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Lektürehilfe von Faust die Tragödie der erste Teil, verfasst von Johann Wolfgang von Goethe.

23.11.2023

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Lektürehilfe Faust I J. W. von Goethe von Johannes Wahl PONS GmbH Stuttgart Made with Goodnotes PONS Lektürehilfe Faust I J. W. von Goethe von Johannes Wahl Die Versangaben der Textzitate beziehen sich auf folgende Ausgabe: Johann Wolfgang von Goethe: Faust. Eine Tragödie. München 1998 (Hamburger Ausgabe, C.H. Beck) Auflage A1 5 4 3 2 / 2012 2011 2010 2009 © PONS GmbH, Rotebühlstraße 77, 70178 Stuttgart, 2008 Internet: www.pons.de E-Mail: [email protected] Alle Rechte vorbehalten. Redaktion: Elke Hufnagel Logoentwurf: Erwin Poell, Heidelberg Logoüberarbeitung: Sabine Redlin, Ludwigsburg Titelfoto: Vlado Golub, Stuttgart Einbandgestaltung: Schmidt & Dupont Sprecher: Frauke Vetter, Frank Frede, Thomas Wedekind, Helge Sidow Tonstudio: allegria Musik-/Audioproduktion GbR Layout/Satz: Fotosatz Kaufmann, Stuttgart Made with Goodnotes Trackliste und Inhaltsverzeichnis Track Titel 1 Willkommen.. 2 Einführung Inhaltsangabe 3 Eröffnung und Rahmenhandlung. 3 Zueignung. 3 Vorspiel auf dem Theater 3 Prolog im Himmel.. Die Gelehrtentragödie 4 Nacht... 5 Vor dem Tor. 6 Studierzimmer I. 6 Studierzimmer II. 7 Reisestationen: Auerbachs Keller in Leipzig, Hexenküche. ... ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ Made with Goodnotes Trackliste und Inhaltsverzeichnis ... ... Seite Die Gretchentragödie.. 8 Straße, Abend, Spaziergang 9 Der Nachbarin Haus, Straße, Garten, Ein Gartenhäuschen 10 Wald und Höhle, Gretchens Stube 11 Marthens Garten .. 12 Am Brunnen, Zwinger, Nacht, Straße vor Gretchens Tür, Dom. 13 Walpurgisnacht, Walpurgisnachttraum, Trüber Tag - Feld, Nacht - Offen Feld .. 14 Kerker. 5 6 6 7 8 DS4682 10 10 14 16 18 20 2222232 24 26 28 30 34 5 Trackliste und Inhaltsverzeichnis 6 Track 15 15 Titel Analyse und Interpretation Aufbau.. Die Gelehrtentragödie Die Gretchentragödie. 16 Die doppelte Wette als Motor der Faust-Handlung 17 Gegensätzlichkeit und Spiegelung als grundlegendes Strukturprinzip. Personen und Personenkonstellation.. Faust Mephisto. 18 19 20 Gretchen 21 Goodnotes Personenkonstellation Thematik .. 22 Streben und Irren des Menschen Goethe und der Faust-Stoff 23 Zur Entstehung des Dramen-Komplexes Faust I zwischen Sturm und...

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Drang und Klassik. 24 Vom historischen Faust zur literarischen Figur 25 Der historische Faust. ... 25 Legendenbildung und literarische Vorlagen .... Seite 36 36 38 40 42 4 4 45 45 46 44 44 48 48 50 52 55 55 56 Resümee 26 Literarische Bedeutung, Rezeption, Aktualität der Faust-Tragödie. . . . . . . 57 Mögliche Abiturthemen. 59 Willkommen zur PONS Hörstoff Lektürehilfe! Diese neue Audio-Lektürehilfe vermittelt dir alle grundlegenden Informationen zu Goethes Faust- und all das einfach zum Anhören! Du kannst also überall lernen, ganz egal, wo du gerade bist! Die Audiodateien enthalten: • die ausführliche Zusammenfassung des Inhalts • die Charakterisierung der Figuren • die Textanalyse und -interpretation • Hintergrundinformationen zu Autor und Werk Willkommen Das Booklet fasst die Themen und Schwerpunkte, die du gehört hast, noch einmal zusammen. Darin findest du eine Trackliste, die dir einen Überblick über die Themen gibt und auf die entsprechenden Seiten im Booklet verweist. So findest du schnell den richtigen Track mit den Informationen, die du suchst. Und du kannst ganz gezielt nur die Themen auswählen, die gerade für dich wichtig sind. Also, reinhören und alles verstehen! Viel Spaß! Made with Goodnotes 7 8 TR.3 TR.3 Inhaltsangabe Inhaltsangabe Eröffnung und Rahmenhandlung Eröffnung und Rahmenhandlung Die Faust-Handlung wird durch eine dreiteilige Eröffnung eingeleitet. Sie enthält: die biografisch geprägte Zueignung eine Auseinandersetzung darüber, wie ein Theaterstück sein soll (Vorspiel auf dem Theater) - den Prolog im Himmel, mit dem in die Faust-Tragödie übergeleitet wird. Diese Szene dient gleichzeitig als Rahmen für die folgende Handlung. Zueignung Die Zueignung ist eine Widmung in Form eines Gedichtes, das aus vier achtversigen Strophen (Stanzen) besteht. Die Zueignung entstand 1797, als der Dichter seine Arbeit am Faust nach mehr als 20 Jahren wieder aufnahm. Darin beschreibt Goethe, der mit dem lyrischen Ich des Gedichtes gleichzusetzen ist, seine Gefühle, mit denen er sein Lebenswerk präsentiert. - (V. 1-8) Der Dichter erinnert sich an unfertige „schwankende Gestalten" (der Faust- Handlung) in seiner Jugend. (V. 9-16) Damit verbinden sich glückliche Bilder vergangener Zeiten. - (V. 17-24) Nun will er das Drama, er nennt es seine Gesänge", nach zwei Jahrzehnten einer fremden ,,unbekannten Menge" vorstellen, vor der der Dichter eher Angst zu haben scheint. (V. 25-32) Doch die Erinnerungen lassen ihn nicht los, werden ihm zu neuen ,,Wirklichkeiten". Sie wirken ergreifend und befreiend zugleich. Goodnotes Direktor Vorspiel auf dem Theater In dieser Szene treffen ein pragmatischer Theaterdirektor, ein Dichter und eine lustige Person aufeinander und streiten über den poetischen Anspruch und die Publikumswirksamkeit eines guten Theaterstücks. Ihre Positionen hinsichtlich des Verhältnisses von Dichtung und Publikum kann man wie folgt gegenüberstellen: Geschäftsinteresse: Wunsch nach vollem Theater - orientiert sich am Publikumsgeschmack - Theater muss effektvoll sein Eröffnung und Rahmenhandlung Made with Goodnotes Theater und Publikum Lustige Person der Dichter soll ins ,,volle Menschenleben" Inhaltsangabe greifen, um das Publikum zu unterhalten Dichter verabscheut es, sich dem Publikum anzubiedern - strebt nach echter Kunst und Ruhm der Nachwelt TR.3 9 10 TR. 3 Inhaltsangabe Eröffnung und Rahmenhandlung Prolog im Himmel Während die Zueignung und auch das Vorspiel auf dem Theater vielfach nicht gespielt werden, setzt mit dem Prolog im Himmel die Rahmenhandlung der Faust-Tragödie ein, mit der deshalb Inszenierungen des Faust I meist beginnen. Die himmlische Rahmenhandlung umschließt beide Teile des Faust-Stoffes (Faust I und Faust II). Verlauf Die Lobpreisung der Schöpfung des Herrn durch die Erzengel wird kontrastiert durch Mephistos Behauptung: Ich sehe nur, wie sich die Menschen plagen. (V. 280) Der Mensch meine nur, er handele vernünftig, doch sei er tierischer als jedes Tier" (V. 286). Der Herr ist das ewige Lamentieren des Teufels leid und lenkt das Gespräch auf ein Musterbeispiel der Schöpfung: auf Faust. Der Zuschauer erfährt, dass Faust nach den ,,schönsten Sterne[n]", d.h. nach größtmöglicher Erkenntnis, und nach ,,höchste[r] Lust" strebe (V. 304 f.). Doch nichts hat ihn bislang zufriedenstellen können. Der Herr beabsichtigt, ihn bald in die Klarheit" zu führen (V. 309). - Da wettet Mephisto, ,,den sollt ihr noch verlieren" (V. 312). Der Herr gibt Mephisto die Erlaubnis, Faust zu verführen. Seinem Menschenbild zufolge gilt zweierlei: Goodnotes Es irrt der Mensch, solang' er strebt. (V. 317) Ein guter Mensch in seinem dunklen Drange Ist sich des rechten Weges wohl bewusst. (V. 328 f.) Herr Das Verhältnis von Herr und Mephisto und der Ausgang der Wette Der Herr und Mephisto sind nicht als gleichwertige Antipoden der himmlischen Ordnung zu betrachten. Der Teufel ist innerhalb der Schöpfung des Herrn nur ein funktionaler Teil mit begrenzter Macht. Das ungleiche Verhältnis kann an folgenden Versen abgelesen werden: Mephisto Eröffnung und Rahmenhandlung Inhaltsangabe Made with Goodnotes Von allen Geistern, die verneinen, Ist mir der Schalk am wenigsten zur Last. Des Menschen Tätigkeit kann allzu leicht erschlaffen, Er liebt sich bald die unbedingte Ruh; Drum geb' ich ihm gern den Gesellen zu, Der reizt und wirkt und muß als Teufel schaffen. (V. 337 ff.) Was wettet ihr? den sollt Ihr noch verlieren, Wenn Ihr mir die Erlaubnis gebt, Ihn meine Straße sacht zu führen! (V. 312 f.) Aufgrund dieser Struktur kann Mephisto die Wette nicht gewinnen. Dies deutet der Herr bereits früh mit der Metapher an: Weiß doch der Gärtner, wenn das Bäumchen grünt, Daß Blüt' und Frucht die künft'gen Jahre zieren. (V. 310) Er weiß, dass Fausts Anlagen zu einem positiven Ende führen werden. 11 12 TR. 4 Inhaltsangabe Die Gelehrtentragödie Nacht Die Gelehrtentragödie Die Szene Nacht leitet die eigentliche Faust-Handlung mit der Gelehrtentragödie ein. Sie ist die Exposition und stellt Faust vor und den Konflikt, aus dem die Dramenhandlung entspringt. Die ersten Verse und auch der Ort der Handlung enthüllen die Verzweiflung des Gelehrten. Der Beginn der Szene Das Wissen seiner Zeit befriedigt Faust nicht. Faust beginnt mit den berühmten Worten: Habe nun, ach! Philosophie, Juristerei und Medizin Und leider auch Theologie Durchaus studiert, mit heißem Bemühn. Da steh' ich nun, ich armer Tor, Und bin so klug als wie zuvor! (V. 354 ff.) Die spätmittelalterliche und frühneuzeitliche Universität kannte nur vier Fakultäten. Die Philosophie galt als Basisqualifikation und umfasste die klassischen Geisteswissenschaften einschließlich der Sprachen. Wer länger an der Universität blieb, entschied sich für eine der höheren Fakultäten, für die Rechtswissenschaft, die Medizin oder die Theologie. Dabei galt die Theologie als die ranghöchste Disziplin. Obwohl sich Faust alles verfügbare Wissen der damaligen Zeit angeeignet hat, muss er erkennen, [...] daß wir nichts wissen können! Das will mir schier das Herz verbrennen. (V. 364 f.) Goodnotes Die Gelehrtentragödie Der Raum als Ausdruck der inneren Befindlichkeit Faust sitzt in einem ,,hochgewölbten, engen gotischen Zimmer", so die Regieanweisung zu Beginn der Szene. Inhaltsangabe Es ist ein mittelalterlicher, zum Himmel strebender Raum, der den Blick nach oben hin verengt. Die Architektur zwingt den Betrachter zum Blick in die Höhe. Das Gefühl der Enge wird verstärkt durch die Tatsache, dass das Gewölbe mit verstaubten Büchern, Instrumenten und ererbtem Hausrat voll gestellt ist. Fausts Begrenztheit Weh! steck' ich in dem Kerker noch? Verfluchtes dumpfes Mauerloch [...] Beschränkt von diesem Bücherhauf, den Würme nagen, Staub bedeckt [...] Statt der lebendigen Natur, [...] Umgibt in Rauch und Moder nur Dich Tiergeripp' und Totenbein. Der Raum symbolisiert Fausts Gedankenwelt. Er strebt nach gottgleicher Allwissenheit, doch muss er erkennen, dass er die Beschränktheit der eigenen Erkenntnis nicht überwinden kann. Der Kontrast zwischen der empfundenen Enge, die in der nächtlichen Atmosphäre noch beklemmender wirkt, und der grenzenlosen Schöpfung drückt sich auch in seinen Worten aus (V. 386-417): Made with Goodnotes Weite des Kosmos Ach! könnt' ich doch auf Bergeshöhn In deinem lieben Lichte gehn, Um Bergeshöhle mit Geistern schweben, [...] Von allem Wissensqualm entladen, in deinem Tau gesund mich baden! [...] Flieh! auf! hinaus ins weite Land! 13 14 Inhaltsangabe Gliederung der Szene Die Gelehrtentragödie Die lange Szene ist eine Art Monodrama, d.h. ein Ein-Personen-Stück, das jedoch durch Dialoge mit dem Erdgeist und dem Famulus Wagner unterbrochen wird. Deren Auftritte helfen, die Szene auch inhaltlich zu gliedern. Insgesamt geht es um Fausts Bemühen, seine Begrenztheit durch drei Versuche (Makrokosmos, Erdgeist, Selbstmord) aufzuheben. Alle Versuche scheitern. Fausts Eingangsmonolog (V. 354-481) Fausts Drang zu erfahren, was die Welt im Innersten zusammenhält, kann durch die herkömmliche Bildung nicht befriedigt werden. Er erkennt seine Begrenztheit: ,,Und sehe, daß wir nichts wissen können" (V. 364). Deshalb wendet er sich der Magie zu. Goodnotes Erster Entgrenzungsversuch: Zeichen des Makrokosmos ermöglicht die Betrachtung der göttlichen Harmonie, doch bleibt sie ein ,,Schauspiel nur" (V. 454). Faust und der Erdgeist (V. 482-520) Faust und Wagner (V. 521-601) Der Auftritt Wagners kommt Faust ungelegen. Faust verspottet Wagners trockene Wissenschaftsgläubigkeit. Faust erneut allein (V. 601-807) Die Zurückweisung des Erdgeistes kann endlich verarbeitet werden, stürzt Faust jedoch in noch größere Verzweiflung. Made with Goodnotes Die Gelehrtentragödie Inhaltsangabe Zweiter Entgrenzungsversuch: Faust gelingt es, den Erdgeist zu rufen. Er wähnt sich diesem ebenbürtig: ,,Ich bin's, bin Faust, bin deinesgleichen! [...] Ich Ebenbild der Gottheit!" (V. 500/515) Der Erdgeist weist ihn zurück: ,,Du gleichst dem Geist, den du begreifst, Nicht mir!" (V. 512 f.) Dritter Entgrenzungsversuch: Gift soll ihn von der Erde weg zu ,,neuen Sphären reiner Tätigkeit" heben, selbst auf die Gefahr hin, ,,in Nichts dahinzufließen" (V. 705 ff.). Die Osterglocken beenden seine Selbstmordfantasien und bringen ihn in die Wirklichkeit zurück. 15 16 TR.5 Inhaltsangabe Vor dem Tor Die Gelehrtentragödie Die revueartige Szene dient der weiteren Charakterisierung von Faust und zeigt ihn innerhalb seines sozialen Umfelds. Sie steht in einem spannungsvollen Gegensatz zu der vorangegangenen Szene Nacht. Doch auch in der Szene selbst arbeitet Goethe mit scharfen Kontrasten. Inhalt - Faust und Wagner begegnen am Ostersonntag auf ihrem Spaziergang verschiedenen sozialen Schichten des Volkes. Faust erfreut sich an der frühlingshaften Natur und genießt das bunte Treiben der Menge. Der Albtraum der vergangenen Nacht scheint verblasst. Die Freude von ,Groß und Klein" wirkt auf ihn: Hier bin ich Mensch, hier darf ich's sein. (V. 940) - Angesichts des Naturschauspiels der Abendsonne kehrt Fausts Sehnsucht nach Entgrenzung zurück. Er möchte fliegen, den Wechsel von Tag und Nacht hinter sich lassen. Er ruft nach einem Zaubermantel. Hier wird deutlich, dass ihn nicht nur der Mangel an Erkenntnis plagt, sondern auch das Verlangen nach Liebe. Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust, die eine will sich von der andern trennen; Die eine hält, in derber Liebeslust, sich an die Welt mit klammernden Organen; Die andre hebt gewaltsam sich vom Dust Zu den Gefilden hoher Ahnen. . 1112) Faust droht an diesem Zwiespalt zu zerbrechen. Seinen Hang zu ,,derber Liebeslust" wird Mephisto, der sich in Gestalt eines Pudels nähert, später für seine Zwecke nutzen. Goodnotes Nacht Nacht und Vor dem Tor - ein Gegensatz Die beiden Szenen sind kontrastierend aufeinander bezogen. Das zeigt die folgende Gegenüberstellung: Nacht enge Kammer, Kerker Fausts Einsamkeit Todeswunsch Fausts Hinwendung zur Magie Die Gelehrtentragödie Inhaltsangabe Vor dem Tor Made with Goodnotes Tag weite Frühlingslandschaft vor dem Tor Geselligkeit der einfachen Menschen Auferstehung (Ostersonntag) Realitätssinn der Menschenmenge Faust und Wagner als Kontrastfiguren Auch Faust und Wagner sind in beiden Szenen als Kontrastfiguren angelegt. Wurde in der Szene Nacht vor allem ihre unterschiedliche Wissenschaftsauffassung deutlich, zeigt die Szene Vor dem Tor ihre verschiedenen Einstellungen gegenüber dem Volk. Wagner distanziert sich von der einfachen Bevölkerung. Er ist ein Feind von allem Rohen" (V. 944). Faust dagegen gibt sich volksnah. Am Ende der Szene Vor dem Tor kehrt Faust wieder zurück in sein Studierzimmer. Ein Pudel hat sich ihm angeschlossen. 17 18 TR. 6 Inhaltsangabe Studierzimmer I Die Gelehrtentragödie Im Studierzimmer I gibt sich Mephisto Faust zu erkennen. Die Szene dient im Wesentlichen der Charakterisierung Mephistos. Sie weist voraus auf den Pakt zwischen Mephisto und Faust und leitet zur Szene Studierzimmer II über. Zuhause angekommen, verliert Faust seine Zufriedenheit und innere Ruhe schnell. Ein Pudel, der ihm nachgelaufen ist, stört seine Suche nach Klarheit in der heiligen Schrift. Schon beim ersten Satz ,,Im Anfang war das W o r t !" (V. 1224) gerät seine Übersetzung des Johannes Evangeliums ins Stocken. Nach verschiedenen Alternativen entscheidet er sich für die Formulierung ,,Im Anfang war die T a t !" (V. 1237) - ein Ausdruck seiner eigenen Unrast. Die religiösen Worte machen den Pudel unruhig. Faust erkennt in dem Tier etwas Übersinnliches. Als Meister der Magie zwingt er den Pudel, seine wahre Gestalt zu offenbaren. Mephisto Mephisto stellt sich vor: Er war ,,des Pudels Kern" (V. 1323). Er charakterisiert sich als Negation der Schöpfung. Zerstörung und Vernichtung sind seine Elemente, Gott erwähnt er nicht. Er überschätzt und verkennt dabei seine Rolle, die ihm vom Herrn im Prolog zugewiesen worden ist. Seine Allmachtsfantasie wird jedoch an verschiedenen Stellen ins rechte Licht gerückt: Goodnotes Mephistos Selbstcharakterisierung Mephistos tatsächliche Begrenztheit Die Gelehrtentragödie Made with Goodnotes Inhaltsangabe Ein Teil von jener Kraft, Die stets das Böse will und stets das Gute schafft. (V. 1335 f.) - Ich bin der Geist, der stets verneint! Und das mit Recht; denn alles, was entsteht, Ist wert, daß es zugrunde geht; Drum besser wär's, daß nichts entstünde. So ist denn alles, was ihr Sünde, Zerstörung, kurz das Böse nennt, mein eigentliches Element. (V. 1338 f.) Du kannst im Großen nichts vernichten Und fängst es nun im Kleinen an. (V. 1360) - Das Etwas, diese plumpe Welt, So viel als ich schon unternommen, Ich wußte nicht ihr beizukommen [...]! (V. 1364) - [...] daß ich hinausspaziere, verbietet mir ein kleines Hindernis, der Drudenfuß auf Eurer Schwelle - [...] Der Teufel kann nicht aus dem Haus. (V. 1393 f.) Aus der scheinbaren Überlegenheit heraus spielt Faust mit dem Gedanken, einen Pakt mit dem Teufel zu schließen (V. 1414 f.). Mephisto will sich jedoch nicht darauf einlassen und kann entkommen, indem er Faust einschläfert. Eine Ratte zernagt das hinderliche Pentagramm und öffnet ihm den Ausgang. 19 20 TR.6 Inhaltsangabe Studierzimmer II Die Gelehrtentragödie Mephisto greift nun seinerseits die Idee des Teufelspaktes auf, doch Faust verwandelt den Pakt in eine Wette. Der zweite Teil der Szene ist zugleich eine Satire auf die zeitgenössische Universität. Vom Pakt zur Wette Entsprechend der mittelalterlichen Tradition des Teufelspaktes bietet Mephisto dem unzufriedenen Faust an, ihm auf Erden zu dienen. Dafür soll ihm Faust seine Seele verkaufen und sich im Gegenzug verpflichten, ihm nach seinem Tod im Jenseits zu dienen. Hätte Faust sich darauf eingelassen, so wäre er gleich verloren gewesen. Er hätte sich Mephisto bedingungslos ausgeliefert und unterworfen. Faust kümmert das ,,Drüben" wenig, er glaubt vielmehr, dass ihm der Teufel im Hier und Jetzt nichts zu bieten habe: ,,Was willst Du, armer Teufel, geben?" (V. 1675). Deshalb will er mit Mephisto wetten, dass es ihm nicht gelingen werde, Faust auch nur einen Moment der Zufriedenheit zu verschaffen. Darauf lässt sich Mephisto ein. Faust gelingt es dadurch, das Verhältnis zwischen ihnen beiden offen und gleichwertig zu gestalten. Die Universitätssatire Ein Schüler tritt auf, der sich informieren möchte, welche Fakultät er besuchen soll. Mephisto schlüpft in die Rolle Fausts. Mit viel Witz und Ironie verspottet er alle Wissensbereiche: ,,Grau, teurer Freund, ist alle Theorie" (V. 2038). Goodnotes Die Gelehrtentragödie Made with Goodnotes Inhaltsangabe Mephistos Angebot: Ich bin dein Geselle, und mach ich dir's recht, bin ich dein Diener, bin dein Knecht! (V. 1646 ff.) Ich will mich hier zu deinem Dienst verbinden, Auf deinen Wink nicht rasten und nicht ruhn; Wenn wir uns drüben wiederfinden, so sollst du mir das gleiche tun. (V. 1656 ff.) Fausts Wette: Werd' ich zum Augenblicke sagen: Verweile doch! du bist so schön! Dann magst du mich in Fesseln schlagen, Dann will ich gern zugrunde gehn! Dann mag die Totenglocke schallen [...]. Es sei die Zeit für mich vorbei! (V. 1699 ff.) Am Ende verspricht Mephisto, Faust zuerst durch die „kleine, dann die große Welt" (V. 2054) zu führen. Die kleine Welt ist die zeitgenössische Gesellschaft Fausts an der Schwelle zur Neuzeit. Die große Welt wird im Faust II aufgegriffen. 21 22 TR. 7 Inhaltsangabe Die Gelehrtentragödie Reisestationen: Auerbachs Keller in Leipzig, Hexenküche Die beiden Szenen sind Zwischenstationen auf der Reise durch die kleine Welt". Zunächst führt Mephisto Faust in Auerbachs Keller. In der Hexenküche, der zweiten Station, wird Faust dann verjüngt. Die Hexenküche leitet zur Gretchentragödie über. Beiden Szenen gemeinsam sind sowohl politische als auch erotisch derbe Anspielungen und zahlreiche Tiermetaphern. Auerbachs Keller in Leipzig Mephisto hatte bereits bei Abschluss der Wette sein Vorhaben formuliert: Den schlepp' ich durch das wilde Leben, Durch flache Unbedeutenheit [...]! (V. 1860 f.) In Auerbachs Keller wird Faust nun genau dieses vorgeführt. Die Studentenkneipe ist ein Zerrbild des universitären Lebens und setzt damit die Ereignisse im Studierzimmer, insbesondere Mephistos satirisches Gespräch mit dem Schüler, fort. Die Studenten zeigen sich wenig intellektuell, sondern vielmehr vergnügungssüchtig, primitiv und unpolitisch. So ist es für Mephisto ein Leichtes, sie mit Zauberkunst zu verführen und ihren animalisch- aggressiven Kern zu enttarnen. Dies korrespondiert mit Mephistos Menschenbild aus dem Prolog. Dort behauptet er, dass die Menschen ,,tierischer als jedes Tier" seien (V. 286). Faust ist von dieser Plattheit und ,,Bestialität" angewidert. Er sagt nach einem kurzen Gruß nur einen weiteren Satz: Ich hätte Lust, nun abzufahren. (V. 2296) Goodnotes Hexenküche Neben der späteren Szene Walpurgisnacht ist die Hexenküche die einzige, die in Mephistos übernatürlicher Welt spielt. Dort ist er Herr über Hexen und Fabelwesen. Auch wenn Faust dem Treiben kritisch gegenübersteht, lässt er Mephisto gewähren, der ihn durch einen Trank verjüngt, um ihn in die Rolle eines Liebhabers zu versetzen. Noch vor der Verjüngung sieht er in einem Zauberspiegel die nackte Helena, das Idealbild antiker Schönheit, deren Bild ihn in seinen Bann zieht. Mephisto prophezeit ihm, dass er mit dem Liebestrank bald ,,Helenen in jedem Weibe" sehen werde (V. 2604). Dies ist eine doppelte Anspielung auf die kommende Handlung: Gretchen wird zur Helena- Verkörperung; die antike Helena tritt in Faust II auf. Auerbachs Keller Die Gelehrtentragödie Gemeinsamkeiten der beiden Szenen Neben Anspielungen auf die Französische Revolution - das bedeutendste politische Ereignis der Goethe-Zeit - spielt der Dichter mit erotischen Motiven. Hinsichtlich der ausgestalteten Metaphorik der Tierwelt sind beide Szenen aufeinander bezogen und kontrastierend angelegt. Der Mensch verkommt zum Tier: Namen der Studenten (Frosch, Brandner (= Fuchs)) Anreden (Schwein", ,,Ratte") fühlen sich ,,kannibalisch wohl" Made with Goodnotes Inhaltsangabe Hexenküche Tiere werden menschlich: würfeln mit Mephisto um den menschlichen Verstand Allegorie: Mephisto als König, Affen als Bürger 23 24 TR.8 Inhaltsangabe Die Gretchentragödie Die Gretchentragödie Straße, Abend, Spaziergang Die Szenen leiten die Gretchentragödie ein. Sie zeigen die erste Begegnung zwischen Faust und Gretchen und ihre jeweilige Reaktion darauf. Sie offenbaren auch Fausts Zerrissenheit zwischen sinnlichem Erlebnis und dem Wunsch nach aufrichtiger Liebe - dem Grundkonflikt der Gretchen-Handlung. Straße I - Faust spricht Gretchen an; sie ist die erste Frau, die er nach der Verjüngung in der Hexenküche sieht. Dabei beweist er seine Weltfremdheit: Er nennt sie „Fräulein“, obwohl dies adeligen Mädchen vorbehalten ist. Sein aufdringliches Angebot zum Geleit ist ungehörig; Gretchen weist ihn zurück. Faust will sie besitzen. Er fordert Mephisto auf: „Hör, du mußt mir die Dirne schaffen!" (V. 2618). - Mephisto behauptet, über das fromme, 14-jährige Mädchen keine Gewalt zu haben. Abend - In Gretchens Kammer möchte Faust allein sein. - Die Ordnung der kleinbürgerlichen Verhältnisse in der Kammer empfindet er als heilig (im Gegensatz zu seiner eigenen Unruhe). - Der Schmuck, den Faust als Geschenk für Gretchen zurücklässt, verrät jedoch, dass er sie weiterhin besitzen möchte. Goodnotes Fausts Wunsch nach Besitz und sexuellem Abenteuer Widersprüchliche Mischung aus Besitzdenken, Bewunderung und Liebe Die Gretchentragödie - Als Gretchen nach Fausts geheimen Eindringen wieder in ihre Kammer zurückkehrt, spürt sie intuitiv eine Veränderung: ,,Es ist so schwül, so dumpfig hie" [...] (V. 2753). → Die Veränderung ist u.a. durch das Schmuckkästchen, das Zeichen ihrer Schuld, in die sie sich mit ihm verstricken wird, verursacht worden. ➜Mit ihrer unbewussten Ablehnung von Mephistos Machenschaften wird auch auf ihre Gegnerschaft zum Teufel vorausgedeutet. Unbewusst beginnt sie, das Lied König von Thule zu singen, das von der ewigen Treue eines Königs zu seiner Geliebten handelt. → Mit dem Motiv der Treue wird Gretchens zentrale Frage in ihrem Verhältnis zu Faust aufgeworfen. Schließlich entdeckt sie das Schmuckkästchen, dessen Inhalt sie bewundert. Spaziergang Mephisto ist außer sich darüber, dass Gretchen den Schmuck ihrer Mutter gegeben hat, die ihn zum Pfaffen getragen hat. Faust befiehlt Mephisto nur, er solle neuen besorgen. Er will Gretchen nicht gewinnen, sondern kaufen. Made with Goodnotes Inhaltsangabe Gretchen: Verunsicherung, Treue- und Schuld- Motiv 25 26 TR.9 Inhaltsangabe Die Gretchentragödie Der Nachbarin Haus, Straße, Garten, Ein Gartenhäuschen Die Szenen dienen der Vorbereitung und Darstellung des ersten Rendezvous zwischen Faust und Gretchen. Gleichzeitig wird mit Marthe eine Kontrastfigur zu Gretchen eingeführt. Während Gretchen von reiner Liebe träumt, steht Marthe für das sinnliche, sexuelle Verlangen. Der Nachbarin Haus - Marthe Schwerdtlein ist von ihrem Mann verlassen worden. Ihre Worte, er habe sie auf dem Stroh [= Bett] allein" gelassen (V. 2868), weisen sie von Beginn an als sinnliche Frau aus. Ihr ist an einem Totenschein gelegen, damit sie ohne gesellschaftliche Ächtung eine neue Beziehung eingehen kann. Gretchens Eitelkeit verhindert, dass sie das zweite Schmuckkästchen ihrer Mutter anvertraut. Stattdessen offenbart sie sich ihrer Nachbarin Marthe, die ihr rät, den Schmuck bei ihr zu belassen. Mephisto gibt sich als Bekannter ihres Mannes aus. Mit viel Witz und Ironie erfindet er die Geschichte seines angeblichen Todes: ,,Ihr Mann ist tot und lässt Sie grüßen" (V. 2916 f.). Er verspricht ihr, einen notwendigen zweiten Zeugen zu bringen, der den Tod bestätigt: Faust. Straße II Faust weigert sich, das falsche Zeugnis zu geben. Mephisto verspottet ihn und betont, dass er schon als Wissenschaftler nicht immer die Wahrheit gesagt habe. Als Liebhaber werde er gegenüber Gretchen ebenfalls lügen. Goodnotes Faust und Gretchen Garten Das von Mephisto arrangierte Rendezvous findet im Rahmen eines Wechselspiels statt. Dabei stehen die Paare ,,Faust und Gretchen" und ,,Mephisto und Marthe" in einem mitunter komisch wirkenden Kontrast. Jugend reine Liebe Idealismus Die Gretchentragödie Inhaltsangabe Mephisto hat seine liebe Not, sich der Annährungsversuche Marthes zu erwehren. Gretchen hingegen betont den Standes- und Bildungsunterschied zwischen Faust und ihr. Faust versteht nicht, dass ihre Andeutungen hinsichtlich ihrer Familie, ihrer Arbeit und Pflichten, ihres Vermögens und ihrer Rolle im Hause der Mutter (vgl. V. 3109-3148) zeigen sollen, dass er sie heiraten könnte. Durch das Blumenorakel gesteht sie ihre Liebe. Gleichzeitig ist die zerrupfte Blume (eine Margarite!) ein Symbol für ihre bald verlorene Jungfräulichkeit. Beschämt nur steh ich vor ihm da, Und sag zu allen Sachen ja. Bin doch ein arm unwissend Kind, Begreife nicht, was er an mir find't. (V. 3213 f.) Made with Goodnotes Mephisto und Marthe Alter betonte Sexualität Realismus Gartenhäuschen Im Gartenhäuschen küssen sich Faust und Margarethe. Mephisto drängt zum Aufbruch. Die Szene fasst noch einmal Gretchens geringe Selbsteinschätzung zusammen: 27 28 TR. 10 Inhaltsangabe Die Gretchentragödie Wald und Höhle, Gretchens Stube In den beiden kontrastiv angelegten Szenen legen Faust und Gretchen unabhängig voneinander Rechenschaft über ihre Gefühle ab. Wald und Höhle - Faust hat sich in die Einsamkeit der Natur zurückgezogen. Sein Eingangsmonolog ist Ausdruck seines Seelenzustandes: Anfangs noch glücklich, da er in der Waldeinsamkeit vom Wunder der Natur erfüllt ist, fällt er schnell in seine Depression zurück: 0 daß dem Menschen nichts Vollkommnes wird, [...] So tauml' ich von Begierde zu Genuß, Und im Genuß verschmacht' ich nach Begierde. (V. 3240 ff.) Seine innere Distanzierung zu Mephisto wird deutlich, die durch dessen Spott nur noch verstärkt wird (vgl. V. 3266 ff.). - Mephisto beschreibt Gretchens Ruhelosigkeit und versucht auf diese Weise, Faust zur Geliebten zurückzudrängen. Ihr sollt in Eures Liebchens Kammer. (V. 3343) Die Sticheleien Mephistos stellen Faust vor die zentrale Entscheidung zwischen idealer himmlischer Liebe oder körperlicher Begierde. Im Wissen, dass seine Rückkehr bzw. sein erneutes Eindringen in Gretchens Welt ihren Untergang bedeuten muss, entschließt sich Faust für die sexuelle Vereinigung: Was ist die Himmelsfreud' in ihren Armen? Laß mich an ihrer Brust erwarmen! (V. 3345 f.) Die Szene Wald und Höhle steht genau in der Mitte der Gretchen-Handlung. Sie ist der Wendepunkt, von dem aus die Katastrophe ihren Lauf nimmt. Goodnotes Meine Ruh' ist hin, Mein Herz ist schwer; Gretchens Stube Gretchen wird in ihrer kleinbürgerlichen Welt zu Hause am Spinnrad gezeigt. Erneut drückt sie ihre Gefühle in einem Lied aus: Ich finde sie nimmer Und nimmermehr. (V. 3374 f.) Ideale Liebe Himmelsfreud Die Gretchentragödie Dreimal wird diese Strophe im Lied wiederholt. Sie offenbart eindringlich die tiefen Gefühle Gretchens. Sie begehrt Faust. Made with Goodnotes Faust Inhaltsangabe Gretchen Sexuelle Begierde Laß mich an ihrer Brust erwarmen! (V. 3345) → Schuld und Untergang Du, Hölle, mußtest dieses Opfer haben! Hilf, Teufel, mir die Zeit der Angst verkürzen! Was muß geschehn, mag's gleich geschehn! Mag ihr Geschick auf mich zusammenstürzen Und sie mit mir zugrunde gehn! (V. 3361 ff.) Mein Busen drängt Sich nach ihm hin. (V. 3406 f.) 29 30 TR. II Inhaltsangabe Marthens Garten Beim erneuten Zusammentreffen in Marthens Garten kommt es zu dem berühmten Religionsgespräch zwischen Faust und Gretchen. Am Ende verabreden sie sich zu einer Liebesnacht. In dem Gespräch prallen sowohl unterschiedliche Gesprächsstrategien als auch unterschiedliche Auffassungen von Religion aufeinander. Gesprächs- strategie Die Gretchentragödie Religions- verständnis Goodnotes Gretchen Nun sag, wie hast du's mit der Religion? (V. 3415) Glaubst du an Gott? (V. 3426) So glaubst du nicht? (V. 3430) dreimalige Wiederholung Gretchens Verständnis ist tief im Christentum verankert: Übereinstimmung im Glauben als Bedingung für die Ehe - die sexuelle Vereinigung setzt die Ehe voraus - formaler Glaube (Sakramente) Faust Will niemand sein Gefühl und seine Kirche rauben. (V. 3420) Mein Liebchen, wer darf sagen: Ich glaub' an Gott? (V. 3427) Nenn's Glück! Herz! Liebe! Gott! (V. 3454) ➜ausweichende Antworten Fausts Verständnis ist das der Aufklärung, also der Goethe-Zeit: pantheistischer Gottesglaube Erkenntniszweifel und Toleranz Religion als Gefühls- und Herzenssache Die Gretchentragödie Faust nutzt darüber hinaus seine Beredsamkeit, um Gretchen zu verwirren und sich aus ihrer Frage herauszuwinden. Dennoch kommt sie zu dem Schluss: ,, [...] du hast kein Christentum" (V. 3468). zu: Sie glaubt, in Mephisto den Grund für Fausts merkwürdiges Verhältnis zur Religion zu erkennen. An der Religionsfrage spitzt sich deutlich ihre Antipathie gegenüber dem Teufel Es tut mir lang schon weh, Daß ich dich in der Gesellschaft seh'. [...] Der Mensch, den du da bei dir hast, Ist mir in tiefer innrer Seele verhaßt [...]; Aber wie ich mich sehne, dich zu schauen, Inhaltsangabe Hab' ich vor dem Menschen ein heimlich Grauen, Und halt' ihn für einen Schelm dazu! (V. 3472 ff.) Faust tut ihre Sorge mit dem Verweis ab: ,,Es muss auch solche Käuze geben". Er bezeichnet sie aber zugleich als ,,ahnungsvolle[n] Engel" (V. 3494). Made with Goodnotes Sie verabreden sich zur Liebesnacht. Da Gretchens Mutter einen leichten Schlaf hat, gibt Faust seiner Geliebten ein Schlafmittel für die Mutter, so dass sie ungestört sein können. 31 32 TR. 12 Inhaltsangabe Die Gretchentragödie Am Brunnen, Zwinger, Nacht, Straße vor Gretchens Tür, Dom Die mehrheitlich kurzen, aber wichtigen Szenen nach der Liebesnacht vereinigen die Sicht der Gesellschaft mit der Binnenperspektive Gretchens. Am Brunnen In einer Mischung aus Neid, Spott und Genugtuung erzählt Lieschen am Brunnen, dem Klatschzentrum der kleinbürgerlichen Welt Gretchens, von Bärbelchen. Diese ist unehelich von ihrem Liebhaber geschwängert worden, der sie dann verlassen hat. Nun fällt sie der kirchlichen und sozialen Ächtung anheim. Gretchen, die sich sonst an der Verdammung solcher Frauen beteiligt hat, identifiziert sich mit Bärbelchen, da sie erkennt: ,,Und bin nun selbst der Sünde bloß!" (V. 3584) Zwinger Angesichts der drohenden gesellschaftlichen Ächtung betet Gretchen vor dem Andachtsbild der Mater Dolorosa (der schmerzensreichen Maria) im Zwinger, einem Bereich an der äußeren Stadtmauer, also am Rande der Stadt. In dem Gebet beklagt sie ihr Schicksal und bittet: „Hilf! rette mich von Schmach und Tod!" (V. 3616) Goodnotes Außenwirkung: Soziale Ächtung Binnenperspektive: Klage, Hoffnung auf Rettung Die Gretchentragödie Nacht, Straße vor Gretchens Tür Gretchens Bruder Valentin hat stets mit der Tugend seiner Schwester bei seinen Kameraden angegeben. Durch ihren Fehltritt fühlt er sich in seiner eigenen Ehre verletzt. Als er versucht, den Liebhaber zu stellen, wird er von Faust, dessen Klinge Mephisto im Verborgenen führt, tödlich verletzt. Faust und Mephisto müssen fliehen. Im Sterben verurteilt Valentin seine Schwester öffentlich: ,,Du bist doch nun einmal eine Hur" (V. 3730) und sagt ihr eine Zukunft als sozial geächtete stadtbekannte Prostituierte voraus (vgl. 3750 f.). Dom Die Szenerie wechselt erneut zur Binnenperspektive Gretchens. Ein böser Geist, der ihr schlechtes Gewissen symbolisiert, hält Gretchen ihre Schuld vor Augen - der Tod der Mutter, die durch das Schlafmittel in der Liebesnacht umgebracht worden ist das uneheliche Kind, das sie auf die Welt bringen wird der Tod ihres Bruders Valentin Das Thema der Messe ist bezeichnenderweise das Jüngste Gericht. Bedrängt durch ihre Schuld und die dichte Menge der Kirchenbesucher, ringt Gretchen nach Luft und fällt in Ohnmacht. Sie kann die Situation nicht mehr aushalten. Made with Goodnotes Inhaltsangabe Außenwirkung: Ächtung der Gesellschaft Binnenperspektive: Schuld, schlechtes Gewissen und Verurteilung 33 34 TR. 13 Inhaltsangabe Die Gretchentragödie Walpurgisnacht, Walpurgisnachtstraum, Trüber Tag - Feld, Nacht - Offen Feld Die Szenen um die Walpurgisnacht sind als retardierendes (= verzögerndes) Moment der Gretchentragödie zu verstehen. Die Szene Trüber Tag - Feld ist die einzige Prosa-Szene. Walpurgisnacht und Walpurgisnachtstraum Mephisto versucht, Faust vom Schicksal Gretchens und seiner Schuld am Tode Valentins abzulenken. Aus diesem Grund führt er ihn in der Nacht zum ersten Mai auf den Brocken. Dabei vermeidet er es allerdings, Faust in Abgründe des Bösen einzuweihen (vgl. V. 4039-4058). - Er setzt stattdessen auf die sexuelle Verführung, die das Hexentreiben im Überfluss etet. Inmitten des Genusses findet Faust jedoch zu sich selbst zurück. Die Vision eines blassen, schönen Mädchens, das ,,dem guten Gretchen gleicht" (V. 4188), lässt ihn Distanz finden. Seine Beschreibungen (,,Augen eines Toten", ,,rotes Schnürchen" am Hals) deuten ebenso wie die Angebote der Trödelhexe (V. 4096 ff.) auf Gretchens Hinrichtung. - Die interne Theateraufführung in der Szene Walpurgisnachtstraum bietet Mephisto erneut eine Gelegenheit, Faust von seinen Gedanken an Gretchen abzubringen. Goodnotes Die Gretchentragödie Inhaltsangabe Trüber Tag - Feld Zurück von der Walpurgisnacht, hadert Faust mit sich und Mephisto. Vermutlich hat er erst gerade von Gretchens Schicksal erfahren. Es ist die einzige Prosa-Szene des ganzen Dramas. Sie wurde fast unverändert aus dem Urfaust übernommen. Faust greift Mephisto mit den Worten an: Im Elend! Verzweifelnd! Erbärmlich auf der Erde lange verirrt und nun gefangen! Als Missetäterin im Kerker zu entsetzlichen Qualen eingesperrt das holde unselige Geschöpf! Bis dahin! dahin! - Verräterischer, nichtswürdiger Geist, und das hast du mir verheimlicht! [...] Und mich wiegst du indes in abgeschmackten Zerstreuungen, verbirgst mir ihren wachsenden Jammer und lässest sie hülflos verderben! Mephisto kontert mit der Feststellung: ,,Sie ist die erste nicht." Faust befiehlt ihm jedoch, sie zu befreien. Made with Goodnotes Nacht Offen Feld In der kürzesten Szene des ganzen Dramas reiten Faust und Mephisto auf schwarzen Zauberpferden. Dabei kommen sie an einer Hinrichtungsstätte vorbei. Manche Interpreten deuten dies als den Ort von Gretchens Hinrichtung. 35 36 TR. 14 Inhaltsangabe Kerker Die Gretchentragödie Im Kerker, der letzten Szene des Faust I, kommt es zur Katharsis, also zur Reinigung: Gretchen bekennt sich zu ihrer Schuld und wird gerettet. Gleichzeitig wird der im Prolog begonnene Streit zwischen dem Herrn und Mephisto wieder aufgegriffen. Gretchen ist dem Wahnsinn verfallen, auch wenn sie im Dialog mit Faust immer wieder klare Momente hat: - In dem Lied ,,Meine Mutter, die Hur" nimmt sie die Perspektive des ermordeten Kindes ein. ➜Das Lied ist aus dem Märchen ,,Vom Machandelboom". Dort tötet die böse Stiefmutter einen Jungen, den sie dem Vater zum Essen vorsetzt. Die Schwester vergräbt die Knochen unter einem Leben spendenden Wacholderbaum. Der Junge fliegt als Vogel davon. Damit sind Motive wie Schuld, Rache, aber auch Errettung thematisiert. Gretchen erkennt Faust nicht, sondern meint, er sei ihr Henker, der sie zu früh zur Richtstätte führen will. Sie möchte ihr (umgebrachtes) Kind noch an die Brust nehmen, das sie die ganze Nacht geherzt habe. Erst als Faust ihren Namen ruft, werden Erinnerungen wach (Straße, Garten - vgl. V. 4470 f.). Faust beschwört sie mehrfach, mit ihm zu kommen. Sie erkennt jedoch, dass er sie nicht mehr liebt: 0 weh! deine Lippen sind kalt Sind stumm. Wo ist dein Lieben Geblieben? (V. 4493) Goodnotes Gretchens Gemütszustand ist zunächst stark geprägt von Furcht vor Schande und Tod. Spätestens aber ab V. 4507 bekennt sie sich zu ihrer Schuld. Ihre Konsequenz daraus ist: Ich darf nicht fort; für mich ist nichts zu hoffen. (V. 4544) Im Wissen, dass sie hingerichtet wird, unterwirft sie sich dem Urteil Gottes: Gericht Gottes! dir hab' ich mich übergeben! [...] Dein bin ich, Vater! Rette mich! (V. 4605 ff.) Der Auftritt Mephistos, der zur Eile drängt, wirkt wie ein Katalysator. „Sie ist gerichtet", ruft er aus, doch eine Stimme ,,von oben" widerspricht: ,,Ist gerettet" (V. 4612). Die Gretchentragödie Der Schluss der Tragödie greift das Motiv des Prologs wieder auf: Der Herr und der Teufel streiten über das Sein des Menschen. Gretchen ist ein erster Modellfall für die These des Herrn: Prolog Herr Ein guter Mensch in seinem dunklen Drange ist sich des rechten Weges wohl bewußt. (V. 328 f.) Mephisto Faust und Mephisto fliehen. Made with Goodnotes Inhaltsangabe Kerkerszene Gretchens Rettung Gretchens Verdammung 37 38 Analyse und Interpretation TR. 15 Analyse und Interpretation Aufbau Aufbau Die Gelehrtentragödie Unter der ,,Gelehrtentragödie" versteht man den ersten Hauptteil des Dramas bis zum Aufeinandertreffen von Faust und Gretchen. Sie konzentriert sich ganz auf die Figur des Gelehrten selbst. Inhaltlich geht es um die Verzweiflung des Doktor Faust, den all seine Studien nicht zur letzten Erkenntnis darüber geführt haben, was die Welt im Innersten zusammenhält" (V. 381 f.). Anhand der folgenden Tabelle kannst du dir eine Übersicht über den Verlauf der Gelehrtentragödie verschaffen: Szene Fausts Verzweiflung Nacht Goodnotes Inhalt Faust hat alle Wissensbereiche seiner Zeit studiert, doch ist er seinem Ziel nach Erkenntnis nicht näher gekommen. Die Beschwörung der Geister schlägt fehl; auch die Magie führt ihn nicht weiter. - Der Auftritt seines Assistenten (Famulus) Wagner verstärkt seine Unzufriedenheit. Von Depressionen geplagt, will er Selbstmord begehen, wird jedoch von den Osterglocken davon abgehalten. Szene Mephistos Auftritt und die Wette Vor dem Tor Studierzimmer I Studierzimmer II Reisestationen: Auerbachs Keller in Leipzig Hexenküche Made with Goodnotes Inhalt Aufbau Analyse und Interpretation - Beim Osterspaziergang kann Faust kurzfristig seine Sorgen vergessen. Am Abend wünscht er sich jedoch wieder, die menschlichen Grenzen aufzuheben. ,,Zwei Seelen wohnen, ach! In meiner Brust" (V. 1112) - Faust verlangt nach „Liebeslust“ und Erkenntnis. Mephisto erweist sich als „des Pudels Kern". Er stellt sich vor, als ein Teil von jener Kraft, // Die stets das Böse will und stets das Gute schafft" (V. 1335 f.). Faust kann ihn nicht festhalten; Mephisto entkommt mit einem Trick. Mephisto bietet einen Pakt an: Er will Faust im Diesseits dienen, Faust solle ihm im Jenseits das Gleiche tun. Faust wettet, dass es Mephisto nicht gelingt, ihm einen Augenblick des Glücks zu verschaffen. Mephistos erster Versuch, Faust durch platte Geselligkeit und Alkohol zu einem Moment der Zufriedenheit zu verhelfen, scheitert kläglich. Faust wird durch einen Zaubertrank verjüngt. Durch die Frau im Zauberspiegel wird auf Gretchen und Helena vorausgedeutet. 39 40 Analyse und Interpretation TR. 15 Die Gretchentragödie Die Gretchentragödie ist der zweite Hauptteil des Werkes. Die Handlung folgt weitgehend dem Muster des klassischen Dramas, hier insbesondere dem bürgerlichen Trauerspiel. Das Schaubild gibt einen Überblick. Aufbau Zwischen idealer Liebe und sexueller Begierde Straße I (erste Goodnotes Wald und Höhle (Fausts Zerrissenheit, gibt Gretchen dem Untergang preis.) Gartenhäuschen (Mephisto drängt zum Aufbruch.) Garten (Reine Liebe zwischen Faust und Gretchen; Marthe umwirbt Mephisto.) Straße II (Faust zögert, den Tod von Marthes Mann zu bezeugen.) Der Nachbarin Haus (Mephisto arrangiert Rendezvous) Spaziergang (Schmuck wird zum Pfaffen gegeben) Abend (Gretchen findet Schmuck im Zimmer, ihre Verunsicherung, Lied: König von Thule) gegnung zwischen Faust und Gretcher Steigende Handlung Fallende Handlung Aufbau Gretchens Stube (Gretchens aufrichtige Liebe) Vereinigung, Schuld und Tod Marthens Garten (Religionsgespräch; Verabredung zur Liebesnacht) Am Brunnen (Kleinstadttratsch über ledige Mutter; Spiegelung der Situation Gretchens) Zwinger (Gebet Gretchens zu Maria) Nacht. Straße vor Gretchens Tür (Faust ersticht Gretchens Bruder Valentin; Valentin verflucht seine Schwester als Hure.) Dom (Ohnmacht Gretchens während der Messe) Walpurgisnacht (Hexentreiben; Fausts Vision von Gretchen) [Walpurgisnachttraum] Made with Goodnotes Analyse und Interpretation Trüber Tag-Feld (Plan zur Befreiung Gretchens) [Nacht-Offen Feld] Kerker (Gretchens Wahnsinn; sie will nicht befreit werden; ihre Errettung) 41 42 Analyse und Interpretation TR. 16 Aufbau Die doppelte Wette als Motor der Faust-Handlung Die Handlung wird durch eine Verknüpfung von zwei Wetten angetrieben: • die Wette zwischen dem Herrn und Mephisto (Prolog im Himmel) • die Wette zwischen Faust und Mephisto (Studierzimmer II) Die Wette zwischen dem Herrn und Mephisto Die Wette zwischen dem Herrn und Mephisto dient als Rahmenhandlung, die der gesamten Faust-Tragödie vorgeschaltet ist. Im Prolog im Himmel ist der Herr sicher, dass er den unzufriedenen Faust bald von seinem quälenden Streben und Suchen erlösen werde. Faust, den er als seinen Knecht bezeichnet, werde ihm dann nicht mehr nur „verworren" dienen. Daraufhin fordert Mephisto den Herrn heraus und wettet mit ihm, dass er Faust verlieren werde. Der Ausgang der Wette ist jedoch vorgegeben, Mephisto hat letztlich keine Chance zu gewinnen (vgl. die Gärtner-Metapher, V. 310 f.) und Mephistos begrenzte Macht und Funktion (V. 313 und 338 ff.)). Die Wette zwischen Faust und Mephisto In der eigentlichen Faust-Handlung setzt Mephisto bei der Unzufriedenheit des Gelehrten an. Er schlägt in der Szene Studierzimmer II einen Pakt vor, doch modelt Faust diesen zu einer Wette mit Mephisto um. Faust ist überzeugt, dass es Mephisto nicht gelingen werde, ihn zufriedenzustellen. Sein Wetteinsatz ist hoch: Werde er zu einem Augenblick sagen, ,,Verweile doch! du bist so schön" (V. 1700), so möge er sterben und dem Teufel im Jenseits dienen. Daraufhin führt ihn dieser in die „kleine, dann die große Welt" (V. 2052). Die kleine Welt wird im ersten Teil der Faust-Tragödie dargestellt (Auerbachs Keller, Gretchentragödie). Die große Welt (Kaiserhof, antike Mythen) ist Gegenstand von Faust II. Goodnotes Strukturskizze Offenes Ende der Wetten im Faust I Beide Wetten bleiben am Ende von Faust I offen. Faust hat weder den Augenblick der Erfüllung erlebt, noch ist seine Erlösung durch den Herrn in Sicht. Erst am Ende von Faust II erfährt er mit der von Mephisto vorgegaukelten Illusion von globaler Herrschaft und ewigem Ruhm eine Vorfreude auf den ersehnten Augenblick des Glücks. Mephisto glaubt, damit die Wette gewonnen zu haben, doch Faust wird gerettet. Made with Goodnotes Faust I Aufbau Rahmenhandlung Wette zwischen Herr und Mephisto (Prolog im Himmel) Gelehrtentragödie Wette zwischen Faust und Mephisto (Studierzimmer II) Die kleine Welt: Auerbachs Keller Gretchentragödie Ende Faust I Faust II Die große Welt: Auflösung beider Wetten Moment des Glücks / Rettung Analyse und Interpretation 43 44 Analyse und Interpretation TR. 17 Gegensätzlichkeit und Spiegelung als grundlegendes Strukturprinzip Angesichts der unterschiedlichen Elemente in Faust I (Monodrama, bürgerliches Trauerspiel, Lieder etc.) stellt sich die Frage nach der Struktur des Werks. Zentral sind in diesem Kontext die aufeinander bezogenen Gegensätze und teils spiegelbildlich angelegten Kontrastierungen. Aufbau Begrenztheit und Weite Dieser möglicherweise wichtigste Gegensatz liegt Fausts Konflikt zugrunde. Begrenztheit Beschränktheit des Wissens trotz Studium Mensch Studierzimmer als Kerker nächtliche Enge - kleinbürgerliche Welt Gretchens Weite Entgrenzungsversuche durch Goodnotes Magie göttliche Unbegrenztheit lebendige Natur weite Frühlingslandschaft am Tag Faust als der ,,Unbehauste" Himmlische, ideale Liebe oder Triebbefriedigung Der Gegensatz prägt vor allem die Gretchentragödie, strukturiert aber auch andere Konstellationen. • Faust steht vor der Frage, welchen Charakter seine Beziehung zu Gretchen haben soll. In der Szene Wald und Höhle entscheidet er sich für die körperliche Begierde, obwohl er weiß, dass Gretchen dadurch verloren ist. • Während Gretchen für ein tiefgreifendes, aufrichtiges Gefühlt steht, dient Marthe als Kontrastfigur, die auf ein sinnliches Erlebnis mit Mephisto aus ist. • Sexualität spielt auch in den Szenen der Hexenwelt eine wichtige Rolle. Prolog Himmel und Hölle Deutlich wird dieses Gegensatzpaar vor allem in den beiden Szenen Prolog und Kerker. Wette um Faust Himmel Herr, Engel Nacht nächtliches Studierzimmer Selbstmordgedanken Aufbau Menschenbild: ,,Ein guter Mensch in seinem dunklen Drange Ist sich des rechten Weges wohl bewußt." (V. 328 f.) Made with Goodnotes ,,tierischer als jedes Tier" (V. 286) Hölle Mephisto, Hexen Analyse und Interpretation Kerker Spiegelungen und spiegelbildliche Kontrastierungen als Kompositionsprinzip lassen sich auch bei der Gestaltung anderer Szenenfolgen nachweisen. Errettung oder Verdammnis für Gretchen Vor dem Tor Osterspaziergang am Tag Tag der Auferstehung Selbst innerhalb einzelner Szenen wendet Goethe das Prinzip der Konstrastierung an, so z. B. in der Szene Garten. Hier werden die beiden Paare ,,Faust und Gretchen" und ,,Mephisto und Marthe" einander gegenübergestellt. 45 46 Analyse und Interpretation TR. 18 Personen und Personenkonstellation Drei Figuren bestimmen das Drama: Faust, Mephisto und Gretchen. Faust Faust ist ohne Zweifel ein sehr vielschichtiger Charakter, der widersprüchlich angelegt ist. Zentrale Charakterzüge sind seine Maßlosigkeit, seine Unzufriedenheit, seine Ich- Bezogenheit und seine emotionale Unausgeglichenheit. Personen und Personenkonstellation Strebender (im positiven Sinn des Herrn) Erkenntnis, Wissen Depression (vgl. Studier- zimmer, Wald und Höhle) Opfer (der Machen- schaften Mephistos) Goodnotes Fausts Widersprüch- lichkeit Scheitern Lust Euphorie (vgl. Anziehung des Erd- geistes, Osterspaziergang) Täter (Mord an Valentin, der Mutter, Zerstörung Gretchens) Schalk Mephisto Mephistos Charakter lässt sich unter zwei Gesichtspunkten zusammenfassen: Einerseits ist TR.19 er der Schalk", andererseits der ,,Geist, der stets verneint". Ironische Zuspitzung und Kontrastierung Schülerszene Personen und Personenkonstellation Bericht über den Tod von Marthe Schwerdtleins Mann Unwissenheit Analyse und Interpretation Mephisto kann Faust die gesuchte Erkenntnis nicht geben. Deshalb setzt er auf Ablenkung und schnellen sinnlichen Genuss. Er versucht stets, ihn von der Liebe auf die niedrige Ebene der Triebe herabzuziehen. Bildungsunterschied zu Faust bisher keine Erfahrung mit Männern wenig reflektiert; Ausdruck ihrer Gedanken sind Lieder und Gebete! Geist, der stets verneint Als Zerstörer negiert er die schöpferische Kraft des Herrn. Gretchen Gretchen ist stark eingebunden in die Normen und Werte der kleinbürgerlichen Welt (z. B. Frömmigkeit, Jungfräulichkeit). Als 14-jähriges Mädchen ist sie zwar unwissend und naiv. Andererseits verfügt sie über eine gute Intuition. Made with Goodnotes Er setzt auf das Animalische, Triebhafte im Menschen und steht so im Gegensatz zum geistigen Prinzip des Herrn. Intuition - Realistische Einschätzung der Unmöglichkeit der Beziehung Abneigung gegenüber Mephisto Erkennen der eigenen Schuld Als sie am Ende Fausts Angebot, sie zu befreien, widersteht, steigert sie sich zu wahrer Größe. TR.20 47 Analyse und Interpretation 48 TR. 21 Personenkonstellation Die drei Hauptfiguren stehen in einem komplexen Bezugsfeld zueinander. Die übrigen Figuren lassen sich den (Lebens-) Bereichen der Protagonisten zuordnen. Personen und Personenkonstellation Mephisto - Faust- Gretchen Mephisto und Gretchen sind in gewisser Weise Antipoden, Faust steht zwischen ihnen. Mephisto hat keine Macht über Gretchen Wette (wechselseitige Abhängigkeit) Goodnotes Triebhaftigkeit oder Liebe? Faust ,,Zwei Seelen" Lust und Erkenntnissuche Gretchen Mephisto ist ihr intuitiv verhasst Lustobjekt Die anderen Personen Alle anderen Personen lassen sich den Bereichen des Himmels oder der Hölle, der universitären Welt Fausts bzw. der kleinbürgerlichen Welt Gretchens zuordnen. Universitäre Welt Wagner Faust Made with Goodnotes Personen und Personenkonstellation Studenten Göttlicher Bereich Schüler Himmel Herr Engel Hölle Mephisto Mutter Hexen Erdgeist Magischer Bereich Kleinbürgerliche Welt Gretchen Analyse und Interpretation Marthe Lieschen Bärbelchen Valentin Viele Charaktere sind als Kontrastfiguren angelegt. Dies gilt nicht nur für die großen Gegensatzpaare wie z. B. den Herrn und Mephisto, sondern auch innerhalb der jeweiligen Bereiche. So ist Wagner, der das bloße Bücherwissen verkörpert, als Kontrastfigur zu Faust zu denken, der Erkenntnis und Sinnenlust vereint. Gretchen steht vor allem Marthe gegenüber (ideale Liebe vs. sexuelle Begierde). 49 50 Analyse und Interpretation TR. 22 Thematik Thematik Streben und Irren des Menschen Zentrale Thematik der Faust-Tragödie ist das Streben des Menschen. Faust wird in diesem Zusammenhang zum Typus. ,,Es irrt der Mensch, solang' er strebt" (V. 317). Bereits im Prolog im Himmel fällt dieser entscheidende Satz bei der Wette zwischen dem Herrn und Mephisto. Irren und Streben sind demnach untrennbar miteinander verbunden. Goethes Menschenbild Diese Auffassung entspricht auch Goethes Menschenbild. Goethe ist der Überzeugung, dass man durchaus falschen Idealen folgen kann, doch irgendwann seinen Irrtum erkennen und daraus Lehren ziehen wird. Deshalb lässt er den Herrn sagen: Ein guter Mensch in seinem dunklen Drange Ist sich des rechten Weges wohl bewußt. (V. 328 f.) Faust als Exempel Der Universitätsgelehrte Faust, der erkennen will, was die Welt im Innersten zusammenhält" (V. 382 f.), und trotz des angehäuften zeitgenössischen Wissens keine befriedigende Antwort auf seine drängende Frage findet, wird zum Exempel der Menschheit. Darauf lässt schon seine erstmalige Nennung schließen, die gleich in einem entsprechend verallgemeinernden Zusammenhang steht: Solang' er [Faust] auf der Erde lebt, Solange sei dir's nicht verboten. Es irrt der Mensch, solang' er strebt. (V. 315 ff.) Goodnotes Thematik Faust I Fausts unstillbares Verlangen wird auf zwei Ebenen dargestellt, schließlich herrschen zwei Seelen" in seiner Brust: Erkenntnis und Lust. Beide Ebenen sind mit Enttäuschung, Scheitern und Zerstörung verbunden. Analyse und Interpretation Faust II Im zweiten Teil der Tragödie (Faust II) richtet sich Fausts Streben auch auf globale politische und wirtschaftliche Macht. Damit wird er gleichsam zum Sinnbild des modernen Menschen weit über Goethes Zeit hinaus - bis in unser Jahrhundert. Wer immer strebend sich bemüht, Den können wir erlösen. (V. 11936 f.) Bis zuletzt bleibt Faust im Irrtum befangen: Er wird schuldig und macht sich die Natur untertan. Am Ende von Faust II aber retten die Engel Faust mit Worten, die auf den Anfang der Tragödie (Prolog) zurückverweisen. Made with Goodnotes 51 52 Goethe und der Faust-Stoff TR. 23 Zur Entstehung des Dramen-Komplexes Goethe und der Faust-Stoff Zur Entstehung des Dramen-Komplexes Goethe (1749-1832) hat über 60 Jahre am Faust gearbeitet. Von mehreren Epochen der Literaturgeschichte geprägt, hat sich die Handlung erst allmählich entfaltet, so dass der Dramen-Komplex entscheidende inhaltliche und sprachliche Veränderungen erfahren hat. Diese Wandlungen hängen eng mit Goethes Biografie zusammen. Biografischer Zusammenhang Schon früh kommt Goethe über Puppenspiele und Wandertheater mit dem Faust-Stoff in Berührung. Als junger Dichter, der dem Sturm und Drang zugeordnet wird, interessiert sich Goethe für das wissenschaftliche Genie Fausts, dessen absoluter Drang nach Erkenntnis die mittelalterliche Ordnung in Frage stellt. Goethes Jura-Studium konfrontiert ihn mit der Problematik lediger Mütter und dem Kindsmord. Als Universalgenie (Literatur, Farbenlehre, Metamorphose) identifiziert sich Goethe mit Faust, einer Figur, die ihn zeitlebens nicht mehr loslässt. Goodnotes Faust-Fassung Urfaust (1772-1775) Lockere Szenenfolge noch mit logischen Brüchen: Beginn des überwiegend in Versen verfassten Theatertextes mit Fausts Unzufriedenheit im Studierzimmer; die ,,zwei Seelen" sind jedoch noch unbekannt. Mephistos Auftreten durch das Fehlen der Rahmenhandlung unmotiviert Gretchentragödie bereits ausgearbeitet Zur Entstehung des Dramen-Komplexes Goethe reist in diesen Jahren nach Italien und entdeckt dort die klassischen Ideale der Antike (versgebundenes Drama, philosophische, politische und menschliche Ideale). Mit Schiller zusammen begründet Goethe die Weimarer Klassik. Der enge Freund fordert ihn auf, das Werk zu vollenden, Faust jedoch symbolhafter zu gestalten, zerrissen zwischen Erkenntnis und Genuss. Freunde drängen Goethe am Ende seines Lebens, den bisher unveröffentlichten Teil (5. Akt von Faust II) zu vervollständigen. Das Manuskript bleibt aber bis nach seinem Tod 1832 verschlossen. Made with Goodnotes Goethe und der Faust-Stoff Fragment (1786-1790) Schon während der Reise wandelt er die Prosaszenen in Verse um; lediglich die Szene Trüber Tag - Feld bleibt davon ausgenommen. Noch bricht die Handlung nach der Dom- Szene abrupt ab. Erste Hinweise deuten auf einen zweiten Teil (Helena als antikes Ideal, ,,große Welt"). Faust. Der Tragödie erster Teil (1797-1806/8) Lücken werden geschlossen, das menschliche Streben und andere Leitmotive zu einem Gesamtwerk durchkomponiert. Der charakteristische dreifache Zugang entsteht, die beiden Wetten verbinden die Handlung. Faust. Der Tragödie zweiter Teil (1797-1800, 1825-1832) Die Wette aus dem Prolog im Himmel wird entschieden. 53 54 Goethe und der Faust-Stoff TR. 24 Zur Entstehung des Dramen-Komplexes Faust I zwischen Sturm und Drang und Klassik Aufgrund der langen Entstehungsgeschichte ist eine Epochenzuordnung des Dramas schwierig. Letztlich steht es zwischen den beiden großen Epochen des ausgehenden 18. und beginnenden 19. Jahrhunderts: Sturm und Drang (1767-1785) und Weimarer Klassik (1785-1832). Sturm und Drang Der Sturm und Drang ist eine Protestbewegung junger bürgerlicher Autoren, die sich gegen die gesellschaftspolitischen Verhältnisse am Ende des 18. Jahrhunderts wendet (absolutistische Willkürherrschaft, Ständegesellschaft, Enge der Konventionen). Sie radikalisiert die mit ihr verwandte Aufklärung, setzt aber nicht auf den Verstand, sondern hebt das Gefühl hervor, um die Menschen für sich zu gewinnen und Veränderungen durchzusetzen. Zentrale Ideen und Themen der Epoche finden sich auch im Faust I: Geniekult und Individualität Das Genie will sich in seinem schöpferischen Herzen mit Gott vergleichen. Seine Individualität wird durch Konventionen, gegen die es sich auflehnt, begrenzt. Goodnotes Faust als titanisches Genie; Wunsch, den Göttern gleich zu sein Zur Entstehung des Dramen-Komplexes Melancholie Aufgrund der Tatsache, dass die Protagonisten sich aus den gängigen Konventionen lösen wollen, leiden sie oft an Vereinzelung. Ihr Protest schlägt daher leicht in Melancholie und Selbstbezogenheit um. Ursprüngliche Natur Die Stürmer und Dränger gehen vom guten Menschen aus, der im Einklang mit der Natur lebt. In der ursprünglichen Natur kann sich die Natürlichkeit des Menschen unverstellt und frei von gesellschaftlichen Zwängen entfalten. Natürliche Sprache Die Rückbesinnung auf ein ursprüngliches Ideal frei von Konventionen findet ihren sprachlichen Ausdruck in kraftstrotzender Prosa und Volksdichtung. Kindsmord Die Autoren des Sturm und Drang entdecken das Schicksal lediger Mütter als Thema. Made with Goodnotes Goethe und der Faust-Stoff Fausts Einsamkeit, Depressionen, Geringschätzung anderer Menschenbild; Idealbilder der Natur (Studierzimmer, Wald und Höhle) größere Prosateile des Urfaust; Trüber Tag-Feld, Lieder: König von Thule Gretchentragödie 55 56 Goethe und der Faust-Stoff Zur Entstehung des Dramen-Komplexes Weimarer Klassik Die Weimarer Klassik (1786-1832) orientiert sich an den Idealen der griechischen Antike. Der politisch rebellische Ton des Sturm und Drang wird zugunsten einer Darstellung des Idealischen zurückgenommen. Entscheidend für die Abkehr vom Pathos des Sturm und Drang waren die Wiederentdeckung der Antike und die Schrecken der Französischen Revolution. Winckelmanns Griechenland-Bild Der Begründer der modernen Archäologie und Kunstwissenschaft prägt das Bild einer idealen griechischen Antike. Goodnotes Goethes Italienreise In den Jahren nach 1786 reist Goethe durch Italien und entdeckt dort die Mustergültigkeit des Altertums. Ihn beeinflussen vor allem die Formstrenge der Architektur und des antiken Dramas. Französische Revolution Freiheit und Gleichheit, die Ideale der Aufklärung, schlagen um in die Terrorherrschaft der Jakobiner. Weimarer Klassik Aufgabe der Kunst ist es, einen menschlichen Idealzustand zu beschreiben. Sie ermöglicht die Begegnung mit dem Wahren und Schönen, hat damit also erzieherische Wirkung. Die Verabsolutierung des Gefühls wird aufgegeben; Gefühl und Vernunft stehen in einem harmonischen Gleichgewicht. Die Dichter achten auf strenge Formen, Dramen werden in Versen komponiert. Vom historischen Faust zur literarischen Figur Vom historischen Faust zur literarischen Figur Der historische Faust wurde wohl schon zu seinen Lebzeiten Gegenstand der Legenden- und Sagenbildung. Über eine lange volkstümliche und literarische Tradition vermittelt, wurde die Figur schließlich von Goethe übernommen. Goethe und der Faust-Stoff Der historische Faust Die zeitgenössische historische Quellenlage zu Faust ist äußerst dürftig. Bis auf eine Nennung wird er ausschließlich von konfessionellen Gegnern, Neidern oder Konkurrenten erwähnt bzw. beschrieben sicherlich ein Grund für seinen zweifelhaften Ruf und die spätere Assoziierung mit dem Teufel. Biografie Fausts Georg Faust wird in Knittlingen (Württemberg) im Jahre 1480 geboren. Er gibt sich als Magier, Wahrsager und Alchemist unter allerlei Namen und Titeln aus, hat aber wahrscheinlich keine höhere Bildung. Made with Goodnotes Historische Hintergründe Umbruch vom Mittelalter zur Frühen Neuzeit verbunden mit Renaissance, Humanismus, Reformation und Kirchenspaltung; alte Autoritäten (Kirche) und Weltbilder werden in Frage gestellt. Mit seiner Visitenkarte stellt er sich als ,,Magister Georgius Sabellicus Faustus iunior" vor. ,,Faustus" (lat.) bedeutet ,,Glücksbringer" und dient als Empfehlung. Kirchliche Amtsträger und Mediziner betrachten ihn als Scharlatan, doch das Volk auf den Marktplätzen und in den Wirtshäusern bewundert ihn. TR.25 57 58 Goethe und der Faust-Stoff - Möglicherweise gehört er in den elitären Kreis der Renaissance-Magier um Paracelsus und Agrippa von Nettesheim, dessen Vornahmen ,,Heinrich" Goethe für seine Figur übernimmt. 1540 stirbt der historische Faust bei einer Explosion in seinem Labor im badischen Stauffen, mutmaßlich beim Versuch, Gold herzustellen. Vom historischen Faust zur literarischen Figur Legendenbildung und literarische Vorlagen TR. 25 Spätestens mit dem mysteriösen Tod setzt eine umfangreiche Legendenbildung ein. Dabei wird Faust, der Kirche und Religion öffentlich verspottet und dessen Wahrsagungen mitunter eintraten, schnell ein Teufelsbündnis angedichtet. Drama Christopher Marlowes (1589) Goodnotes Im populären Volksbüchlein Historia von D. Johann Fausten (1587), das die weitere Überlieferung prägt, wendet sich der mittlerweile zum studierten Doktor mutierte Faust in seinem unstillbaren Erkenntnisdrang der Magie zu. Mephisto bietet ihm einen Pakt an. Faust verkauft seine Seele, damit ihm Mephisto 24 Jahre lang dient. Populäre Puppenspiele und Wanderbühnen Goethes Faust Lessings Drama (ca. 1755) Idee der Rettung Fausts durch die Engel Literarische Bedeutung, Rezeption und Aktualität der Faust-Tragödie Resümee Resümee Literarische Bedeutung, Rezeption und Aktualität der Faust-Tragödie Faust I gehört zu den meistgelesenen Dramen in der Schule und ist aus den Spielplänen der Theater nicht wegzudenken. Es gilt als eines der bedeutendsten Werke der deutschsprachigen Literatur. Dies liegt auch an der ungebrochenen Aktualität der dargestellten Thematik. Verbreitung Zwei Jahrzehnte lang galt das Drama als unspielbar, erst 1829 wurde Faust I uraufgeführt. Als Lesetext fand es jedoch rasch Verbreitung. 1867 eröffnete der Reclam-Verlag seine Universalbibliothek mit Goethes Meisterwerk. Seit der Veröffentlichung im Jahre 1808 hat es unzählige Anlehnungen und Parodien gegeben. Komponisten und bildende Künstler haben sich von Faust und Mephisto inspirieren lassen. Ein Meilenstein ist sicherlich die Inszenierung und spätere Verfilmung (1960) des Faust mit Gustav Gründgens in der Rolle des Mephisto. In jüngster Zeit (2000) sorgte die Aufführung des ungekürzten Faust von Peter Stein für Aufsehen. Eine unglaubliche Fülle von Zitaten aus der Tragödie ist heute sprachliches Allgemeingut (z. B. ,,Da steh ich nun, ich armer Tor"). Beurteilung Die Figur des Faust ist im Verlauf der letzten zwei Jahrhunderte äußerst unterschiedlich betrachtet worden. Made with Goodnotes TR. 26 59 60 19. Jh. 20 Jh. 21. Jh. V Resümee Goodnotes Literarische Bedeutung, Rezeption und Aktualität der Faust-Tragödie Rezeption einseitig positiv Faust als Inbegriff des modernen, sich befreienden, strebenden Menschen ,,faustisch" als deutscher Wesenszug (insbesondere nach 1871) Vereinnahmung durch den Nationalsozialismus: Faust als Muster des deutschen Wesens einseitig negativ Faust als warnendes Beispiel für ein verblendetes Ego Gegenwärtiger Konsens: Faust als Repräsentant des modernen Menschen, dessen Erkenntnisdrang die mittelalterliche Welt aufbricht, doch zerstörerisch wirkt (Gretchen). Aktualität Der Mensch, der in seinem Streben (z. B. Karriere) über Leichen geht, der sich die Umwelt untertan macht und als Global Player ein Weltunternehmen steuert (Faust II), gehört in der Tat zu den zentralen Themen unserer Zeit. Mögliche Abiturthemen zu Goethes Faust Aufgaben 1. Prolog im Himmel Arbeite aus dem Prolog heraus, welches unterschiedliche Menschenbild der Herr bzw. Mephisto haben und zeige die Bedeutung dieser Auffassungen für die gesamte Tragödie. 3. Wald und Höhle Mögliche Abiturthemen 2. ,,Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust" Erläutere die Grundproblematik der Faust-Figur und ihre Funktion für das Drama. Fasse knapp zusammen, was man wissen muss, um die Szene zu verstehen. Analysiere das Verhältnis von Faust und Mephisto in der Szene. Stelle dar, welche Konsequenzen Fausts Entscheidung hat, zu Gretchen zurückzukehren. Made with Goodnotes 4. Kerker - Gestaltende Interpretation Beschreibe, welches Bild der Leser von Gretchen im Verlauf der Handlung und in der Szene Kerker gewinnt. Gehe von folgender Annahme aus: Gretchen tritt nach der letzten Szene vor den Herrn und gibt Rechenschaft über ihre Beziehung zu Faust und ihre Untaten. Schreibe diese Szene. 61 1 Goodnotes Mögliche Abiturthemen und Lösungsvorschläge Aufgabe 1 Prolog im Himmel Arbeite aus dem Prolog heraus, welches unterschiedliche Menschenbild der Herr bzw. Mephisto haben und zeige die Bedeutung dieser Auffassungen für die gesamte Tragödie. Lösungsvorschlag zu Aufgabe 1 in Stichworten Das Menschenbild des Herrn bzw. Mephistos im Prolog im Himmel ist kontrastiv angelegt. Mephisto - Teufel findet alles auf der Erde schlecht. - Der Mensch muss sich plagen. - Der Mensch meine, vernunftbegabt zu handeln. - In Wirklichkeit sei er aber tierischer als jedes Tier", d.h. triebhaft. Herr - Engel preisen die Vollkommenheit der Schöpfung. - Alles ist so herrlich wie am ersten Tag". - Grundannahme: der Mensch ist gut. - „Es irrt der Mensch, solang' er strebt." - ,,Ein guter Mensch in seinem dunklen Drange Ist sich des rechten Weges wohl bewußt." PONS Bedeutung für die gesamte Tragödie - Faust als Inbegriff des strebenden und irrenden Menschen Aus der Gegensätzlichkeit der Menschenbilder entsteht die Wette zwischen dem Herrn und Mephisto. - Mephisto missversteht den nach Erkenntnis suchenden Faust; er versucht, dessen niedere Instinkte anzusprechen, um ihm den Augenblick des Glücks zu verschaffen; diese Strategie muss fehlschlagen. - 1. Reisestation Auerbachs Keller: • Die Studenten sind auf ihren animalischen Charakter reduziert, vgl. z. B. Namen (Frosch) und ihre Anreden. - 2. Reisestation Hexenküche: • Faust ist vom Bild der nackten Helena fasziniert. • Durch einen Zaubertrank wird er verjüngt, so dass er als Liebhaber auftreten kann; der Trank bewirkt außerdem, dass er ,,Helenen in jedem Weibe" sieht. Gretchentragödie: - Faust will Gretchen, das erstbeste Mädchen, das er sieht, besitzen; sein lustbetontes Verhalten befremdet selbst Mephisto. - Fausts triebhafte Begierde mischt sich jedoch im Verlauf der Handlung mit einer aufrichtigen Liebe. Wald und Höhle • Er muss sich allerdings zwischen der Lust und der himmlischen Liebe entscheiden. • Von Mephisto angestachelt, wählt er das sinnliche Erlebnis, obwohl er weiß, dass dies Gretchens Untergang bedeutet. - Doch nicht nur Faust, auch Gretchen begeht Fehler. - Eigentlich müsste ihr angesichts der Bildungs- und Standesunterschiede bewusst sein, dass ihre Verbindung nicht realisiert werden kann. Sie lässt sich auf die Liebesnacht ein, verabreicht ihrer Mutter aber ein tödlich wirkendes Schlafmittel. Kerker • Erst als es zu spät ist, erkennt sie ihre Schuld und übergibt sich dem Gericht Gottes. Darum wird sie vom Herrn gerettet. • Rahmen wird (teilweise) geschlossen; Gretchen als erster erfolgreicher Testfall für das Menschenbild des Herrn. - Faust selbst wird erst am Ende des zweiten Teils der Tragödie erlöst. PONS Hörstoff Faust PONS GmbH, Stuttgart 2008 2 Goodnotes Aufgabe 2 ,,Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust" Erläutere die Grundproblematik der Faust-Figur und ihre Funktion für das Drama. Lösungsvorschlag zu Aufgabe 2 in Stichworten Faust leidet an einer inneren Zerrissenheit, die zu einer gespaltenen Identität führt. Die Verse 1112 bis 1117, aus denen das Zitat stammt, zeigen dies am allerbesten: ,,Zwei Seelen wohnen ach! in meiner Brust, Die eine will sich von der andern trennen; Die eine hält, in derber Liebeslust, Sich an die Welt mit klammernden Organen; Die andre hebt gewaltsam sich vom Dust Zu den Gefilden hoher Ahnen." PONS Während im ersten Teil die Sehnsucht nach Liebe formuliert ist, weist der zweite Teil des Zitats auf Fausts Bestreben hin, den Göttern gleich zu sein, um sein Erkenntnisinteresse zu befriedigen. Er will wissen, was die Welt im Innersten zusammenhält". Funktion für das Drama Prolog - Beide Lebensziele sind jedoch (laut Mephisto) bislang nicht erreicht worden. Dies ist der Ausgangspunkt für die Wette Mephistos mit dem Herrn. - Unzufriedenheit Fausts ist zentrale Voraussetzung der Gelehrten- und der Gretchentragödie. Nacht - Erster Auftritt Fausts Gotischer Raum als Symbol der Begrenztheit Fausts. - Das gesamte Wissen des Mittelalters, das Faust auf sich vereinigen kann, bringt ihn nicht weiter; Bücher engen den Gelehrten nur ein. - In seiner Verzweiflung wendet er sich der Magie zu; er beschwört den Erdgeist, wähnt sich schon gleichwertig, doch kann er ihn nicht festhalten (= begreifen). In seiner Depression denkt er an Selbstmord, doch wird er durch die Glocken und Chöre des beginnenden Ostersonntags davon abgehalten. - Die Depression der Nacht verfliegt am Tage (vgl. Vor dem Tor) nur kurzfristig. Studierzimmer - Mephisto bietet ihm deshalb einen traditionellen Teufelspakt an, doch Faust wandelt diesen in eine Wette um, da er den Vertrag an eine Erfolgsklausel knüpft: Erst, wenn es Mephisto es gelingen sollte, ihm einen Moment des Glücks zu rschaffen, wolle er sich dem Teufel hingeben. Auersbachs Keller, Hexenküche - Faust will Erkenntnis, doch Mephisto versucht die Wette zunächst mit platten Vergnügungen zu gewinnen. Im Hinblick auf die Liebeslust" gerät Faust in der Gretchentragödie in einen Konflikt zwischen seinem sinnlichen Verlangen und dem Wunsch nach göttlicher Liebe, deren Reinheit Gretchen verkörpert. Straße, Abend, Garten - Sein anfängliches lustorientiertes Besitzdenken wandelt sich zu einer schwierigen Mischung aus Liebe und Suche nach dem sexuellen Erlebnis. - Faust kann nicht beides haben. Wald und Höhle - Von Mephisto angestachelt, wählt er das sinnliche Erlebnis, obwohl er weiß, dass dies Gretchens Untergang bedeutet. Kerker - Gretchen wird schwanger. Die Geburt des unehelichen Kindes würde die soziale Ausgrenzung zur Folge haben. Deshalb tötet sie das Kind. Sie wird aber dafür auf Erden zur Verantwortung gezogen, so dass sie am Ende im Kerker sitzt. - Faust versucht sie zu befreien, doch treibt ihn lediglich sein schlechtes Gewissen, nicht seine Liebe. Fausts doppeltes Streben nach Lust und Erkenntnis ist am Ende von Faust I nicht erfüllt. PONS Hörstoff Faust OPONS GmbH, Stuttgart 2008 3 Goodnotes Aufgabe 3 Wald und Höhle Fasse knapp zusammen, was man wissen muss, um die Szene zu verstehen. Analysiere das Verhältnis von Faust und Mephisto in der Szene. Stelle dar, welche Konsequenzen Fausts Entscheidung hat, zu Gretchen zurückzukehren. Lösungsvorschlag zu Aufgabe 3 in Stichworten Hinführung: - Faust hadert mit sich und seinem Leben. Er leidet unter einer inneren Zerrissenheit, da er sich sowohl nach Liebe als auch nach tieferer Erkenntnis sehnt. - Der unzufriedene Gelehrte wettet mit Mephisto, dass es diesem nicht gelinge, ihm einen Moment des Glücks zu verschaffen. - In der Hexenküche wird Faust durch einen Zaubertrank verjüngt; dieser bewirkt zusätzlich, dass Faust das Idealbild der Schönheit in jeder Frau sieht. Unter dem Einfluss des Trankes begegnet er Gretchen, einem 14-jährigen frommen Mädchen aus kleinbürgerlichen Verhältnissen. Mephisto soll ihm helfen, Gretchen zu bekommen; dies geschieht durch ein Schmuckkästchen. Fausts anfängliches lustorientiertes Besitzdenken wandelt sich zu einer schwierigen Mischung aus Liebe und Suche nach dem sexuellen Erlebnis. - Dabei gerät er immer stärker in Abhängigkeit von Mephisto, der die Rahmenbedingungen schafft, dass Faust und Gretchen einander treffen können (Marthens Garten) Analyse der Szene - Nach einem gewissen Glücksgefühl in der Natur, verfällt Faust erneut in seine alte depressive Stimmung und hadert mit Mephisto. - Mephisto ist sich seiner Macht absolut bewusst: Wie hättst du, armer Erdensohn, Dein Leben ohne mich geführt?" (V. 3266f.). PONS - Faust glaubt, dass ihm der Teufel sein Vergnügen nicht gönnen möge und beschimpft ihn. - Mephisto entgegnet, Faust habe das Recht, sich etwas vorzulügen, doch legt er den Finger in die Wunde. Gretchen halte es vor Liebe nicht mehr aus, und er suche die Einsamkeit der Natur: ,,Mich dünkt, anstatt in Wäldern zu thronen, Ließ es dem großen Herren gut, Das arme affenjunge Blut Für seine Liebe zu belohnen. Die Zeit wird ihr erbärmlich lang; [...]" (V. 3311 ff.). - Faust wirkt getroffen. In seiner Wut und Verzweiflung verbietet er Mephisto, den Namen der Angebeteten zu nennen (V. 3327). - Mephisto sagt Faust auf den Kopf zu, dass er Gretchen schon halb entflohen sei - wie sie richtigerweise annehme. Faust beteuert jedoch, dass er sie nie vergessen werde, wie nah oder fern er ihr auch sein werde. - Deutlich wird aus diesen Versen, dass er sie liebt; Mephisto versucht ihn jedoch zur Befriedigung seiner Lust anzustacheln. - Faust bezeichnet Mephisto als Schlange" und ,,Kupplerin"; der Teufel kann über diese Beschimpfungen allerdings nur lachen. Explizit formuliert er, Faust gehöre in seines ,,Liebchens Kammer" (V. 3343). - Faust steht nun vor der Entscheidung, ob er Gretchen in einer Art göttlicher Liebe ewig in Erinnerung behalten möchte oder ob er zur Befriedigung seiner Triebe das sexuelle Erlebnis sucht. - Entscheidend sind die Verse 3345 und 3346: „Was ist die Himmelsfreud' in ihren Armen? Laß mich an ihrer Brust erwarmen!" Aufgestachelt von Mephisto, wählt er die Liebesnacht. Die Szene ist der Wendepunkt der Gretchen-Handlung. Von nun an ist die Katastrophe nicht mehr aufzuhalten. Konsequenzen - Faust ist sich bewusst, dass er, der ,,Unbehauste", „der Unmensch ohne Rast und Ruh", damit in ihr Leben eindringt und es zerstört. - Die Hölle - so Faust - habe dieses ,,Opfer" haben müssen. Hilf, Teufel, mir die Zeit der Angst verkürzen! Was muß geschehn, mag's gleich geschehn! Mag ihr Geschick auf mich zusammenstürzen Und sie mit mir zugrunde gehn!" (V. 3362). PONS Hörstoff Faust PONS GmbH, Stuttgart 2008 4 Goodnotes - Faust liefert sich damit auf Gedeih und Verderb dem Teufel aus, auch wenn das seinen und Gretchens Untergang bedeutet. - Um von der Mutter nicht gestört zu werden, erhält Gretchen ein Schlafmittel für sie, das jedoch tödlich wirkt. - In der Nacht, in der sie miteinander schlafen, wird Gretchen schwanger. - Ihr Bruder, der sich in seiner Ehre gekränkt fühlt, wird durch Faust und Mephisto getötet, als er Genugtuung fordert und die Schande öffentlich macht. - Aus Angst vor der sozialen Ausgrenzung bringt Gretchen ihr gerade geborenes Kind um. - Faust muss fliehen, um nicht für den Tod Valentins zur Rechenschaft gezogen zu werden. Bei seiner halbherzigen Befreiung weigert sich Gretchen, mitzukommen. - PONS PONS Hörstoff Faust ⒸPONS GmbH, Stuttgart 2008 5 Goodnotes Aufgabe 4 Kerker - Gestaltende Interpretation Beschreibe, welches Bild der Leser von Gretchen im Verlauf der Handlung und in der Szene Kerker gewinnt. Gehe von folgender Annahme aus: Gretchen tritt nach der letzten Szene vor den Herrn und gibt Rechenschaft über ihre Beziehung zu Faust und ihre Untaten. Schreibe diese Szene. Lösungsvorschlag zu Aufgabe 4 Bild Gretchens - Gretchen ist ein 14-jähriges Mädchen, das ohne Vater in kleinbürgerlichen Verhältnissen aufwächst. Ihre Mutter wacht streng über sie. Ihr Leben ist wohl geordnet (vgl. Symbolik des Zimmers in der Szene Abend). Zentraler Orientierungspunkt ist die Religion (Straße, Marthens Garten). Gretchen selbst hat keine Erfahrung mit Männern. Kontrolle im Umgang mit dem anderen Geschlecht übt die Gemeinschaft der Gleichaltrigen aus (vgl. Am Brunnen). - Sie ist eitel. Das erste Schmuckkästchen gibt sie ihrer Mutter, doch das zweite trägt sie zu ihrer Nachbarin Marthe Schwertlein (Der Nachbarin Haus). Gretchen wirkt naiv, kann ihre Gefühle häufig nicht verbalisieren, sondern greift zu einem Lied (vgl. König von Thule). - Gegenüber Faust empfindet sie sich als minderwertig; sie weiß nicht, was der Gelehrte an ihr findet (vgl. Ein Gartenhäuschen): Du lieber Gott! was so ein Mann Nicht alles, alles denken kann! Beschämt nur steh' ich vor ihm da, Und sag zu allen Sachen ja." (V. 3212 ff.). PONS - Auf der anderen Seite verfügt sie über einen gesunden Menschenverstand und Intuition. Sie erkennt unbewusst, dass Mephisto ihr Gegenspieler ist. Dies wird besonders während des Religionsgesprächs in Marthens Garten deutlich. - Als sie merkt, dass sie schwanger ist, weiß sie um die sozialen Konsequenzen. Ihre Verzweiflung wächst von Tag zu Tag. Im Dom wird sie während der Messe über das Jüngste Gericht ohnmächtig, ein Zeichen, dass sie die Situation nicht mehr aushalten kann. Herr: Kerker Diese Entwicklung endet im Kindsmord; Gretchen verfällt dem Wahnsinn, wie in der Szene Kerker sichtbar wird. - Als Faust sie zu befreien versucht, erkennt sie, dass er sie nicht mehr liebt. Daher weigert sie sich, mitzukommen. - Immer klarer wird ihr Verstand. Am Ende nimmt sie ihre Schuld an und übergibt sich dem Gericht Gottes, so dass sie gerettet werden kann. - Aus dem naiven Mädchen wird am Ende also eine selbstbewusste, in Ansätzen reflektierende Frau. Gestaltende Interpretation Epilog im Himmel Gretchen: Herr: Gretchen: Gretchen: (kniend) Ich weiß, Herr, ich habe gesündigt. Es irrt der Mensch, solang er strebt. Mein Kind, du bist erlöst. Kann man erlöst werden, wenn solche Schuld auf den Schultern lastet? (nach langem Zögern) Ich habe mich nie für Männer interessiert, immerhin bin ich kaum 15, doch als Faust in mein Leben trat, damals auf der Straße, da war es um mich geschehen. Noch nie hatte mich ein Mann angesprochen, und er tat so, als ob ich ein adeliges Fräulein sei und bot mir sein Geleit an. Ich wies ihn ab, doch ich wurde Opfer meiner eigenen Eitelkeit. Das Schmuckkästchen, ich konnte es nicht weggeben, denn ich wollte mich von Zeit zu Zeit herausgeputzt im Spiegel sehen. Und irgendwie gefiel mir der unbekannte Herr ja doch. Als ich ihn dann bei Marthe wieder sah, war ich verwirrt. So ein gescheiter Herr von Stand! Beschämt nur stand ich vor ihm da und sagte zu allen Sachen ja. Ich traute mich nicht, ihm zu sagen, dass ich ihn liebte. Aber ich glaube, er verstand mich, als ich die Blumenblätter abzupfte und dabei vor mich hin murmelte ,,Er liebt mich... Er liebt mich nicht... Er liebt mich ...". Zumindest gestand er mir erstmalig seine Gefühle. In Marthens Garten küsste er mich auch das erste Mal. Als er für eine Weile verschwand, hatte ich keine Ruhe mehr. Ich musste ständig vor mich hin singen: „Meine Ruh ist hin". Mein Busen drängte sich immer stärker an ihn. So konnte ich seinem Werben nicht viel entgegensetzen, als er wieder zurückkehrte. Mit schlechtem Gewissen, oh Herr, nahm ich das Mittel, das die liebe Mutter in einen tiefen Schlaf versetzen sollte. (Pause) Was habe ich nur getan? Die Mutter - die liebe Mutter, die mich umsorgt, tot-, umgebracht durch der Tochter eigene Hand. Nimmer mehr kann ich erlöst werden. Die Versuchungen der Hölle sind schwer zu durchschauen. Du tatst es nicht wissentlich. Faust hingegen wird am Ende aller Tage diese Schuld begleichen müssen. So einfach kann's nicht sein. Ich muss gestehen, ich genoss die Liebe, ja mein Herz bebte in jener Liebesnacht, deren Frucht in meinem Leib heranwuchs. Doch ich wusste, was mich erwarten würde: Hohn und Spott, Schande. Am Brunnen - im Dom - überall würde man mit Fingern auf mich zeigen. Hatte ich nicht selbst bisher meine Freude daran gehabt, die jungen ledigen Mütter zu brandmarken? Täglich stellte ich mir die bange Frage, würde Faust bei mir bleiben oder würde er davonlaufen und mich in Schimpf und Schande allein zurücklassen. PONS Hörstoff Faust ⒸPONS GmbH, Stuttgart 2008 6 Goodnotes Herr: Gretchen: Herr: PONS Als mein Bruder Valentin auftauchte, war die Katastrophe nicht mehr aufzuhalten. (Pause) Auch er könnte noch leben, wenn ich nicht... Nun war klar, dass Faust nicht wiederkehren würde. Schließlich hätte man ihn für Valentins Tod verantwortlich gemacht. Auch hier wird sich Faust dem Richter der Welt stellen müssen, nicht du. Ich aber habe selbst das Kind umgebracht ... ertränkt im Bach ... (bricht zusammen) Auf Erden wirst du dafür gerichtet werden, doch deine Seele ist gerettet. PONS Hörstoff Faust ⒸPONS GmbH, Stuttgart 2008