen, in eine unberührte, wilde Natur bzw. in eine vom Menschen geschaffene traumhafte Kulturlandschaft (vgl. die Strophen 2 und 3). Das Dunkle und Zauberhafte dieser Sehnsuchtslandschaft wird der dritten Strophe vor allem durch die Klangfarbe zum Ausdruck gebracht. Dunkle a- und o- o-Vokale geben dem Gedicht einen geheimnisvollen Ton. Diese Sehnsucht nach Entgrenzung der Natur ist vielleicht zu erklären mit der Unzufriedenheit des lyrischen Ichs mit der eigenen, als unzureichend empfundenen Existenz. Die träumeri- sche Flucht in entlegene Welten ist auch ein Ausbruch aus der Alltagswelt mit ihren Bindungen. Allerdings bleibt diese Traumwelt rein fiktiv, worauf der Konjunk- tiv in Vers 7 deutlich hinweist. Die Sehnsucht wird keine Erfüllung finden und dennoch bleibt sie für das lyrische Ich ein erstrebens- wertes Gefühl, denn immerhin befreit sie für Augenblicke vom nüchternen Alltag. Das Sehnsuchtsmotiv ist in Eichendorffs Gedicht eng verknüpft mit dem Fenstermotiv und den Motiven des Reisens und Wandern. „Das Kennzeichen Das Gedicht ,,Sehnsucht" von Joseph von Eichendorff ist mit seinen Motiven der Sehnsucht, des Reisens und Wanderns und der Nacht sowie dem volksliedhaften Ton ein typisches Gedicht der Romantik. Die genannten Motive finden in der Romantik und insbesondere bei Eichendorff immer wieder Verwendung. Das Gedicht schildert die Sehnsucht des lyrischen Ichs nach einer Flucht vor einer zunehmend durch Wissenschaft und Technik bestimmten Welt. Ziel der Sehnsucht ist die Einheit mit der ursprünglichen Natur, die - zumindest in der Fantasie - zu einem Ort wird, an dem der Mensch wieder zu sich selbst finden kann. Die Gesellen, deren Lied das lyrische Ich in den Zustand sehnsüch- tigen Träumens versetzt, sind sozusagen das Symbol für die angestrebte Freiheit. Gedichtaufbau Reime und Reimordnung BAROCK Mittelalter & Reformation -> Barock 700-1600 1600-1720 Versmaß (Metrum) Denk daran, dass du Stirbst Klangfarbe Momento mori unreiner Reim: Paarreim: aabb Kreuzreim: abab umarmender Reim: abba Schweifreim: aabccb Haufenreim: Binnenreim: nutze den Tag carpe diem Vanitas (vergänglichkeit) Motive Befreiung von gesellschaftlichen und religiösen zwängen Jambus (xX): z. B. Gedicht Trochäus (Xx): z. B. Dichter selbstbestimmung Kennzeichen eines Gedichtes ist die Verssprache. Ein Vers ist eine Gedichtzeile, deren Länge im Unterschied zum Prosatext nicht bis zum Seitenrand reicht, sondern bewusst durch den Dichter gesetzt wird. Wird der Satz über das Versende hinausgeführt, spricht man von einem Zeilensprung (Enjambement). Fallen Vers- und Satzende zusammen, spricht man vom Zeilenstil. Daktylus (Xxx): z. B. Daktylus Anapäst (xxx): z. B. Paradies Aufklärung Eine Strophe fasst mehrere Verse zu einem Abschnitt zusammen, der in der Regel auch im Druck deutlich von den übrigen Teilen des Gedichtes abgehoben ist. Vore Verse werden häufig durch einen Endreim klanglich miteinander verbunden. Zwei oder mehrere Wörter reimen sich, wenn sie vom letzten betonten Vokal an gleich klingen (z. B.: „Reichen" - erweichen"). Man kann zwischen männlichen Reimen (der Reim ist einsilbig, z. B.: „Welt"-Feld"), weiblichen Reimen (der Reim ist zweisilbig, z. B.: „leben" geben") und reichen Reimen (der Reim ist drei- oder mehrsilbig, z. B.: „prächtige" - mächtige") unterscheiden. Man unterscheidet folgende Reimformen: Bürgertum Vernunft aaa Die Wörter, die sich reimen, stehen im Versinneren, z. B.: "Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe [...]" (Rilke) Die Silben reimen sich nur annähernd, sind lautlich nicht exakt identisch (z. B.: sprießen" - „grüßen"). Die Verse vieler Gedichte weisen ein bestimmtes Betonungsmuster auf, d. h., Hebungen (betonte Silben) und Senkungen (unbetonte Silben) sind innerhalb eines Verses in einer festen Abfolge angeordnet. Diese Abfolge nennt man Versmaß oder Metrum. Die häufigsten Versmaße sind: Die linden Lüfte sind erwacht, Sie säuseln und weben Tag und Nacht, Sie schaffen an allen Enden." Je nach Anzahl der Hebungen spricht man dann z. B. von einem vierhebigen Jambus: „Am grauen Strand, am grauen Meer" [...] (Storm) In der modernen Lyrik findet sich oft ein unregelmäßiges, kaum zu bestimmendes Metrum. Auch Reime findet man manchmal nicht. Endet ein Vers auf einer betonten Silbe, nennt man das stumpfe Kadenz, endet er auf einer unbetonten Silbe, spricht man von einer klingenden Kadenz. Das Versmaß steht häufig in Verbindung zum Inhalt des Gedichtes und kann für die Interpre tation, vor allem wenn es besonders regelmäßig oder unregelmäßig ist, genutzt werden. Es hat Einfluss auf die r ie mit dem Gedicht vermittelte Stimmung. etrum zu unterscheiden ist der Rhythmus. Er macht das Gedicht erst lebendig und hängt ab von der Betonung, dem Sprechtempo, den Pausen und auch dem Inhalt des Gedichtes. Das Schema des Versmaßes sagt deswegen noch nichts über die rhythmische Gestaltung aus. 36x20 Die Wirkung eines Gedichtes wird auch durch seine Klanggestalt beeinflusst, hier vor allem durch die Vokale. Helle Vokale (e und i) lassen ein Gedicht oft heiter und fröhlich klingen, dunkle Vokale (a, o und u) machen es vielfach gedämpfter, getragener oder geheimnisvoller. Wenn mehrere Wörter einen vokalischen Gleichklang aufweisen, spricht man von einer Assonanz. So reimen sich z. B. die Wörter schlafen" und „klagen" nicht, weisen aber den gleichen Vokal auf. Assonanzen können ein Gedicht zusätzlich rhythmisieren und werden oft benutzt, um eine Nähe zum Volkslied herzustellen. Die ersten drei Verse eines Gedichtes von Ludwig Uhland sind dafür ein Beispiel: Eine weitere Möglichkeit, den Klang eines Gedichtes zu beeinflussen, liegt im Gebrauch von Wörtern, die das Geräusch, das sie bezeichnen, lautmalerisch nachahmen, z. B. bei den Wörtern klirren", rascheln", zischen". Man spricht dann von Lautmalerei oder Onomato- poesie. Gedichtarten/ Unterschiede in Thematik, Metrum, sprachlicher Gestaltung sowie Vers- und Strophenform Gedichtformen haben zu unterschiedlichen Gedichtformen geführt. Die wichtigsten sind: Ballade (Erzählgedicht) Lied/Volkslied (eingängiger Reim, flexibles Metrum, Refrain) Hymne (Preis- und Lobgesang) Ode (langes, feierliches Gedicht, oft reimlos) Sonett (vier Strophen, davon zwei Quartette, zwei Terzette; häufig mit der Reimanordnung abba abba ccd eed) Gedichte können auch nach ihrer Thematik oder Funktion unterschieden werden: Naturge- dichte, Liebesgedichte, politische Gedichte usw.

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Vielen Dank, wirklich hilfreich für mich, da wir gerade genau das Thema in der Schule haben 😁

- Wie schreibe ich eine Gedichtsinterpretation? (Aufbau, Reime, Metrum, Klangfarbe, Arten & Formen) - Beispiel: ,,Sehnsucht“ von Eichhendorf - Information zur Epoche des Barocks und der Romantik

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Danach beschreiben und deuten Sie - soweit auffällig - den Textaufbau (z. B. bei einer Rahmenstellung von Versen bzw. Strophen Anschließend gehen Sie näher auf den Inhalt und die Sprache des Gedichtes ein (z R Situation des lyrischen Ichs, Atmosphäre, Darstellung des Themas in den einzelnen Strophen, inhaltliche Entwicklung). Dabei können Sie strophenweise vorgehen oder bestimmte Untersuchungsschwerpunkte in den Mittelpunkt stellen. Hierbei sind unbedingt die sprachlichen Mittel (z. B. sprachliche Bilder, Wortwahl, Satzbau, rhetorische Mittel) zu benennen und in ihrer Wirkung und Bedeutung für Inhalt und Aussage des Gedichtes zu erläutern. Weitere Hilfen zur linearen bzw. aspektorientierten Bearbeitung literarischer Texte erhalten Sie im Kapitel, Texte analysieren bzw. interpretieren Am Schluss fassen Sie die wichtigsten Beobachtungen und Erkenntnisse zusam und formulieren eine Deutung (Aussage- und Wirkungsabsicht). Abschließend können Sie das Gedicht persönlich bewerten. Die Sprache der Interpretation ist grundsätzlich sachlich. Deutungsaussagen und Bewertungen müssen Sie stets begründen. Als Belege sollten Sie Zitate aus dem men. Falls Sie nicht wörtlich zitieren, müssen Sie Gedichtinhalte mit eigenen Worten im Indikativ wiedergeben. Beschreibungstempus ist das Präsens, bei Vorzeitigkeit Gedicht in die Textbeschreibung überneh das Perfekt. Sie sangen von Marmorbilder, Von Gärten, die überm Gestein In dämmernden Lauben verwildern, Palästen im Mondenschein, Wo die Mädchen am Fenster lauschen, Wann der Lauten Klang erwacht, Und die Brunnen verschlafen rauschen In der prächtigen Sommernacht. - Weltbejahung & Vergänglichkeit Gegenüberstellung. Diesseits & Jenseits -> Antithetik Lebenslut & Diesseitsflucht Das Gedicht Sehnsucht" von Joseph von Eichendorff stammt aus dem Jahre 1834. Die in ihm verwendeten Motive und die sprachliche Gestaltung machen es zu einem typischen Gedicht der Romantik. Das lyrische Ich steht am Fenster, lauscht den Geräuschen einer Sommernacht und hört aus weiter Ferne ein Posthorn, welches in ihm den Wunsch auslöst, in die Ferne zu reisen. Dieses Verlangen wird noch gesteigert durch zwei junge Gesellen, die im Vorbeiwan-dern eine ferne Landschaft und geheimnisvolle Orte besingen. Das Sonett (von lat, sonare: „tönen") ist ein 14-zeiliges Gedicht, bestehend aus zwei Vierzeilern (Quartetten) und zwei Dreizeilern (Terzetten). Das klassische Reimschema, das aber häufig vari- iert wird, lautet: abba abba cdc dcd. Charakteristisch ist außerdem der Alexandriner, ein sechs hebiger jambischer Vers mit einer Zäsur (einem Einschnitt) nach der dritten Hebung. Meist stellen die Quartette in These und Antithese das Thema des Gedichtes vor, die Terzette führen das angesprochene Thema dann zu einem Ergebnis bzw. zu einer endgültigen Aussage (Synthese) Das Verhältnis von Mensch und Natur und das Motiv der Sehn- sucht sind wichtige Aspekte des Gedichtes und sollen im Zentrum der Interpretation stehen. Das Gedicht weist eine klare äußere Struktur auf. Es besteht aus drei Strophen mit jeweils acht Versen. Der doppelte Kreuzreim (abab/cdcd), ein einfacher Satzbau und der natürliche Sprechrhythmus geben dem Gedicht einen volksliedhaften Charakter. Das Metrum ist unregelmäßig, aber jeder Vers weist drei Hebungen auf, was dem Gedicht - genauso wie der regelmäßige Wechsel von stumpfen und klingenden Kadenzen den gleichmäßig fließenden Sprechrhythmus verleiht. Dieser äußeren Struktur steht der innere Aufbau des Gedichtes gegenüber. Inhaltlich besteht es aus zwei Teilen, wobei der Doppelpunkt in der Mitte (V. 12) den Einschnitt markiert. Der erste Teil beschreibt die Situation des lyrischen Ichs, das einsam am Fenster steht und beim Klang des Posthorns starkes Fernweh spürt. Der zweite Teil des Gedichtes gibt den Inhalt des Liedes wieder, das die Gesellen während ihrer Wanderung singen. Die beiden Teile werden durch inhaltliche Verbindungen miteinander verknüpft, so etwa durch den Schein der Sterne (vgl. V. 1) und den Schein des Mondes (vgl. V. 20) oder das klingende Posthorn (vgl. V. und den Klang der Lauten, dem die Mädchen lauschen (vgl. V. 21 f.). Eine weitere Verbindung schaffen die den Nam gleichlautenden letzten Verse der ersten und der dritten Strophe: ,,In der prächtigen Sommernacht." Und auch der Gleichklang des 6. und 8. Verses jeder Strophe stellt eine Einheit her. Das lyrische Ich, das am Fenster steht und dem Klang des Posthorns lauscht, spürt das starke Verlangen, die Enge des Hauses zu verlassen und auf Reisen zu gehen. Das Adjektiv ,,weit" in Verbindung mit dem Nomen ,,Ferne" (vgl. V. 3) macht die Dringlichkeit des Wunsches besonders deutlich. Das Motiv des Aufbruchs ist typisch für die Dichtung der Romantik. Das lyrische Ich macht allerdings auch deutlich, dass dieser Wunsch unerfüllbar ist, indem es im Konjunktiv formuliert: ,,Ach wer da mitreisen könnte" (V. 7). Der Wunsch, aus der Enge der Realität auszubrechen und Neues zu erkunden, wird eng verknüpft mit der Vorstellung von einer ungebändigten Natur, wie sie im Lied der wandernden Gesellen besungen wird: Von „schwindelnden Felsenschlüften" (V. 13), rauschenden Wäldern (vgl. V. 14) und von Quellen, die sich von Klüften stürzen (vgl. V. 15/16), ist in der zweiten Strophe die Rede. Durch die Häufung metaphorischer Ausdrücke und die Personifi-zierungen wird die Ursprünglichkeit der Natur besonders spürbar. Mit der dritten Strophe ändert sich das Bild von der Natur als Sehnsuchtsort: Beschrieben wird nun eine vom Menschen gestaltete Natur mit „Marmorbildern" (V. 17), „Gärten" (V. 18), dämmernden Lauben" (V. 19), ,,Palästen" (V. (V. 20) und „Brunnen" (V. 23). Diese ,,Traumwelt", die sehr stark an das Italienbild dieser Epoche erinnert, wird zum Ziel der Sehnsucht des lyrischen Ichs, Sie symbolisiert eine erträumte Freiheit und bildet den Gegensatz zur Enge der realen Verhältnisse. Das Motiv der Sehnsucht findet sich bereits in der Überschrift und zieht sich durch das gesamte Gedicht. Das lyrische Ich, das gedan- kenverloren am Fenster steht und den Ruf des Posthorns wahr- nimmt, wünscht sich nichts s mehr, als s mitreisen zu können. So äußert tes: s Herz mir im Leib entbrennte" (V. 5). Die Interjek- tion ,,Ach" (V. 7) verstärkt noch das sehnsuchtsvolle Gefühl, die häusliche Enge verlassen und in die Ferne reisen zu können. Allerdings werden diese Gedanken nur heimlich gedacht (vgl. V. 6) und nicht ausgesprochen. Das lyrische Ich träumt sich, animiert durch das Lied der wan- dernden Gesellen, in eine unberührte, wilde Natur bzw. in eine vom Menschen geschaffene traumhafte Kulturlandschaft (vgl. die Strophen 2 und 3). Das Dunkle und Zauberhafte dieser Sehnsuchtslandschaft wird der dritten Strophe vor allem durch die Klangfarbe zum Ausdruck gebracht. Dunkle a- und o- o-Vokale geben dem Gedicht einen geheimnisvollen Ton. Diese Sehnsucht nach Entgrenzung der Natur ist vielleicht zu erklären mit der Unzufriedenheit des lyrischen Ichs mit der eigenen, als unzureichend empfundenen Existenz. Die träumeri- sche Flucht in entlegene Welten ist auch ein Ausbruch aus der Alltagswelt mit ihren Bindungen. Allerdings bleibt diese Traumwelt rein fiktiv, worauf der Konjunk- tiv in Vers 7 deutlich hinweist. Die Sehnsucht wird keine Erfüllung finden und dennoch bleibt sie für das lyrische Ich ein erstrebens- wertes Gefühl, denn immerhin befreit sie für Augenblicke vom nüchternen Alltag. Das Sehnsuchtsmotiv ist in Eichendorffs Gedicht eng verknüpft mit dem Fenstermotiv und den Motiven des Reisens und Wandern. „Das Kennzeichen Das Gedicht ,,Sehnsucht" von Joseph von Eichendorff ist mit seinen Motiven der Sehnsucht, des Reisens und Wanderns und der Nacht sowie dem volksliedhaften Ton ein typisches Gedicht der Romantik. Die genannten Motive finden in der Romantik und insbesondere bei Eichendorff immer wieder Verwendung. Das Gedicht schildert die Sehnsucht des lyrischen Ichs nach einer Flucht vor einer zunehmend durch Wissenschaft und Technik bestimmten Welt. Ziel der Sehnsucht ist die Einheit mit der ursprünglichen Natur, die - zumindest in der Fantasie - zu einem Ort wird, an dem der Mensch wieder zu sich selbst finden kann. Die Gesellen, deren Lied das lyrische Ich in den Zustand sehnsüch- tigen Träumens versetzt, sind sozusagen das Symbol für die angestrebte Freiheit. Gedichtaufbau Reime und Reimordnung BAROCK Mittelalter & Reformation -> Barock 700-1600 1600-1720 Versmaß (Metrum) Denk daran, dass du Stirbst Klangfarbe Momento mori unreiner Reim: Paarreim: aabb Kreuzreim: abab umarmender Reim: abba Schweifreim: aabccb Haufenreim: Binnenreim: nutze den Tag carpe diem Vanitas (vergänglichkeit) Motive Befreiung von gesellschaftlichen und religiösen zwängen Jambus (xX): z. B. Gedicht Trochäus (Xx): z. B. Dichter selbstbestimmung Kennzeichen eines Gedichtes ist die Verssprache. Ein Vers ist eine Gedichtzeile, deren Länge im Unterschied zum Prosatext nicht bis zum Seitenrand reicht, sondern bewusst durch den Dichter gesetzt wird. Wird der Satz über das Versende hinausgeführt, spricht man von einem Zeilensprung (Enjambement). Fallen Vers- und Satzende zusammen, spricht man vom Zeilenstil. Daktylus (Xxx): z. B. Daktylus Anapäst (xxx): z. B. Paradies Aufklärung Eine Strophe fasst mehrere Verse zu einem Abschnitt zusammen, der in der Regel auch im Druck deutlich von den übrigen Teilen des Gedichtes abgehoben ist. Vore Verse werden häufig durch einen Endreim klanglich miteinander verbunden. Zwei oder mehrere Wörter reimen sich, wenn sie vom letzten betonten Vokal an gleich klingen (z. B.: „Reichen" - erweichen"). Man kann zwischen männlichen Reimen (der Reim ist einsilbig, z. B.: „Welt"-Feld"), weiblichen Reimen (der Reim ist zweisilbig, z. B.: „leben" geben") und reichen Reimen (der Reim ist drei- oder mehrsilbig, z. B.: „prächtige" - mächtige") unterscheiden. Man unterscheidet folgende Reimformen: Bürgertum Vernunft aaa Die Wörter, die sich reimen, stehen im Versinneren, z. B.: "Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe [...]" (Rilke) Die Silben reimen sich nur annähernd, sind lautlich nicht exakt identisch (z. B.: sprießen" - „grüßen"). Die Verse vieler Gedichte weisen ein bestimmtes Betonungsmuster auf, d. h., Hebungen (betonte Silben) und Senkungen (unbetonte Silben) sind innerhalb eines Verses in einer festen Abfolge angeordnet. Diese Abfolge nennt man Versmaß oder Metrum. Die häufigsten Versmaße sind: Die linden Lüfte sind erwacht, Sie säuseln und weben Tag und Nacht, Sie schaffen an allen Enden." Je nach Anzahl der Hebungen spricht man dann z. B. von einem vierhebigen Jambus: „Am grauen Strand, am grauen Meer" [...] (Storm) In der modernen Lyrik findet sich oft ein unregelmäßiges, kaum zu bestimmendes Metrum. Auch Reime findet man manchmal nicht. Endet ein Vers auf einer betonten Silbe, nennt man das stumpfe Kadenz, endet er auf einer unbetonten Silbe, spricht man von einer klingenden Kadenz. Das Versmaß steht häufig in Verbindung zum Inhalt des Gedichtes und kann für die Interpre tation, vor allem wenn es besonders regelmäßig oder unregelmäßig ist, genutzt werden. Es hat Einfluss auf die r ie mit dem Gedicht vermittelte Stimmung. etrum zu unterscheiden ist der Rhythmus. Er macht das Gedicht erst lebendig und hängt ab von der Betonung, dem Sprechtempo, den Pausen und auch dem Inhalt des Gedichtes. Das Schema des Versmaßes sagt deswegen noch nichts über die rhythmische Gestaltung aus. 36x20 Die Wirkung eines Gedichtes wird auch durch seine Klanggestalt beeinflusst, hier vor allem durch die Vokale. Helle Vokale (e und i) lassen ein Gedicht oft heiter und fröhlich klingen, dunkle Vokale (a, o und u) machen es vielfach gedämpfter, getragener oder geheimnisvoller. Wenn mehrere Wörter einen vokalischen Gleichklang aufweisen, spricht man von einer Assonanz. So reimen sich z. B. die Wörter schlafen" und „klagen" nicht, weisen aber den gleichen Vokal auf. Assonanzen können ein Gedicht zusätzlich rhythmisieren und werden oft benutzt, um eine Nähe zum Volkslied herzustellen. Die ersten drei Verse eines Gedichtes von Ludwig Uhland sind dafür ein Beispiel: Eine weitere Möglichkeit, den Klang eines Gedichtes zu beeinflussen, liegt im Gebrauch von Wörtern, die das Geräusch, das sie bezeichnen, lautmalerisch nachahmen, z. B. bei den Wörtern klirren", rascheln", zischen". Man spricht dann von Lautmalerei oder Onomato- poesie. Gedichtarten/ Unterschiede in Thematik, Metrum, sprachlicher Gestaltung sowie Vers- und Strophenform Gedichtformen haben zu unterschiedlichen Gedichtformen geführt. Die wichtigsten sind: Ballade (Erzählgedicht) Lied/Volkslied (eingängiger Reim, flexibles Metrum, Refrain) Hymne (Preis- und Lobgesang) Ode (langes, feierliches Gedicht, oft reimlos) Sonett (vier Strophen, davon zwei Quartette, zwei Terzette; häufig mit der Reimanordnung abba abba ccd eed) Gedichte können auch nach ihrer Thematik oder Funktion unterschieden werden: Naturge- dichte, Liebesgedichte, politische Gedichte usw.