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Sachtextanalyse Jugendwort

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 Patricia Siebke, 12a Deutsch
Sachtextanalyse
„Kommentar zum Jugendwort: Warum wir alle ziemlich lost sind“
04.03.2021
In dem Kommentar „War

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Patricia Siebke, 12a Deutsch Sachtextanalyse „Kommentar zum Jugendwort: Warum wir alle ziemlich lost sind“ 04.03.2021 In dem Kommentar „Warum wir alle ziemlich lost sind" des Autors Mathias Wiedemann erschienen am 15.10.2020 in der Main Post geht es um Jugendwörter, welche Jugendliche jährlich wählen können. Es geht um lustige, diskriminierende wie auch um komische Bergriffe, deren Entstehung und Auswirkung. Auch Sichtweisen über das Voting werden dargestellt. Die heutige Jugendgeneration ist verwirrend, kreativ anregend aber auch brutal, was die Wahl des jährlichen Jugendwortes angeht. Die Jugendsprache hat in der heutigen Gesellschaft keinen bestimmten Stellenwert. Sprache grenzt sich von Generation zu Generation ab. Das Jugendwort des Jahres sage nicht mehr über die Jugendgeneration aus, als was man über alle anderen Generationen auch sagen könne. Die Begriffe, welche jedoch bei dem Voting herauskommen würden, könnten nur sehr junge Menschen verwenden. Für das Jahr 2020 sei für das Wort „lost" gevotet worden, welches sich selbst erklären lasse. Der Langenscheidt-Verlag kümmere sich um das Voting, um die Präsentation wie auch um das Erklären der gewählten Begriffe. Außerdem käme es zu Kritikpunkten auf Seiten der jungen und älteren Menschen, die Erwachsenen würden über die Wörter nur rätseln und die Jugendlichen seien nicht zufrieden mit dem letztendlichen Jugendwort des Jahres". In dem Jahr 2020 sei die Wahl des jährlichen Wortes durch ein Online-Voting zustande gekommen, bei...

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dem sich fast 100.000 Jugendliche beteiligt hätten. Das Ergebnis sei eine Liste mit den zehn Top-Wörtern. Darunter seien auch Begriffe wie das „komische „Mittwoch“ oder das „fremdschämende" „Cringe". Das Wort ,,Hurensohn" sei beispielsweise nicht zur Wahl zugelassen worden, da es diskriminierend sei. Der ausschlaggebende Punkt für das „Jugendwort des Jahres“ sei die Ermöglichung dadurch einen Einblick in die heutige Jugendgeneration zu bekommen. Jedoch würde dieser nur aussagen, dass die jugendliche Generation „geistreich“, „gemein“ und „rätselhaft“ sei. Doch auch die erwachsene Wahl des ,,Unwortes des Jahres" gebe nur ein Gefühl der Verlorenheit und keine klare Aussage. Der Sachtext ist in neun Sinnabschnitte bzw. Absätze unterteilt. Allgemein kann man sagen, dass die Argumentationsweise sehr plausibel ist, da fast ausschließlich Plausibilitätsargumente verwendet werden. Die Argumentationsstruktur setzt sich durchgängig aus der These, dem Argument und einem Beispiel bzw. einer Begründung zusammen. In dem ersten Absatz geht es um die Einführung in die Thematik. Die These beläuft sich darauf, dass man das Jugendwort des Jahres nicht verwenden kann, wenn man über 20 Jahre alt ist (Z.4f.). Erklären lässt sich dies mit dem angeführtem Plausibilitätsargument, dass dies einfach nur komisch rüberkommen würde (Z.5f.). Hiernach geht es um die Erklärung des aktuellen Jugendwortes. Die These lautet, dass das Jugendwort für 2020 passend ist, es lautet „lost“ (Z.6f.). Das Plausibilitätsargument zeigt, dass es im Gegensatz zu den Wörtern der vorherigen Jahre („Swag“, „Smombie" oder „fly sein") selbsterklärend ist (Z.8f.). Der Beleg ist, dass das Jugendwort „lost“ einfach zu verstehen ist. Es trägt die Bedeutung „Ahnungslosigkeit“, „Unsicherheit“ und „Unentschlossenheit“ (Z.10f.). Der dritte Absatz handelt von der Kritik an den Auswahlkriterien. Es handelt sich um Kritik von alten und jungen Menschen (Z.14f.). Das Plausibilitätsargument erläutert, dass alte Menschen über das Jugendwort rätseln und junge Menschen unzufrieden über die Wörter sind, da sie "out" seien oder nicht gebräuchlich (Z.14-17). Die Begründung dafür ist, dass 2019 kein Jugendwort gewählt wurde (Z.17f.). Nun geht es weiter mit der Info über den Ablauf der Wahl im Jahr 2020. Das Ergebnis wird nicht durch eine Jury sondern durch ein Online-Voting gewählt (Z.21f.). Unterstützt wird die These von einem Faktenargument, welches besagt, dass sich fast 100.000 Jugendliche online an der Wahl beteiligt haben. (Z.22f.). Der zugehörige Beleg sagt aus, dass das Ergebnis eine Liste mit zehn Top-Wörtern ist. Beispiele sind Wörter wie „Schabernack“ oder „Mittwoch“ (Z.24-26). Das entstehen von Jugendsprache lässt sich nicht anhand rationaler Kriterien erläutern. Die nächste These besagt, dass der Begriff „Mittwoch" den Favoriten der Jugendlichen gehört (Z.27). Plausibel gesagt, lässt sich der Begriff kaum erklären, denn es gebe nur komische 1 Patricia Siebke, 12a Deutsch Erläuterungen (Z.27f.). Es geht um Bilder von Fröschen mit dem Satz „Es ist Mittwoch, meine Kerle" (Z.29-32). Der sechste Sinnabschnitt handelt von Details zur Liste. Es wird die These aufgestellt, dass es um die Englischkenntnisse der heutigen Jugend gar nicht so schlecht stehen kann (Z.34). Argumentiert wird mit dem Faktenargument, dass es der Begriff „Cringe“ auf den Platz zwei der Top zehn geschafft hat (Z.35). Bei dem Begriff handelt es sich um das englische Wort für ,,Fremdschämen" (Z.36-38). 04.03.2021 Anschließend werden Auswahlkriterien der Liste dargelegt. Das Wort ,,Hurensohn" wurde zur Wahl nicht zugelassen (Z.40). Das Autoritätsargument erklärt, dass sich der Langenscheidt-Verlag dazu verantwortlich fühlt, diskriminierende Wörter nicht zu unterstützen (Z.42-44). Eine angeknüpfte widersprüchliche Anmerkung beläuft sich darauf, dass von der Jury eine „Ü-30-Party" als „Gammelfleischparty“ bezeichnet wurde, was auch kein Problem darstellte (Z.44-46). Gegen Ende des Sachtextes geht es um das Anzweifeln der Sinnhaftigkeit des Jugendwortes und die Aussagekraft dieser Wahl. Der Auto gibt eine erste konkrete Meinungsäußerung ab. Die These lautet, dass das Voting nicht viel Sinn macht. Die einzige Schlussfolge ist, dass sich ein paar Leute eine kurze Zeit jährlich über die Jugendwörter erfreuen (Z.48f.). Es wird plausibel argumentiert, dass Erwachsene durch das Jugendwort einen Einblick in die heutige Jugend bekommen können (Z.51). Der neunte Absatz ist das Fazit des Sachtextes. Es wird die These ausgesprochen, dass man nur drei Dinge durch das Jugendwort über die Jugend lernen könnte: Die heutige Jugendgeneration ist kreativ, gemein und rätselhaft, genauso wie jede andere Generation auch ist (Z.52-54). Plausibel wird argumentiert und gezeigt, dass auch Erwachsene in dem Sinne komisch seien. Auch unter den Älteren wird ein Wort des Jahres gewählt und zwar das „Unwort des Jahres" (Z.55-59). Der Autor kommt zu dem Fazit, dass sich Sprache von Generation zu Generation abgrenzt und die Jugend dabei keine besondere Rolle spielt. Jede Generation hat seine eigene Wortwahl (Z.55-59). Allgemein kann man sagen, dass im Textverlauf immer wieder dezente Kritik an verschiedenen Aspekten der Wahl aufkommen. Überwiegend ist der Sachtext aber informativ. Der Autor Mathias Wiedemann vollzieht zu dem verschiedene sprachliche Handlungen. Er widerspricht den Meinungen anderer (Z.44-46), erläutert seine Aussagen mit jedem Argument (Z.8f. / Z.35 / Z.42-44) und stellt einen Vergleich auf. Er stellt die jugendliche und ältere Generation gegenüber und vollzieht Aussagen (Z.52-59). Außerdem ist der Text beispielgebend geschrieben, weshalb er überzeugend und vertrauenswürdig bei dem Leser ankommt (Z.10f. / Z.24-26 / Z.44-46). Bei dem Analysieren der sprachlich-stilistischen Mittel fällt einem als erstes auf, dass viele Adjektive im Textverlauf verwendet werden. Beispiele sind hierbei ,,anbiedernd" (Z.5), „selbsterklärend“(Z.8), „vorhersehbar" (Z.14), „wunderschön“ (Z.25), „rätselhaft“(Z.25), „peinlich"(Z.37) und „gemein“ (Z.53). Diese Adjektive haben die Funktion, den Leser zu manipulieren und eine unbewusste Wertung aufzustellen. Wenn man beispielsweise das Adjektiv „rätselhaft" (Z.25) hört, hat man direkt die Wahrnehmung, dass die angeführte Situation komisch und unverständlich ist. In den ersten drei Zeilen des Kommentars werden zwei rhetorische Fragen verwendet, um den Leser anzusprechen und neugierig zu machen. Der Leser hat dadurch noch mehr Lust sich den Sachtext durchzulesen. Der Satz ,,Irgendwie gammelfleischig." in Zeile 6 hebt die abwertende Meinung des Autors hervor. Die Ellipse lässt den Inhalt klarer verstehen und macht den Satz mehr aussagekräftig. Der Vergleich „Ebenso vorhersehbar wie...“ in Zeile 14f. vergleicht die Meinung der älteren Generation mit der, der jüngeren Generation. Somit wird die Gemeinsamkeit sichtbar, dass beide Generationen das Jugendwort des Jahres kritisieren. Außerdem werden passend zum Thema viele englische Modewörter im Verlauf des Kommentars verwendet. Der Fachbegriff hierzu lautet Anglizismus, welcher sich auf die Wörter ,,out“, „lost“ und ,Top-Ten" in den Zeilen 16, 59 und 35 bezieht. Diese Begriffe haben einen Bezug auf die präsentierten Jugendwörter und lassen den Leser sich unbewusst noch weiter in das Thema vertiefen. In Zeile 18 lässt ein Anakoluth einen Bruch des Satzbaus zu. Hier gilt die Funktion, dass die angeführte abwertende Meinu des Autors hervorgehoben wird. 2 Patricia Siebke, 12a Deutsch 04.03.2021 Die weitere Ellipse ,,Ziemlich gediegen..." soll in Zeile 23f. verdeutlichen, dass 100.000 Teilnehmer an der Wahl des Jugendwortes 2020 nicht viele sind. Es gab in den Augen des Autors also nur wenige Teilnehmer. Die Ellipse in Zeile 25f. ,,...unter ihnen das wunderschöne Schabernack und das rätselhafte Mittwoch" hebt die Adjektive ,,wunderschön“ und „rätselhaft“ hervor. Diese Adjektive gelten als Abwertung. Gleichzeitig wird auch eine gewisse Ironie sichtbar, denn das Wort ,,Schabernack" wird hier als übertrieben besonders dargestellt, was es gar nicht ist. In der Zeile 33 kommt eine Wortneuschöpfung, also ein sogenannter Neologismus, vor: „Kulturpessimisten". Mit diesem Begriff werden Menschen bezeichnet, die nicht so viel von der heutigen Jugend halten. Gleich danach wird in den Zeilen 33 bis 35 wieder eine Ironie angeführt. Der Autor äußert sich hierbei ironisch und indirekt dazu, dass die heutige Generation keine Englisch-Kenntnisse habe, auch wenn die Jugendlichen englische Begriffe im Alltag benutzen. Das letzte stilistische Stilmittel ist eine Repetition in der Zeile 53. Hier wird dreimal der Begriff ,,ziemlich" hintereinander angeführt. Es werden drei gleichzeitige Eigenschaften der jugendlichen Generation offenbart. Die Jugendlichen seien ziemlich gemein, ziemlich geistreich und ziemlich rätselhaft. Durch die Repetition wird verdeutlicht, dass alle drei Charaktereigenschaften der Jugendlichen gleich stark sind. Die Sprachebene des Sachtextes ist allgemein sehr umgangssprachlich. Von dem Autor Mathias Wiedemann wird eine Alltagssprache verwendet. Er spricht allgemein sehr wertend über das Thema der Jugendsprache und des Jugendwortes, wertet die Jugend ab und verspottet sie sogar in jeglicher Sichtweise. Die Endungen mancher Sätze, wie zum Beispiel der wertende Abschluss „...,aber sei's drum“ aus Zeile 46 zeigt die Wertung und das Unverständnis des Autors gegenüber der Wahl des Jugendwortes. Außerdem nutzt der Verfasser eine Mischung aus vielen Bandwurm-Sätzen (Z.47-51) und einzeln stehenden Sätzen (Z.6). Es werden sehr viele Hypotaxe angeführt, wie in den Zeilen 47 bis 51. Man kann sagen, dass der Text das Ziel verfolgt, den Leser zu beeinflussen. Es wird im Allgemeinen eher schlecht und abwertend von dem Jugendwort des Jahres geredet. Diese Meinung soll der Leser übernehmen. Die Wahl ist eher schwachsinnig und unnötig. Die heutige Generation ist verwirrend und brutal, doch die ältere Generation ist in dem Sinne genauso ,,verloren". Zentral ist die Aussage, dass sich Sprache von Generation zu Generation abgrenzt. Das Jugendwort der Jahres sei in diesem Sinne nichts Besonders, denn die Jugendsprache habe in der Gesellschaft keinen besonderen Stellenwert. Jede Generation hat einen unterschiedlichen Sprachgebrauch, das ist normal. Angesprochen werden eher ältere Personen, wie Erwachsene. Hinsichtlich älterer Menschen ist der Kommentar aufklärend und informativ über das Jugendwort des Jahres. Der Text bietet zwar viele sachliche Informationen, stellt die heutige Jugend aber auch als ,,dumm" dar. Der Autor möchte den Leser von seiner Meinung überzeugen, dass die Wahl des Jugendwortes unsinnig sei. Er wertet die Wahl und die Jugend durch seine Argumentationsweise ab und lässt sie als „dumm" dar stehen. Mit Hilfe durch vieler Plausibilitätsargumente und rhetorischer Mittel wie Ellipsen, englischer Modewörter und Ironie gelingt dem Autor dies. Zu dem macht die Verwendung vieler Adjektive eine wertende Darstellung des Autors möglich. Das Thema welches der Autor behandelt, könnte aktueller nicht sein. Es geht um die letzte Wahl des Jugendwortes sowie um aktuelle Umstände. Der Autor argumentiert stark einseitig. Er ist abwertend gegenüber der jugendlichen Generation sowie der Wahl des Jugendwortes. Er präsentiert nur die negativen Dinge an der Wahl, nicht die positiven. Er nimmt nicht die Sichtweise der Jugendlichen auf, sondern nur die der Erwachsenen. Er beleuchtet das Thema nur von einer Seite, nicht von beiden. Ich persönlich finde den Artikel bzw. den Kommentar zu einseitig und nicht wirklich hilfreich. Ich finde es sehr unfair, dass die Meinung der teilnehmenden Jugendlichen an der Wahl nicht berücksichtigt wird. Stattdessen werden hierbei nur die negativen Seiten bzw. komischen Dinge an der Jugendkultur dargelegt, was Erwachsene gar nicht verstehen können. Es ist also absolut nicht effektiv, dass so ein Kommentar von einer älteren Person geschrieben wird. Stattdessen könnte ein Jugendlicher die Sichtweisen der heutigen Generation viel besser zeigen und Unverständlichkeiten erklären, was dem Autor vielleicht als komisch vorkam. Frag die offen bleiben, sind: „Was sagt die heutige Jugendgeneration zu dem Thema?“, „Wie würden Jugendliche das Jugendwort des Jahres beschreiben?" und "Wie würden sie sich rechtfertigen?". 3

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Vielen Dank, wirklich hilfreich für mich, da wir gerade genau das Thema in der Schule haben 😁

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dem sich fast 100.000 Jugendliche beteiligt hätten. Das Ergebnis sei eine Liste mit den zehn Top-Wörtern. Darunter seien auch Begriffe wie das „komische „Mittwoch“ oder das „fremdschämende" „Cringe". Das Wort ,,Hurensohn" sei beispielsweise nicht zur Wahl zugelassen worden, da es diskriminierend sei. Der ausschlaggebende Punkt für das „Jugendwort des Jahres“ sei die Ermöglichung dadurch einen Einblick in die heutige Jugendgeneration zu bekommen. Jedoch würde dieser nur aussagen, dass die jugendliche Generation „geistreich“, „gemein“ und „rätselhaft“ sei. Doch auch die erwachsene Wahl des ,,Unwortes des Jahres" gebe nur ein Gefühl der Verlorenheit und keine klare Aussage. Der Sachtext ist in neun Sinnabschnitte bzw. Absätze unterteilt. Allgemein kann man sagen, dass die Argumentationsweise sehr plausibel ist, da fast ausschließlich Plausibilitätsargumente verwendet werden. Die Argumentationsstruktur setzt sich durchgängig aus der These, dem Argument und einem Beispiel bzw. einer Begründung zusammen. In dem ersten Absatz geht es um die Einführung in die Thematik. Die These beläuft sich darauf, dass man das Jugendwort des Jahres nicht verwenden kann, wenn man über 20 Jahre alt ist (Z.4f.). Erklären lässt sich dies mit dem angeführtem Plausibilitätsargument, dass dies einfach nur komisch rüberkommen würde (Z.5f.). Hiernach geht es um die Erklärung des aktuellen Jugendwortes. Die These lautet, dass das Jugendwort für 2020 passend ist, es lautet „lost“ (Z.6f.). Das Plausibilitätsargument zeigt, dass es im Gegensatz zu den Wörtern der vorherigen Jahre („Swag“, „Smombie" oder „fly sein") selbsterklärend ist (Z.8f.). Der Beleg ist, dass das Jugendwort „lost“ einfach zu verstehen ist. Es trägt die Bedeutung „Ahnungslosigkeit“, „Unsicherheit“ und „Unentschlossenheit“ (Z.10f.). Der dritte Absatz handelt von der Kritik an den Auswahlkriterien. Es handelt sich um Kritik von alten und jungen Menschen (Z.14f.). Das Plausibilitätsargument erläutert, dass alte Menschen über das Jugendwort rätseln und junge Menschen unzufrieden über die Wörter sind, da sie "out" seien oder nicht gebräuchlich (Z.14-17). Die Begründung dafür ist, dass 2019 kein Jugendwort gewählt wurde (Z.17f.). Nun geht es weiter mit der Info über den Ablauf der Wahl im Jahr 2020. Das Ergebnis wird nicht durch eine Jury sondern durch ein Online-Voting gewählt (Z.21f.). Unterstützt wird die These von einem Faktenargument, welches besagt, dass sich fast 100.000 Jugendliche online an der Wahl beteiligt haben. (Z.22f.). Der zugehörige Beleg sagt aus, dass das Ergebnis eine Liste mit zehn Top-Wörtern ist. Beispiele sind Wörter wie „Schabernack“ oder „Mittwoch“ (Z.24-26). Das entstehen von Jugendsprache lässt sich nicht anhand rationaler Kriterien erläutern. Die nächste These besagt, dass der Begriff „Mittwoch" den Favoriten der Jugendlichen gehört (Z.27). Plausibel gesagt, lässt sich der Begriff kaum erklären, denn es gebe nur komische 1 Patricia Siebke, 12a Deutsch Erläuterungen (Z.27f.). Es geht um Bilder von Fröschen mit dem Satz „Es ist Mittwoch, meine Kerle" (Z.29-32). Der sechste Sinnabschnitt handelt von Details zur Liste. Es wird die These aufgestellt, dass es um die Englischkenntnisse der heutigen Jugend gar nicht so schlecht stehen kann (Z.34). Argumentiert wird mit dem Faktenargument, dass es der Begriff „Cringe“ auf den Platz zwei der Top zehn geschafft hat (Z.35). Bei dem Begriff handelt es sich um das englische Wort für ,,Fremdschämen" (Z.36-38). 04.03.2021 Anschließend werden Auswahlkriterien der Liste dargelegt. Das Wort ,,Hurensohn" wurde zur Wahl nicht zugelassen (Z.40). Das Autoritätsargument erklärt, dass sich der Langenscheidt-Verlag dazu verantwortlich fühlt, diskriminierende Wörter nicht zu unterstützen (Z.42-44). Eine angeknüpfte widersprüchliche Anmerkung beläuft sich darauf, dass von der Jury eine „Ü-30-Party" als „Gammelfleischparty“ bezeichnet wurde, was auch kein Problem darstellte (Z.44-46). Gegen Ende des Sachtextes geht es um das Anzweifeln der Sinnhaftigkeit des Jugendwortes und die Aussagekraft dieser Wahl. Der Auto gibt eine erste konkrete Meinungsäußerung ab. Die These lautet, dass das Voting nicht viel Sinn macht. Die einzige Schlussfolge ist, dass sich ein paar Leute eine kurze Zeit jährlich über die Jugendwörter erfreuen (Z.48f.). Es wird plausibel argumentiert, dass Erwachsene durch das Jugendwort einen Einblick in die heutige Jugend bekommen können (Z.51). Der neunte Absatz ist das Fazit des Sachtextes. Es wird die These ausgesprochen, dass man nur drei Dinge durch das Jugendwort über die Jugend lernen könnte: Die heutige Jugendgeneration ist kreativ, gemein und rätselhaft, genauso wie jede andere Generation auch ist (Z.52-54). Plausibel wird argumentiert und gezeigt, dass auch Erwachsene in dem Sinne komisch seien. Auch unter den Älteren wird ein Wort des Jahres gewählt und zwar das „Unwort des Jahres" (Z.55-59). Der Autor kommt zu dem Fazit, dass sich Sprache von Generation zu Generation abgrenzt und die Jugend dabei keine besondere Rolle spielt. Jede Generation hat seine eigene Wortwahl (Z.55-59). Allgemein kann man sagen, dass im Textverlauf immer wieder dezente Kritik an verschiedenen Aspekten der Wahl aufkommen. Überwiegend ist der Sachtext aber informativ. Der Autor Mathias Wiedemann vollzieht zu dem verschiedene sprachliche Handlungen. Er widerspricht den Meinungen anderer (Z.44-46), erläutert seine Aussagen mit jedem Argument (Z.8f. / Z.35 / Z.42-44) und stellt einen Vergleich auf. Er stellt die jugendliche und ältere Generation gegenüber und vollzieht Aussagen (Z.52-59). Außerdem ist der Text beispielgebend geschrieben, weshalb er überzeugend und vertrauenswürdig bei dem Leser ankommt (Z.10f. / Z.24-26 / Z.44-46). Bei dem Analysieren der sprachlich-stilistischen Mittel fällt einem als erstes auf, dass viele Adjektive im Textverlauf verwendet werden. Beispiele sind hierbei ,,anbiedernd" (Z.5), „selbsterklärend“(Z.8), „vorhersehbar" (Z.14), „wunderschön“ (Z.25), „rätselhaft“(Z.25), „peinlich"(Z.37) und „gemein“ (Z.53). Diese Adjektive haben die Funktion, den Leser zu manipulieren und eine unbewusste Wertung aufzustellen. Wenn man beispielsweise das Adjektiv „rätselhaft" (Z.25) hört, hat man direkt die Wahrnehmung, dass die angeführte Situation komisch und unverständlich ist. In den ersten drei Zeilen des Kommentars werden zwei rhetorische Fragen verwendet, um den Leser anzusprechen und neugierig zu machen. Der Leser hat dadurch noch mehr Lust sich den Sachtext durchzulesen. Der Satz ,,Irgendwie gammelfleischig." in Zeile 6 hebt die abwertende Meinung des Autors hervor. Die Ellipse lässt den Inhalt klarer verstehen und macht den Satz mehr aussagekräftig. Der Vergleich „Ebenso vorhersehbar wie...“ in Zeile 14f. vergleicht die Meinung der älteren Generation mit der, der jüngeren Generation. Somit wird die Gemeinsamkeit sichtbar, dass beide Generationen das Jugendwort des Jahres kritisieren. Außerdem werden passend zum Thema viele englische Modewörter im Verlauf des Kommentars verwendet. Der Fachbegriff hierzu lautet Anglizismus, welcher sich auf die Wörter ,,out“, „lost“ und ,Top-Ten" in den Zeilen 16, 59 und 35 bezieht. Diese Begriffe haben einen Bezug auf die präsentierten Jugendwörter und lassen den Leser sich unbewusst noch weiter in das Thema vertiefen. In Zeile 18 lässt ein Anakoluth einen Bruch des Satzbaus zu. Hier gilt die Funktion, dass die angeführte abwertende Meinu des Autors hervorgehoben wird. 2 Patricia Siebke, 12a Deutsch 04.03.2021 Die weitere Ellipse ,,Ziemlich gediegen..." soll in Zeile 23f. verdeutlichen, dass 100.000 Teilnehmer an der Wahl des Jugendwortes 2020 nicht viele sind. Es gab in den Augen des Autors also nur wenige Teilnehmer. Die Ellipse in Zeile 25f. ,,...unter ihnen das wunderschöne Schabernack und das rätselhafte Mittwoch" hebt die Adjektive ,,wunderschön“ und „rätselhaft“ hervor. Diese Adjektive gelten als Abwertung. Gleichzeitig wird auch eine gewisse Ironie sichtbar, denn das Wort ,,Schabernack" wird hier als übertrieben besonders dargestellt, was es gar nicht ist. In der Zeile 33 kommt eine Wortneuschöpfung, also ein sogenannter Neologismus, vor: „Kulturpessimisten". Mit diesem Begriff werden Menschen bezeichnet, die nicht so viel von der heutigen Jugend halten. Gleich danach wird in den Zeilen 33 bis 35 wieder eine Ironie angeführt. Der Autor äußert sich hierbei ironisch und indirekt dazu, dass die heutige Generation keine Englisch-Kenntnisse habe, auch wenn die Jugendlichen englische Begriffe im Alltag benutzen. Das letzte stilistische Stilmittel ist eine Repetition in der Zeile 53. Hier wird dreimal der Begriff ,,ziemlich" hintereinander angeführt. Es werden drei gleichzeitige Eigenschaften der jugendlichen Generation offenbart. Die Jugendlichen seien ziemlich gemein, ziemlich geistreich und ziemlich rätselhaft. Durch die Repetition wird verdeutlicht, dass alle drei Charaktereigenschaften der Jugendlichen gleich stark sind. Die Sprachebene des Sachtextes ist allgemein sehr umgangssprachlich. Von dem Autor Mathias Wiedemann wird eine Alltagssprache verwendet. Er spricht allgemein sehr wertend über das Thema der Jugendsprache und des Jugendwortes, wertet die Jugend ab und verspottet sie sogar in jeglicher Sichtweise. Die Endungen mancher Sätze, wie zum Beispiel der wertende Abschluss „...,aber sei's drum“ aus Zeile 46 zeigt die Wertung und das Unverständnis des Autors gegenüber der Wahl des Jugendwortes. Außerdem nutzt der Verfasser eine Mischung aus vielen Bandwurm-Sätzen (Z.47-51) und einzeln stehenden Sätzen (Z.6). Es werden sehr viele Hypotaxe angeführt, wie in den Zeilen 47 bis 51. Man kann sagen, dass der Text das Ziel verfolgt, den Leser zu beeinflussen. Es wird im Allgemeinen eher schlecht und abwertend von dem Jugendwort des Jahres geredet. Diese Meinung soll der Leser übernehmen. Die Wahl ist eher schwachsinnig und unnötig. Die heutige Generation ist verwirrend und brutal, doch die ältere Generation ist in dem Sinne genauso ,,verloren". Zentral ist die Aussage, dass sich Sprache von Generation zu Generation abgrenzt. Das Jugendwort der Jahres sei in diesem Sinne nichts Besonders, denn die Jugendsprache habe in der Gesellschaft keinen besonderen Stellenwert. Jede Generation hat einen unterschiedlichen Sprachgebrauch, das ist normal. Angesprochen werden eher ältere Personen, wie Erwachsene. Hinsichtlich älterer Menschen ist der Kommentar aufklärend und informativ über das Jugendwort des Jahres. Der Text bietet zwar viele sachliche Informationen, stellt die heutige Jugend aber auch als ,,dumm" dar. Der Autor möchte den Leser von seiner Meinung überzeugen, dass die Wahl des Jugendwortes unsinnig sei. Er wertet die Wahl und die Jugend durch seine Argumentationsweise ab und lässt sie als „dumm" dar stehen. Mit Hilfe durch vieler Plausibilitätsargumente und rhetorischer Mittel wie Ellipsen, englischer Modewörter und Ironie gelingt dem Autor dies. Zu dem macht die Verwendung vieler Adjektive eine wertende Darstellung des Autors möglich. Das Thema welches der Autor behandelt, könnte aktueller nicht sein. Es geht um die letzte Wahl des Jugendwortes sowie um aktuelle Umstände. Der Autor argumentiert stark einseitig. Er ist abwertend gegenüber der jugendlichen Generation sowie der Wahl des Jugendwortes. Er präsentiert nur die negativen Dinge an der Wahl, nicht die positiven. Er nimmt nicht die Sichtweise der Jugendlichen auf, sondern nur die der Erwachsenen. Er beleuchtet das Thema nur von einer Seite, nicht von beiden. Ich persönlich finde den Artikel bzw. den Kommentar zu einseitig und nicht wirklich hilfreich. Ich finde es sehr unfair, dass die Meinung der teilnehmenden Jugendlichen an der Wahl nicht berücksichtigt wird. Stattdessen werden hierbei nur die negativen Seiten bzw. komischen Dinge an der Jugendkultur dargelegt, was Erwachsene gar nicht verstehen können. Es ist also absolut nicht effektiv, dass so ein Kommentar von einer älteren Person geschrieben wird. Stattdessen könnte ein Jugendlicher die Sichtweisen der heutigen Generation viel besser zeigen und Unverständlichkeiten erklären, was dem Autor vielleicht als komisch vorkam. Frag die offen bleiben, sind: „Was sagt die heutige Jugendgeneration zu dem Thema?“, „Wie würden Jugendliche das Jugendwort des Jahres beschreiben?" und "Wie würden sie sich rechtfertigen?". 3