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Sachtextanalyse - Gisela Szagun Epigenetik

Sachtextanalyse - Gisela Szagun Epigenetik

 Sachtextanalyse - Gisela Szagun: Die epigenetische Position zum Spracherwerb
Der vorliegende Sachtext „Die epigenetische Position zum Sprac

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Titel: „Die epigenetische Position zum Spracherwerb“ ! Stilmittel wurden nicht berücksichtigt, sonst jedoch vollständig:) - Spracherwerbstheorien (Kognitivismus mit Ergänzungen der Epigenetik, Behaviorismus, Nativismus und Interaktionismus)

 

11/12

Ausarbeitung

Sachtextanalyse - Gisela Szagun: Die epigenetische Position zum Spracherwerb Der vorliegende Sachtext „Die epigenetische Position zum Spracherwerb" wurde von der Kognitionspsychologin Gisela Szagun verfasst und ist ein Auszug aus dem Buch ,,Sprachentwicklung beim Kind" auf S. 10ff., welcher 2006 als Taschenbuch veröffentlicht wurde. Das Thema des Sachtexts ist die epigenetische Position Szaguns zum Spracherwerb von Kindern. Der Text wurde auf Reaktion zur nativistischen Spracherwerbstheorie verfasst. Im folgendem Schritt werde ich den vorliegenden Sachtext analysieren, indem ich ihn vom Inhalt zusammenfassend wiedergebe, die Struktur und Form beschreibe, die sprachlichen Mittel untersuche und einen Schluss formuliere. Die Hauptthese des Textes ist, das der Spracherwerb von Kindern nicht wie in der nativistischen Spracherwerbstheorie auf einer Universalgrammatik beruht, sondern auf neuronale Mechanismen und dem Zusammenwirken vieler einzelner Fähigkeiten basiert, wobei das Lernen dieser Sprachstrukturen eine zentrale Rolle spielt. Die Autorin vertritt eine Position des Kognitivismus, mit einer zentralen Ergänzung durch eine epigenetische Komponente und Ergänzungen aus dem Behaviorismus. Ihre Intention wird vor allem durch ihre Argumentationsstruktur, welche später noch analysiert wird, deutlich. Ihr zentrales Motiv, hinter ihres Werkes ist die Überzeugung des Lesers von der Wichtigkeit der epigenetischen Komponente in den Spracherwerbstheorien, wobei sie den Nativismus und dessen Vertreter gezielt abwertet und diesen wiederlegt. Außerdem verfolgt die Veröffentlichung ihrer neuen Kenntnisse das Ziel, andere Wissenschaftler zum Nachdenken zubringen und...

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ggf. ihre eigenen Theorien zu überdenken. Den ersten Sinnabschnitt (Z. 1-13) beginnt Szagun mit ihrer Kernthese, dass für Sprachstrukturen das Zusammenwirken von „neuronalen Mechanismen“ (Z.2), sowie „vieler einzelner Fähigkeiten“ (Z.1f.) von Verantwortung sind. Dies unterstreicht sie mit der Ergänzung der Wichtigkeit der Lernkomponente in der epigenetischen Position, wobei sie sich auf, das konstruktivistische Denken Piagets aus dem Behaviorismus, bezieht. Im zweiten Sinnabschnitt (Z. 14-22) beginnt sie mit einer Nebenthese bzw. Feststellung, epigenetischer Vertreter, welche besagt, dass Grammatik selbstverständlich aus dem Umweltsangebot erlernt werden kann, wobei sie dem, darauffolgenden von ihr präsentiertem Argument, nativistischer Vertreter, dass das Umweltangebot hierzu viel zu unzureichend wäre, wiederspricht. Ihre Aussage stützt sie daraufhin mit Erkenntnissen einer Untersuchung, welche ihren Standpunkt bestärken. Außerdem macht sie auf Erkenntnisse anderer Wissenschaftler wie Bohanon und Stanowicz aufmerksam, welche zeigen, dass Kinder ebenso durch Reaktionen ihres Umfelds, sowie „Reformulierungen“ (Z.21) und „Erweiterungen“ (Z.21) ihrer Aussagen, einen Eindruck über die Korrektheit des Gesprochenen erhalten. Im dritten Sinnabschnitt (Z.22-28) präsentiert Szagun die Argumentation Mc Whinneys gegen den Nativismus, welche auf den unzureichenden Input bezüglich vieler grammatikalischen Strukturen aufmerksam macht, welcher in der ,,Erwachsenensprache“ (Z.23) an die Kinder vermittelt wird. Im vierten und letzten Sinnabschnitt (Z. 28-41) bekräftet sie ihren zuvor erläuterten Standpunkt durch Ausaagen weiterer Wissenschaftler wie Seidenberg und Mc Donald und schließt ihren Text mit ihrer Abschlusserkenntniss, dass Kinder schon sehr früh über Lernmechanismen verfügen, welche „statistische Informationen“ (Z.38f.) aus der vermittelten Sprache rausfiltern können, wobei sie dies nochmals durch Erkenntnissen „neuronaler Netzwerksimulationen sprachlicher Lerner" (Z.39f.) argumentativ stützt. Szagun vertritt ganzklar den Konstruktivismus mit einer stark hervorgehobenen epigenetischen Komponente, sowie Ergänzungen durch den Behaviorismus. Dabei grenzt sie sich stark vom Nativismus und den Erkenntnissen Chomskys, sowie anderen nativistischen Vertretern ab. Der Argumentationsaufbau ist linear, da ihre Argumentation linear durch ihre eigenen Thesen und Argumente, sowie Befürworter dieser verläuft, wobei Gegenpositionen, sowie deren Argumente, gezielt verwendet werden, um die eigenen Argumente durch Wiederlegungen hervorzuheben. Die Art der Argumente sind meist Faktenargumente, wobei sich auf Erkenntnisse von Untersuchungen etc. gestützt wird, verzweigt mit Autoritätsargumenten, da die Erkenntnisse und Argumente anderer Wissenschaftler, welche ihre Position vertreten bzw. unterstützen, ebenso in ihrer eigenen Argumentation involviert sind. Des weiteren benutzt sie gezielt Beispiele, um ihre Argumentation zu erläutern oder zu stützen, wobei diese ähnlich wie bei Plausibilitätsargumenten das Ziel verfolgen, Bestätigung der Leser durch Logik zu erwecken. Ihre gesamtes Werk ist ein indirektes Argument gegen die nativistische Spracherwerbstheorie, durch ihre ständigen Widerlegungen der Gegenseite. Fremde Positionen werden hierbei immer dann eingesetzt, wenn es um die Bestärkung eigener Argumentation geht, oder präsentiert, um diese wiederum gekonnt zu wiederlegen. Dabei werden nativistische Vertreter dargestellt, um diese abzuwerten, hierbei bleibt sie trotzdem auf einem rein sachlichen Niveau. Der Leser wird durch Abwertung nativistischer Argumente, sowie Aufwertung eigener Argumente bzw. Vertreter ähnlicher Ansichten, dazu beeinflusst Szagun zuzustimmen. Ihre Sprechhaltung ist hierbei sehr argumentativ, sachlich und distanziert, was durch das hohe Maß an Fachsprache verstärkt wird. Szagun ist der Ansicht das neben dem Kognitivismus, die Lernkomponente, welche sie durch Erkenntnisse innerhalb der Epigenetik beschreibt, eine zentrale Rolle im Spracherwerb von Kindern ist. Dabei möchte sie die Leser, aber auch primär ihre wissenschaftlichen Kollegen dazu animieren ihre Theorien zu überdenken, wobei sie viel Raum für neue Denkanstöße bietet. Szagun argumentiert transpatent und klar, durch die Benennung vieler Quellen, jedoch fehlen oft nähere Beschreibungen zu den Erkenntnisswegen innerhalb von Untersuchungen etc. Dadurch ist die sachliche Richtigkeit nicht immer nachvollziehbar. Trotzdessen ist ihr Gedankengang gut strukturiert und hinterlässt eine gewisse Abneigung zum Nativismus. Hierbei könnte sie jedoch auch andere Spracherwerbstheorie, wie z.B. Interaktionismus involvieren, um den Leser eine kompaktere Stellung ihrer Position im Bezug zu den restlichen Positionen zu präsentieren. Andere Positionen wurden hauptsächlich dazu genutzt um die eigene zustärken, ob dies nun durch Befürwortung oder Widerlegung geschieht. Hierbei wäre es wünschenswert, die Reaktionen auf ihre Erkenntnisse von anderen Seiten ebenfalls als Gesamtprodukt zu erhalten, da es sonst eine sehr einsichtige Wirkung hat. Trotzdessen ist der Text sehr überzeugend und wird höchstwahrscheinlich viele Wissenschaftler dazu angeregt haben, ihre Theorien zu überdenken oder auf ihren Text antworten zu wollen. Ihre Position ist keine neue und total revolutionäre Position, da sie sich im Kognitivismus, mit unter ordnen lässt, mit einer epigenetischen ergänzenten Komponente und behaviorstischen Ansätzen durch Piaget. Zentral steht bei ihr also das Kind mit seiner kognitiven Fähigkeit Sprache in Semantik und Sytax herauszufiltern, diese nachzuahmen und neue eigene Sprachstrukturen zu kreieren, wobei äußere Einflüsse wie Feedback (zweitrangig) zur Berichtigung dieser beitragen.

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Außerdem macht sie auf Erkenntnisse anderer Wissenschaftler wie Bohanon und Stanowicz aufmerksam, welche zeigen, dass Kinder ebenso durch Reaktionen ihres Umfelds, sowie „Reformulierungen“ (Z.21) und „Erweiterungen“ (Z.21) ihrer Aussagen, einen Eindruck über die Korrektheit des Gesprochenen erhalten. Im dritten Sinnabschnitt (Z.22-28) präsentiert Szagun die Argumentation Mc Whinneys gegen den Nativismus, welche auf den unzureichenden Input bezüglich vieler grammatikalischen Strukturen aufmerksam macht, welcher in der ,,Erwachsenensprache“ (Z.23) an die Kinder vermittelt wird. Im vierten und letzten Sinnabschnitt (Z. 28-41) bekräftet sie ihren zuvor erläuterten Standpunkt durch Ausaagen weiterer Wissenschaftler wie Seidenberg und Mc Donald und schließt ihren Text mit ihrer Abschlusserkenntniss, dass Kinder schon sehr früh über Lernmechanismen verfügen, welche „statistische Informationen“ (Z.38f.) aus der vermittelten Sprache rausfiltern können, wobei sie dies nochmals durch Erkenntnissen „neuronaler Netzwerksimulationen sprachlicher Lerner" (Z.39f.) argumentativ stützt. Szagun vertritt ganzklar den Konstruktivismus mit einer stark hervorgehobenen epigenetischen Komponente, sowie Ergänzungen durch den Behaviorismus. Dabei grenzt sie sich stark vom Nativismus und den Erkenntnissen Chomskys, sowie anderen nativistischen Vertretern ab. 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Szagun argumentiert transpatent und klar, durch die Benennung vieler Quellen, jedoch fehlen oft nähere Beschreibungen zu den Erkenntnisswegen innerhalb von Untersuchungen etc. Dadurch ist die sachliche Richtigkeit nicht immer nachvollziehbar. Trotzdessen ist ihr Gedankengang gut strukturiert und hinterlässt eine gewisse Abneigung zum Nativismus. Hierbei könnte sie jedoch auch andere Spracherwerbstheorie, wie z.B. Interaktionismus involvieren, um den Leser eine kompaktere Stellung ihrer Position im Bezug zu den restlichen Positionen zu präsentieren. Andere Positionen wurden hauptsächlich dazu genutzt um die eigene zustärken, ob dies nun durch Befürwortung oder Widerlegung geschieht. Hierbei wäre es wünschenswert, die Reaktionen auf ihre Erkenntnisse von anderen Seiten ebenfalls als Gesamtprodukt zu erhalten, da es sonst eine sehr einsichtige Wirkung hat. Trotzdessen ist der Text sehr überzeugend und wird höchstwahrscheinlich viele Wissenschaftler dazu angeregt haben, ihre Theorien zu überdenken oder auf ihren Text antworten zu wollen. Ihre Position ist keine neue und total revolutionäre Position, da sie sich im Kognitivismus, mit unter ordnen lässt, mit einer epigenetischen ergänzenten Komponente und behaviorstischen Ansätzen durch Piaget. Zentral steht bei ihr also das Kind mit seiner kognitiven Fähigkeit Sprache in Semantik und Sytax herauszufiltern, diese nachzuahmen und neue eigene Sprachstrukturen zu kreieren, wobei äußere Einflüsse wie Feedback (zweitrangig) zur Berichtigung dieser beitragen.