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Terror: Dialoganalyse Verhör Lars Koch

Terror: Dialoganalyse Verhör Lars Koch

 Deutsch Übung Klassenarbeit: Dialoganalyse Nadine Schneider
Das Drama ,,Terror" von Ferdinand Schirach wurde 2015 veröffentlicht
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Es handelt sich um eine Dialog- bzw. Szenenanalyse zum Verhör des Lars Koch aus dem Buch „Terror“ von Ferdinand von Schirach. Die genaue Stelle ist S.76-S.79

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Deutsch Übung Klassenarbeit: Dialoganalyse Nadine Schneider Das Drama ,,Terror" von Ferdinand Schirach wurde 2015 veröffentlicht und handelt von der Gerichtsverhandlung des Kampfpiloten Lars Koch, der gegen den Befehl seiner Vorgesetzten auf ein von einem Terroristen entführtes Flugzeug schießt, bevor es in die besetzte Allianz-Arena stürzen kann, und somit alle Passagiere tötet. Der Autor fordert den Leser direkt zu einem eigenen Urteil auf. Bei der im Folgenden analysierten Szene handelt es sich um ein Verhör des Angeklagten Lars Koch durch die Staatsanwältin Nelson, nachdem dieser zuvor durch den Vorsitzenden befragt wurde. Thema des Gesprächs sind ethische sowie rechtliche Fragen bezüglich Lars Kochs Entscheidung, weshalb das Verhör mehrmals vom Verteidiger unterbrochen wird. Im Anschluss dieser Szene wird das Kreuzverhör weiterhin fortgeführt. Die Staatsanwältin und der Angeklagte sowie sein Verteidiger vertreten in der Gerichtsverhandlung zwei unterschiedliche Seiten. Während Lars Koch und sein Anwalt zwar zugeben, dass Lars Koch rechtswidrig gehandelt hat, aber sich nicht schuldig bekennt, versucht Nelson hartnäckig ihn zur Rechenschaft zu ziehen. Dieses beharrliche Verhalten muss aus ihrem Beruf hervorgehen und zeigt sich, indem die Staatsanwältin Fragen stellt, die Lars Kochs Schuld aufdecken sollen, beispielsweise ,,Hätten Sie denn sehen können, ob die Passagiere gerade versuchten, ins Cockpit einzudringen?“ (S.76, Z.26f.). Der Angeklagte ist ein intelligenter und kompetenter Mann, der sich über sein Handeln bewusst ist, daher lässt er sich nicht einschüchtern und gibt kurze sachliche...

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Antworten (vgl. S.77, Z.2, Z.13). Lediglich der Verteidiger scheint sich durch die kritischen Nachfragen bedroht zu fühlen, weshalb er die Staatsanwältin wiederholt unterbricht (S.77, Z.15/ S.78, Z.19). Der zynische Charakter Nelsons spiegelt sich in direkten Forderungen wie ,,Entweder Sie beanstanden jetzt meine Frage durch einen Antrag, oder Sie unterbrechen mich nicht weiter." (S78, Z.22f.) wider. Ihre Verhörtechnik zeichnet sich auch durch Hinterfragungen aus, deren Antwort sie eigentlich schon kennt, denn dadurch verfolgt sie das Ziel, dass der Angeklagte seine Fehler selber bekennt. Bestärkt wird dieses Verhalten auch dadurch, dass die Staatsanwältin die Antworten wiederholt (vgl. S78, Z.16). Besonders zwischen dem Verteidiger und der Staatsanwältin herrscht eine gereizte Atmosphäre. So reagiert dieser sehr erbost und wirft ihr vor, die Antworten des Angeklagten zu kommentieren (S78, Z.19f.), nachdem sie mit ,,In Ordnung.“ (S.78, Z.16) antwortet. Ein mehrfaches Eingreifen durch den Vorsitzenden ist erforderlich, um darauf hinzuweisen, dass Beanstandungen förmlich einzureichen sind (S.79, Z.1f.). Der Verteidiger empfindet die Situation als ungerecht, weshalb er auch den Kopf schüttelt (S.78, Z.3). Um Lars Koch in die Enge zu treiben, möchte Nelson von ihm wissen, wie er seine Entscheidung rechtlich begründet, da sie weiß, dass er auf rechtlicher Seite in keinem Fall richtig antworten kann (S.79, Z.18). Zudem geht sie auch auf seine Vergangenheit ein und merkt an, dass er ,,sich in [seiner] Ausbildung intensiv mit Fragen des Rechts beschäftigt" habe (S.79, Z.7- 10). Als dominierende Gesprächsteilnehmerin erweist sich überwiegend die Staatsanwältin, bis schließlich der Vorsitzende nun auch bei ihr eingreift, da das Gericht ,,keine Rechtsgespräche mit einem Angeklagten führen" darf (S.79, Z.20-25). Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts spielt besonders in der heutigen Zeit eine große Rolle, weshalb Lars Kochs Situation an Terroranschläge wie Charlie Hebdo und den 11. September angelehnt ist. Die Diskussion behandelt ein ethisches Dilemma, bei dem es kein wirklich richtiges Handeln geben kann. Lars Koch besteht auf seiner Unschuld, da er sich in einer Extremsituation befunden und das kleinere Übel gewählt hat, doch die Staatsanwältin erklärt es als falsch und argumentiert stets mit den rechtlichen Vorschriften. Mit dieser Szene wird der Höhepunkt des Dramas, das Kreuzverhör, erst eingeleitet, weshalb die Texstelle insgesamt nicht als enorm bedeutsam eingestuft werden kann. Dennoch ist sie wichtig, da der Angeklagte dauerhaft mit kritischen Fragen in 2 direktem Bezug auf sein Handeln konfrontiert wird und seine Entscheidungsfindung genau erklären muss 3

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Antworten (vgl. S.77, Z.2, Z.13). Lediglich der Verteidiger scheint sich durch die kritischen Nachfragen bedroht zu fühlen, weshalb er die Staatsanwältin wiederholt unterbricht (S.77, Z.15/ S.78, Z.19). Der zynische Charakter Nelsons spiegelt sich in direkten Forderungen wie ,,Entweder Sie beanstanden jetzt meine Frage durch einen Antrag, oder Sie unterbrechen mich nicht weiter." (S78, Z.22f.) wider. Ihre Verhörtechnik zeichnet sich auch durch Hinterfragungen aus, deren Antwort sie eigentlich schon kennt, denn dadurch verfolgt sie das Ziel, dass der Angeklagte seine Fehler selber bekennt. Bestärkt wird dieses Verhalten auch dadurch, dass die Staatsanwältin die Antworten wiederholt (vgl. S78, Z.16). Besonders zwischen dem Verteidiger und der Staatsanwältin herrscht eine gereizte Atmosphäre. So reagiert dieser sehr erbost und wirft ihr vor, die Antworten des Angeklagten zu kommentieren (S78, Z.19f.), nachdem sie mit ,,In Ordnung.“ (S.78, Z.16) antwortet. Ein mehrfaches Eingreifen durch den Vorsitzenden ist erforderlich, um darauf hinzuweisen, dass Beanstandungen förmlich einzureichen sind (S.79, Z.1f.). Der Verteidiger empfindet die Situation als ungerecht, weshalb er auch den Kopf schüttelt (S.78, Z.3). Um Lars Koch in die Enge zu treiben, möchte Nelson von ihm wissen, wie er seine Entscheidung rechtlich begründet, da sie weiß, dass er auf rechtlicher Seite in keinem Fall richtig antworten kann (S.79, Z.18). Zudem geht sie auch auf seine Vergangenheit ein und merkt an, dass er ,,sich in [seiner] Ausbildung intensiv mit Fragen des Rechts beschäftigt" habe (S.79, Z.7- 10). Als dominierende Gesprächsteilnehmerin erweist sich überwiegend die Staatsanwältin, bis schließlich der Vorsitzende nun auch bei ihr eingreift, da das Gericht ,,keine Rechtsgespräche mit einem Angeklagten führen" darf (S.79, Z.20-25). Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts spielt besonders in der heutigen Zeit eine große Rolle, weshalb Lars Kochs Situation an Terroranschläge wie Charlie Hebdo und den 11. September angelehnt ist. Die Diskussion behandelt ein ethisches Dilemma, bei dem es kein wirklich richtiges Handeln geben kann. Lars Koch besteht auf seiner Unschuld, da er sich in einer Extremsituation befunden und das kleinere Übel gewählt hat, doch die Staatsanwältin erklärt es als falsch und argumentiert stets mit den rechtlichen Vorschriften. Mit dieser Szene wird der Höhepunkt des Dramas, das Kreuzverhör, erst eingeleitet, weshalb die Texstelle insgesamt nicht als enorm bedeutsam eingestuft werden kann. Dennoch ist sie wichtig, da der Angeklagte dauerhaft mit kritischen Fragen in 2 direktem Bezug auf sein Handeln konfrontiert wird und seine Entscheidungsfindung genau erklären muss 3