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Meine Aufgabe ist es, eine Replik aus dem Drama „Maria Stuart" von Friedrich Schiller zu
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Eine Monologinterpretation zu Maria Stuart. Bewertung: 13 Punkte (1-) Einige Fehler habe ich schon behoben, der Rest ist markiert :)

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MONOLOGINTERPRETATION Meine Aufgabe ist es, eine Replik aus dem Drama „Maria Stuart" von Friedrich Schiller zu interpretieren. Friedrich Schiller war ein berühmter deutscher Dichter, welcher im Jahre 1801 sein Drama „Maria Stuart", mehr als 10 Monate nach der Uraufführung im Weimarer Hoftheater, bei Cotta in Tübingen veröffentlichte. In Schillers Drama lassen sich die typischen Merkmale der Klassik wiederfinden, weshalb ich darauf schließe, dass man das Drama in die Klassik einordnen kann. Im Allgemeinen handelt das Drama von den letzten drei Tagen der ehemaligen schottischen Königin Maria Stuart, welche in England von Königin Elisabeth gefangen gehalten wird. Im Folgenden werde ich Talbots Replik, welche ich anschließend interpretieren werde, in das Drama einordnen. Talbots Vergleich der beiden Hauptpersonen im Drama ist in der dritten Szene des zweiten Aktes zu lesen. Im ersten Akt des Dramas stellt die Handlung Maria dar. Dort werden Hintergrundinformationen zu ihren Lebensumständen gegeben. Auch wird deutlich, dass ein nach außen hin auf Elisabeths Seite Stehender, welcher auf den Namen Mortimer hört, eigentlich für die Befreiung Marias kämpft. Auch vorverkündet dieser der schottischen Königin ihr Todesurteil. Diese ist nicht überrascht, überreicht ihm jedoch einen Brief an Leicester, nachdem Mortimer ihr seine Fluchtpläne eröffnet. Im zweiten Akt erfährt der Leser Informationen über Elisabeth. In den ersten beiden Szenen wird die Brautwerbung um Königin Elisabeth thematisiert, während in der...

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dritten Szene die Schuld oder Unschuld der Maria diskutiert wird. Hauptakteure der dritten Szene des zweiten Aktes sind dabei Königin Elisabeth, Robert Dudley, Georg Talbot und Wilhelm Cecil. Der Monolog lässt sich in zwei Sinnabschnitte aufteilen. Im ersten Sinnabschnitt werden die ehemaligen Lebensumstände der Elisabeth dargelegt (V.1377-1387). Im zweiten Sinnabschnitt hingegen wird der Werdegang der Maria dargestellt (1388 - 1397). Nun werde ich diesen Monolog hinsichtlich der Art, wie Talbot die früheren Lebensbedingungen der beiden Königinnen beschreibt und welche Auswirkungen diese auf die Herrscherinnen haben, interpretieren. Die Replik Talbots hat mehrere Funktionen in der Handlung des Dramas. Das ist unter anderem die expositorische Funktion, wodurch Lebensumstände der Elisabeth dargestellt wird. Auch äußert sich Talbot hier zu den früheren Lebensumständen der Elisabeth, als er sagt: „Dir war das Unglück eine strenge Schule." (V. 1377) Er drückt aus, wie streng Elisabeth erzogen wurde und dass sich diese Erziehung auf das Ziel, Elisabeth wird eines Tages die Königin von England, bezieht. Im weiteren Verlauf werden auch die Lebensumstände und der Werdegang der Maria dargestellt, wobei Maria am Hof von Frankreich erzogen wurde und deshalb nur die guten Seiten des Herrschens kennt. Dies verdeutlich vor allem die Personifikation: „Vernahm sie nie der Wahrheit ernste Stimme." (V. 1392) Des Weiteren wird so der zentrale Konflikt des Dramas aufgebaut, indem Talbot den starken Kontrast zwischen den beiden Königinnen darstellt. Talbot beschreibt Elisabeths Werdegang dabei als düster und wenig freudvoll, während er bei Maria die Feiern und den Glanz hervorhebt. Talbot selbst befindet sich in diesem Moment in einer höchst prekären Situation: Er ist ein Vertrauter Elisabeths und ein langjähriger, loyaler Berater dieser. Auf der anderen Seite Lea Kanis Ausdruck/ Inhalt Lea Kanis Ausdruck/ Zusammenhang ungenau + erläuterungsbedürftig versucht er Elisabeth von Marias Unschuld zu überzeugen, da er ein langjähriger Hüter der Maria war. Er vertritt dabei die Meinung, Maria müsse milder verurteilt werden, aufgrund ihrer Unerfahrenheit, welche er im folgenden Vers verdeutlicht: „Ward sie verpflanzt nach Frankreich, an den Hof/ Des Leichtsinns, der gedankenlosen Freude./ Dort in der Feste ew.ger Trunkenheit/ Vernahm sie nie der Wahrheit ernste Stimme.“ (V. 1389ff.) Maria wurde in Glanz und Feiern aufgezogen und kennt deshalb nicht die Strenge, die Elisabeth erfuhr. Er wirbt so um Elisabeths Verständnis und ihr Mitleid. Vor allem im ersten Sinnabschnitt hebt Talbot Elisabeths schweren Werdegang und ihre inneren Werte hervor, während er bei Maria vorzugsweise auf ihre äußere Schönheit eingeht. Er betont, dass Elisabeths harte Kindheit, ,wo [sie vom] gnädige[n] Vater dieses Landes/ Zur ersten Pflicht durch Trübsal [...]" (V.1382f.) aufgezogen wurde, maßgeblich ihre heutige Persönlichkeit, welche sehr streng und hart scheint, geprägt hat. Es erweckt den Anschein, dass Talbot Elisabeth bremsen wolle, mit dem Argument, sie sehe es so streng, weil sie so streng und freudlos erzogen wurde. Maria jedoch wird von ihm auch mit Hyperbeln wie: „Sie überstrahlte blühend alle Weiber," (V. 1396), beschrieben, wobei er vorzüglich auf die Äußerlichkeiten der Maria eingeht. Dabei wird aus seinen Ausführungen ersichtlich, dass Maria sehr oberflächlich und geblendet „[...] von der Laster Glanz" (V. 1393) erzogen wurde. Dies prägte maßgeblich ihre heutige Persönlichkeit, welche auch sehr oberflächlich und verantwortungslos scheint. Auch verdeutlicht er, dass Maria nie die schlechten und harten Seiten des Herrschens erfahren hat, sondern immer durch ihre Schönheit und Stellung überzeugen konnte. Die Ellipse „Und durch Gestalt nicht minder als Geburt -(V. 1397) beendet den Monolog Talbots, da Elisabeth ihn forsch unterbricht. Der Grund dafür liegt in der vorhergehenden Zeile, in der Talbot Marias Schönheit mit den Worten: „Sie überstrahlte blühend alle Weiber," (V. 1396), beschreibt. In der nachfolgenden Replik wird deutlich, dass Elisabeth nicht von Marias Unschuld überzeugt, sondern der Meinung ist, Maria habe Talbot mit ihrem weiblichen Charme um den Finger gewickelt. So hat der Monolog kein Ergebnis und Talbot hat nichts erreicht, da Elisabeth sofort von der Schönheit der schottischen Königin ablenkt Nun werde ich die nachfolgenden Geschehnisse des Dramas kurz wiedergeben. In der nächsten Szene beauftragt Elisabeth Mortimer, den Meuchelmord an Maria zu begehen. Im weiteren Verlauf des Dramas eröffnet Mortimer Leicester seine Fluchtpläne für die Maria. Den Höhepunkt des Dramas bildet im dritten Akt die Begegnung zwischen Maria und Elisabeth, welche nicht friedlich verläuft. Nachdem Leicester das Treffen der beiden Königinnen organisiert hat, fliegt er bei Burleigh auf. Um von sich abzulenken, verrät er Mortimer an die Wachen, wobei sich Mortimer ermordet. Völlig aufgebracht von den Ereignissen unterschreibt Elisabeth wütend das Todesurteil der Maria und wälzt die Verantwortung dafür an den Staatssekretär Davison ab. Dieser ist völlig überfordert und überlässt das Todesurteil Burleigh, welcher es so gleich vollstrecken lässt, da er von Anfang an für die Hinrichtung der Maria war. Im fünften und letzten Akt ordnet Elisabeth jedoch noch einmal die Prüfung der Aussagen gegen Maria an. Während Elisabeth auf die Nachricht wartet, wird Maria hingerichtet. Diese ist vor ihrer Hinrichtung völlig gefasst, verliest ihr Testament und wird daraufhin zu ihrer Vollstreckung geleitet. Zeitgleich erreicht Elisabeth die Nachricht, dass ein Zeuge eine Falschaussage gemacht habe. Die Königin verlangt das Todesurteil zurück und erfährt sogleich, dass dieses bereits vollstreckt wurde. Elisabeth ist völlig aufgebracht, doch zugleich werden ihr weitere schlechte Nachrichten verkündet. Leicester habe sich nach Frankreich abgesetzt, Burleigh wird von Elisabeth verbannt und ihr Lea Kanis Begründung ungenau Lea Kanis Beleg fehlt Lea Kanis Erläuterungsbedürftig Lea Kanis Falsches Stilmittel Lea Kanis Inhalt ungenau treuster Berater Talbot wolle in Rente gehen. Am Ende der Handlung ist Elisabeth also völlig allein. Zusammenfassend ist zu sagen, dass Talbot die früheren Lebensbedingungen der Frauen sehr unterschiedlich verdeutlicht. Bei Elisabeth geht er vor allem auf die strenge Erziehung und die inneren, strikten Werte und Einstellungen ein, während er bei Maria nur Äußerlichkeiten beschreibt und ihre lockere und glänzende Erziehung betont. Des Weiteren verdeutlicht er so die unterschiedlichen Persönlichkeiten der Königinnen. Er beschreibt Elisabeths Persönlichkeit immer wieder als streng, hart und traurig, während er bei der schottischen Königin den Glanz und die Feiern sowie ihre Schönheit betont, wodurch deutlich wird, dass er Marias Persönlichkeit als angenehmer und auch fröhlicher und herzlicher empfindet. Talbot versucht in seinem Monolog Elisabeth von Marias Unschuld, oder zumindest davon zu überzeugen, dass diese milder verurteilt werden sollte, aufgrund ihrer Unerfahrenheit und dem Fakt, dass Elisabeth viel strenger erzogen wurde. Die Loyalität Talbots gegenüber Maria wirkt sich jedoch nicht positiv auf Elisabeths Entscheidung über Marias Leben aus. Elisabeth ist nach dem Abbruch des Monologes so aufgebracht, dass sie Mortimer beauftragt, Maria zu töten. Insgesamt ist also dieser Monolog auch ein Grund für die übereilte Hinrichtung der Maria Stuart. Kommentar der Lehrerin: Achte darauf, die Deutung der Replik erkennbar von weiterführenden Deutungen aus dem Dramenkontext abzugrenzen. Dezente Reserven im Gebrauch der Fachsprache sollten lösbar sein, so dass auch der Inhalt in beeinträchtigt wird. 1 Rechtschreibung, Grammatik, Zeichensetzung und Modus Fehler habe ich bereits behoben. Lea Kanis Inhalt ungenau Lea Kanis Beleg fehlt Lea Kanis Inhalt? Lea Kanis Begründung fehlt

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So ein schöner Lernzettel 😍😍 super nützlich und hilfreich!

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dritten Szene die Schuld oder Unschuld der Maria diskutiert wird. Hauptakteure der dritten Szene des zweiten Aktes sind dabei Königin Elisabeth, Robert Dudley, Georg Talbot und Wilhelm Cecil. Der Monolog lässt sich in zwei Sinnabschnitte aufteilen. Im ersten Sinnabschnitt werden die ehemaligen Lebensumstände der Elisabeth dargelegt (V.1377-1387). Im zweiten Sinnabschnitt hingegen wird der Werdegang der Maria dargestellt (1388 - 1397). Nun werde ich diesen Monolog hinsichtlich der Art, wie Talbot die früheren Lebensbedingungen der beiden Königinnen beschreibt und welche Auswirkungen diese auf die Herrscherinnen haben, interpretieren. Die Replik Talbots hat mehrere Funktionen in der Handlung des Dramas. Das ist unter anderem die expositorische Funktion, wodurch Lebensumstände der Elisabeth dargestellt wird. Auch äußert sich Talbot hier zu den früheren Lebensumständen der Elisabeth, als er sagt: „Dir war das Unglück eine strenge Schule." (V. 1377) Er drückt aus, wie streng Elisabeth erzogen wurde und dass sich diese Erziehung auf das Ziel, Elisabeth wird eines Tages die Königin von England, bezieht. Im weiteren Verlauf werden auch die Lebensumstände und der Werdegang der Maria dargestellt, wobei Maria am Hof von Frankreich erzogen wurde und deshalb nur die guten Seiten des Herrschens kennt. Dies verdeutlich vor allem die Personifikation: „Vernahm sie nie der Wahrheit ernste Stimme." (V. 1392) Des Weiteren wird so der zentrale Konflikt des Dramas aufgebaut, indem Talbot den starken Kontrast zwischen den beiden Königinnen darstellt. Talbot beschreibt Elisabeths Werdegang dabei als düster und wenig freudvoll, während er bei Maria die Feiern und den Glanz hervorhebt. Talbot selbst befindet sich in diesem Moment in einer höchst prekären Situation: Er ist ein Vertrauter Elisabeths und ein langjähriger, loyaler Berater dieser. Auf der anderen Seite Lea Kanis Ausdruck/ Inhalt Lea Kanis Ausdruck/ Zusammenhang ungenau + erläuterungsbedürftig versucht er Elisabeth von Marias Unschuld zu überzeugen, da er ein langjähriger Hüter der Maria war. Er vertritt dabei die Meinung, Maria müsse milder verurteilt werden, aufgrund ihrer Unerfahrenheit, welche er im folgenden Vers verdeutlicht: „Ward sie verpflanzt nach Frankreich, an den Hof/ Des Leichtsinns, der gedankenlosen Freude./ Dort in der Feste ew.ger Trunkenheit/ Vernahm sie nie der Wahrheit ernste Stimme.“ (V. 1389ff.) Maria wurde in Glanz und Feiern aufgezogen und kennt deshalb nicht die Strenge, die Elisabeth erfuhr. Er wirbt so um Elisabeths Verständnis und ihr Mitleid. Vor allem im ersten Sinnabschnitt hebt Talbot Elisabeths schweren Werdegang und ihre inneren Werte hervor, während er bei Maria vorzugsweise auf ihre äußere Schönheit eingeht. Er betont, dass Elisabeths harte Kindheit, ,wo [sie vom] gnädige[n] Vater dieses Landes/ Zur ersten Pflicht durch Trübsal [...]" (V.1382f.) aufgezogen wurde, maßgeblich ihre heutige Persönlichkeit, welche sehr streng und hart scheint, geprägt hat. Es erweckt den Anschein, dass Talbot Elisabeth bremsen wolle, mit dem Argument, sie sehe es so streng, weil sie so streng und freudlos erzogen wurde. Maria jedoch wird von ihm auch mit Hyperbeln wie: „Sie überstrahlte blühend alle Weiber," (V. 1396), beschrieben, wobei er vorzüglich auf die Äußerlichkeiten der Maria eingeht. Dabei wird aus seinen Ausführungen ersichtlich, dass Maria sehr oberflächlich und geblendet „[...] von der Laster Glanz" (V. 1393) erzogen wurde. Dies prägte maßgeblich ihre heutige Persönlichkeit, welche auch sehr oberflächlich und verantwortungslos scheint. Auch verdeutlicht er, dass Maria nie die schlechten und harten Seiten des Herrschens erfahren hat, sondern immer durch ihre Schönheit und Stellung überzeugen konnte. Die Ellipse „Und durch Gestalt nicht minder als Geburt -(V. 1397) beendet den Monolog Talbots, da Elisabeth ihn forsch unterbricht. Der Grund dafür liegt in der vorhergehenden Zeile, in der Talbot Marias Schönheit mit den Worten: „Sie überstrahlte blühend alle Weiber," (V. 1396), beschreibt. In der nachfolgenden Replik wird deutlich, dass Elisabeth nicht von Marias Unschuld überzeugt, sondern der Meinung ist, Maria habe Talbot mit ihrem weiblichen Charme um den Finger gewickelt. So hat der Monolog kein Ergebnis und Talbot hat nichts erreicht, da Elisabeth sofort von der Schönheit der schottischen Königin ablenkt Nun werde ich die nachfolgenden Geschehnisse des Dramas kurz wiedergeben. In der nächsten Szene beauftragt Elisabeth Mortimer, den Meuchelmord an Maria zu begehen. Im weiteren Verlauf des Dramas eröffnet Mortimer Leicester seine Fluchtpläne für die Maria. Den Höhepunkt des Dramas bildet im dritten Akt die Begegnung zwischen Maria und Elisabeth, welche nicht friedlich verläuft. Nachdem Leicester das Treffen der beiden Königinnen organisiert hat, fliegt er bei Burleigh auf. Um von sich abzulenken, verrät er Mortimer an die Wachen, wobei sich Mortimer ermordet. Völlig aufgebracht von den Ereignissen unterschreibt Elisabeth wütend das Todesurteil der Maria und wälzt die Verantwortung dafür an den Staatssekretär Davison ab. Dieser ist völlig überfordert und überlässt das Todesurteil Burleigh, welcher es so gleich vollstrecken lässt, da er von Anfang an für die Hinrichtung der Maria war. Im fünften und letzten Akt ordnet Elisabeth jedoch noch einmal die Prüfung der Aussagen gegen Maria an. Während Elisabeth auf die Nachricht wartet, wird Maria hingerichtet. Diese ist vor ihrer Hinrichtung völlig gefasst, verliest ihr Testament und wird daraufhin zu ihrer Vollstreckung geleitet. Zeitgleich erreicht Elisabeth die Nachricht, dass ein Zeuge eine Falschaussage gemacht habe. Die Königin verlangt das Todesurteil zurück und erfährt sogleich, dass dieses bereits vollstreckt wurde. Elisabeth ist völlig aufgebracht, doch zugleich werden ihr weitere schlechte Nachrichten verkündet. Leicester habe sich nach Frankreich abgesetzt, Burleigh wird von Elisabeth verbannt und ihr Lea Kanis Begründung ungenau Lea Kanis Beleg fehlt Lea Kanis Erläuterungsbedürftig Lea Kanis Falsches Stilmittel Lea Kanis Inhalt ungenau treuster Berater Talbot wolle in Rente gehen. Am Ende der Handlung ist Elisabeth also völlig allein. Zusammenfassend ist zu sagen, dass Talbot die früheren Lebensbedingungen der Frauen sehr unterschiedlich verdeutlicht. Bei Elisabeth geht er vor allem auf die strenge Erziehung und die inneren, strikten Werte und Einstellungen ein, während er bei Maria nur Äußerlichkeiten beschreibt und ihre lockere und glänzende Erziehung betont. Des Weiteren verdeutlicht er so die unterschiedlichen Persönlichkeiten der Königinnen. Er beschreibt Elisabeths Persönlichkeit immer wieder als streng, hart und traurig, während er bei der schottischen Königin den Glanz und die Feiern sowie ihre Schönheit betont, wodurch deutlich wird, dass er Marias Persönlichkeit als angenehmer und auch fröhlicher und herzlicher empfindet. Talbot versucht in seinem Monolog Elisabeth von Marias Unschuld, oder zumindest davon zu überzeugen, dass diese milder verurteilt werden sollte, aufgrund ihrer Unerfahrenheit und dem Fakt, dass Elisabeth viel strenger erzogen wurde. Die Loyalität Talbots gegenüber Maria wirkt sich jedoch nicht positiv auf Elisabeths Entscheidung über Marias Leben aus. Elisabeth ist nach dem Abbruch des Monologes so aufgebracht, dass sie Mortimer beauftragt, Maria zu töten. Insgesamt ist also dieser Monolog auch ein Grund für die übereilte Hinrichtung der Maria Stuart. Kommentar der Lehrerin: Achte darauf, die Deutung der Replik erkennbar von weiterführenden Deutungen aus dem Dramenkontext abzugrenzen. Dezente Reserven im Gebrauch der Fachsprache sollten lösbar sein, so dass auch der Inhalt in beeinträchtigt wird. 1 Rechtschreibung, Grammatik, Zeichensetzung und Modus Fehler habe ich bereits behoben. Lea Kanis Inhalt ungenau Lea Kanis Beleg fehlt Lea Kanis Inhalt? Lea Kanis Begründung fehlt