Das Shannon-Weaver-Modell und seine Kritik in der Kommunikationstheorie
Das Shannon-Weaver-Modell stellt einen grundlegenden Ansatz in der Kommunikationstheorie dar, der ursprünglich für die technische Signalübertragung entwickelt wurde. Claude Shannon und Warren Weaver konzipierten dieses Modell vor über 40 Jahren als mathematisch-technisches Konstrukt. Die zentrale Idee basiert auf einem Sender-Empfänger-Modell, das die Übertragung von Informationen beschreibt.
Definition: Das Shannon-Weaver-Modell beschreibt Kommunikation als Prozess der Signalübertragung zwischen Sender und Empfänger durch einen Kanal, wobei Informationen als physikalisch messbare Einheiten verstanden werden.
Der Kommunikationswissenschaftler Siegfried J. Schmidt kritisiert in seinem Text die fehlerhafte Übertragung dieses technischen Modells auf zwischenmenschliche Kommunikation. Ein wesentlicher Kritikpunkt ist die Vereinfachung des Verstehensprozesses: Das Modell reduziert Kommunikation auf einen reinen Übertragungsvorgang, bei dem Sender und Empfänger als "Input-Output-Maschinen" fungieren.
Highlight: Die metaphorische Übernahme technischer Begriffe wie "codieren", "decodieren" und "Kanal" führt zu Missverständnissen in der Kommunikationstheorie, da sie die Komplexität menschlicher Interaktion nicht erfassen können.











