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Gotthold Ephraim Lessing

Gotthold Ephraim Lessing

 Gotthold Ephraim Lessing
Ein deutscher Schriftsteller der Aufklärung
Vortrag von
Präsentation von Inhalt
1 Epoche der Aufklärung
2) Biograp
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Präsentation

Ein deutscher Schriftsteller der Aufklärung. Das wichtige hier ist, das es sich nur auf den Schriftsteller bezieht. Das heißt, es ist nur die wichtigsten Punkte seiner Lebensstationen gegeben. Alles drum herum wo er sich beschäftigt hat als Schriftstelle

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Gotthold Ephraim Lessing Ein deutscher Schriftsteller der Aufklärung Vortrag von Präsentation von Inhalt 1 Epoche der Aufklärung 2) Biographie 3) Lessing als führender Kopf der Aufklärung 4) Dramentheorie 5) Veröffentlichte Werke 6 Lessing Heute 1. Epoche der Aufklärung "Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ,, -Immanuel Kant Für alle Menschen, Adlige und Bürger gibt es eine gültige Moral Aufklärung war eine Epoche in der modernen westl. Philosophie ca. 1670-1800 Ausgangsräume: England, Frankreich, Deutschland, USA Themen: Toleranz, Humanitätsidee, Menschenrechte Vertreter: Voltaire, Kant, Marx, Lessing 2. Biografie 1729 1746-48 1748 1758 1767-69 1769-81 1781 • Geburt Lessings in Kamenz/Oberlausitz • Abschluss des Medizinstudiums 1747 Der junge Gelehrte • Arbeit bei der Berlinischen Privilegierten Zeitung • Bibliothekar an der Hofbibliothek des Braunschweiger Herzogs in Wolfenbüttel • Tod Lessings in Braunschweig 1755 Miss Sara Sampson Arbeit am Fragment gebliebenen Faust-Drama • Dramaturg und Kritiker an dem Hamburgischen Nationaltheater 1772 Emilia Galotti 1779 Nathan der Weise Schriftsteller, Kunstkritiker und theoretiker, Philosoph und Religionskritiker - 3. Lessing als führender Kopf der Aufklärung Lessing Regeln: Moral ist das wichtigste in einem Theaterstück -> die Message Geschichte soll realitätsnah sein Freiheit und Gerechtigkeit Vergangenheit Tragödien sollen grundsätzlich im Adel spielen Komödien bei den gewöhnlichen Leuten. Er entwickelte das Bürgerliche Trauerspiel -> die Hauptfigur sind die Bürger, die unter dem Adel leiden Gegenwart ● ● Gottsched Das Individuum ist wichtig Es geht um Toleranz in Gesellschaft und Religion Es geht um Vernunft und Rationalität Es gibt eine zentrale Moral 2.Biographie Wie ihr wisst lautet sein Name Gotthold Ephraim Lessing, er wurde am 22 Januar 1729 in Kamenz geboren. Er war ein...

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bedeutender Dichter der deutschen Aufklärung. Mit seinen Dramen und seinen theoretischen Schriften hat dieser Aufklärer, die weitere Entwicklung des Theaters wesentlich beeinflusst und die Literatur nachhaltig geprägt. Er ist auch der erste deutsche Dramatiker dessen Werke bis heute ununterbrochen in Theatern aufgeführt wird. 1746 bis 1748 studierte er Theologie in Meißen, anschließend Medizin in Leipzig. Zwischen diesen Jahren sind schon die ersten Anzeichen von schriftstellerischen Versuchen geschehen. Mit Interesse wandte er sich dem Theaterleben zu, vor allem der Truppe um Caroline Neuber, die Lessings erste Lustspiele aufführte wie zum Beispiel der junge Gelehrte um 1747. 1748 ging Lessing nach Berlin, wo er bei der Berlinischen Privilegierten Zeitung als freier Schriftsteller arbeitete und Kritiken sowie Lust- und Trauerspiele verfasste. Nach Lessings Rückkehr nach Leipzig 1755 erschien sein erstes bürgerliches Trauerspiel Miss Sara Sampson. 1758 wieder in Berlin, gab Lessing gemeinsam mit Mendelssohn und Nicolai die Briefe die neueste Literatur betreffend heraus, in denen sie zeitgenössische deutsche Literatur kritisch kommentierten. 1767-69 war Lessing Dramaturg und Kritiker an dem neu gegründeten Hamburgischen Nationaltheater. Ende 1769 nahm er die Berufung als Bibliothekar an der Bibliothek in Wolfenbüttel an, da das Nationaltheater geschlossen werden musste wegen mangelnder Publikumsinteressen. Am 15. Februar 1781 verstarb Lessing mit 52 Jahren in Braunschweig. 3.Lessing als führender Kopf der Aufklärung Es geht den Aufklärern um die Moral, darum das Richtige zu tun, moralisch zu handeln, im Einklang mit unserem Gewissen. Doch wie schreibt man Literatur, die all das kann? Diese Frage stellten sich die Schriftsteller. Zu Beginn der literarischen Epoche diskutierten die Aufklärer über folgende Regeln. Für das Theater entwickelt Johann Christoph Gottsched eine neue Dramentheorie. Er überlegt sich, wie ein Drama, also die Textvorlage für ein Theaterstück aussehen soll. Dabei legt er viele Regeln fest. Das Wichtigste an einem Theaterstück ist die Moral, also die Message, die das Stück vermitteln soll. Die soll vor dem Schreiben festgelegt werden. Danach soll sich die Geschichte an dieser Moral orientieren und sie so deutlich machen, dass jeder Zuschauer sie versteht. Dabei sollen die Geschichte möglichst realitätsnah sein, also Freiheit und Gerechtigkeit. Es geht um Helden, um Katastrophen. Die Tragödien spielen meistens in der Vergangenheit. Fantasievolle Elemente, also übernatürliche und unrealistische Ereignisse, hält er für nicht zielführend. Außerdem legt Gottsched fest, wer die Figuren sein sollen: Tragödien sollen grundsätzlich im Adel spielen, Komödien bei den gewöhnlichen Leuten. Dieses Prinzip nennt man Ständeklausel. Dahinter steckt die Ansicht, das Leben der einfachen Bürger sei schlicht, nicht spannend und dramatisch genug für eine Tragödie. Gotthold Ephraim Lessing ist damit nicht einverstanden. Er hält nicht viel von Gottscheds Regeln und stellt sich gegen ihn. Eine Form der neuen Literatur wird ganz wichtig, das Bürgerliche Trauerspiel. Hier sind die Hauptfiguren plötzlich Bürger, die unter dem Adel leiden. Zwar hatte Gottsched gesagt, dass Tragödien nur in Adelskreisen spielen sollen, aber Lessing hält das für Quatsch und kreiert das Bürgerliche Trauerspiel. Z.B. in "Emilia Galotti". Mit seinen Dramen zeigt er, wie Literatur nutzen und erfreuen kann. Beim bürgerlichen Trauerspiel steht, der Bürgertum im Zentrum, also die Mitte der Gesellschaft. Es geht um die Tugenden des Bürgertums und um die Moral, das Gefühl ist wichtig und das Leiden, wenn es Konflikte gibt. Lessings Ausdruck dafür lautet Empfindsamkeit. Das bürgerliche Trauerspiel spielt also anders als die klassische Tragödie in der Gegenwart. Der Blick wird von den Helden und Adeligen auf die Bürger und von der Vergangenheit ins Hier und Jetzt gelenkt. Lessing widersetzt sich bewusst der alten Adelstragödie und trägt so dazu bei, dass die Literatur der Aufklärung bürgerlich wird. Seine Werke sind oft beispielhaft für die Werte der Aufklärung und eröffnen neue Welten der Literatur. 4.Als nächstes kommen wir zur Lessings Dramentheorie. Die Dramentheorie wie wir sie heute kennen, hat ihren Ursprung im alten Griechenland. Der Philosoph Aristoteles entwickelte die Grundlagen der Dramentheorie. Er ist der Meinung, für den Zuschauer ist es gut, wenn eine Tragödie Furcht, Trauer und Mitleid auslöst. Dementsprechend soll das heißen, wenn ein Zuschauer diese Emotionen durchlebt, soll er dadurch gereinigt werden, das heißt er lässt diese Emotionen im Theater und kann sich befreit zurück in den Alltag stürzen. Aristoteles nannte es Katharsis. Lessing meinte das der Zweck der Tragödie darin besteht, unsere Fähigkeit zum Mitgefühl zu erweitern. Es sollte uns nicht nur lehren, diese oder jene unglückliche Person zu bemitleiden, sondern es sollte uns auch emotional berühren, so dass wir mit der unglücklichen Person uns jederzeit in jeder Hinsicht mit ihm so gesagt seine Schmerzen teilen können. Ein Zitat von Mendelsohn unterstützt Lessings Bestimmung der Tragödie: ,, Der mitleidigste Mensch ist der beste Mensch, zu allen gesellschaftlichen Tugenden, zu allen Arten der Großmut der aufgelegteste." Für Aristoteles war die Komödie eine Nachahmung von Gewöhnlicherem und Lächerlichem. Doch Lessing stellt fest, dass es uns helfen sollte, alle möglichen absurden Dinge wahrzunehmen. Menschen mit dieser Fähigkeit werden ihr Bestes geben, um alle Arten von absurden Verhaltensweisen in ihrem Verhalten zu vermeiden und so zu den liebenswürdigsten und moralischsten Menschen zu werden. Daher bleibt auch die Nützlichkeit der Komödie erhalten. Weiteres findet er heraus, dass der Gebrauch des Trauerspiels sowohl als des Lustspiels, von dem Vergnügen unzertrennlich sind, denn die Hälfte des Mitleids und des Lachens ist Vergnügen. Unter anderem soll seiner Theorie nach, das Trauerspiel beim Menschen viel Mitleid erwecken. Das bedeutet, wenn die Schriftsteller ihren Charakteren ein schlimmes Schicksal verabreichen können sie trotzdem gute Eigenschaften besitzen. 5. Veröffentlichte Werke Lessing schrieb insgesamt 12 Werke, davon waren 3 Lustspiele, 4 Essays, 2 Gedichte, 2 Trauerspiele und ein Fabel. Seine Bekanntesten Werke sind "Nathan der Weise" und "Emilia Galotti". Schon als Schüler versuchte sich Lessing als Schriftsteller; er verfasste Lieder und Gedichte sowie einen Entwurf zu dem Lustspiel "Der junge Gelehrte". Als Lessing die Juden schrieb kämpfte er zeitlebens gegen Antisemitismus in der Gesellschaft und entlarvt dessen latente und offene Erscheinungsformen. In "Minna von Barrenhelm" steht eine eigenständig denkende, selbstbewusste Frau im Mittelpunkt. Das Thema ist Emanzipation. Dieses Stück schrieb er in der Zeit des Siebenjährigen Krieges, in dem sich Sachsen und Preußen als Feinde gegenüberstanden. In "Emilia Galotti" übt er Kritik an der Adelsherrschaft, Insbesondere durch dieses bürgerliche Trauerspiel brachte er die Menschen zum Nachdenken. Mit seinen Fabeln will er sie zum eigenständigen Denken bewegen. in "Nathan der Weise" wirbt er für religiöse Toleranz. Durch eine theologisch-politische Debatte mit dem Hamburger Pastor Goeze führt es zum Verlust der Zensurfreiheit, die der Herzog anfangs gewährt hatte. Lessings Antwort darauf ist das dramatische Gedicht Seine Stücke sind heutzutage immer noch sehr aktuell, weil die Themenbereiche um die es sich in den Werken handelt, kritisch diskutiert werden. Hier sind nicht alle Werke abgebildet, aber definitiv die bekanntesten und beliebtesten davon.

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Ein deutscher Schriftsteller der Aufklärung. Das wichtige hier ist, das es sich nur auf den Schriftsteller bezieht. Das heißt, es ist nur die wichtigsten Punkte seiner Lebensstationen gegeben. Alles drum herum wo er sich beschäftigt hat als Schriftstelle

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bedeutender Dichter der deutschen Aufklärung. Mit seinen Dramen und seinen theoretischen Schriften hat dieser Aufklärer, die weitere Entwicklung des Theaters wesentlich beeinflusst und die Literatur nachhaltig geprägt. Er ist auch der erste deutsche Dramatiker dessen Werke bis heute ununterbrochen in Theatern aufgeführt wird. 1746 bis 1748 studierte er Theologie in Meißen, anschließend Medizin in Leipzig. Zwischen diesen Jahren sind schon die ersten Anzeichen von schriftstellerischen Versuchen geschehen. Mit Interesse wandte er sich dem Theaterleben zu, vor allem der Truppe um Caroline Neuber, die Lessings erste Lustspiele aufführte wie zum Beispiel der junge Gelehrte um 1747. 1748 ging Lessing nach Berlin, wo er bei der Berlinischen Privilegierten Zeitung als freier Schriftsteller arbeitete und Kritiken sowie Lust- und Trauerspiele verfasste. Nach Lessings Rückkehr nach Leipzig 1755 erschien sein erstes bürgerliches Trauerspiel Miss Sara Sampson. 1758 wieder in Berlin, gab Lessing gemeinsam mit Mendelssohn und Nicolai die Briefe die neueste Literatur betreffend heraus, in denen sie zeitgenössische deutsche Literatur kritisch kommentierten. 1767-69 war Lessing Dramaturg und Kritiker an dem neu gegründeten Hamburgischen Nationaltheater. Ende 1769 nahm er die Berufung als Bibliothekar an der Bibliothek in Wolfenbüttel an, da das Nationaltheater geschlossen werden musste wegen mangelnder Publikumsinteressen. Am 15. Februar 1781 verstarb Lessing mit 52 Jahren in Braunschweig. 3.Lessing als führender Kopf der Aufklärung Es geht den Aufklärern um die Moral, darum das Richtige zu tun, moralisch zu handeln, im Einklang mit unserem Gewissen. Doch wie schreibt man Literatur, die all das kann? Diese Frage stellten sich die Schriftsteller. Zu Beginn der literarischen Epoche diskutierten die Aufklärer über folgende Regeln. 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Dahinter steckt die Ansicht, das Leben der einfachen Bürger sei schlicht, nicht spannend und dramatisch genug für eine Tragödie. Gotthold Ephraim Lessing ist damit nicht einverstanden. Er hält nicht viel von Gottscheds Regeln und stellt sich gegen ihn. Eine Form der neuen Literatur wird ganz wichtig, das Bürgerliche Trauerspiel. Hier sind die Hauptfiguren plötzlich Bürger, die unter dem Adel leiden. Zwar hatte Gottsched gesagt, dass Tragödien nur in Adelskreisen spielen sollen, aber Lessing hält das für Quatsch und kreiert das Bürgerliche Trauerspiel. Z.B. in "Emilia Galotti". Mit seinen Dramen zeigt er, wie Literatur nutzen und erfreuen kann. Beim bürgerlichen Trauerspiel steht, der Bürgertum im Zentrum, also die Mitte der Gesellschaft. Es geht um die Tugenden des Bürgertums und um die Moral, das Gefühl ist wichtig und das Leiden, wenn es Konflikte gibt. Lessings Ausdruck dafür lautet Empfindsamkeit. Das bürgerliche Trauerspiel spielt also anders als die klassische Tragödie in der Gegenwart. Der Blick wird von den Helden und Adeligen auf die Bürger und von der Vergangenheit ins Hier und Jetzt gelenkt. Lessing widersetzt sich bewusst der alten Adelstragödie und trägt so dazu bei, dass die Literatur der Aufklärung bürgerlich wird. Seine Werke sind oft beispielhaft für die Werte der Aufklärung und eröffnen neue Welten der Literatur. 4.Als nächstes kommen wir zur Lessings Dramentheorie. Die Dramentheorie wie wir sie heute kennen, hat ihren Ursprung im alten Griechenland. Der Philosoph Aristoteles entwickelte die Grundlagen der Dramentheorie. Er ist der Meinung, für den Zuschauer ist es gut, wenn eine Tragödie Furcht, Trauer und Mitleid auslöst. Dementsprechend soll das heißen, wenn ein Zuschauer diese Emotionen durchlebt, soll er dadurch gereinigt werden, das heißt er lässt diese Emotionen im Theater und kann sich befreit zurück in den Alltag stürzen. Aristoteles nannte es Katharsis. Lessing meinte das der Zweck der Tragödie darin besteht, unsere Fähigkeit zum Mitgefühl zu erweitern. Es sollte uns nicht nur lehren, diese oder jene unglückliche Person zu bemitleiden, sondern es sollte uns auch emotional berühren, so dass wir mit der unglücklichen Person uns jederzeit in jeder Hinsicht mit ihm so gesagt seine Schmerzen teilen können. Ein Zitat von Mendelsohn unterstützt Lessings Bestimmung der Tragödie: ,, Der mitleidigste Mensch ist der beste Mensch, zu allen gesellschaftlichen Tugenden, zu allen Arten der Großmut der aufgelegteste." Für Aristoteles war die Komödie eine Nachahmung von Gewöhnlicherem und Lächerlichem. Doch Lessing stellt fest, dass es uns helfen sollte, alle möglichen absurden Dinge wahrzunehmen. Menschen mit dieser Fähigkeit werden ihr Bestes geben, um alle Arten von absurden Verhaltensweisen in ihrem Verhalten zu vermeiden und so zu den liebenswürdigsten und moralischsten Menschen zu werden. Daher bleibt auch die Nützlichkeit der Komödie erhalten. Weiteres findet er heraus, dass der Gebrauch des Trauerspiels sowohl als des Lustspiels, von dem Vergnügen unzertrennlich sind, denn die Hälfte des Mitleids und des Lachens ist Vergnügen. Unter anderem soll seiner Theorie nach, das Trauerspiel beim Menschen viel Mitleid erwecken. Das bedeutet, wenn die Schriftsteller ihren Charakteren ein schlimmes Schicksal verabreichen können sie trotzdem gute Eigenschaften besitzen. 5. Veröffentlichte Werke Lessing schrieb insgesamt 12 Werke, davon waren 3 Lustspiele, 4 Essays, 2 Gedichte, 2 Trauerspiele und ein Fabel. Seine Bekanntesten Werke sind "Nathan der Weise" und "Emilia Galotti". Schon als Schüler versuchte sich Lessing als Schriftsteller; er verfasste Lieder und Gedichte sowie einen Entwurf zu dem Lustspiel "Der junge Gelehrte". Als Lessing die Juden schrieb kämpfte er zeitlebens gegen Antisemitismus in der Gesellschaft und entlarvt dessen latente und offene Erscheinungsformen. In "Minna von Barrenhelm" steht eine eigenständig denkende, selbstbewusste Frau im Mittelpunkt. Das Thema ist Emanzipation. Dieses Stück schrieb er in der Zeit des Siebenjährigen Krieges, in dem sich Sachsen und Preußen als Feinde gegenüberstanden. In "Emilia Galotti" übt er Kritik an der Adelsherrschaft, Insbesondere durch dieses bürgerliche Trauerspiel brachte er die Menschen zum Nachdenken. Mit seinen Fabeln will er sie zum eigenständigen Denken bewegen. in "Nathan der Weise" wirbt er für religiöse Toleranz. Durch eine theologisch-politische Debatte mit dem Hamburger Pastor Goeze führt es zum Verlust der Zensurfreiheit, die der Herzog anfangs gewährt hatte. Lessings Antwort darauf ist das dramatische Gedicht Seine Stücke sind heutzutage immer noch sehr aktuell, weil die Themenbereiche um die es sich in den Werken handelt, kritisch diskutiert werden. Hier sind nicht alle Werke abgebildet, aber definitiv die bekanntesten und beliebtesten davon.