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Schwerpunkt-Themen: -Spracherwerbs-Theorien -Sprachgeschichtlicher Wandel -Sprachvarietäten -Sprache-Denken-Wirklichkeit Spracherwerbs-Theorien: Sprache Lernzettel: Deutsch LK Behaviorismus Vertreter: B.F. Skinner Moderne Erkenntnisse zum Spracherwerb: Prozess des Spracherwerbs beruht auf Lernen Sozial/kognitiver Vorgang Genetische Veranlagung spielt ebenfalls eine Rolle Theorie: Sprache als Produkt der Nachahmung Kognitivismus Prozess: Belohnung/Sanktionen (Konditionierung) Sprach-Gen: FoxP3 Nativismus Vertreter: N. Chomsky/S. Pinker Theorie: Spracherwerbmechanismus ist angeboren (Universalgrammatik) Prozess: Ableitung aus gehörter Sprache Vertreter: J. Piaget Theorie: Spracherwerb und kognitives Lernen analog Prozess: Denkvermögen (Kognition)/Erfahrungen mit der Umwelt Interaktionismus Vertreter: L. S. Wygotski Theorie: Grundvoraussetzung Wechselseitige Kommunikation (Kind/Bezugsperson) Prozess: Interaktion und Wiederholung Sprachgeschichtlicher Wandel: Die Geschichte der deutschen Sprache: Indoeuropäisch Urgermanisch Sprachwandel oder Sprachverfall? Ursachen/Motive: -Kontakt zu anderen Sprachen/Kulturen -Vereinfachung/Bereicherung/Komplexität Merke: Sprachwandel findet in allen Sprachen und Kulturen, in jedem Bereich, zu jeder Zeit statt! (meist unbemerkt, fließend und über einen längeren Zeitraum hinweg... Selbstregulation!) -Gesellschaftliche Veränderungen/Fortschritt -Veränderung der Rechtschreibung -Regional/Dialektal bedingte Veränderungen Phänomene: -fehlerhafte Satzkonstruktionen/Grammatik -Schwinden des Genitivs und des Konjunktivs -Verlust von Wortendungen (Apokope) Allgemeiner Wandel der Sprache: Lexik Ostgermanisch Nordgermanisch -Falsche Deklinationen -Chatsprache, Abkürzungen, Anglizismen und Neologismen -Syntaxfehler (z.B. Haupt- statt Nebensatz) -Verschmelzung von Wörtern (Kontraktion) -Falsche Präpositionen und Artikel -Übernahme der gesprochenen in die schriftliche Sprache Grammatik Westgermanisch Semantik Orthographie Syntax Gotisch Isländisch →Norwegisch →Dänisch → Schwedisch Englisch Deutsch Friesisch Niederländisch Vorteile: -Deutsch = Althochdeutsch (ca. 750-1050) Mittelhochdeutsch (ca. 150-1350) Frühneuhochdeutsch (ca. 1350-1650) Neuhochdeutsch (ab ca. 1650) Mischsprache (schon immer!) -Sprachvielfalt -Verständnis für fremde Kulturen -Differenziertere Ausdrucksmöglichkeit -Anpassungsfähigkeit der Sprache (lebendiges Konstrukt) Nachteile: -Standardsprache geht verloren -Diskriminierung von Sprachgemeinschaften -Kommunikationsprobleme -Generationenkonflikt Gezielter Sprachwandel (Sprachlenkung): -Sprachmanipulation (z.B. Nationalsozialismus, DDR) ,,Sprachpfleger" (z.B. Linguisten) ,,Sprachlenkung von oben" (z.B. Gendern) Es besteht ein enger Zusammenhang zwischen Sprachgebrauch und Zeitgeschichte. Der Sprachwandel wird also durch historische, kulturpolitische und gesellschaftliche Ursachen beeinflusst. Phasen des Sprachwandels: (Deutschland) Dominanz Italienischer/Französischer Sprache (Renaissance) 19. Jhd. Einführung der deutschen Standardsprache 20. Jhd. Britischer/Amerikanischer Einfluss Nach 1945 Englische Weltsprache Ab 1990...

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Vielen Dank, wirklich hilfreich für mich, da wir gerade genau das Thema in der Schule haben 😁

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