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Interpretation: „ Das Haus in der Dorotheenstraße"

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 Deutsch Lk nach den Ferien
04.04.2020
Die unterstrichenden Textstellen inhaltlich und sprachlich darstellen.
Die Novelle "Das Haus in der D

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Interpretation und Aussage des Hauses in der Dorotheenstraße. Dazu die Erzählweise und mögliche Aussageabsicht. Auch eine Inhaltsangabe von Othello ist mit dabei. Note 1

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Deutsch Lk nach den Ferien 04.04.2020 Die unterstrichenden Textstellen inhaltlich und sprachlich darstellen. Die Novelle "Das Haus in der Dorotheenstraße" wurde im Jahre 2013 von dem Autor Hartmut Lange verfasst. Die Haiptperson Gottfried Klausen muss aus geschäfltlichen Gründen nach London reisen und seine Frau zurücklassen. Sein größter Wunsch ist es, dass seine Frau ebenfalls nach London kommt und sie sich bald wieder sehen können. Bei seinem Aufenthalt in London gehen ihm viele verschiedene Gedanken durch den Kopf und er zweifelt daran, ob seine Entscheidung nach London zu reisen wirklich die richtige war "Vielleicht hätte ich doch noch nicht hierher kommen sollen"(Z.51). Als Klausen zum Zeitvertreib in das Theaterstück Othello geht äußert er wieder seine Gedanken dem Leser. Er findet das Stück zwar gut geschauspielert, aber betrachtet es dennoch kritisch augrund des Handelns von Othello als er seine Frau umbringt, welche angeblich fremdgegangen sein soll "Statdessen bringt er sie lieber um" (Z.73,74). Klausen findet die Handlung von Othello also nicht nachvollziehbar und betrachtet das Theaterstück sehr kritisch. In den folgenden Tagen versucht Klausen seine Frau häufig auf dem Handy zu erreichen, um mit ihr über die weitere Zukunft zu reden. Als seine Frau Xenia nach vielen Versuchen immer noch nicht dran geht redet sich Klausen alles schön "Sie hört es nicht wenn sie in einem anderen Zimmer ist, macht...

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nichts”(Z.79), Klausen versucht es also seine weiten Gedanken zu verdrängen. Auch Nachts fällt Klausen das schlafen schwer und wird vor lauter Gedanken an Xenia ständig wach. Es wird deutlich, wie sehr Klausen unter der Situation leidet und langsam verrückt wird "wo bin ich, warum ruft Xenia nicht an" (Z.100). Nach vielen bemühungen mit seiner Frau kontakt aufzubauen gelingt es ihm, ein Treffen mit ihr auszumachen. Klausen bucht ihr einen Flug und fährt zur verabredeten Zeit zum Flughafen. Als der flieger aber schon gelandet ist und die Passagiere mit ihrem Gepäck aus dem Terminal gehen ist Xenia nicht dabei. Klausen überlegt im positiven Sinne, warum Xenia nicht erschienen ist, “Sie hat nur ihr Handgepäck und muss nicht warten (Z.131). Er kann einfach nicht glauben, dass sie nicht mit im Flieger war und hofft immernoch, dass sie kommt. Als Klausen enttäuscht Zuhause ankommt macht er sich viele Vorwürfe, ob er vielleicht zu viel über seine Frau bestimmen will. Dabei fragt er sich ob es wirklich nötig gewesen wäre, dass Xenia zu ihm nach London kommt (Z.150), da sie scheinbar kein Interesse ihrerseits zeigt. Am Ende seiner Überlegungen verzeiht er ihr und redet sich sogar ein, nicht genügend Rücksicht genommen zu haben. Nach weiteren Versuchen seinerseits Xenia zu erreichen geht sie endlich an das Telefon. Klausen hat ihr vollständig verziehen und möchte sich sogar entschuldigen das er unbedingt wollte, dass sie nach London kommt. Klausen ist froh, dass er mit ihr sprechen kann und denkt “endlich”(Z.157) dass alles gut ist. Er hält seiner Frau einen langen Vortrag, wobei er sie gar nicht zu Wort kommen lässt. Nachdem Klausen eine Woche frei genommen hat möchte er selbst nach Hause in die Dorotheenstraßen zurückfahren. Durch einen Vulkanausbruch in Island wurde sein Flug aber gestrichen. So ruft er Xenia an um ihr abzusagen. Am Telefon "war eine Männerstimme"(Z.219). Klausens Zweifel, dass seine Frau fremd gehen könnte werden daraufhin größer, ebenso wie seine Angst, dass seine Ehe bald vorbei sein könnte. Gedankengänge welche offensichtlich nicht gedacht oder dargestellt wurden. Zu Beginn der Novelle möchte Klausen nur an das gute denken und zieht es somit nicht in Erwähgung, dass seine Frau fremdgehen könnte. So findet er auch das Theaterstück Otello überzogen und Othellos Verhalten unangemessen auf eine Verdacht der Ehebrechung sie direkt umzubringen. Dennoch scheint er Angst davor zu haben, in dieselbe Situation zu gelagen bezüglich seiner schlecht laufenden Ehe mit Xenia. Durch seine ständigen Ausreden, warum z.B. nicht sie sondern eine Männerstimme an das Teleon geht möchte er die Warheit einfach nicht wahr haben, weshalb er immer wieder neue Ausreden sucht. So versucht er auch für Xenias nicht erscheinen am Flughafen eine nachvollziehbare Begründung zu finden um einen Ehebruch von seiner Frau auszuschließen. Alles in allem möchte er also die offensichtlichen indizien dafür, dass seine Frau einen neuen Mann hat nicht wahr haben. Vermutlich ist das dann auch sein Grund, warum er nach dem ersten ausgefallenden Flug nicht noch einmal versucht nach Berlin zurück zu kehren. Innerlich scheint ihm also schon der Gedanke durch den Sinn zu kommen, dass seine Frau ihm fremdgehen könnte. Deshalb fährt er am Ende lieber woanders hin als nach Hause um nicht seine Frau mit jemand anderem zu erwischen. Wieder einmal will er also alles positiver sehen als es eigentlich ist. In London geht Klausen dann noch ein zweites Mal in das Theaterstück Othello, da er sich scheinbar mit diesem immer besser identifizieren kann. Um aber nicht so zu enden wie Othello verlässt es es frühzeitiger um sich die Ermodung einer unschuldiegen Frau nicht noch einmal ansehen zu müssen. Zum Ende der Novelle hin wird Klausen zu sich immer ehrlicher und kann Othellos Handeln immer besser nachvollziehen. Nach seiner Arbeit in London reist Klausen zwar erst nach Island, wo auch der Vulkan vorher ausgebrochen ist, doch ob er dort bleibt ist offen. So könnte es auch sein, dass er seinen Gefühlen freien Lauf lässt und selbst zur Dorotheenstraße fährt und wie Othello seine Frau ermordet. 22.04.2020 (1.Woche nach den Ferien) Wechsel zwischen personaler und auktorialer Erzählweise. In der Novelle "Das Haus in der Doroteenstraße" von Hartmut Lange sind der Anfang (Z.1-25)und das Ende(Z.280-304) auktorial erzählt und der mittlere Teil personal (Z.26-279) Analyse der auktorialen Textstellen. Durch die aukorial (allwissender Erzähler) erzählten Textellen zu Beginn der Novelle sowie am Ende, erhält die Geschichte eine gute Struktur wodurch die Geschichte abgerundeter wirkt. Gleich zu Beginn erhählt der Leser eine klare Übersicht über Gottfried Klausen und das Haus in der Dorotheenstraße. Sogar von der Frau erfährt man, dass sie sehr stark an dem, schon älteren, Haus hängt. Das Ehepaar Klausen kennt sich schon sehr lange noch aus Schulzeiten und ist sich somit vertraut. So haben sie sich entschlossen das alte leicht zerfallende Haus in der Dorotheenstraße zu erwerben. Es liegt ein wenig abseits und ist von vielen Buchen umgeben. In der Nähe von dem Haus fließt Teltowkanal, welcher “schmucklos” (Z.3) wirkt entlang. In gewisser Weise könnte das Haus also auch als Symbol für die Ehe zwischen Xenia und Klausen stehen. So wie das Haus schon älter ist und langsam zerfällt könnte auch die schon sehr lange anhaltene Ehe langsam “zerfallen" und dem Ende zugehen. Ebenso könnte das abgelgene und versteckte Haus hinter den Buchen für viele Gehemnisse stehen, da Klausen offensichtlich nicht alles von seiner Frau bezüglich der Ehe weiß. Eine Prallele für Klausen zwischen dem Haus in der Dorotheenstraße und London stellt dabei die Brücke über den Kanal. Ebenso gibt es in London neben der Wohnung von Kluasen ebenfalls eine Brücke, welche über die Themse führt. Am Ende der Novelle folgt der zweite auktorial erzählte Teil der Geschichte. Der Erzähler bringt im Gegensatz zum Anfang direkt mehr Spannung hinein und es wirkt mystisch. Der Leser wird dabei direkt angesprochen und mit in die Geschchte eingebunden "wir wissen es nicht" (Z.289). Als nächstes folgt ein Rückblick auf das Haus in der Dorotheenstraße. In diesem blüht alles nach langer Zeit wieder und es wirkt bewohnbarer als vorher. Dazu ist der Sommer so warm wie schon lange nicht mehr. Desweiteren erfährt man, dass das Haus noch immer bewohnt ist und eine Frau immer wieder darin lacht. Schon fast drohend sagt der erzähler, “wer da lachte, der sollte sich nicht allzu sicher fühlen. Tatsächlich kommt auch eines Nachts eine männliche Person mit einem Schlüssel zu diesem Haus und das Recht dieses zu betreten und das tut, "was er für nötig befand" (Z.300). Der Leser erfährt nur noch, dass diese Person wie in Othello den Satz sagt "put out the light"(Z.301) und danach die Lichter im Haus ausgehen. Am Ende wird also der Mord an Xenia angedeutet und durch die verbindung durch den Satz "put out the light" eine Verbindung zu Othello hergestellt. Da Klausen dieses Stück gesehen hat und einen Schlüssel zu dem Haus besitzt wäre es also denkbar, dass er aus Island zurück nach Berlin gefahren ist um seine Frau wie Othello es tat umzubringen mit dem Satz "put out the light". Welche Wirkung haben diese Textstellen für die Novelle und welche Wirkung auf den Leser. Diezwei auktorial erzählten Textstellen geben der Novelle einen guten Ramen wodurch diese in sich schlüssiger und "abgerundeter" wirkt. Gleich zu Beginn erhält der Leser einen guten Einblick in das Leben des Ehepaares und die Geschichte ist sofort im Geschehen. Dadurch, dass man sowohl einen Einblick in das Leben vor Klausens Reise nach London erhählt und einen danach wirkt es interesaanter und der Leser kann sich viel besser in die Situation von Klausen hinein versetzen. Wie häufig bei auktorial erzählten Texten schafft der Erzäler auch eine gewisse Atmospähre dem Leser. So hat man zu Beginn direkt das Haus in der Dorotheenstraße vor seinem inneren Auge und kann sich bildlich den Kanal in dessen Nähe vorstellen. Auch am Ende ist eine klare Atmosphäre geschaffen. Es wir nocheinmal richtig Spannung aufgebaut und der erzähler lässt es etwas grusselig wirken. Dabei gibt der Erzähler nur Hinweise darauf, dass Klausen wirklich selbst seine Frau umgebracht hat. Ein wirklich Fazit bleibt dem Leser also offen wodurch das Ungewisse sich durch die gesamte Novelle bis zum Ende zieht. Was könnte in übertragender Bedeutung mit der Formulierung “zwei Welten treffen aufeinander" gemeint sein? Die Textstelle "das sich zwei Welten, die zusammengehören, für Augenblicke nicht mehr berühren”(Z.97) kann auf verschiedene Art und Weise interpretiert werden. So könnten die zwei Welten für das Ehepaar Klausen stehen, da sie sich scheinbar immer mehr auseinader leben. Das alltgliche Leben von dem Ehepaar ist also nicht mehr so wie früher, obwohl es das sonst immer war. Es könnte sich aber auch auf Gottfried Klausen beziehen. Nach diesem Satz wacht Klausen auf und ist zunächst verwirrt, wo er gerade ist, langsam wird er also immer verrückter und spürt die Veränderungen in seinem Leben immer mehr. So könnte mit den zwei Welten auch sein damaliges Leben mit seinem jetzigen verglichen werden. Damals fand sein Leben m it Xenia in der Dorotheenstraße statt und jetzt alleine in London durch seine Arbeit ohne Xenia. Durch seinen beruflichen Wechsel seiner normalen Lebensumstände wäre für ihn also eine neue Welt entstanden, mit welcher er zurecht kommen muss. Man könnte es aber auch so interpretieren, da nicht genau klar ist auf wenn sie dieser Satz bezieht, das es sich nur um Gottfried Klausen handelt. Demnach entfernt sich Klausen immer weiter von der Realität und redet sich immer nur das was für ihn besser ist ein. “Innere” und “äußere Welt - Wirklichkeit und Glauben, gehören für ihn also nicht mehr zusammen. Dies spräche dafür, dass Klausen wir Wahrheit nicht wahr haben will obwohl es sonst immer so war. Wer befindet sich hinter dem “Wir” bei der Formulierung “wir wissen es nicht”? Am Ende bei Zeile 289 benutzt der auktoriale Erzähler die Formulierung "wir wissen es nicht". Damit will er den Leser in das Geschehen mit einbeziehen und eine stärkere Atmospähre schaffen in welcher sich der Leser befinden soll. Der Erzähler stellt sich also mit dem Leser auf dieselbe Stufe um ihm bei den weiteren Geschehnissen noch stärker teilhaben zu lassen.

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Deutsch Lk nach den Ferien 04.04.2020 Die unterstrichenden Textstellen inhaltlich und sprachlich darstellen. Die Novelle "Das Haus in der Dorotheenstraße" wurde im Jahre 2013 von dem Autor Hartmut Lange verfasst. Die Haiptperson Gottfried Klausen muss aus geschäfltlichen Gründen nach London reisen und seine Frau zurücklassen. Sein größter Wunsch ist es, dass seine Frau ebenfalls nach London kommt und sie sich bald wieder sehen können. Bei seinem Aufenthalt in London gehen ihm viele verschiedene Gedanken durch den Kopf und er zweifelt daran, ob seine Entscheidung nach London zu reisen wirklich die richtige war "Vielleicht hätte ich doch noch nicht hierher kommen sollen"(Z.51). Als Klausen zum Zeitvertreib in das Theaterstück Othello geht äußert er wieder seine Gedanken dem Leser. Er findet das Stück zwar gut geschauspielert, aber betrachtet es dennoch kritisch augrund des Handelns von Othello als er seine Frau umbringt, welche angeblich fremdgegangen sein soll "Statdessen bringt er sie lieber um" (Z.73,74). Klausen findet die Handlung von Othello also nicht nachvollziehbar und betrachtet das Theaterstück sehr kritisch. In den folgenden Tagen versucht Klausen seine Frau häufig auf dem Handy zu erreichen, um mit ihr über die weitere Zukunft zu reden. Als seine Frau Xenia nach vielen Versuchen immer noch nicht dran geht redet sich Klausen alles schön "Sie hört es nicht wenn sie in einem anderen Zimmer ist, macht...

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Dabei fragt er sich ob es wirklich nötig gewesen wäre, dass Xenia zu ihm nach London kommt (Z.150), da sie scheinbar kein Interesse ihrerseits zeigt. Am Ende seiner Überlegungen verzeiht er ihr und redet sich sogar ein, nicht genügend Rücksicht genommen zu haben. Nach weiteren Versuchen seinerseits Xenia zu erreichen geht sie endlich an das Telefon. Klausen hat ihr vollständig verziehen und möchte sich sogar entschuldigen das er unbedingt wollte, dass sie nach London kommt. Klausen ist froh, dass er mit ihr sprechen kann und denkt “endlich”(Z.157) dass alles gut ist. Er hält seiner Frau einen langen Vortrag, wobei er sie gar nicht zu Wort kommen lässt. Nachdem Klausen eine Woche frei genommen hat möchte er selbst nach Hause in die Dorotheenstraßen zurückfahren. Durch einen Vulkanausbruch in Island wurde sein Flug aber gestrichen. So ruft er Xenia an um ihr abzusagen. Am Telefon "war eine Männerstimme"(Z.219). Klausens Zweifel, dass seine Frau fremd gehen könnte werden daraufhin größer, ebenso wie seine Angst, dass seine Ehe bald vorbei sein könnte. Gedankengänge welche offensichtlich nicht gedacht oder dargestellt wurden. Zu Beginn der Novelle möchte Klausen nur an das gute denken und zieht es somit nicht in Erwähgung, dass seine Frau fremdgehen könnte. So findet er auch das Theaterstück Otello überzogen und Othellos Verhalten unangemessen auf eine Verdacht der Ehebrechung sie direkt umzubringen. Dennoch scheint er Angst davor zu haben, in dieselbe Situation zu gelagen bezüglich seiner schlecht laufenden Ehe mit Xenia. Durch seine ständigen Ausreden, warum z.B. nicht sie sondern eine Männerstimme an das Teleon geht möchte er die Warheit einfach nicht wahr haben, weshalb er immer wieder neue Ausreden sucht. So versucht er auch für Xenias nicht erscheinen am Flughafen eine nachvollziehbare Begründung zu finden um einen Ehebruch von seiner Frau auszuschließen. Alles in allem möchte er also die offensichtlichen indizien dafür, dass seine Frau einen neuen Mann hat nicht wahr haben. Vermutlich ist das dann auch sein Grund, warum er nach dem ersten ausgefallenden Flug nicht noch einmal versucht nach Berlin zurück zu kehren. Innerlich scheint ihm also schon der Gedanke durch den Sinn zu kommen, dass seine Frau ihm fremdgehen könnte. Deshalb fährt er am Ende lieber woanders hin als nach Hause um nicht seine Frau mit jemand anderem zu erwischen. Wieder einmal will er also alles positiver sehen als es eigentlich ist. In London geht Klausen dann noch ein zweites Mal in das Theaterstück Othello, da er sich scheinbar mit diesem immer besser identifizieren kann. Um aber nicht so zu enden wie Othello verlässt es es frühzeitiger um sich die Ermodung einer unschuldiegen Frau nicht noch einmal ansehen zu müssen. Zum Ende der Novelle hin wird Klausen zu sich immer ehrlicher und kann Othellos Handeln immer besser nachvollziehen. Nach seiner Arbeit in London reist Klausen zwar erst nach Island, wo auch der Vulkan vorher ausgebrochen ist, doch ob er dort bleibt ist offen. So könnte es auch sein, dass er seinen Gefühlen freien Lauf lässt und selbst zur Dorotheenstraße fährt und wie Othello seine Frau ermordet. 22.04.2020 (1.Woche nach den Ferien) Wechsel zwischen personaler und auktorialer Erzählweise. In der Novelle "Das Haus in der Doroteenstraße" von Hartmut Lange sind der Anfang (Z.1-25)und das Ende(Z.280-304) auktorial erzählt und der mittlere Teil personal (Z.26-279) Analyse der auktorialen Textstellen. Durch die aukorial (allwissender Erzähler) erzählten Textellen zu Beginn der Novelle sowie am Ende, erhält die Geschichte eine gute Struktur wodurch die Geschichte abgerundeter wirkt. Gleich zu Beginn erhählt der Leser eine klare Übersicht über Gottfried Klausen und das Haus in der Dorotheenstraße. Sogar von der Frau erfährt man, dass sie sehr stark an dem, schon älteren, Haus hängt. Das Ehepaar Klausen kennt sich schon sehr lange noch aus Schulzeiten und ist sich somit vertraut. So haben sie sich entschlossen das alte leicht zerfallende Haus in der Dorotheenstraße zu erwerben. Es liegt ein wenig abseits und ist von vielen Buchen umgeben. In der Nähe von dem Haus fließt Teltowkanal, welcher “schmucklos” (Z.3) wirkt entlang. In gewisser Weise könnte das Haus also auch als Symbol für die Ehe zwischen Xenia und Klausen stehen. So wie das Haus schon älter ist und langsam zerfällt könnte auch die schon sehr lange anhaltene Ehe langsam “zerfallen" und dem Ende zugehen. Ebenso könnte das abgelgene und versteckte Haus hinter den Buchen für viele Gehemnisse stehen, da Klausen offensichtlich nicht alles von seiner Frau bezüglich der Ehe weiß. Eine Prallele für Klausen zwischen dem Haus in der Dorotheenstraße und London stellt dabei die Brücke über den Kanal. Ebenso gibt es in London neben der Wohnung von Kluasen ebenfalls eine Brücke, welche über die Themse führt. Am Ende der Novelle folgt der zweite auktorial erzählte Teil der Geschichte. Der Erzähler bringt im Gegensatz zum Anfang direkt mehr Spannung hinein und es wirkt mystisch. Der Leser wird dabei direkt angesprochen und mit in die Geschchte eingebunden "wir wissen es nicht" (Z.289). Als nächstes folgt ein Rückblick auf das Haus in der Dorotheenstraße. In diesem blüht alles nach langer Zeit wieder und es wirkt bewohnbarer als vorher. Dazu ist der Sommer so warm wie schon lange nicht mehr. Desweiteren erfährt man, dass das Haus noch immer bewohnt ist und eine Frau immer wieder darin lacht. Schon fast drohend sagt der erzähler, “wer da lachte, der sollte sich nicht allzu sicher fühlen. Tatsächlich kommt auch eines Nachts eine männliche Person mit einem Schlüssel zu diesem Haus und das Recht dieses zu betreten und das tut, "was er für nötig befand" (Z.300). Der Leser erfährt nur noch, dass diese Person wie in Othello den Satz sagt "put out the light"(Z.301) und danach die Lichter im Haus ausgehen. Am Ende wird also der Mord an Xenia angedeutet und durch die verbindung durch den Satz "put out the light" eine Verbindung zu Othello hergestellt. Da Klausen dieses Stück gesehen hat und einen Schlüssel zu dem Haus besitzt wäre es also denkbar, dass er aus Island zurück nach Berlin gefahren ist um seine Frau wie Othello es tat umzubringen mit dem Satz "put out the light". Welche Wirkung haben diese Textstellen für die Novelle und welche Wirkung auf den Leser. Diezwei auktorial erzählten Textstellen geben der Novelle einen guten Ramen wodurch diese in sich schlüssiger und "abgerundeter" wirkt. Gleich zu Beginn erhält der Leser einen guten Einblick in das Leben des Ehepaares und die Geschichte ist sofort im Geschehen. Dadurch, dass man sowohl einen Einblick in das Leben vor Klausens Reise nach London erhählt und einen danach wirkt es interesaanter und der Leser kann sich viel besser in die Situation von Klausen hinein versetzen. Wie häufig bei auktorial erzählten Texten schafft der Erzäler auch eine gewisse Atmospähre dem Leser. So hat man zu Beginn direkt das Haus in der Dorotheenstraße vor seinem inneren Auge und kann sich bildlich den Kanal in dessen Nähe vorstellen. Auch am Ende ist eine klare Atmosphäre geschaffen. Es wir nocheinmal richtig Spannung aufgebaut und der erzähler lässt es etwas grusselig wirken. Dabei gibt der Erzähler nur Hinweise darauf, dass Klausen wirklich selbst seine Frau umgebracht hat. Ein wirklich Fazit bleibt dem Leser also offen wodurch das Ungewisse sich durch die gesamte Novelle bis zum Ende zieht. Was könnte in übertragender Bedeutung mit der Formulierung “zwei Welten treffen aufeinander" gemeint sein? Die Textstelle "das sich zwei Welten, die zusammengehören, für Augenblicke nicht mehr berühren”(Z.97) kann auf verschiedene Art und Weise interpretiert werden. So könnten die zwei Welten für das Ehepaar Klausen stehen, da sie sich scheinbar immer mehr auseinader leben. Das alltgliche Leben von dem Ehepaar ist also nicht mehr so wie früher, obwohl es das sonst immer war. Es könnte sich aber auch auf Gottfried Klausen beziehen. Nach diesem Satz wacht Klausen auf und ist zunächst verwirrt, wo er gerade ist, langsam wird er also immer verrückter und spürt die Veränderungen in seinem Leben immer mehr. So könnte mit den zwei Welten auch sein damaliges Leben mit seinem jetzigen verglichen werden. Damals fand sein Leben m it Xenia in der Dorotheenstraße statt und jetzt alleine in London durch seine Arbeit ohne Xenia. Durch seinen beruflichen Wechsel seiner normalen Lebensumstände wäre für ihn also eine neue Welt entstanden, mit welcher er zurecht kommen muss. Man könnte es aber auch so interpretieren, da nicht genau klar ist auf wenn sie dieser Satz bezieht, das es sich nur um Gottfried Klausen handelt. Demnach entfernt sich Klausen immer weiter von der Realität und redet sich immer nur das was für ihn besser ist ein. “Innere” und “äußere Welt - Wirklichkeit und Glauben, gehören für ihn also nicht mehr zusammen. Dies spräche dafür, dass Klausen wir Wahrheit nicht wahr haben will obwohl es sonst immer so war. Wer befindet sich hinter dem “Wir” bei der Formulierung “wir wissen es nicht”? Am Ende bei Zeile 289 benutzt der auktoriale Erzähler die Formulierung "wir wissen es nicht". Damit will er den Leser in das Geschehen mit einbeziehen und eine stärkere Atmospähre schaffen in welcher sich der Leser befinden soll. Der Erzähler stellt sich also mit dem Leser auf dieselbe Stufe um ihm bei den weiteren Geschehnissen noch stärker teilhaben zu lassen.