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Textgebundene Erörterung zum Thema Realität und Fiktion

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 Materialgestütztes Verfassen eines argumentierenden Textes zum Thema Realität und Fiktion
„Trigger Warnings im Deutschunterricht"
Antisemit

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Vincent Alagna

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Materialgestütztes Verfassen eines argumentierenden Textes zum Thema Realität und Fiktion

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Materialgestütztes Verfassen eines argumentierenden Textes zum Thema Realität und Fiktion „Trigger Warnings im Deutschunterricht" Antisemitismus in „Der Kaufmann von Venedig", Selbstmord in ,,Der große Gatsby", Rassismus in ,,Die Abenteuer des Huckleberry Finn“ – unzählige Literaturklassiker schocken mit schwer verdaulichem Inhalt. Damit sind sie eine potenzielle Gefahr für die psychische Gesundheit von Lesern, die in ihrer Vergangenheit selbst traumatische Erfahrungen gemacht haben. Mit sogenannten ,,Trigger Warnings“ sollen auf diese Weise besonders sensible oder unter PTBS (Posttraumatische Belastungsstörungen) leidende Leser geschützt werden. Um Auslösende Schlüsselreize für Erinnerungen zu meiden würden mit Trigger Warnings Warnungen in Form von Vermerkungen angestellt werden, die vor einer besonders graphischen Szene eingesetzt werden, damit diese beliebig übersprungen werden könnten. Doch inwiefern tragen ,,Trigger Warnings" zu einer Vorbeugung solcher Reiz Auslöser bei und was bedeutet dies indes für nicht betroffene Leser? Eines der Kernsymptome einer Posttraumatischen Belastungsstörung sind, eine schlechte Reaktion zu erleiden, die an das jeweilige Trauma erinnert. Diese Reaktion, bestehend aus schmerzhaften und quälenden Flashbacks (Rückblenden), konkludiert eine Situation, in der die Person ihr Trauma erneut erlebt. Dabei gelten bestimmte Worte oder Bilder als ein Auslöser dessen. Während es offensichtlich scheint, dass in einem Film eine Szene, in der ein sexueller Missbrauch abgebildet wird, einen Auslöser von jenen Leuten, die mit sexuellem Missbrauch zu tun hatten, darstellt, ist es in Realität oftmals nicht...

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der Fall. Jene Auslöser unterscheiden sich von Mensch zu Mensch stark, da diese sehr spezifisch sind. Der Betroffene hält in seinen traumatischen Situationen an bestimmten Gegenständen oder Worten fest, an die er sich erinnert. Aufgrund dessen ist es unmöglich, alle Auslöser vorzubeugen und sehr schwierig, eine Richtlinie zu finden an der gemessen werden kann, ob für eine bestimmte Szene Trigger Warnings vorgesehen sein müssen oder nicht. Außerdem kann es auftreten, dass Trigger Warnings bei jeglichen Lesern den ,,Placebo Effekt" hervorruft. Hierbei könnten Leser Ängste entwickeln, auf Grundlage von Trigger Warnings an sich. Eine Studie der Harvard University bewies dies mit folgendem Versuch: Zunächst suchten sie sich Testteilnehmer, die sie in 2 Gruppen aufteilten: Die erste Gruppe las Werke von multiplen Autoren in denen blutige Schilderungen auftraten. Die zweite Gruppe tat das Gleiche mit dem Unterschied, dass an jenen Textstellen von verstörenden Inhalten, die Angstzustände auslösen könnten, gewarnt wurde. Dies wirkte oftmals wie eine selbsterfüllende Prophezeiung und die Leser bekamen mit dem Trigger Warning eher Angst. Demnach würde eine Vorwarnung als Form eines Trigger Warnings die Situation schlimmer darstellen, als sie eigentlich ist wirkt daher eher kontraproduktiv. Als eine Vorwarnung um belastende Textstellen zu überspringen, sehe ich daher tatsächlich eher als einen Nachteil, als einen Vorteil. Trigger Warnings könnten von vielen Menschen auch missverstanden werden. Trigger Warnings könnten literarische Werke in ein falsches Licht stellen und den Anschein erwecken als wären diese Werke nicht mehr zeitgemäß. Diese Aussage ist nicht für alle Werke zu verallgemeinern, bei besonders schwierigen und sensiblen Themen, müsste eine Aufklärung erfolgen. Jedoch könnte man meinen, Trigger Warnings stellen eine Beleidigung für entsprechende Werke dar. Graphischer Inhalt kann an vielen Stellen sogar als Erziehungsmittel eingesetzt werden. In Fulda verurteilte ein Richter jugendliche Straftäter nicht mehr zu gemeinnütziger Arbeit, sondern er ließ sie Bücher lesen. Dabei intendierte der Richter, die Köpfe der Ersttäter zu erreichen, wie es auch sein Auftrag des Gesetzes sei. Er wollte nicht nur strafen, sondern auch erziehen. Tatsächlich erachte ich hier Lesen sowohl als eine bessere Alternative, da sich Jugendliche über entsprechende Themen Gedanken machen können und sich aus einer anderen Sichtweise besser zurechtfinden können. Bei der Einsetzung solcher Trigger Warnings im Deutschunterricht kann es vorwiegend zu Missbräuchen führen. Schüler, die im Rahmen des Unterrichts eine Lektüre behandeln und lesen müssen, finden in Trigger Warnings einen Ausweg aus dem öden Lesen. Nicht selten würde es vorkommen, dass Schüler Trigger Warnings als einen Vorwand zu benutzen, um entsprechende Lektüren zu meiden und nicht zu lesen. Die klar abzuschätzenden Folgen wären ein großes Unterrichtsstoff- Defizit, unter dem Schüler als auch Lehrer leiden müssten. Bei der Berücksichtigung aller Aspekte stelle ich erneut ein eine sehr klare Prognose fest. Trigger Warnings in literarischen Werken sind unnötig und sollten vermieden werden. Alleinig wegen dem vielen Aufwand, der dafür betrieben werden müsste, dem tatsächlichen Wirkungsgrad und der negativen Wirkung auf die Leser, die nicht davon betroffen sind. Bei der Debatte sollte man Trigger Warnings nicht mit jenen in Büchern und Filmen gleichsetzten, da dies unterschiedliche Themen sind. Trigger Warnings in diesem Falle im Deutschunterricht einzusetzen sehe ich besonders problematisch. Anstatt dessen ist es umso wichtiger, problematische Themen umso ausführlicher zu behandeln, oder im Einzelfall die Schüler mündlich zu warnen. Jedoch ist es schwer zu verlangen, dass sich sensible Leser oder PTBS Erkrankte mit fehlenden Trigger Warnings abfinden müssen, jedoch muss man hier vom Allgemeinwohl ausgehen und berücksichtigen, dass es durch Trigger Warnings auch bei nicht betroffenen Lesern zu Problemen führen kann. Nach wie vor gibt es viele Bücher die speziell für betroffene Leute ausgerichtet sind, auf die man im Zweifelsfall zurückgreifen kann.

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der Fall. Jene Auslöser unterscheiden sich von Mensch zu Mensch stark, da diese sehr spezifisch sind. Der Betroffene hält in seinen traumatischen Situationen an bestimmten Gegenständen oder Worten fest, an die er sich erinnert. Aufgrund dessen ist es unmöglich, alle Auslöser vorzubeugen und sehr schwierig, eine Richtlinie zu finden an der gemessen werden kann, ob für eine bestimmte Szene Trigger Warnings vorgesehen sein müssen oder nicht. Außerdem kann es auftreten, dass Trigger Warnings bei jeglichen Lesern den ,,Placebo Effekt" hervorruft. Hierbei könnten Leser Ängste entwickeln, auf Grundlage von Trigger Warnings an sich. Eine Studie der Harvard University bewies dies mit folgendem Versuch: Zunächst suchten sie sich Testteilnehmer, die sie in 2 Gruppen aufteilten: Die erste Gruppe las Werke von multiplen Autoren in denen blutige Schilderungen auftraten. Die zweite Gruppe tat das Gleiche mit dem Unterschied, dass an jenen Textstellen von verstörenden Inhalten, die Angstzustände auslösen könnten, gewarnt wurde. Dies wirkte oftmals wie eine selbsterfüllende Prophezeiung und die Leser bekamen mit dem Trigger Warning eher Angst. Demnach würde eine Vorwarnung als Form eines Trigger Warnings die Situation schlimmer darstellen, als sie eigentlich ist wirkt daher eher kontraproduktiv. Als eine Vorwarnung um belastende Textstellen zu überspringen, sehe ich daher tatsächlich eher als einen Nachteil, als einen Vorteil. Trigger Warnings könnten von vielen Menschen auch missverstanden werden. Trigger Warnings könnten literarische Werke in ein falsches Licht stellen und den Anschein erwecken als wären diese Werke nicht mehr zeitgemäß. Diese Aussage ist nicht für alle Werke zu verallgemeinern, bei besonders schwierigen und sensiblen Themen, müsste eine Aufklärung erfolgen. Jedoch könnte man meinen, Trigger Warnings stellen eine Beleidigung für entsprechende Werke dar. Graphischer Inhalt kann an vielen Stellen sogar als Erziehungsmittel eingesetzt werden. In Fulda verurteilte ein Richter jugendliche Straftäter nicht mehr zu gemeinnütziger Arbeit, sondern er ließ sie Bücher lesen. Dabei intendierte der Richter, die Köpfe der Ersttäter zu erreichen, wie es auch sein Auftrag des Gesetzes sei. Er wollte nicht nur strafen, sondern auch erziehen. Tatsächlich erachte ich hier Lesen sowohl als eine bessere Alternative, da sich Jugendliche über entsprechende Themen Gedanken machen können und sich aus einer anderen Sichtweise besser zurechtfinden können. Bei der Einsetzung solcher Trigger Warnings im Deutschunterricht kann es vorwiegend zu Missbräuchen führen. Schüler, die im Rahmen des Unterrichts eine Lektüre behandeln und lesen müssen, finden in Trigger Warnings einen Ausweg aus dem öden Lesen. Nicht selten würde es vorkommen, dass Schüler Trigger Warnings als einen Vorwand zu benutzen, um entsprechende Lektüren zu meiden und nicht zu lesen. Die klar abzuschätzenden Folgen wären ein großes Unterrichtsstoff- Defizit, unter dem Schüler als auch Lehrer leiden müssten. Bei der Berücksichtigung aller Aspekte stelle ich erneut ein eine sehr klare Prognose fest. Trigger Warnings in literarischen Werken sind unnötig und sollten vermieden werden. Alleinig wegen dem vielen Aufwand, der dafür betrieben werden müsste, dem tatsächlichen Wirkungsgrad und der negativen Wirkung auf die Leser, die nicht davon betroffen sind. Bei der Debatte sollte man Trigger Warnings nicht mit jenen in Büchern und Filmen gleichsetzten, da dies unterschiedliche Themen sind. Trigger Warnings in diesem Falle im Deutschunterricht einzusetzen sehe ich besonders problematisch. Anstatt dessen ist es umso wichtiger, problematische Themen umso ausführlicher zu behandeln, oder im Einzelfall die Schüler mündlich zu warnen. Jedoch ist es schwer zu verlangen, dass sich sensible Leser oder PTBS Erkrankte mit fehlenden Trigger Warnings abfinden müssen, jedoch muss man hier vom Allgemeinwohl ausgehen und berücksichtigen, dass es durch Trigger Warnings auch bei nicht betroffenen Lesern zu Problemen führen kann. Nach wie vor gibt es viele Bücher die speziell für betroffene Leute ausgerichtet sind, auf die man im Zweifelsfall zurückgreifen kann.