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Nathan der Weise Dramenanalyse

Nathan der Weise Dramenanalyse

 Szene 1.2
Einordnung
Vorliegende Szene zu Beginn des Dramas (Stelle im Drama), im Gespräch geht es um Vorstellungen
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Leitfaden AB, Nathans Gesprächstrategien , Szenenanlayse, Nathan Der Weise, Dramenanalyse, Einordung, Analyse, Interpretation

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Szene 1.2 Einordnung Vorliegende Szene zu Beginn des Dramas (Stelle im Drama), im Gespräch geht es um Vorstellungen von Wundern (Thema) Gespräch zwischen Hauptfiguren dem Juden und Händler Nathan, seiner Adoptivtochter Recha und der Christin Daja, die als Gesellschafterin bei Nathan arbeitet (handelnde Figuren), Gespräch im Flur von Nathans Haus in Jerusalem (Ort, Zeit unbekannt), während des Gespräches versucht Nathan seine Tochter von seiner Wundervorstellung zu überzeugen (Handlungsziel der Personen) dem Gespräch voraus geht die Rückkehr Nathans von einer seiner Handelsreisen, von seiner Gesellschafterin Daja hat er erfahren, dass sein Haus gebrannt hat und dass seine Tochter dabei fast gestorben ist, nur dem rettenden Eingreifen eines jungen christlichen Tempelritter ist es zu verdanken, dass Recha noch lebt, dieser wiederum ist im Vorfeld vom Sultan Saladin, einem Moslem, begnadigt worden, zudem ist er von seiner Gesellschafterin darüber informiert worden, dass Recha ihren Retter für einen Engel anstatt für einen Menschen hält Deutlich geworden ist, dass Nathan diesen Wunderglauben seiner Tochter ablehnt (Vorgeschichte) Formuliert das Thema, über das sich Daja, Nathan und Recha unterhalten Inhaltsangabe Die vorliegende Szene setzt damit ein, dass Recha sich zu Nathan und Daja gesellt, Recha ist froh, dass ihr Vater zurückgekehrt ist, es entwickelt sich ein Gespräch über den Brand, in dem Recha ihrem Vater gegenüber ihren Wunderglauben preisgibt und von Daja in ihrer...

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Haltung unterstütz wird, im Verlauf des Gespräches gelingt es Nathan jedoch, seine Tochter von dem Glauben, sie sei von einem Engel gerettet worden, abzubringen (was passiert?) Daja hingegen bleibt in ihrer Position verhaftet Analyse Frageimpulse UG Recha ändert im Verlauf des Gespräches ihre Haltung. Nennt aus dem ersten und dem letzten Teil des Dialogs jeweils eine markante Aussage des Mädchens, die ihre gegensätzlichen Einstellungen verdeutlicht. Versucht diese Einstellung begrifflich zu fassen. ● Andächtiges Schwärmen im Gegensatz zu aktivem Tun Rechas Erkenntnisgewinn ‚es war gewiss ein wirklicher!" (Engel) "} Schwärmerischer Wunderglaube ,,er kann/Auch wohl verreist nur sein" rationale, vernunftorientiert Weltsicht →Ausklärungs-/Erziehungsprozess, von Nathan initiiert O Wie gelingt es Nathan, Recha zu überzeugen? GA In Welcher Weise schafft Nathan im ersten Teil des Gespräches (V. 169-205) eine Basis für den erfolgreichen weiteren Verlauf? obwohl er Rechas Meinung, von einem Engel gerettet worden zu sein, nicht teilt, gibt er ihr als kluger Pädagoge Raum, von dem Ereignis zu erzählen und sich zu entlasten. O O O O O Als nächstes macht er seiner Tochter ein Kompliment (vgl. 198ff.) Eine vorsichtige Annäherung an die Thematik erfolgt dadurch, dass er seiner Tochter zugesteht: (vgl. 201ff.) Nicht Kritik an einer bestimmten Grundhaltung steht hier im Vordergrund, sondern der Ausdruck des Verstehens, wobei der Konjunktiv II als Form des Irrealis Nathans Einstellung deutlich macht. → Nathan bringt seiner Tochter zunächst ein hohes Maß an Zuneigung entgegen, rückt sie in den Mittelpunkt des Gespräches und bietet ihr Raum für eine Entlastung, lässt sie erzählen Redeanteile der Tochter zunächst sehr hoch, nehmen dann zugunsten Nathans ab Erst jetzt beginnt die eigentliche inhaltsbezogene Argumentation, in der nur noch gelegentlich die Beziehungsebenen von Nathan durch Komplimente explizit gestaltet wird, z.B. V.243 und V. 277 Welche Position im Hinblick auf die Wundervorstellung vertritt Recha zunächst? O O O O Natans erste Reaktion besteht in einem uneingeschränkten Ausdruck von Zuneigung, indem er sagt „Mein Kind! mein liebes Kind!" (V.178) Metrisch ausgefüllt wird der Vers durch die Fortsetzung von Rechas Erzählung: „Ihr musstet über..." (V. 178) ➜ formal vom Autor eine Verbindung dokumentiert Nathan gibt der Entlastung zunächst größeren Raum als der Belehrung, die er intendiert. O ■ O ■ Für Recha ist die humane Tat des Tempelherrn ein Wunder, das dem Eingreifen Gottes entspricht. Rechas Glaube an einen Eingriff des Übernatürlichen wird umgewandelt in die Einsicht, dass alles mit natürlichen Dingen zugegangen ist, dass nicht ein Engel, sondern ein Mensch sie gerettet hat. Für Recha ist das Wunder übernatürlich, für sie durchbricht es die Natur. Wie definiert Nathan im Verlauf des Gespräches den Begriff „Wunder"? Warum kann er davon sprechen, „Dass uns die wahren, echten Wunder so (Alltäglich werden können, werden sollen." (V.218ff.) Ist das nicht ein Widerspruch in sich? O Für Nathan stellen Wunder dieser Art (Rettung Rechas) keine unmittelbaren Eingriffe Gottes in das Handeln des Menschen dar, sondern sie resultieren aus der grundsätzlichen Befähigung des Menschen dazu, sich so wie der Tempelherr es beispielsweise getan hat, zu verhalten. O Deshalb kann Nathan sagen: „Der Wunder höchstes ist,/Dass uns die wahren, echten Wunder so(Alltäglich werden können, werden sollen." (V.217ff.) Die Modalverben „können“ und „sollen“ verdeutlichen dabei einerseits diese prinzipielle Befähigung, zum anderen wird deutlich, dass aus der Befähigung nicht zwangsläufig die Tat resultiert, sondern dass es eines bewussten Entschlusses bedarf. O Ansatz eines deistischen, natürlichen Religionsverständnisses: Der Mensch ist Teil Er spricht seine erste rationale Erklärung nach innen, wendet sich nicht an Recha (vgl. den Klammerausdruck, V. 192ff.) ■ des göttlichen Schöpfungsaktes, dazu gehört auch seine Vernunftbegabung, die ihn unabhängig macht vom unmittelbaren Eingriff einer göttlichen Instanz. ● O ● Auf welche Weise verdeutlicht Nathan sein Verständnis des Wunder-Begriffs? Er überzeugt Recha, indem er nicht nur seine Definition von Wunder vorbringt, sondern gleichzeitig die negativen Seiten eines anderen Wunderverständnisses vor Augen führt Nathan lehnt die Haltung Rechas und Dajas ab. Wie begründet er seine Einstellung? Der Engelsglaube steht der Menschenliebe entgegen, denn er verführt zur Passivität, konkret zum Abbruch des Suchens nach dem Retter O O O O Die prinzipielle Befähigung des Menschen zum vernunftgemäßen humanen Tun ist das eigentliche Wunder und nur darin liegt die Lenkung durch Gott → V. 210ff. Für Nathan ist das Wunder in der Natur, die Natur ist in ihrem Kausalitätsgefüge selbst ein Wunder, so z.B., wenn ein Sultan ausgerechnet einen Tempelherrn begnadigt. O Hätte sich der Tempelherr anstelle einer spontanen humanen Tat auf das Eingreifen eines Engels verlassen, wäre dies für Recha tödlich ausgegangen All dies verdeutlich Nathan, indem er zum einen I auf rationale Weise das Unglaubliche als möglich und rational erklärbar darstellt (V. 192ff, 259ff oder V. 278ff., V. 333ff.) Nennt in diesem Zusammenhang Textstellen, in denen er rationale Erklärungen für Ereignisse gibt. Welche Funktion hat die Geschichte, die er erfindet? und indem er zum anderen eine Geschichte erfindet Die Fiktion, die Vorstellung der Tempelherr könne in Not geraten sein, dient der Veranschaulichung und Aufklärung. Zudem spricht Nathan seine Tochter auf emotionale Weise an und weckt ihr Mitleid Beschreibt detailliert Nathans Gesprächsstrategien und deren Funktion. Rationale Erklärungen (V. 192ff..) Zahlreiche (auch rhetorische) Fragen, die selbstständige Denkprozesse ermöglichen Belehrungen (V. 277ff..) Grundgestus des Zeigens (V. 277ff.) Veranschaulichende Vergleiche und Bilder ● Zugeständnisse Nathans Gesprächsstrategien Direkte Ansprache des Gegenübers (V. 256...) Ironie (V. 267f...) Nathans Verhalten ist geprägt von einer rationalen Weltsicht und einer daraus resultierenden Sprechweise. Vergleicht im Gegensatz dazu die Art und Weise, wie Recha im ersten Teil (V.169-198) spricht. O Schwärmerische Sprache Rechas: O Zahlreiche Bilder O Ihre Fragen sind gleichzeitig Ausrufe Die Aufzählungen (Dreierfiguren) verleihen der Darstellung Dramatik O Wortwiederholungen verdeutlichen den Gedankenfluss und die Emotionalisierung O

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GA In Welcher Weise schafft Nathan im ersten Teil des Gespräches (V. 169-205) eine Basis für den erfolgreichen weiteren Verlauf? obwohl er Rechas Meinung, von einem Engel gerettet worden zu sein, nicht teilt, gibt er ihr als kluger Pädagoge Raum, von dem Ereignis zu erzählen und sich zu entlasten. O O O O O Als nächstes macht er seiner Tochter ein Kompliment (vgl. 198ff.) Eine vorsichtige Annäherung an die Thematik erfolgt dadurch, dass er seiner Tochter zugesteht: (vgl. 201ff.) Nicht Kritik an einer bestimmten Grundhaltung steht hier im Vordergrund, sondern der Ausdruck des Verstehens, wobei der Konjunktiv II als Form des Irrealis Nathans Einstellung deutlich macht. → Nathan bringt seiner Tochter zunächst ein hohes Maß an Zuneigung entgegen, rückt sie in den Mittelpunkt des Gespräches und bietet ihr Raum für eine Entlastung, lässt sie erzählen Redeanteile der Tochter zunächst sehr hoch, nehmen dann zugunsten Nathans ab Erst jetzt beginnt die eigentliche inhaltsbezogene Argumentation, in der nur noch gelegentlich die Beziehungsebenen von Nathan durch Komplimente explizit gestaltet wird, z.B. V.243 und V. 277 Welche Position im Hinblick auf die Wundervorstellung vertritt Recha zunächst? O O O O Natans erste Reaktion besteht in einem uneingeschränkten Ausdruck von Zuneigung, indem er sagt „Mein Kind! mein liebes Kind!" (V.178) Metrisch ausgefüllt wird der Vers durch die Fortsetzung von Rechas Erzählung: „Ihr musstet über..." (V. 178) ➜ formal vom Autor eine Verbindung dokumentiert Nathan gibt der Entlastung zunächst größeren Raum als der Belehrung, die er intendiert. O ■ O ■ Für Recha ist die humane Tat des Tempelherrn ein Wunder, das dem Eingreifen Gottes entspricht. Rechas Glaube an einen Eingriff des Übernatürlichen wird umgewandelt in die Einsicht, dass alles mit natürlichen Dingen zugegangen ist, dass nicht ein Engel, sondern ein Mensch sie gerettet hat. Für Recha ist das Wunder übernatürlich, für sie durchbricht es die Natur. Wie definiert Nathan im Verlauf des Gespräches den Begriff „Wunder"? Warum kann er davon sprechen, „Dass uns die wahren, echten Wunder so (Alltäglich werden können, werden sollen." (V.218ff.) Ist das nicht ein Widerspruch in sich? 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O Ansatz eines deistischen, natürlichen Religionsverständnisses: Der Mensch ist Teil Er spricht seine erste rationale Erklärung nach innen, wendet sich nicht an Recha (vgl. den Klammerausdruck, V. 192ff.) ■ des göttlichen Schöpfungsaktes, dazu gehört auch seine Vernunftbegabung, die ihn unabhängig macht vom unmittelbaren Eingriff einer göttlichen Instanz. ● O ● Auf welche Weise verdeutlicht Nathan sein Verständnis des Wunder-Begriffs? Er überzeugt Recha, indem er nicht nur seine Definition von Wunder vorbringt, sondern gleichzeitig die negativen Seiten eines anderen Wunderverständnisses vor Augen führt Nathan lehnt die Haltung Rechas und Dajas ab. Wie begründet er seine Einstellung? Der Engelsglaube steht der Menschenliebe entgegen, denn er verführt zur Passivität, konkret zum Abbruch des Suchens nach dem Retter O O O O Die prinzipielle Befähigung des Menschen zum vernunftgemäßen humanen Tun ist das eigentliche Wunder und nur darin liegt die Lenkung durch Gott → V. 210ff. Für Nathan ist das Wunder in der Natur, die Natur ist in ihrem Kausalitätsgefüge selbst ein Wunder, so z.B., wenn ein Sultan ausgerechnet einen Tempelherrn begnadigt. O Hätte sich der Tempelherr anstelle einer spontanen humanen Tat auf das Eingreifen eines Engels verlassen, wäre dies für Recha tödlich ausgegangen All dies verdeutlich Nathan, indem er zum einen I auf rationale Weise das Unglaubliche als möglich und rational erklärbar darstellt (V. 192ff, 259ff oder V. 278ff., V. 333ff.) Nennt in diesem Zusammenhang Textstellen, in denen er rationale Erklärungen für Ereignisse gibt. Welche Funktion hat die Geschichte, die er erfindet? und indem er zum anderen eine Geschichte erfindet Die Fiktion, die Vorstellung der Tempelherr könne in Not geraten sein, dient der Veranschaulichung und Aufklärung. Zudem spricht Nathan seine Tochter auf emotionale Weise an und weckt ihr Mitleid Beschreibt detailliert Nathans Gesprächsstrategien und deren Funktion. Rationale Erklärungen (V. 192ff..) Zahlreiche (auch rhetorische) Fragen, die selbstständige Denkprozesse ermöglichen Belehrungen (V. 277ff..) Grundgestus des Zeigens (V. 277ff.) Veranschaulichende Vergleiche und Bilder ● Zugeständnisse Nathans Gesprächsstrategien Direkte Ansprache des Gegenübers (V. 256...) Ironie (V. 267f...) Nathans Verhalten ist geprägt von einer rationalen Weltsicht und einer daraus resultierenden Sprechweise. Vergleicht im Gegensatz dazu die Art und Weise, wie Recha im ersten Teil (V.169-198) spricht. O Schwärmerische Sprache Rechas: O Zahlreiche Bilder O Ihre Fragen sind gleichzeitig Ausrufe Die Aufzählungen (Dreierfiguren) verleihen der Darstellung Dramatik O Wortwiederholungen verdeutlichen den Gedankenfluss und die Emotionalisierung O