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Hier findet ihr einen kompletten Test zu dem Thema „Zeitungen und Kommentare analysieren“ Viel Spaß Eure studyqurill

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Test: Kommentare analysieren Wähle einen der Kommentare aus, lies ihn aufmerksam und bearbeite die folgenden Aufgaben. Reiche deine Antworten in einem Textdokument bis spätestens 18 Uhr am Donnerstag, 18.11.21 via Moodle ein. 1. Formuliere einen vollständigen Satz, in dem du den Titel deines Kommentars, sowie seine*n Autor*in, die Zeitung und das Erscheinungsdatum angibst. (1 BE) 2. Kopiere den Kommentar in dein Lösungsdokument und markiere wie folgt: a) Sprachliches Stilmittel (2 BE) b) Information (2 BE) c) Meinung (2 BE) 3. Benenne die im Text bereits markierten Stilmittel und erkläre ihre Bedeutung. Beschreibe dabei den Unterschied zu einer sachlicheren Wortwahl und gib an, wie diese aussehen könnte. (6 BE) 4. Formuliere zwei Kernthesen des Kommentars (eine These = ein Aussagesatz). (2 BE) 5. Erkläre anhand von zwei Merkmalen, dass es sich bei deinem Text um einen Kommentar und nicht um einen Bericht handelt. (2 BE) 6. Diskutiere die Frage, ob dein Kommentar ein informierender oder ein meinungsäußernder Text ist. Bringe dabei Zitate aus dem Kommentar an, um deine Argumentation zu stützen. Achte darauf, dass du deine Diskussion in Einleitung, Hauptteil und Schluss unterteilst. (8 BE) Gesamt: 25 BE Text: Kommentare Analysieren von Ellen Eichhorn 1: Christian Geyer hat am 4.11.19, Republik der Meinungsfreiheit „für die Frankfurter Allgemeine verfasst. 2: vergleich: „jetzt wird das, was man dem kleinen Kind mit Geduld ab zu...

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gewöhnen versucht, Zur Staatsräson erhoben". Das Verhalten der Regierung wird wird auf ironische und kritische Art vom Autor verurteilt. Sachlicher Text: Sollten Mitglieder der Regierung auf jedes Thema direkt reagieren? vergleich und rhetorische Frage: „solltenMerkel und Scholz etwa auf all die Minen treten, die im öffentlichen Diskursfeld ausgelegt sind" Hier kritisiert der Autor die Aussage von dem Politikwissenschaftler Karl - Rudolf Cortí mít einem Bildlichen Vergleich. (Die aktuellen Themen aus dem Medien werden mit Minen verglichen) Sachlicher Text: Merkel und Scholz sollten nicht auf jeden in den Medien kursieren Themen eingehen( der Autor) Erstens: Mitglieder einer Regierung sollten nicht an jedes in den Medien präsenten Themen eingehen. Zweitens: wenn man bestimmte Themen nicht behandelt gehört das zum guten Regieren. 5: Nein es ist kein Bericht da der Autor seine Meinung zu dem Thema äußert und der Text sehr ironisch geschrieben ist. 6: Der Kommentar von Christian Geyer befasst sich mit der Frage ob Mitglieder einer Regierung sich zu jedem Thema äußern sollen oder lieber nicht. Geyer reagiert in seinem Artikel auf die Aussage eines Politikwissenschaftlers, (Zitat: „ sie Betrieben eine Politik der Empörungsverweigerung, Sie reagieren mithilfe des Stillhalteabkommen über ein Minenfeld ") der Angela Merkel und Olaf Scholz vor wirft, nicht genug auf Themen eingegangen zu sein. Er informiert über Wichtige und problematische Fragen zu welchem Thema soll das jetzt für uns Mitglieder äußern. Es wird die Meinung, das Gutes Regierungshandeln beinhaltet, die Themen zwischen besprochen und nicht besprochen unterscheiden, verbreitet. (Zitat:" Man sollte es denn auch nicht als Stillhalteabkommen differenzieren, wenn Merkel und Scholz gegenüber politischen Hasardeuren ihr kultiviertes Selbstverständnis ins Minenfeld führen.……..“) Als letztes kritisiert er die sozialen Medien, die auf konkrete Themenschwerpunkte setzen, die sind durch ihre Abhängigkeit und Zustimmungen in ihrer Zielgruppen eingeschränkt. (Zitat;“ Von Twitter bis Facebook verspielen Sie seiner Ansicht nach Ihre unidealen Spielräume mit einer Sehnsucht nach Bestätigung, nach einem sich Lieb-Kind-Machen Kind, machen bei den aus anvisierten Zielgruppen...") Noch mal zusammenfassend ist der Artikel für informierend aber vor allem Meinung äubert Ausland. Er ist sehr kompliziert geschrieben und es gibt viele Fachbegriffe, unbekannte Bild Vergleiche und kulturelle Kenntnisse sind leider vorausgesetzt worden worden. Kommentar zur Debattenkultur: Republik der Meinungsfreiheit Frankfurter Allgemeine https://www.faz.net/-gqz-9sxwx 03.11.2019 - Aktualisiert: 04.11.2019, 13:19 Uhr Debattenkultur Republik der Meinungsfreiheit Von CHRISTIAN GEYER Alles rauslassen: Jetzt wird das, was man dem Kleinkind mit Geduld abzugewöhnen versucht, zur Staatsräson erhoben. Dabei macht doch gerade das Ablenken von Themen Regierungskunst aus. Meister der Dethematisierung: Angela Merkel und Olaf Scholz © AFP 16.11.21, 07:46 Sehr gestrenge hat sich in der vergangenen Woche der Politikwissenschaftler Karl-Rudolf Korte über Kanzlerin und Vizekanzler geäußert. Sie betrieben eine Politik der Empörungsverweigerung, sie regierten mittels Stillhalteabkommen über einem Minenfeld. Ja, fragt man sich, sollen Merkel und Scholz etwa auf all die Minen treten, die im öffentlichen Diskursfeld ausgelegt sind, um lustvoll eine Republik der Meinungsfreiheit anzuführen, in welcher ohne Scheuklappen, offen und ehrlich über alles gesprochen werden darf, was uns ernsthaft bewegt (so die Do-it-yourself-Definition von Meinungsfreiheit durch Markus Lanz)? Ist hier nicht ein Konstrukt von Meinungsfreiheit wirksam, das darauf hinausläuft, immer und überall alles rauslassen zu dürfen, gar zu sollen - ein regressiver Anspruch, den man mit viel Geduld dem Kleinkind abzugewöhnen versucht? Benimm, die Erkenntnis, dass sich etwas nicht gehört, ist für sich genommen noch kein Indiz, dass die Meinungsfreiheit in Gefahr ist. Genau dies unterstellt jedoch der Appell an die Regierenden, so authentisch wie möglich ins Minenfeld zu laufen, um einer Staatsräson der Meinungsfreiheit willen, https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kommentar-zur-debattenkultur-republik-der-meinungsfreiheit-16466865.html?service=printPreview Seite 1 von 2 Kommentar zur Debattenkultur: Republik der Meinungsfreiheit getreu der nicht mehr ganz so frischen Maxime: Macht kaputt, was euch kaputt macht! Arroganz der Macht Man sollte es denn auch nicht als Stillhalteabkommen diffamieren, wenn Merkel und Scholz gegenüber politischen Hasardeuren ihr kultiviertes Selbstverständnis ins Minenfeld führen: Wir entfernen und entschärfen Minen oder lassen sie kontrolliert explodieren, wir rennen bittschön aber nicht rein, wenn dies mit Empörungsverweigerung gemeint sein sollte. Dass mit solcher Blasiertheit, um nicht zu sagen Arroganz der Macht, immer auch Dethematisierungen und Ablenkungen von Themen verbunden sind, die eigentlich thematisiert gehören, zählt zu den diskursiven Machtstrategien des Herrschertums in Politik, Wirtschaft und Kultur, man könnte auch sagen: macht dort nachgerade die Regierungskunst aus. Agendasetting als Herrschaftsprivileg, also das Setzen konkreter Themenschwerpunkte und ausgewählter Sichtweisen auf sie, hat ja nur zum kleinsten Teil damit zu tun, worüber gesprochen und nachgedacht wird. Der größere Teil ist ein Vermeidungseffekt, ein stillschweigender Abzug der Aufmerksamkeit von Angelegenheiten, über die nicht gesprochen und nachgedacht werden soll. Und hier trifft Korte einen wunden Punkt, wenn er zumal den sozialen Medien vorhält, ihre Chancen auf Durchkreuzung von großkoalitionären Empörungsverteilungen nicht wirklich zu nutzen. Von Twitter bis Facebook verspielen sie seiner Ansicht nach ihre medialen Spielräume mit einer Sehnsucht nach Bestätigung, nach einem sich Lieb-Kind-Machen bei den anvisierten Zielgruppen, denen es im Buhlen um Gefolgschaften nach dem Mund zu reden gilt - in der Meinung gefangen, nicht etwa frei. Quelle: F.A.Z. 16.11.21, 07:46 © Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH 2001-2021 Alle Rechte vorbehalten. https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kommentar-zur-debattenkultur-republik-der-meinungsfreiheit-16466865.html?service=print Preview Seite 2 von 2

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Vielen Dank, wirklich hilfreich für mich, da wir gerade genau das Thema in der Schule haben 😁

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Zweitens: wenn man bestimmte Themen nicht behandelt gehört das zum guten Regieren. 5: Nein es ist kein Bericht da der Autor seine Meinung zu dem Thema äußert und der Text sehr ironisch geschrieben ist. 6: Der Kommentar von Christian Geyer befasst sich mit der Frage ob Mitglieder einer Regierung sich zu jedem Thema äußern sollen oder lieber nicht. Geyer reagiert in seinem Artikel auf die Aussage eines Politikwissenschaftlers, (Zitat: „ sie Betrieben eine Politik der Empörungsverweigerung, Sie reagieren mithilfe des Stillhalteabkommen über ein Minenfeld ") der Angela Merkel und Olaf Scholz vor wirft, nicht genug auf Themen eingegangen zu sein. Er informiert über Wichtige und problematische Fragen zu welchem Thema soll das jetzt für uns Mitglieder äußern. Es wird die Meinung, das Gutes Regierungshandeln beinhaltet, die Themen zwischen besprochen und nicht besprochen unterscheiden, verbreitet. (Zitat:" Man sollte es denn auch nicht als Stillhalteabkommen differenzieren, wenn Merkel und Scholz gegenüber politischen Hasardeuren ihr kultiviertes Selbstverständnis ins Minenfeld führen.……..“) Als letztes kritisiert er die sozialen Medien, die auf konkrete Themenschwerpunkte setzen, die sind durch ihre Abhängigkeit und Zustimmungen in ihrer Zielgruppen eingeschränkt. (Zitat;“ Von Twitter bis Facebook verspielen Sie seiner Ansicht nach Ihre unidealen Spielräume mit einer Sehnsucht nach Bestätigung, nach einem sich Lieb-Kind-Machen Kind, machen bei den aus anvisierten Zielgruppen...") Noch mal zusammenfassend ist der Artikel für informierend aber vor allem Meinung äubert Ausland. Er ist sehr kompliziert geschrieben und es gibt viele Fachbegriffe, unbekannte Bild Vergleiche und kulturelle Kenntnisse sind leider vorausgesetzt worden worden. Kommentar zur Debattenkultur: Republik der Meinungsfreiheit Frankfurter Allgemeine https://www.faz.net/-gqz-9sxwx 03.11.2019 - Aktualisiert: 04.11.2019, 13:19 Uhr Debattenkultur Republik der Meinungsfreiheit Von CHRISTIAN GEYER Alles rauslassen: Jetzt wird das, was man dem Kleinkind mit Geduld abzugewöhnen versucht, zur Staatsräson erhoben. Dabei macht doch gerade das Ablenken von Themen Regierungskunst aus. Meister der Dethematisierung: Angela Merkel und Olaf Scholz © AFP 16.11.21, 07:46 Sehr gestrenge hat sich in der vergangenen Woche der Politikwissenschaftler Karl-Rudolf Korte über Kanzlerin und Vizekanzler geäußert. Sie betrieben eine Politik der Empörungsverweigerung, sie regierten mittels Stillhalteabkommen über einem Minenfeld. Ja, fragt man sich, sollen Merkel und Scholz etwa auf all die Minen treten, die im öffentlichen Diskursfeld ausgelegt sind, um lustvoll eine Republik der Meinungsfreiheit anzuführen, in welcher ohne Scheuklappen, offen und ehrlich über alles gesprochen werden darf, was uns ernsthaft bewegt (so die Do-it-yourself-Definition von Meinungsfreiheit durch Markus Lanz)? Ist hier nicht ein Konstrukt von Meinungsfreiheit wirksam, das darauf hinausläuft, immer und überall alles rauslassen zu dürfen, gar zu sollen - ein regressiver Anspruch, den man mit viel Geduld dem Kleinkind abzugewöhnen versucht? Benimm, die Erkenntnis, dass sich etwas nicht gehört, ist für sich genommen noch kein Indiz, dass die Meinungsfreiheit in Gefahr ist. 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Dass mit solcher Blasiertheit, um nicht zu sagen Arroganz der Macht, immer auch Dethematisierungen und Ablenkungen von Themen verbunden sind, die eigentlich thematisiert gehören, zählt zu den diskursiven Machtstrategien des Herrschertums in Politik, Wirtschaft und Kultur, man könnte auch sagen: macht dort nachgerade die Regierungskunst aus. Agendasetting als Herrschaftsprivileg, also das Setzen konkreter Themenschwerpunkte und ausgewählter Sichtweisen auf sie, hat ja nur zum kleinsten Teil damit zu tun, worüber gesprochen und nachgedacht wird. Der größere Teil ist ein Vermeidungseffekt, ein stillschweigender Abzug der Aufmerksamkeit von Angelegenheiten, über die nicht gesprochen und nachgedacht werden soll. Und hier trifft Korte einen wunden Punkt, wenn er zumal den sozialen Medien vorhält, ihre Chancen auf Durchkreuzung von großkoalitionären Empörungsverteilungen nicht wirklich zu nutzen. Von Twitter bis Facebook verspielen sie seiner Ansicht nach ihre medialen Spielräume mit einer Sehnsucht nach Bestätigung, nach einem sich Lieb-Kind-Machen bei den anvisierten Zielgruppen, denen es im Buhlen um Gefolgschaften nach dem Mund zu reden gilt - in der Meinung gefangen, nicht etwa frei. Quelle: F.A.Z. 16.11.21, 07:46 © Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH 2001-2021 Alle Rechte vorbehalten. https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kommentar-zur-debattenkultur-republik-der-meinungsfreiheit-16466865.html?service=print Preview Seite 2 von 2