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Nathan der Weise Abiturzusammenfassung

15.4.2022

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Nathan der Weise
ALLGEMEINES/ GRUNDDATEN
Autor: Gotthold Ephraim Lessing
o Jahr der Veröffentlichung: 1779
o Textsorte: Drama (Dramatisches
Nathan der Weise
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Autor: Gotthold Ephraim Lessing
o Jahr der Veröffentlichung: 1779
o Textsorte: Drama (Dramatisches
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o Jahr der Veröffentlichung: 1779
o Textsorte: Drama (Dramatisches
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o Jahr der Veröffentlichung: 1779
o Textsorte: Drama (Dramatisches
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o Jahr der Veröffentlichung: 1779
o Textsorte: Drama (Dramatisches
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o Jahr der Veröffentlichung: 1779
o Textsorte: Drama (Dramatisches
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o Jahr der Veröffentlichung: 1779
o Textsorte: Drama (Dramatisches
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o Jahr der Veröffentlichung: 1779
o Textsorte: Drama (Dramatisches
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Autor: Gotthold Ephraim Lessing
o Jahr der Veröffentlichung: 1779
o Textsorte: Drama (Dramatisches
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Autor: Gotthold Ephraim Lessing
o Jahr der Veröffentlichung: 1779
o Textsorte: Drama (Dramatisches
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Autor: Gotthold Ephraim Lessing
o Jahr der Veröffentlichung: 1779
o Textsorte: Drama (Dramatisches

Nathan der Weise ALLGEMEINES/ GRUNDDATEN Autor: Gotthold Ephraim Lessing o Jahr der Veröffentlichung: 1779 o Textsorte: Drama (Dramatisches Gedicht) o Aufbau: 5 Aufzüge/ • Zeit & Ort: In Jerusalem ● ▸ (ca. im Jahr 1192 n. Chr.) • Protagonisten: o Nathan Recha (Judentum) o Daja, Tempelherr, Klosterbruder & Patriarch (Christentum) o Sultan Saladin & Sittah, Al-Hafi (Islam) Handlungsorte: • Straßen und Plätze in Jerusalem; Haus des Juden Nathans; Palast von Sultan Saladin CHARAKTERE Nathan NATHAN: Protagonist, der dem Menschenbild der Aufklärung entspricht -> Toleranz, Humanität, Religionsfreiheit -> Epoche der Aufklärung Hauptperson o Jude o Reicher Kaufmann ZENTRALES THEMA • Konflikte unter Vertretern der Drei Weltreligionen o Zur Zeit der Kreuzzüge o Fürsorglicher Vater für Adoptivtochter Recha o Weiser Erzieher • Denkt vernünftig/ rational & ist tolerant o Regt andere an, ebenfalls ihrer Vernunft zu gebrauchen o Sinnbild eines aufklärenden und aufgeklärten Menschen Recha (eigentlich Blanda von Filnek) o Jüdin, 18 Jahre alt O -> eigentlich getaufte Christin Jüdische Erziehung o Ihr Ziehvater/ Adoptivvater ist Nathan ->Eigentlicher Vater: Assad Schwärmerisch veranlagt (-> Tempelherr als Engel) o Liebt und bewundert Nathan Daja *** + O Überzeugte Christin o Christliche Erzieherin von Recha o Versucht andere zu beeinflussen (Recha) Möchte unbedingt zurück nach Europa -> hofft auf Heirat von Recha & Tempelherr o Schätzt Nathan sehr o Denkt viel an sich Tempelherr (Curd von Stauffen) o Christ o Rettet Recha aus einem brennenden Haus o Verliebt sich in Recha o Hat Vorurteile -> verabscheut Juden o Vorurteile bauen sich immer mehr ab -> wird toleranter & vernünftiger o Bruder von Recha; Neffe von Saladin...

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& Sittah o Wächst bei seinem Onkel Conrad von Stauffen auf O Impulsiv & neigt zu unreflektiertem Handeln o Wird von Sultan begnadigt, weil er seinem Bruder Assad ähnelt Saladin o Muslim • Muslimischer Herrscher über Jerusalem o Bruder von Sittah und Assad o Onkel von Recha & dem Tempelherrn o Humane Grundeinstellung Sorgt sich um seine Familie o Einerseits: großherzig/ großzügig • Anderseits: unterdrückt das Volk o Schätzt Sittahs Rat bei politischen Entscheidungen sehr o Kann nicht mit Geld umgehen -> hoher Lebensstandard • Teilweise emphatisch -> will Nathan erst keine List stellen o Kein Freund der Glaubenskriege o Familienmensch (-> Ende) Patriarch o Christ o Machtbewusster & autoritärer Bischof o Gesetze der Kirche sind ihm am wichtigsten • Oberhaupt der christlichen Kirche in Jerusalem o Möchte Nathan töten -> durch falsche Erziehung Rechas o Will Saladin ausspionieren lassen o Plant Ermordung Saladins Klosterbruder o Christ • Lebt unter dem Schutz des Patriachen • Brachte Recha als neugeborenes Baby zu Nathan -> er weiß über Rechas Herkunft Bescheid Sittah o humane Grundeinstellung und keine Vorurteile o Warnt Nathan vor dem Patriarch o Muslimin o Schwester von Saladin und Assad o Tante von Recha & Tempelherr Strategisch (Finanzen) o Neugierig Sie plant die List -> nicht emphatisch o Politikinteressiert (berät Saladin) • Enges Verhältnis mit Saladin Al-Hafi o Muslim o Schatzmeister des Sultans o Freund von Nathan -> bittet Nathan um Geld für Saladin o Warnt Nathan vor Sultan Saladin FIGURENKONSTELLATION Deutschland Konrad/Curd von Stauffen → Schwester Curds t (Tempelherr; V. 3100) Geschwister Klosterbruder Christ Ist verpflichtet dem Patriachen zu dienen Der Patriarch Christ 1.4 Onkel (V.3772) ● Kind Eltern Tempelherr (Konrad/Curd von Geschwister Stauffen Leu von Filnek) Christ Retter von Recha (v. 2970 ff.) INHALTSZUSAMMENFASSUNG hat das Baby Nathan anvertraut. (V. 1973) Eltern (Blanda Palästina Assad (Wolf von Filnek) † → Saladin, Sittah Muslim Recha von Filmek) Nathan Jude Kind Christin Adoptiutocher von Nathan Adoptifvater Derwisch Al Hafi Muslim von Recha (V.3098) Freunde Spielen zusammen Schach 1.3 • Derwisch (Al-Hafi) wird vorgestellt; Gespräch mit Freund Nathan Al-Hafi (Schatzmeister des Sultan) bittet Nathan um einen Kre o Nathan lehnt ab Geschwister Amme von Recha ERSTER AUFZUG 1.1 • Heimkehr des jüdichen Kaufmanns Nathans • Bericht von Rettung Rechas beim Brand des Hauses durch den Tempelherrn -> Recha nimmt Tempelherrn als rettenden Engel wahr Recha, Daja und Nathan sehen den Tempelherrn wieder Daja • Will Recha ols Christin erziehen 1.2 • Wiedersehen von Nathan und Recha • Bericht über Begnadigung des Tempelherrn durch Saladin, da er dem Bruder des Sultans ähnele Christin ehemaliger Freund von Wolf v. Filnek (V.3788) Schatzmeister von Saladin für den Sultan- unangenehm 1.5 Gespräch zwischen Tempelherrn und Klosterbruder Vergebliche Versuche des Klosterbruders, den Tempelherrn im Auftrag des Patriarchen für Spionagedienste bzw. Einen Anschlag auf Saladin zu gewinnen 1.6 ● Daja lädt den Tempelherrn ein, um Recha zu besuchen • Der Tempelherr lehnt das Angebot ab, da er nichts mit Juden zu tun haben möchte Funktion -> Eröffnungsszene -> Einführung in die örtlichen Verhältnisse -> Keine Informationen über die Vorgeschichte -> Vorstellung der wichtigsten Figuren -> Tempelherr verspottet Juden -> Andeutung auf Konfliktpotenzial der drei Weltreligionen ZWEITER AUFZUG 2.1 • Saladin & Sittah spielen Schach -> Saladin verliert ● Gespräch über über ausbleibende Geldsendung ihres Vaters und den auslaufenden Waffenstillstand mit den Christen 2.2 • Al-Hafis Ablenkungsversuche, als Sittah vorschlägt, er solle von Nathan Geld borgen 2.3 • Sittah befürchtet das Al-Hafi lügt • Möchte Nathan eine Falle stellen 2.4 • Recha & Nathan sprechen über den Tempelherrn • Nathan denkt, Recha hat sich verliebt 2.5 • Unfreundliche Reaktion des Tempelherrn auf Nathans Dank ● Tempelherr kritisiert das Judentum -> Nathan & Tempelherr schließen Freundschaft 2.6 . Daja sagt Nathan, dass Sultan Saladin ihn treffen möchte 2.7 Wertschätzung Nathans für Saladin, weil er durch die Begnadigung des Tempelherrn auch Recha gerettet habe • Nathan durch Tempelherr an früheren Bekannten (Wolf von Filnek) erinnert 2.8 • Recha & Daja wollen etwas über das Gespräch erfahren ● Daja soll Recha den Besuch des Tempelherrn ankündigen • Nathan warnt Daja davor, dem Tempelherrn zu viel über Recha zu erzählen (wahre Herkunft) 2.9 • Al-Hafi warnt Nathan, dass Saladin ihn finanziell ausnehmen wird • Al-Hafi fühlt sich unwohl als Schatzmeister Funktion -> steigende Handlung -> Vorurteile werden deutlicher -> Freundschaft: Nathan & Tempelherr fundamentale Handlung für Aussage des Dramas -> Verbindung zwischen den drei Religionen wird hergestellt DRITTER AUFZUG 3.1 • Recha & Daja warten aufgeregt auf den Tempelherrn Dajas hofft auf Heirat von Recha & Tempelherrn -> damit sie nach Europa zurück kann 3.2 • Erstes Treffen Rechas mit dem Tempelherrn • Es stellt sich heraus, das der Tempelherr die Jüdin liebt • Der Tempelherr verlässt Recha, um Nathan beim Sultan zu treffen 3.3 • Recha ist nicht mehr ,,besessen" vom Tempelherrn Daja versucht ihr einzureden, dass sie ebenfalls verliebt sei 3.4 • Saladin & Sittah erwarten den Besuch Nathans • Sittah überredet Saladin, Nathan eine List zu stellen -> Geld von Nathan • Saladin ist aufgeregt -> widerspricht Humanität 3.5 Nathan & Saladin treffen sich • Saladin fragt Nathan nach der wahren Religion -> List 3.6 • Monolog Nathan • Bemerkt die Falle -> überlegt, wie er auf die Frage antworten soll 3.7 • Nathan erzählt Saladin eine Geschichte, um zu antworten -> RINGPARABEL Reichen sich die Hand -> Freundschaft 3.8 • Tempelherr macht sich Gedanken über seine Gefühle/ Liebe zu Recha -> er darf keine Jüdin lieben 3.9 • der Tempelherr bittet um Erlaubnis Recha heiraten zu dürfen • Nathan antwortet nicht -> denkt, dass die beiden verwandt sind 3.10 Daja erzählt dem Tempelherrn, dass Recha in Wirklichkeit Christin ist Tempelherr will nicht mehr über Nathan reden ● ● Funktion -> Der Baustein für den Höhepunkt im 5. Aufzug wird gelegt -> Lessing drückt seine zentrale Aussage durch die RINGPARABEL aus VIERTER AUFZUG 4.1 ● 4.2 ● Gespräch des Tempelherrn mit dem Patriachen Beschreibung des Verhältnisses der Ziehvaterschaft Nathans Forderung des Patriarchen: Jude, der Christenkind dem Glauben entfremdet habe, sollte hingerichtet werden • Weigerung des Tempelherrn, die Identität des Juden zu verraten ● Weigerung des Klosterbruders, dem Tempelherrn als Ratgeber zu dienen 4.3 • Gespräch Saladin & Sittah über ihren Bruder Assad (Wolf von Filnek), der dem Tempelherrn ähnelt 4.4 ● ● Tempelherr dankt Saladin für seine Begnadigung & Freilassung Sprechen über die Ähnlichkeit mit Assad Tempelherr erzählt, dass er sich in Recha verliebt hat, aber Nathan ihm keine Zustimmung für die Hochzeit gegeben hat Saladin bietet ihm Hilf an 4.5 • Saladin möchte etwas über die Eltern vom Tempelherrn erfahren • Vermutet, dass der Tempelherr der Sohn von Assad ist 4.6 Daja überredet Nathan, der Hochzeit vom Tempelherrn & Recha zuzustimmen, damit Recha wieder unter Christen ist und Nathans Sünde aufgehoben ist • Nathan möchte, dass die beiden heiraten, muss aber erst etwas klären 4.7 ● Begegnung Nathan & Klosterbruder • Klosterbruder war früher der Reiterknecht von Wolf von Filnek und brachte vor 18 Jahren dessen Neugeborene Tochter zu Nathan -> Wolf von Filnek ist Rechas Vater • Nathans Erzählung: Verlor 3 Tage bevor er Recha bekam seine Frau und seine sieben Kinder, weil deren Haus von Christen abgebrannt wurde -> Recha als Geschenk Gottes, dennoch Bereitschaft, Recha den Verwandten Wolfs anzuvertrauen . -Recha ist Schwester des Tempelherrn 4.8 Einladung Rechas in den Palast • Entschluss Dajas, Recha ihre Herkunft zu offenbaren ● Funktion -> verzögert die Lösung des Konflikts -> Konflikte nehmen ab -> mehr Freundschaften FÜNFTER AUFZUG 5.1 & 5.2 • ein Mameluck berichtet Saladin, dass seine lang erwartete Geldkarawane aus Ägypten eingetroffen ist gibt dem Mameluck als Belohnung für Nachricht 3 Beutel Gold -> erst nach Anmerkung, dass Saladin sonst immer sehr großzügig sei ● 5.3 • selbstkritische Überlegungen des Tempelherrn wegen seines Verrats an Nathan= merkt, er sollte nicht böse auf Nathan sein, da er trotzdem noch Rechas Vater sei und ihr viel mitgegeben hat • Nathan & Klosterbruder kommen aus dem Haus -> Tempelherr vermutet, dass er daran schuld ist, dass der Klosterbruder herausgefunden hat, von welchem Juden er gesprochen hat 5.4 • Nathan bekommt das Stammbuch von Recha -> Einblick Nathans in Rechas Verwandtschaftsverhältnisse 5.5 • Geständnis des Tempelherrn, Nathan verraten zu haben und entschuldigt sich • bittet erneut um Heirat mit Recha; ihre Religion ist ihm egal -> um Nathan zu retten • Nathan sagt, dass Recha einen Bruder habe, bei dem der Tempelherr um Erlaubnis fragen soll -> Tempelherr denkt er habe Recha verloren, da der Bruder bestimmt nein sagt 5.6 • Sittah & Recha reden miteinander -> Sittah möchte Vertrauen gewinnen und als Schwester gesehen werden . Verzweiflung Rechas -> Daja hat ihre offenbart, dass sie getaufte Christin und Nathan nicht ihr leiblicher Vater ist 5.7 5.8 • Nathan & Tempelherr kommen hinzu • Bevor Antrag vom Tempelherrn -> Offenbarung Nathans, dass der Tempelherr der Bruder von Recha ist • Recha eigentlich ,,Blanda von Filnek" • Nathan möchte auch Vater des Tempelherrn sein -> die 3 umarmen sich -es stellt sich heraus, dass der Vater von Recha und dem Tempelherrn, Wolf von Filnek, der Bruder von Saladin, Assad ist -> Ähnlichkeit zum Tempelherrn verständlich • Recha & Tempelherr sind Nichte & Neffe von Sittah und Saladin -> die vier umarmen sich und Nathan verlässt den Raum Versprechen Saladins, dass Recha Nathan als Vater behalten dürfe, da eine Vaterschaft nicht von der Blutsverwandtschaft abhängt bietet sich trotzdem auch als Vater an Funktion -> der familiäre Zusammenhang zwischen den Charakteren wird klar -> Religionen vermischen sich und werden zu großer Familie -> Hauptaussage des Dramas wird deutlich -> Religionen sollten sich gegenseitig tolerieren und friedlich miteinander leben können -> weiterer Höhepunkt des Dramas -> Tragödie & Komödie vorhanden Tempelherr ist nicht ,,Curd von Stauffen", sondern Leu von Filnek" -Recha & Tempelherr freuen sich und umarmen sich DIE ZEIT DER AUFKLÄRUNG ● • Zeitalter der Neuzeit => Epoche der Vernunft • Menschen in Europa fingen an, ihr Denken stark zu verändern ● Anspruch auf Entfaltung der Persönlichkeit Entwicklung eines Konzepts, das auf Vernunft Loslösung von Autoritäten • Menschenbild einer angeborenen Humanität und Toleranz ● ● Kant • Mensch soll sich aus seiner Unmündigkeit befreien Mündigkeit selbstständiger Gebrauch des eigenen Verstandes • Mensch als Vernunftswesen/ rationales Wesen: Mensch ist selbst verantwortlich • Problem: Feigheit der Menschen ● ● Bequemlichkeit des Menschen als Hindernis der Aufklärung Aufklärung soll sich auf Verstand, Gewissen und Gesundheit beziehen Verantwortung für das eigene Handeln Lessing • Mensch soll sich selbst erkennen, Blick in sich selbst • Schwächen, Stärken und Leidenschaften beherrschen -> Versperrt den Weg zur Wahrheit -> Schwärmer ● Aufklärung fordert Handeln/ Tat (nicht nur Vernünfteln) • Emotion/Mitleid, nicht nur Verstand/ Denken DIE RINGPARABEL Eine Ringparabel ist ein Gleichnis, in dem eine Geschichte erzählt wird, die sich auf eine eigentlich gemeinte Situation übertragen lässt Ringparabel in Nathan • ein wertvoller Ring wird vom Vater immer dem jeweiligen Lieblingssohn vererbt • Vater, der alle drei Söhne gleich liebt, lässt 2 Duplikate anfertigen, gibt jedem Sohn einen und stirbt Erbstreit unter den Söhnen um die Echtheit der Dinge ● gingen zum Richter -> er sagte der Ring habe die Eigenschaft, den Träger bei anderen Menschen beliebt zu machen ● ● Ratschlag vom Richter: Alle Söhne sollen fest daran glauben, dass ihr Ring der richtige sei und ihre Lebensweise auch dementsprechend gestalten Funktion ● Höhepunkt des Dramas • Botschaft an den Leser • fordert zum ethischen Handeln auf -> tolerant, frei von Vorurteilen -> Saladin & Nathan werden durch Ringparabel Freunde • steht formal im Mittelpunkt (3. Akt) inhaltlicher Kern des Dramas -> Judentum, Christentum und Islam Der Vater = Gott t Ringparabel Ring Die eine, wahre Religion Die drei Brüder drei Weltreligionen (Christentum, Judentum, Islam) Bedeutung/Aussage -> Es gibt keine richtige Religion -> alle Religionen sind auf eine eigene Art und Weise richtig -> 3 Ringe als die 3 Weltreligionen: Vererbung der Ringe Religionen ununterscheidbar Streit der Brüder um den wahren Ring - Religionskonflikt/Glaubenskrieg Richter Suche nach der Entscheidung/ wahren Ring Ablehnung des Urteils/Rat, dass Vater alle gleich liebt= durch gutes Handeln, die Wahrheit finden -> Jeder soll sich tolerieren FORM & SPRACHE DES DRAMAS • 5 Aufzüge mit 4-10 Auftritten • häufig Enjambements • keine Regieanweisungen oder Beschreibung der Schauplätze Dialogizität: Handlung als Abfolge von Dialogen gleicher Sprachgebrauch, obwohl sie aus verschiedenen Ständen kommen -> keine kommunikative Differenzierung der Charaktere Bildbereiche des Dramas ● • Feuermetaphorik (z.B. Nathans Haus brennt 2 mal ab) Spielmetaphorik (z.B. Saladins & Sittahs Schachspiel) AUFBAU DES DRAMAS Tempelherr verliebt sich in Recha • RINGPARABEL ● ● ● ● Nathan opponiert gegen Heirat Daja erzählt dem Tempelherrn von Rechas wahren Herkunft • Nathan und der Tempelherr schließen Freundschaft • Nathan- Kreditgeber Saladins? 1. Akt Exposition Reaktionen auf die Rettung Rechas • Finanzlage des Sultans • Judenhass des Tempelherrn 3. Akt Wende- Höhepunkt 2. Akt steigende Handlung • Recha erfährt von ihrer Herkunft Hindeutungen auf Verwandtschaftverhälnisse ● 4. Akt fallende Handlung 5. Akt Lösung • Zusammenführung der Familie -> Verwandtschaften werden offenbart • Saladins Finanznot beendet NATHAN DER WEISE ALS GESCHLOSSENES DRAMA • Es gibt nur wenige Personen -> oft Könige und Adelige (Saladin&Sittah) • Nur ein Ort mit wenigen Nebenschauplätzen -> Jerusalem ● Hauptkonflikt -> Religionskonflikt Handlungen bauen aufeinander auf • einheitliche Sprache -> durchgehende Alltagssprache trotz verschiedener Schichten FUNKTION/ AUSSAGE DES DRAMAS -> man sollte tolerant sein und keine Vorurteile haben -> keine Religion ist falsch -> auch wenn es drei Weltreligionen gibt gehören alle Menschen zusammen und sind gleichwertig -> Toleranz hat positive Auswirkungen -> friedliches Zusammenleben ist viel schöner GATTUNGS- & EPOCHENZUGEHÖRIGKEIT • Gattung: dramatisches Gedicht -> Mischform aus Tragödie (Religionskrieg) und Komödie (glückliches Ende) -> Kontrastwirkung • Die Ringparabel als zentrales Element der Handlung • Wiederfinden verlorener Familienmitglieder ● gemischte Charaktere (positive & negative Eigenschaften) ● Erziehung des Menschen zum Humanen • Nathan als Vorbild für aktive Toleranz: Respekt gegen per anderen