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Maria Stuart

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Dramenverlauf Auf einen Blick
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Maria Stuart Dramenverlauf Auf einen Blick 3 VER Ver- trauen SCHLOSS Auf einen Blick 接口 Amme Kennedy Melvil Leidenschaft Befreiungsplan QUESTION Maria Stuart Liebe SCHLOSS Maria Ver- Stuart trauen Konkurrenz, Hass FOTHERINGHAY Liebe 00 Großschatz- meister Burleigh Rat: Kammer- Leidenschaft frau Kurl Befreiungsplan ANSWER Leicester Konkurrenz, Hass Mortimer J 3 Enttäuschung Verrat Abscheu Verrat Großschatz- meister Burleigh 00 Rat: schnelle Hinrichtung Abscheu Verrat Berater Talbot (Shrewsbury) Enttäuschung Verrat Elisa- beth I. า Abschieben der Verantwortung Berater Talbot (Shrewsbury) Abraten von Hinrichtung Scheitern der Eheallianz PALAST VON WESTMINSTER Abschieben der Verantwortung Schiller war keines- wegs der erste Autor, der sich des historischen Stoffes um Maria Stuart an- nahm. Vor ihm hat- ten ihn schon etwa fünfzig Dichter in Dramen literarisch verarbeitet - meist zum Zweck der Glo- rifizierung Marias. Staatssekretär Davison Frankreich Schiller war keines- wegs der erste Autor, der sich des historischen Stoffes um Maria Stuart an- nahm. Vor ihm hat- ten ihn schon etwa fünfzig Dichter in Dramen literarisch verarbeitet - meist zum Zweck der Glo- rifizierung Marias. Frankreich Scheitern der Eheallianz Auf einen Blick Philosophisch • Maria: • Kritik an Historisch • Kritik an Maria Stuart Auf einen Blick 1500 $1600 1700 1800 1900 QUESTION Philosophisch Maria: Entwicklung zur „schönen Seele" oder zur „Erhabenheit"? physische vs. psychische Freiheit . Kritik an Machiavellismus und Plädo- yer für ethisch-moralisches Handeln Historisch pessimistisches Geschichtsbild: kaum Anzeichen für Fortschritt . Kritik an Absolutismus in Schillers Zeit 31 keine Allgemeingültigkeit nur eines Deutungsansatzes, sondern immer Zusammenspiel mehrerer Lesarten ANSWER 1500 1600 1700 1800 1900 Psychologisch Liebe und Leidenschaft als . Konflikt zwischen Politisch • Kritik an • Politik als Politisch . Kritik an tyrannischer Machtpolitik . Politik als Sphäre der Intrigen keine Allgemeingültigkeit nur eines Deutungsansatzes, sondern immer Zusammenspiel mehrerer Lesarten Psychologisch Liebe und Leidenschaft als trei- bende Kräfte im Menschen • Vielschichtigkeit der Figuren Konflikt zwischen den Hauptfigu- ren auch als persönlicher Konflikt Soziologisch Verfestigung In einer zeitgenössi- schen Besprechung des Stücks wurde die Abendmahlszene (V, 7) als blasphe- misch verurteilt, weil ein religiöses Ritual ausführlich theatra- lisch inszeniert wurde. Rollenkonflikt: . Kritik am In einer zeitgenössi- schen Besprechung des Stücks wurde die Abendmahlszene (V, 7) als blasphe- misch verurteilt, weil ein religiöses Ritual ausführlich theatra- lisch inszeniert wurde. Soziologisch •...

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Verfestigung traditionel- ler Weiblichkeitsbilder Rollenkonflikt: Frauen- vs. Herrscherrolle . Kritik am Patriarchalismus Auf einen Blick Tragödie mit Zügen eines Ideen- dramas und eines Ge- schichtsdramas I. Akt 3 1. Akt Exposition Vorstellen der Figuren, der Vorgeschichte und des Hauptkonflikts (Konkurrenz der Königinnen und drohende Hinrichtung) (Fotheringhay) Maria Stuart ,,Maria Stuart" II. Akt 2 ausgefeilte Rhetorik (u. a. Metaphorik) hoher Stil hoher Anspruch Auf einen Blick klassisches Tragödie mit Zügen eines Ideen- dramas und eines Ge- schichtsdramas Königinnen (Palast von Westminster) ANSWER II. Akt Steigende Handlung Zuspitzung: Elisabeths Mordauftrag an Mortimer und Anbah- nung des Treffens der III. Akt 2 ,Maria Stuart" hoher Stil hoher Anspruch Blankvers Sprache und Stil Dauer der Handlung: 3 Tage ausgefeilte Rhetorik (u. a. Metaphorik) teilweise Umsetzung der drei Einheiten III. Akt Peripetie Drama v. Friedrich Schiller Bertolt Brecht pa- * rodierte fast 150 Jahre nach der Ur- aufführung von ,,Maria Stuart" das zentrale Treffen der beiden Königinnen, und zwar als „Streit der Fischweiber" - nicht gerade ehr- furchtsvoll. Scheitern des Treffens der Königinnen und des Attentats Blankvers IV. Akt Antilaben Dynamisierung 2 IV. Akt Fallende Handlung Entwicklung hin zu Marias Hinrichtung: Scheitern Mortimers, (Fotheringhay) Unterzeichnung des Todesurteils (Fotheringhay) Sprache und Stil einheitliche Sprechweise - Verallgemeinerung teilweise Umsetzung der drei Einheiten Bertolt Brecht pa- rodierte fast 150 Jahre nach der Ur- aufführung von ,,Maria Stuart" das zentrale Treffen der beiden Königinnen, und zwar als „Streit der Fischweiber" - nicht gerade ehr- furchtsvoll. Dauer der Handlung: 3 Tage V. Akt Antilaben - Dynamisierung einheitliche Sprechweise Verallgemeinerung 1 V. Akt Katastrophe Marias Hinrichtung (Fotheringhay) Maria Stuart Inhalt Vorgeschichte 2 QUESTION Schottland • Vertreibung Maria Stuarts (= schottische Königin) aus ihrem Land (1568), weil sie verdächtigt wird, am Mord an ihrem Ehemann mitgewirkt zu haben → Exil in England, wo sie sich Schutz durch die englische Königin Elisabeth I. erhofft • Gefangennahme Marias durch die englische Königin wegen deren Angst vor möglichen Thronansprüchen Marias → 19-jährige Gefangenschaft und Prozess gegen Maria ANSWER Maria Stuart Inhalt 1. Aufaug Expositon 4 QUESTION Erster bis vierter Auftritt (Schloss Fotheringhay) • Marias Amme Kennedy im Streit mit Marias Bewacher Paulet, der Marias Gemächer durchsucht • Marias Bitte an Paulet, Elisabeth einen Brief zu geben, in dem sie diese um ein Treffen ersucht • Schuld-/Reuebekenntnis Marias gegenüber Kennedy hinsichtlich der Ermordung ihres Gatten Fünfter bis achter Auftritt (Schloss Fotheringhay) • Mortimers (Paulets Neffe) Bekenntnis zu Maria → er offenbart seinen Befreiungsplan • Disput zwischen Maria und Elisabeths Großschatzmeister Burleigh (der die Nachricht vom Todesurteil übermitteln will) über die Rechtmäßigkeit des Gerichts/des Prozesses • Paulets Absage an Burleigh, der ihm nahelegt, Maria zu vergiften ANSWER Maria Stuart Inhalt 2. Aufzug stegende Handlung 5 QUESTION Erster bis sechster Auftritt (Palast von Westminster) • Elisabeths Verhandlung mit französischen Gesandten: sie zögert, eine eheliche Verbindung mit französischem Thronfolger einzugehen, übergibt dann aber als positives Zeichen einen Ring • Gespräch Elisabeths mit ihren Beratern Burleigh, Talbot und Leicester über Marias Schicksal • Elisabeths Lektüre von Marias Brief, der sie rührt: Überlegung, sich mit Maria zu treffen (falsches) Bekenntnis Mortimers zu Elisabeth → Auftrag Elisabeths an Mortimer, Maria zu töten → Zusage Mortimers, der jedoch fest entschlossen ist, Elisabeth zu verraten ANSWER Siebenter bis neunter Auftritt (Palast von Westminster) • Leicesters Eingeständnis gegenüber Mortimer, etwas für Maria zu empfinden und es leid zu sein, um Elisabeth zu werben - aber keine Bereitschaft zu einer gewaltsamen Befreiung Marias • Einflussnahme Leicesters auf Elisabeth, die schließlich einem Treffen mit Maria zustimmt Maria Stuart QUESTION Inhalt 3. Aurug Höhepunkt 4 Erster bis sechster Auftritt (Park beim Schloss Fotheringhay) • Treffen zwischen der zunächst unterwürfigen Maria und der überheblichen Elisabeth → zu- nehmende Eskalation des Gesprächs, an dessen Ende Maria ihren Thronanspruch verkündet • Mortimers übermäßige Gefühle für Maria → (auch körperliche) Zudringlichkeit/Übergriffigkeit Siebenter und achter Auftritt (Schloss Fotheringhay) • Paulets (fälschliche) Mitteilung an Mortimer, dass Elisabeth ermordet worden sei • Nachricht an Mortimer, das Attentat eines Mitverschwörers auf Elisabeth sei nicht geglückt und eine Flucht dringend nötig → Mortimers Entschluss, trotzdem die Rettung Marias zu versuchen ANSWER Maria Stuart Inhalt 4. Aufzug fallende Handlung QUESTION 5 Erster bis vierter Auftritt (Palast von Westminster) • Attentäter = Franzose → Beendigung der diplomatischen Beziehungen zu Frankreich • Burleighs Verdacht, Leicester arbeite gegen Elisabeth - Leicester will den Verdacht entkräften • Mortimers Nachricht an Leicester, Burleigh habe einen verdächtigen Brief Marias an Leicester gefunden - Mortimers Suizid nach Gefangennahme durch Leicester, der sich selbst retten will Fünfter bis zwölfter Auftritt (Zimmer der Königin im Palast von Westminster) • Bestürzung Elisabeths wegen des Briefs →Beschwichtigung Elisabeths durch Leicester: er habe sich nur zum Schein auf Maria eingelassen, um die Befreiungspläne hintertreiben zu können - was mit Mortimers Festnahme auch gelungen sei • Unterzeichnung des Todesurteils durch Elisabeth nach langem Ringen um eine Entschei- dung → Versuch, Staatssekretär Davison die Verantwortung für die Vollstreckung zuzuschieben • Burleigh bemächtigt sich des unterschriebenen Todesurteils ANSWER Maria Stuart Inhalt 5. Aufzug katastrophe 5 QUESTION Erster bis zehnter Auftritt (Schloss Fotheringhay) • Todesurteil → Trauer der Bediensteten von Maria, die selbst aber gefasst zu sein scheint • würdevoller Abschied Marias, die den Tod als Befreiung ansieht, von ihren Bediensteten • Marias Beichte gegenüber ihrem Vertrauten Melvil, der zum Priester geweiht worden ist: Bitte um Vergebung für ihren Hass auf Elisabeth, für ihre Liebe zu Leicester und für den Mord am Ehemann - Erklärung, sich nie gegen Elisabeth verschworen zu haben • Marias letzte Worte an Leicester über seinen Liebesverrat • Leicester Ohnmacht, als er die Hinrichtung mitanhört Elfter bis letzter Auftritt (Zimmer der Königin im Palast von Westminster) • Talbots Bericht an Elisabeth, Kurl habe gestanden, falsches Zeugnis gegeben zu haben → Elisabeths Anordnung, den Fall neu zu untersuchen (obwohl sie ahnt, dass Urteil vollstreckt ist) • Elisabeths Versuch, Davison die Schuld für die Vollstreckung zu geben ANSWER ● • Burleighs Mitteilung an Elisabeth, dass das Urteil vollstreckt sei → Verbannung Burleighs, Gefangennahme Davisons, Rücktritt Talbots, Leicesters Flucht → Elisabeth bleibt allein zurück Maria Stuart Aufbau & Struktur 4 QUESTION 5 Akte des 1800 uraufgeführten Trauerspiels (zwischen 8 und 15 Auftritte pro Akt) • Entsprechung zum Pyramiden-Schema von Gustav Freytag: - Exposition (I. Aufzug): Vorstellung der Hauptfiguren, der Vorgeschichte und des Haupt- konflikts (= die Konkurrenz zwischen Maria und Elisabeth und die drohende Hinrichtung) - steigende Handlung (II. Aufzug): Zuspitzung → Auftreten Elisabeths, ihr Mordauftrag an Mortimer, Anbahnung eines Treffens mit Maria - Peripetie bzw. Höhe-/Wendepunkt (III. Aufzug): Treffen der Kontrahentinnen Elisabeth und Maria → keine Aussicht mehr auf eine „gütliche“ Lösung; außerdem Scheitern des Attentats (tragisches Moment: Scheitern des Treffens durch übermäßigen Stolz der Figuren) - fallende Handlung (IV. Aufzug): Entwicklung hin zur Katastrophe → Scheitern Mortimers, Unterzeichnung des Todesurteils (retardierendes Moment: Elisabeths Zögern) - Katastrophe (V. Aufzug): Hinrichtung Marias, Isolation Elisabeths Symmetrie der Handlung-dritter Akt als Spiegelachse - Handlungsorte: Fotheringhay | Westminster | Fotheringhay | Westminster | Fotheringhay - im Mittelpunkt stehende Figuren: Maria | Elisabeth | Maria und Elisabeth | Elisabeth | Maria teilweise Umsetzung der drei Einheiten nach Aristoteles: - Umsetzung der Einheit der Handlung: keine Nebenhandlungen, strikte Ausrichtung der Handlung auf den Hauptkonflikt - keine strikte Umsetzung der Einheit des Ortes: zwei Handlungsorte (Schloss von Fotheringhay und Palast von Westminster) - zumindest Nähe zur Einheit der Zeit: Handlungsdauer von drei Tagen (1. Tag: 1. Aufzug: 2. Tag: II. bis IV. Aufzug; 3. Tag: V. Aufzug) Nebentext: v. a. Regieanweisungen zum Verhalten der Figuren Maria Stuart Sprache & Shl QUESTION 6 Blankvers (fünfhebiger Jambus, kein Reim) als vorherrschendes Versmaß • immer wieder Antilaben (Aufteilung eines Verses auf zwei Sprecher) und Stichomythien (Wechsel des Sprechers nach jedem Vers) → Mittel der Dynamisierung viele Enjambements → Auflockerung des rhythmisierten Sprechflusses künstliches Sprechen, hoher Stil → Widerspiegelung des inhaltlich hohen Anspruchs (außer- dem Zeichen für Schillers Hinwendung zur Klassizität) und der Gewichtigkeit des Inhalts • Schillers Ziel, durch die einheitliche Sprechweise ,,etwas Allgemeines, rein Menschliches" hinter dem ,,Charakteristisch-Verschiedenen" besser sichtbar zu machen Sprache oft als Mittel der Manipulation (z. B. als Mortimer Elisabeth in II, 5 beeinflusst) ● ausgefeilte Rhetorik - beispielsweise: - ausgeprägte Metaphorik (z. B.: ,,Kein Bündnis ist mit dem Gezücht der Schlangen.")→ oft Mittel der Bewertung und der Beeinflussung - Ausrufe, oft in Verbindung mit Ellipsen (z. B.: ,,Hinweg, hinweg/Von diesem unglücksel'gen Ort!")→ meist Ausdruck starker innerer Bewegung, die die Dramatik des Geschehens widerspiegelt - Antithesen (z. B.: ,,Du warst die Königin, sie der Verbrecher.") → oft Mittel klarer Positionie- rung - sinnspruchhafte Formulierungen (z. B.: ,,Was man nicht aufgibt, hat man nie verloren.") → meist Ausdruck verallgemeinernder Rede, die über den konkreten Gegenstandsbezug hinausweist - Alliterationen (z. B.: ,,ich hab' es nicht / Verheimlicht und verborgen") →→ oft Steigerung der Emotionalität der Rede Personifikationen und Apostrophen (z. B.: ,,Fahr hin, ohnmächt'ger Stolz der edeln Seele!") → Intensivierung der Rede, gerade auch im Hinblick auf abstrakte Konzepte (die personifiziert bzw. in der Apostrophe angesprochen werden) Maria Stuart Literarische Form QUESTION 3 ● Tragödie (= Trauerspiel) - Form und Aufbau des Dramas typisch für Tragödien - Maria insofern als tragische Figur, als sie ,,schuldig" (z. B. Mord am Ehemann, Stolz gegen- über Elisabeth) und ,,unschuldig" (z. B. keine Verschwörung gegen Elisabeth, Opfer einer Intrige) ist - Schillers Wirkungsziel mit der Maria Stuart-Tragödie: zwar Rührung angesichts des Schicksals seiner Titelfigur, aber nicht so weit, dass der Zuschauer davon überwältigt wird ● geschlossene Form: eine Haupthandlung, stringente Verknüpfung der Teile, kaum Ortswechsel und Zeitsprünge, einheitliche Sprache ANSWER sowohl Aspekte eines Geschichtsdramas als auch eines Ideendramas: - Geschichtsdrama: Stützung auf historische Fakten und Deutung der Geschichte durch das Drama - dabei aber auch ,,Verstöße" gegen die Fakten (z. B. Verjüngung der Kontrahentinnen, Erfindung eines Treffens der beiden) - Ideendrama: Hebung des Historischen ins Allgemeine → u. a. Veranschaulichung von Schillers philosophischem Konzept der Erhabenheit Maria Stuart Deutungsansätze Psychologische rese art QUESTION 3 ● Maria als vielschichtige Figur mit Leidenschaft und Vernunft: - ihre Emotionen (beim Treffen mit Elisabeth) als Verhängnis - Gewinnung von Abgeklärtheit und Gelassenheit vor ihrer Hinrichtung - Achtung: Diese Entwicklung wird nicht ,,auf die Bühne gebracht" und insofern auch nicht psychologisch glaub- haft gemacht, sie wird mit dem fünften Akt gesetzt → offenbar stärkeres Interesse Schillers für das philosophische Konzept der Erhabenheit (s. u.) als für psychologische Plausibilität - Halt gebender katholischer Glaube Elisabeth als vielschichtige Figur, die nach außen stark wirken will, aber sehr von Zweifeln ge- prägt ist, was ihr politisches Handeln angeht - dabei großer Einfluss von negativen Emotionen ● Konflikt zwischen Maria und Elisabeth auch als persönlicher Konflikt: Maria mit ihrer Attraktivität als Gegensatz zur gefühlskalt wirkenden Elisabeth, die Maria um ihre Sinnlichkeit beneidet Liebe und Leidenschaft als treibende Kräfte im Menschen- u. a. auch bei Mortimer ANSWER Maria Stuart Deutungsansätze Politische Leseart QUESTION 4 ● Kritik an tyrannischer Machtpolitik: - Einfluss der Obrigkeit auf Marias Prozess und machtpolitische Manipulation des Prozesses - Aufträge, Maria zu ermorden →ggf. konstitutionelle Monarchie (mit echter Gewaltenteilung) als Lösung Appell an die Verantwortlichkeit des Einzelnen in der Politik (z. B. durch die Darstellung Elisabeths, die für den Tod Marias keine Verantwortung übernehmen will) ANSWER • Politik als Sphäre der Verstellung und der Intrigen ● Ehe-Allianzen zwischen Königsfamilien als Mittel des Herrschaftsausbaus bzw. der Herrschafts- sicherung → Unterordnung privater/individueller Interessen ● Religion als (macht)politischer Faktor: katholische Maria Stuart als Bedrohung für protestantisches England, wenn sie auf den Thron käme →→ Angst vor Rekatholisierung Maria Stuart Deutungsansätze soziologische researt QUESTION 2 ●feministische Lesart: Festschreibung von traditionellen Weiblichkeitsbildern → Maria mit ihrer Sinnlichkeit, Schönheit und Begehrtheit als Verkörperung des ,,Weiblichen"; Elisabeth als ,,unweibliche" Frau ● Rollenkonflikt der Frauenfiguren (insbesondere Elisabeth) zwischen Frauen- und Herrscherrolle • Kritik am Patriarchalismus: Scheitern der Frauenfiguren auch als Folge der patriarchalen Verhältnisse und Normen (u. a. was die Frage angeht, wie geherrscht werden soll) • Verhältnis von Volk und Herrschaft: Einfluss des Volks auf die Politik jenseits demokratischer Strukturen → Stimmung des Volks mit Auswirkungen auf Elisabeths Handlungen ANSWER