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Rezension zu "Der Verlorene" (Hans-Ulrich Treichel)

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 Rezension zu ,,Der Verlorene“ (Hans-Ulrich Treichel)
Ein Baby, das auf einer Wolldecke sitzt und in die Kamera lächelt- Dies ist ein Bild a

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Nina💘

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Ausarbeitung

bitte beachtet, dass es sich hierbei nur um meine eigene Meinung handelt :)

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Rezension zu ,,Der Verlorene“ (Hans-Ulrich Treichel) Ein Baby, das auf einer Wolldecke sitzt und in die Kamera lächelt- Dies ist ein Bild aus dem Fotoalbum einer Familie, welches unscheinbar wirkt und doch eine tiefere Bedeutung verbirgt. Daher schaut es sich die Mutter nicht ohne Grund stundenlang an, um schlussendlich in Tränen auszubrechen. Denn hierbei handelt es sich um den Erstgeborenen der Familie, den Bruder des männlichen, namenlosen Ich-Erzählers. Dieser sei während dem zweiten Weltkrieg gestorben, wie dem jüngsten Sohn schon seit seiner Kindheit erzählt wird. Somit wächst der Ich-Erzähler allein und geschwisterlos auf, kann aber trotzdem keine eigenständige Persönlichkeit entwickeln. Arnold, der Erstgeborene, scheint in den Fotos weiterzuleben und ihn immer wieder in den Schatten zu stellen. Als die Zeit laut der Eltern reif ist, wird dem Namenlosen offenbart, dass Arnold nie gestorben ist, sondern bei der Flucht vor den Russen nach 1945 verlorengegangen ist. Somit wird der Albtraum des Ich-Erzählers, der gleichzeitig den Wunsch der Eltern darstellt, greifbarer und deutlich: dass Arnold gefunden wird. Ein Marathon an Untersuchungen startet, denn alles wird versucht, um den Verlorengegangenen zu finden. Ob Fußvermessung, Schädelvergleich und Kompliziertheitsindexbestimmung- nichts bleibt ungetestet, denn die Eltern haben die Hoffnung, dass das Findelkind 2307 ihr Kind ist, ihr Arnold. ,,Der Verlorene", der Roman des Autors Hans-Ulrich Treichels, ist ein ganz besonderes...

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Buch, da es teilweise autobiografische Inhalte enthält. Mir hat es unter anderem auch aus diesem Grund unglaublich gefallen. Treichel schildet die Geschichte der Familie mit unglaublich viel Herzblut, Detailinformationen und Gefühlen. Der zeitliche Abschnitt, in der die Erzählung spielt, ist zudem äußerst interessant. Der Autor beschreibt treffend die zwiegespaltene Gefühlslage der Menschen kurz nach dem zweiten Weltkrieg. Das neue hoffnungsvolle Lebensgefühl zur Anfangszeit der Bundesrepublik Deutschland, aber auch die durch den Krieg verursachte Trauer und das Trauma der Familienmitglieder, welches sich wie im Fall der Eltern Arnolds und des Ich-Erzählers auf die folgenden Generationen auswirken kann. Ich persönlich habe die meiste Zeit des Lesens gespannt die Geschichte der vierköpfigen Familie verfolgt. Und wenn ich mal unkonzentriert war, hat sich „Der Verlorene" meine Aufmerksamkeit nach wenigen Sekunden erkämpft. Denn die meist relativ langen Sätze mit vielen enthaltenen Informationen müssen erst entschlüsselt werden, um den wirklichen Sinn zu begreifen. Daher empfehle ich auch, den Roman nicht nur einmal zu lesen, sondern mehrmals. Nach jedem Lesedurchgang versteht man mehr und mehr all die versteckten Gefühle, was sehr spannend sein kann. ,,Der Verlorene" begeistert mit seinen wenigen Seiten oder vielleicht genau deswegen. Außerdem kann man sich gut in die Figuren der Erzählung hineinversetzen. Besonders die Gefühle des Ich-Erzählers haben mich nicht kaltgelassen. Ich habe mit ihm gelacht, gezweifelt, getrauert und gebangt. Die Erkenntnis, dass die Eltern den verlorenen, vermissten Sohn suchen und dabei ihren lebendigen Sohn verlieren, geht mir nicht mehr aus dem Kopf. Somit habe auch ich durch das Lesen dieses Buches ein Mehrwert erhalten. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Hans-Ulrich Treichel einen wunderbaren, fesselnden Roman geschrieben hat, was durch seinen flüssigen Schreibstil unterstützt wird. Ich würde ab dem Teenageralter jedem empfehlen, den Roman zu lesen. Hierbei ist es besonders toll, wenn man ein gewisses Interesse an Rätseln, Medizin, Geschichte und Psychologie mitbringt. Doch auch ohne diese ist die Lektüre sehr empfehlenswert.

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Rezension zu ,,Der Verlorene“ (Hans-Ulrich Treichel) Ein Baby, das auf einer Wolldecke sitzt und in die Kamera lächelt- Dies ist ein Bild aus dem Fotoalbum einer Familie, welches unscheinbar wirkt und doch eine tiefere Bedeutung verbirgt. Daher schaut es sich die Mutter nicht ohne Grund stundenlang an, um schlussendlich in Tränen auszubrechen. Denn hierbei handelt es sich um den Erstgeborenen der Familie, den Bruder des männlichen, namenlosen Ich-Erzählers. Dieser sei während dem zweiten Weltkrieg gestorben, wie dem jüngsten Sohn schon seit seiner Kindheit erzählt wird. Somit wächst der Ich-Erzähler allein und geschwisterlos auf, kann aber trotzdem keine eigenständige Persönlichkeit entwickeln. Arnold, der Erstgeborene, scheint in den Fotos weiterzuleben und ihn immer wieder in den Schatten zu stellen. Als die Zeit laut der Eltern reif ist, wird dem Namenlosen offenbart, dass Arnold nie gestorben ist, sondern bei der Flucht vor den Russen nach 1945 verlorengegangen ist. Somit wird der Albtraum des Ich-Erzählers, der gleichzeitig den Wunsch der Eltern darstellt, greifbarer und deutlich: dass Arnold gefunden wird. Ein Marathon an Untersuchungen startet, denn alles wird versucht, um den Verlorengegangenen zu finden. Ob Fußvermessung, Schädelvergleich und Kompliziertheitsindexbestimmung- nichts bleibt ungetestet, denn die Eltern haben die Hoffnung, dass das Findelkind 2307 ihr Kind ist, ihr Arnold. ,,Der Verlorene", der Roman des Autors Hans-Ulrich Treichels, ist ein ganz besonderes...

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