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Gräfin Orsina aus Emilia Galotti

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Gräfin Orsina aus Emilia Galotti

 Die Charakterisierung der Gräfin Orsina
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In meinem Text wird die Gräfin Orsina anhand ihrer Handlungen und ihres Auftretens in den Szenen 3. - 5. des 4. Aufzuges aus "Emilia Galotti" charakterisiert.

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Die Charakterisierung der Gräfin Orsina Im folgenden Text werde ich die Gräfin Orsina anhand ihrer Handlungen und ihres Auftretens in den Szenen 3. - 5. des 4. Aufzuges charakterisieren. Sie ist eine fiktive Figur aus dem Werk "Emilia Galotti" von Lessing. Die Gräfin Orsina betritt im 4. Aufzug des 3. Auftritts das Lustschloss des Prinzen in Dosalo. Hierbei ruft sie aus, dass sie niemand begrüßen kommt außer ein Diener, dabei seien ihr sonst immer viele Diener zugeeilt. Sie fragt ohne den Kammerherrn des Prinzen, Marinelli, zu begrüßen, direkt nach dem Prinzen. (vgl. 4. Aufzug, 3. Auftritt) Scheinbar sieht sie es als selbstverständlich im Schloss Dosalo beachtet und umsorgt zu werden. Sie verlangt unverzüglich nach dem Prinzen, wodurch sie sich selbst eine wichtige Bedeutung zuschreibt. Durch dieses sehr selbstgefällige Auftreten nimmt der Leser sie automatisch als eher unsympathisch und überheblich wahr. Laut Marinelli will der Prinz die Gräfin Orsina nicht sprechen und auch nicht wiedersehen. Kurz zuvor wollte sie sich Zutritt zum Zimmer des Prinzen verschaffen. Sie ist sich sicher das der Prinz ihren Brief gelesen hat und nur ihr zuliebe auf das Lustschloss von Dosalo kam. Sie ist daraufhin geschockt und wehmütig, als Marinelli ihr sagt, dass der Prinz nicht einmal ihren Brief gelesen hat. Trotzdem spricht sie mit stolz, dass der Prinz sie zwar...

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vermutlich nicht mehr liebt aber sie ihm trotzdem nicht gleichgültig ist. Die zeugt von ihrer selbstgefälligen und selbstbewussten Art. Die Gräfin Orsina hat stehts ihren Stolz und nimmt auch vor dem Kammerherrn des Prinzen kein Blatt vor den Mund (vgl: “Sie sind ein unverschämter Tröster" 4. Aufzug, 3. Auftritt). Im Laufe des Gespräch entwickelt sich in ihr Hohn aber auch eine Nachdenklichkeit (vgl: “Ha! Ha! Ha! Wahrlich ein sonderbarer Zufall! Sehr lustig, sehr närrisch! - Und sie lachen nicht mit, Marinelli?" 4. Aufzug, 3. Auftritt). Dieses selbstbewusste und offene Verhalten ist sehr auffällig, wenn man dies mit dem typischen Rollenbild der damaligen Zeit vergleicht. Frauen sollten nicht lachen, nicht selbst denken und den Mann erfreuen. Eine Frau die so selbstbewusst, befehlend und stürmisch war, entsprach nicht den Erwartungen der damaligen Zeit. Da die Gräfin so stürmisch reagiert, als Marinelli ihr von dem nicht geöffneten Brief erzählt, kann man davon ausgehen, dass sie das Verhalten des Prinzen verletzt aber auch wütend macht. Im Umgang mit Marinelli wird deutlich, dass Orsina einen deutlich stärkeren Redeanteil hat. Sie spricht lange und beispielsweise mit rhetorischen Fragen (vgl. "Nicht wahr?" 4. Aufzug, 3. Auftritt). Sie erwartet keinerlei Antworten, sondern beendet ihre Sätze selbst. Durch die rhetorischen Fragen und durch die kleinen Sticheleien nimmt sie Marinelli das Recht selbst zu sprechen und sie selbst stellt sich höher (vgl: “So lachen sie doch!” 4. Aufzug, 3. Auftritt). Da Orsina dem Kammerherrn des Prinzen gegenüber sehr offen ist, kann man davon ausgehen, dass ihre Beziehung zum Prinzen ist wichtig ist. Sie scheint Marinelli zu Vertrauen und öffnet ihre Gedanken ihm gegenüber sehr klar (vgl: “Ist das die Entschuldigung die ich wert bin?” 4. Aufzug 5. Akt.) Vermutlich will sie ihn auf ihrer Seite wissen und verhält sich ihm gegenüber daher höflich aber bestimmt (vgl: “Aus Barmherzigkeit, lieber Marinelli!" 4. Aufzug, 5. Auftritt). Abschließend lässt sich sagen, dass die Gräfin Orsina eine sehr starke Persönlichkeit hat. Sie entspricht nicht dem typischen Rollenbild, sondern ist laut, aufbrausend und bestimmend. Das Verhältnis zum Prinzen ändert sich während des Dramas und endet in Missgunst.

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Vielen Dank, wirklich hilfreich für mich, da wir gerade genau das Thema in der Schule haben 😁

In meinem Text wird die Gräfin Orsina anhand ihrer Handlungen und ihres Auftretens in den Szenen 3. - 5. des 4. Aufzuges aus "Emilia Galotti" charakterisiert.

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Die Charakterisierung der Gräfin Orsina Im folgenden Text werde ich die Gräfin Orsina anhand ihrer Handlungen und ihres Auftretens in den Szenen 3. - 5. des 4. Aufzuges charakterisieren. Sie ist eine fiktive Figur aus dem Werk "Emilia Galotti" von Lessing. Die Gräfin Orsina betritt im 4. Aufzug des 3. Auftritts das Lustschloss des Prinzen in Dosalo. Hierbei ruft sie aus, dass sie niemand begrüßen kommt außer ein Diener, dabei seien ihr sonst immer viele Diener zugeeilt. Sie fragt ohne den Kammerherrn des Prinzen, Marinelli, zu begrüßen, direkt nach dem Prinzen. (vgl. 4. Aufzug, 3. Auftritt) Scheinbar sieht sie es als selbstverständlich im Schloss Dosalo beachtet und umsorgt zu werden. Sie verlangt unverzüglich nach dem Prinzen, wodurch sie sich selbst eine wichtige Bedeutung zuschreibt. Durch dieses sehr selbstgefällige Auftreten nimmt der Leser sie automatisch als eher unsympathisch und überheblich wahr. Laut Marinelli will der Prinz die Gräfin Orsina nicht sprechen und auch nicht wiedersehen. Kurz zuvor wollte sie sich Zutritt zum Zimmer des Prinzen verschaffen. Sie ist sich sicher das der Prinz ihren Brief gelesen hat und nur ihr zuliebe auf das Lustschloss von Dosalo kam. Sie ist daraufhin geschockt und wehmütig, als Marinelli ihr sagt, dass der Prinz nicht einmal ihren Brief gelesen hat. Trotzdem spricht sie mit stolz, dass der Prinz sie zwar...

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vermutlich nicht mehr liebt aber sie ihm trotzdem nicht gleichgültig ist. Die zeugt von ihrer selbstgefälligen und selbstbewussten Art. Die Gräfin Orsina hat stehts ihren Stolz und nimmt auch vor dem Kammerherrn des Prinzen kein Blatt vor den Mund (vgl: “Sie sind ein unverschämter Tröster" 4. Aufzug, 3. Auftritt). Im Laufe des Gespräch entwickelt sich in ihr Hohn aber auch eine Nachdenklichkeit (vgl: “Ha! Ha! Ha! Wahrlich ein sonderbarer Zufall! Sehr lustig, sehr närrisch! - Und sie lachen nicht mit, Marinelli?" 4. Aufzug, 3. Auftritt). Dieses selbstbewusste und offene Verhalten ist sehr auffällig, wenn man dies mit dem typischen Rollenbild der damaligen Zeit vergleicht. Frauen sollten nicht lachen, nicht selbst denken und den Mann erfreuen. Eine Frau die so selbstbewusst, befehlend und stürmisch war, entsprach nicht den Erwartungen der damaligen Zeit. Da die Gräfin so stürmisch reagiert, als Marinelli ihr von dem nicht geöffneten Brief erzählt, kann man davon ausgehen, dass sie das Verhalten des Prinzen verletzt aber auch wütend macht. Im Umgang mit Marinelli wird deutlich, dass Orsina einen deutlich stärkeren Redeanteil hat. Sie spricht lange und beispielsweise mit rhetorischen Fragen (vgl. "Nicht wahr?" 4. Aufzug, 3. Auftritt). Sie erwartet keinerlei Antworten, sondern beendet ihre Sätze selbst. Durch die rhetorischen Fragen und durch die kleinen Sticheleien nimmt sie Marinelli das Recht selbst zu sprechen und sie selbst stellt sich höher (vgl: “So lachen sie doch!” 4. Aufzug, 3. Auftritt). Da Orsina dem Kammerherrn des Prinzen gegenüber sehr offen ist, kann man davon ausgehen, dass ihre Beziehung zum Prinzen ist wichtig ist. Sie scheint Marinelli zu Vertrauen und öffnet ihre Gedanken ihm gegenüber sehr klar (vgl: “Ist das die Entschuldigung die ich wert bin?” 4. Aufzug 5. Akt.) Vermutlich will sie ihn auf ihrer Seite wissen und verhält sich ihm gegenüber daher höflich aber bestimmt (vgl: “Aus Barmherzigkeit, lieber Marinelli!" 4. Aufzug, 5. Auftritt). Abschließend lässt sich sagen, dass die Gräfin Orsina eine sehr starke Persönlichkeit hat. Sie entspricht nicht dem typischen Rollenbild, sondern ist laut, aufbrausend und bestimmend. Das Verhältnis zum Prinzen ändert sich während des Dramas und endet in Missgunst.