Interpretation/ Analyse der Szene IV,2 "Nathan der Weise"

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Untersuchen Sie den gesamten Auftritt des Patriarchen (IV,2) im Hinblick auf die

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Interpretation/ Analyse mit folgender Aufgabenstellung: Untersuchen Sie den gesamten Auftritt des Patriarchen (IV,2) im Hinblick auf die Frage, welche Charakterzüge entlarvt und kritisiert werden sollen. Wurde mit 12 Punkten bewertet.

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Interpretation/ Analyse der Szene IV,2 "Nathan der Weise" Untersuchen Sie den gesamten Auftritt des Patriarchen (IV,2) im Hinblick auf die Frage, welche Charakterzüge entlarvt und kritisiert werden sollen. Vorarbeit: 1 2. a) - machtbesessen -> mag es Leute herumzukommandieren -hinterhältig (Plant Mord des Sultans) -> einzige Möglichkeit, das Christentum zu beschützen und zu verbreiten -denkt viel von sich (prunkvoller Auftritt, als der Tempelherr da ist) -starke Diskriminierung/ Befürwortung d. Verfolgen der Juden (fordert Verbrennung Juden) -steht stark im Kontrast, denn er stellt seine Kirche mit Prunk und Pomp (IV,2) dar -sein Gefolge symbolisiert ihn als wichtig, sodass er glaubt/ selbstverständlich nimmt das jeder seine Ratschläge befolgen müsse - vertritt menschenfeindlichen Überzeugungsglauben - - drückst sich von Sultan weltlichen Macht des b) -erscheint sehr selbstzentriert -erwartet höchsten Respekt und Zustimmung zu allem, dass er sagt (zurücktreten des Bruders und Gefolge) c) d) - starkes Selbstbewusstsein a) -P. fordert die Verbrennung des Juden, der ein christliches Kind jüdisch erzog -hängt an seiner Meinung, die gegen die christliche Nächstenliebe spricht -interessiert nicht, dass der Jude so das Kind rettet, ist der stur derselben Meinung b) Dialog verstärkt das selbstzentrische, egoistische Bild, dass der Leser vom Patriarchen haben. Dadurch, dass er an seiner Meinung stur hängt und dabei alle christlichen "Regeln" ignoriert verstärken die oben genannten Aspekte Analyse/Interpretation Das Drama "Nathan der Weise", dass von Gotthold Ephraim Lessing geschrieben und 1779 veröffentlicht wurde handelt um die Toleranz, im Mittelpunkt...

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stehen die "Ringparabel". Damit erklärt der Protagonist Nathan die Gleichwertigkeit des Islam, Christentun und Judentums. Die zu analysierende Szene aus dem 2. Auftritt des 4. Aufzugs handelt um den Tempelherrn, der den Patriarchen um Rat fragt. Der Tempelherr erfährt von Daja, dass Recha in Wirklichkeit eine Christin sei - und keine Jüdin. Sie sei von christlichen Eltern geboren, sowie kirchlich getauft worden. Nathan sei außerdem nicht ihr echter Vater. Der Tempelherr geht daraufhin ins Kloster, um den Patriarchen um Rat zu fragen. Vorher trifft er noch auf den Klosterbruder, der kurzfristig denkt, der Tempelherr will nun doch noch den Auftrag des Patriarchen annehmen. Nachdem der Tempelherr den Rat des Patriarchen erhalten hat, geht er schnell ab. Kurz danach spricht der Tempelherr mit dem Sultan, der seine Gelder von Nathan erhalten hat, und offenbart diesem, dass Recha eine Christin sei und Nathan ihr nichts über ihre Vergangenheit erzählt hat. Beide Charaktere befinden sich in der Kirche, im Hintergrund sind der Klosterbruder und das Gefolge. Im 2. Aufzug kann man die charakteristischen Eigenschaften des Patriarchen genau erkennen. Klar zu erkennen ist, dass er machtbesessen ist und es mag, Leute herumzukommandieren: Zu einem den Klosterbruder, den er als Spion zum Tempelherrn schickt, aber auch der Besitz seines eigenen "Gefolges" (Regieanweisung V.2462) Der Patriarch denkt durch seine Besessenheit der Macht viel von sich und erwartet, dass "der Rat auch anzunehmen" (S. 116, V.2475) ist. Im Gespräch zwischen ihm und dem Tempelherrn wird dies sehr klar, denn er besteht, dass der Jude verbrannt werden soll (S. 118, V.2553), welches gehen die christliche Nächstenliebe spricht. Doch für Ihn ist es nicht wichtig, ob das Kind dadurch gerettet wurde, hier schlägt das Gespräch in einen "Kanzlerdialog". Er besteht darauf, das Christentum mit allen Folgen aus seiner Sicht zu schützen und zu verbreiten und vertritt somit einen stark menschenfeindlichen Überzeugungsglauben. Der Patriarch sieht sich einen Engel, als Sprachrohr Gottes und meint, seine Lehren seien "das ewige Gesetzt der Herrlichkeit des Himmels" (S. 116, V. 2490) und somit unumstößlich. Sein Selbstbewusstsein, dass er ausstrahlt wandelt sich durch die obengenannten Punkte schnell zu einer stark selbstzentrierten Persönlichkeit, die seinen Egoismus und Hass betont. Zusammenfassend kann man sagen, dass der Patriarch nicht offen für ein vernünftiges Gespräch ist, denn er bezieht sich nur auf die Lehre der Kirche und nicht der eigenen. Er hält mit aller Kraft an der hasspredigenden Denkweise fest und nicht tolerant gegenüber anderen Religionen. Lessing stellt durch den Patriarchen den Pastor Goetze dar, der ein großer Gegner der Aufklärung war und somit dann der Begriff des "Kanzlerdialogs" entstand.

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Vielen Dank, wirklich hilfreich für mich, da wir gerade genau das Thema in der Schule haben 😁

Interpretation/ Analyse mit folgender Aufgabenstellung: Untersuchen Sie den gesamten Auftritt des Patriarchen (IV,2) im Hinblick auf die Frage, welche Charakterzüge entlarvt und kritisiert werden sollen. Wurde mit 12 Punkten bewertet.

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Interpretation/ Analyse der Szene IV,2 "Nathan der Weise" Untersuchen Sie den gesamten Auftritt des Patriarchen (IV,2) im Hinblick auf die Frage, welche Charakterzüge entlarvt und kritisiert werden sollen. Vorarbeit: 1 2. a) - machtbesessen -> mag es Leute herumzukommandieren -hinterhältig (Plant Mord des Sultans) -> einzige Möglichkeit, das Christentum zu beschützen und zu verbreiten -denkt viel von sich (prunkvoller Auftritt, als der Tempelherr da ist) -starke Diskriminierung/ Befürwortung d. Verfolgen der Juden (fordert Verbrennung Juden) -steht stark im Kontrast, denn er stellt seine Kirche mit Prunk und Pomp (IV,2) dar -sein Gefolge symbolisiert ihn als wichtig, sodass er glaubt/ selbstverständlich nimmt das jeder seine Ratschläge befolgen müsse - vertritt menschenfeindlichen Überzeugungsglauben - - drückst sich von Sultan weltlichen Macht des b) -erscheint sehr selbstzentriert -erwartet höchsten Respekt und Zustimmung zu allem, dass er sagt (zurücktreten des Bruders und Gefolge) c) d) - starkes Selbstbewusstsein a) -P. fordert die Verbrennung des Juden, der ein christliches Kind jüdisch erzog -hängt an seiner Meinung, die gegen die christliche Nächstenliebe spricht -interessiert nicht, dass der Jude so das Kind rettet, ist der stur derselben Meinung b) Dialog verstärkt das selbstzentrische, egoistische Bild, dass der Leser vom Patriarchen haben. Dadurch, dass er an seiner Meinung stur hängt und dabei alle christlichen "Regeln" ignoriert verstärken die oben genannten Aspekte Analyse/Interpretation Das Drama "Nathan der Weise", dass von Gotthold Ephraim Lessing geschrieben und 1779 veröffentlicht wurde handelt um die Toleranz, im Mittelpunkt...

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