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Th. Mann: "Felix Krull" (Abi-Pflichtlektüre/BW)

Th. Mann: "Felix Krull" (Abi-Pflichtlektüre/BW)

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Interpretation und Charakterisierung von Felix Krull / S. 1 von 10
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Th. Mann: "Felix Krull" (Abi-Pflichtlektüre/BW)

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Klaus Schenck

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Manuskript plus Links zu drei YouTube-Sendungen: Interpretation und Charakterisierung von Felix Krull. Drei Sendungen: Basis-Wissen, Vertiefung und Kurzfassung zur Wiederholung und Überprüfung.

 

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www.KlausSchenck.de / Schenck / Deutsch / Th. Mann: „Felix Krull" / Interpretation und Charakterisierung von Felix Krull / S. 1 von 10 Thomas Mann: ,,Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull" Interpretation von Felix Krull FT-Abi-Plattform: 3 Sendungen auf YouTube (insgesamt 76 Minuten): Erster Teil - Interpretations-Überblick zu Felix Krull (32 Minuten): https://www.youtube.com/watch?v=YTDy0piV8T8 Zweiter Teil - vertiefte Interpretation, anspruchsvoll (33 Minuten): https://www.youtube.com/watch?v=iNcK1odYRnw Interpretation/KURZGEFASST: Zusammenfassung beider Interpretationen (zur Wiederholung und als Wissenstest) (11 Minuten): https://www.youtube.com/watch?v=4BdALDjT8no Bei der Interpretation werden sehr gute inhaltliche Kenntnisse des Romans vorausgesetzt! Falls nicht vorhanden, bitte wenigstens den Inhalt kurzgefasst sich ansehen, deutlich besser, aber zeitaufwändiger sind die drei Sendungen zu Inhalt und zentralen Stellen mit Erläuterungen: Inhalt/KURZGEFASST (10 Minuten): https://www.youtube.com/watch?v=HRvmmG-snkg ➤ Überblick zu Inhalt und zentralen Stellen: O Erstes Buch bis S. 70: 57 Minuten, Link: https://www.youtube.com/watch?v=AZcFWdvzzdY O Zweites Buch bis S. 212: 48 Minuten, Link: https://www.youtube.com/watch?v=7FabOIXbntU Drittes Buch ab S. 213 bis Ende (S. 444): 70 Minuten, Link: https://www.youtube.com/watch?v=VITZF-pJV18 Alle Sendungen der aktuellen Pflichtlektüre in Baden-Württemberg und z.T. Nordrhein-Westfalen: https://www.youtube.com/playlist?list=PLgGIkOSOO stKBXisGsBhcXJd9KTPAfKQ www.KlausSchenck.de / Schenck / Deutsch / Th. Mann: „Felix Krull" / Interpretation und Charakterisierung von Felix Krull / S. 2 von 10 1. Interpretation/Charakterisierung von Felix Krull - Überblick + zentrale Interpretationsansätze Jugendzeit Gutaussehend, narzisstisch, betrügerisch → ohne schlechtes Gewissen „Kostümkopf" – liebt Verkleidung + Rollenspiel Eigensicht: o Sonntagskind O Zu Höherem berufen Hasst die Schule o Bildung + Fähigkeit - aus sich selbst ➤ Trainierte Fähigkeiten in der Jugend O Stehlen (Delikatessenladen) → Schmuckkästchen/Madame Houpflé o Betrügen (Unterschrift...

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für schulische Krankmeldung) als ,,Marquis" O Simulieren (Fähigkeiten: Geigenspiel/Wunderkind) → Hochstapelei (geht vom Vater aus!) → gekonntes Simulieren des Marquis O Simulieren (Krankheiten/Schul-Schwänzen) → Täuschung des Arztes + Musterungs-Kommission Einflussreiche Begegnungen Maler Schimmelpreester - Felix' Pate Symptome der Epilepsie nicht nur simuliert, sondern durchlebt Angemaßter Professorentitel Hochstapler Einheit von Künstler und Kriminellen (Erzählung des genialen antiken Künstlers Phidias als Dieb) O Künstler stehen über den bürgerlichen Normen Macht Felix zum „Kostümkopf". immer neue Verkleidungen für seine Gemälde o Zum Schauspieler → immer neue Rollen ➤ Fördert Felix' Eigenliebe, Narzissmus und Überheblichkeit O Narziss = mythologische Gestalt ■ o Psychologisch ■ Verliebt sich in sich selbst (Spiegelbild im Wasser) Bedürfnis nach Anerkennung Erkenne dich nicht selbst, sondern glaube an dich! Alle Sendungen der aktuellen Pflichtlektüre in Baden-Württemberg und z.T. Nordrhein-Westfalen: https://www.youtube.com/playlist?list=PLgGIkOSOO stKBXisGsBhcXJd9KTPAfKQ www.KlausSchenck.de / Schenck / Deutsch / Th. Mann: „Felix Krull" / Interpretation und Charakterisierung von Felix Krull / S. 3 von 10 O Sich selbst überschätzend ▪ Bindungsunfähig ■ Zentrum allen Geschehens ■ Glaube an eigene Vorzüglichkeit ● Felix Ziel der gesamten Schöpfung (S. 348, Naturkunde-Museum) Nur sich selbst liebend (→ Narziss): Welt = Spiegel seiner Beliebtheit Liebt nicht selbst (→ Bindungslosigkeit), wird geliebt (→ Episodenhaftigkeit) Ausnahme: Zouzou, dann eingetauscht mit Mutter Sieht in ihm die personifizierte Schönheit (→ Gott Hermes/Madame Houpflé) Verschafft ihm eine Hotelanstellung in Paris über seinen Bekannten Stürzli, Hoteldirektor Operettensänger Müller-Rosé ➤ Erkenntnis → Wechselverhältnis von Darsteller und Publikum ► Reflektiert O Bühne: glanzvoll, verzaubernd O In der Garderobe: potthässlich, ekelerregend, vulgär o Gegenseitige Befriedigung in der Illusion Publikum Alltag enthoben • Sänger dient dem Publikum Blendung als Erfüllung von Publikumsbedürfnissen → dienende Kunst und nicht unmoralisch Sänger → nach Beifall gierend (weiß: hässlich) ➤ Unterschied zu Felix: Keine zwei Seiten Illusion ihm zur Realität O ➤ Lektion für Felix → Schein dominiert Sein Prostituierte Rozsa o Ziel für Felix → Schein in Sein überzuführen (Hochstapelei) > Erotische/sexuelle Ausstrahlung + Fähigkeit → Training bei Prostituierten Rozsa Meisterschaftsproben: Madame Houpflé + Senhora Kuckuck Trapezkünstlerin Andromache Name: ,,die wie ein Mann kämpft" > Zwischen den Geschlechtern (androgyn), zwischen Himmel + Erde Exkurs zur Androgynität Auch in Platons „Gastmahl oder Von der Liebe" wurden die bis dahin alle (drei) Geschlechter in sich vereinenden kugelförmigen Menschen („Mannweibchen") von Alle Sendungen der aktuellen Pflichtlektüre in Baden-Württemberg und z.T. Nordrhein-Westfalen: https://www.youtube.com/playlist?list=PLgGIkOSOO stKBXisGsBhcXJd9KTPAfKQ www.KlausSchenck.de / Schenck / Deutsch / Th. Mann: „Felix Krull" / Interpretation und Charakterisierung von Felix Krull / S. 4 von 10 den Göttern bestraft, weil sie es unternahmen, den Himmel zu ersteigen". Die Götter teilten den Menschen in zwei Hälften, mit Variablen in der Geschlechterverteilung - männlich, weiblich, mannweiblich, so dass diese Hälften verzweifelt einander suchten und daran zugrunde gingen. (http://www.kreidekreis.com/Leseprobe%20Liebe%20Erkenntnis.htm, 18.12.2021) ➤ Androgynität → Faszinosum in der Antike o Androgyne Mensch = Ideal ■ Aufhebung der Gespaltenheit ➤ Dopplung als Ideal für Felix o Geschwisterpaar in Frankfurt O Liebe zu Mutter + Tochter Kuckuck o Verwechslung: Zouzou und Zaza ➤ Andromache O Ganz Kunst O Menschlichen und bürgerlichen Maßstäben enthoben O Felix identifiziert sich mit ihr, beide seien Künstler ,,vom Fach der Wirkung, der Menschenbeglückung und -bezauberung" (S. 227) (→ Wirkungskünstler) Paläontologe Professor Kuckuck Wird zum großen Mentor für Felix Entwicklungsgeschichte der Welt und der Natur für Felix: auf ihn zu o Symbolisiert Felix mit Seelilie/Haarstern → in der Jugend festsitzend, danach abenteuernd umherstreifen - › Felix: Teil des Großen und Ganzen o Episodenhaftes Sein zwischen dem Nichtsein → für Felix: das stetig Rastlose + Entschuldigung seiner Lebensweise Indirekt: Torero Ribeiro Stierkämpfer: Rolle von Felix als „Kostümkopf“ O Erotische Bezauberung über eleganten und überlegenen jungen Mann Identifizierung O Identifikation mit ihm Sieg der Kunst über das Animalische/Dunkle ➤ Erlebnis mystisches Verschmelzen von Stierkampf und Publikum O Erotisierend auf Maria Pia Kuckuck (Busen erotische Hingabe am Schluss) O Stier: griech. Antike in Zusammenhang mit Dionysos-Kult (Gott der Ekstase) Alle Sendungen der aktuellen Pflichtlektüre in Baden-Württemberg und z.T. Nordrhein-Westfalen: https://www.youtube.com/playlist?list=PLgGIkOSOO stKBXisGsBhcXJd9KTPAfKQ www.KlausSchenck.de / Schenck / Deutsch / Th. Mann: „Felix Krull" / Interpretation und Charakterisierung von Felix Krull / S. 5 von 10 Hochstapelei Null Unrechtsbewusstsein → ständige Beschönigung Ausnahmemensch (jenseits moralischer Beurteilungen) + Künstler (befriedigt Sehnsüchte der anderen) > Ziel → freie und selbstbestimmte Existenz aus eigener Vollkommenheit O Kaum Bildung → Blendung („Fremdsprachenkenntnisse“ bei Hoteldirektor Stürzli) O Rollentausch mit Marquis de Venosta → verdient ► Felix' Erfolgsrezept: Mangel an Identität → seine Identität = Nicht-Identität (nur Rollen - kein Ich) → Rollentausch/"Marquis" O Auf nichts festgelegt → zu allem fähig o Namensänderung als Sehnsucht (→ Heirat der Schwester) und Beglückung (→ Armand, Marquis de Venosta [besser als der echte Marquis!]) Vermischung von Realität + Täuschung + Illusion > Komplette Sorglosigkeit → lebt nur im Augenblick Hotel → Ort der Nicht-Identität/des Rollenwechsels Sein Elternhaus → fast wie ein Hotel mit ständigen Gesellschaften Hotel entspricht seiner existentiellen Unbehaustheit o Nichtfestlegung O Rollen zeitlich befristet (Episoden) o Gegenwelt zum Hotel: bürgerliche Lebensweise, fester Wohnsitz, klare Identität Fester Ort Erstarren des Rollenspiels Hotel = das ihm gemäße Zuhause (Probebühne seiner Wirkung auf Menschen → Simulieren), lebt nie in einer richtigen Wohnung ➤ Hotel → Transitraum: Liftboy (Stanko → Hehler, Madame Houpflé) → Doppelrolle: Kellner (Eleanor + Lord Kilmarnock) + Kavalier (Marquis de Venosta + Zaza) → Rolle des Adligen (Familie Kuckuck) Alle Sendungen der aktuellen Pflichtlektüre in Baden-Württemberg und z.T. Nordrhein-Westfalen: https://www.youtube.com/playlist?list=PLgGIkOSOO stKBXisGsBhcXJd9KTPAfKQ www.KlausSchenck.de / Schenck / Deutsch / Th. Mann: „Felix Krull" / Interpretation und Charakterisierung von Felix Krull / S. 6 von 10 von Felix Krull - 2. Interpretation/Charakterisierung vertieft + anspruchsvoll Grundlage: Dr. Helmut Jendreiek: „Thomas Mann - Der demokratische Roman" Integriert: Schul-Sekundärliteratur Felix' Sicht ➤ Gefühl der Unverantwortlichkeit weil exzeptionelle Rechte Bei Vergleich mit anderen → Wut O Nietzsche: Schauspieler = „die Falschheit mit gutem Gewissen" Felix - der Dienende O Vor dem Theater in Frankfurt o Hotelangestellter in Paris O Weltreisender im Auftrag des Marquis O In allen Rollen → Dienstleistung für ein Publikum gutes Gewissen: Hochstapelei = narzisstisches Künstlertum Pikaro-Tradition (Schelmenroman) ➤ Pikaro/Schelm o Sympathisch raffinierter, witzig verschlagener Außenseiter ➤ Pikaro-/Schelm-Perspektive O Entlarvt Scheinhaftigkeit der Gesellschaft O Ende des Pikaro-Romans: Weltentsagung Schreib-Beginn des „Felix-Krull-Romans": auf sich selbst zurückgezogen (S. 15) o Aufgabe des Schelms: Entlarven gesellschaftlicher Scheinhaftigkeit ■ Felix → normierte Scheinwelt = beliebige Austauschbarkeit sozialer Rollen ■ ■ ■ Felix stellt Scheinwelt nicht bloß, sondern nutzt den Rollen- Schein zum Aufstieg Felix kein Leiden an der Welt Passt sich an und bleibt beständig in seiner Selbstliebe Hintergrund für Thomas Mann: Lebensbeschreibung des Hochstaplers Georges Manolescu 1905: „Ein Fürst der Diebe. Memoiren" O Ziel Manolescus Held → auf eigene Faust Kampf gegen eine fragwürdige Gesellschaft Entlarvung der gesellschaftlichen Fragwürdigkeit Alle Sendungen der aktuellen Pflichtlektüre in Baden-Württemberg und z.T. Nordrhein-Westfalen: https://www.youtube.com/playlist?list=PLgGIkOSOO stKBXisGsBhcXJd9KTPAfKQ www.KlausSchenck.de / Schenck / Deutsch / Th. Mann: „Felix Krull" / Interpretation und Charakterisierung von Felix Krull / S. 7 von 10 O Manolescus Selbstbild ■ Überragt bürgerliche Normalität Verachtung der Kleinbürgerlichkeit der Gewöhnlichen „Eine Welt, die vom Scheine lebt, will ... betrogen sein, und wer sie betrügt, ist ihr nur dienstbar und erfüllt das Gesetz, nach dem sie lebt." (Jendreiek, S. 525) Künstler = betrügerischer Rollenspieler ➤ „heldisch“ im Sinne Thomas Manns: konsequente Übernahme gesellschaftlich verhängter Rollen O ► Felix Hohe Intelligenz + gesellschaftliche Geschicklichkeit = ungewöhnlicher Mensch o Rollenspiel (= Aufheben autonomen Selbstseins) → trennt vom Leben und diktiert Normen des Verhaltens gespieltes Sein = Schein Rollenspiel als Lebensform Exkurs: Auseinandersetzung mit Max Frisch [„Homo faber" → Stichwort: ,,Bildnis-Problematik"] ■ gesellschaftlich vermitteltes Rollenbild führt zu verfehltem Leben Verstellt den Zugang zum Ich → Rolle/Bildnis ummauert Ich Hinter dem „Bildnis"/der Rolle verbirgt sich die wahre Identität des Menschen o Weg zur Identität → Selbstannahme ■ Schein-/Rollen-Identität überwinden - → zur wahren Identität vordringen → diese ohne Bildnis/Rolle leben Gilt dies für Felix? Er spielt mit Rollen → eins mit sich („Kostümkopf“) Er benutzt Rollen → für Erfolg Er sieht in Rollen → seine Identität ● Ohne Rollen → wahre Identität → Gefährdung für Felix Ziel → wahre Identität vermeiden ● ● ► Felix Rollenspiel als Lebensform o gesellschaftlicher Aufstieg trotz seiner Herkunft (= Outsider-Situation) O Bestehen gesellschaftlicher Unterdrückung durch Anpassung o Spiegelbild der gesellschaftlichen Oberschicht ► Felix Künstler O ihr Respekt, „,weil er ihre Methoden vollendet anzuwenden weiß." (Jendreiek, S. 530) o Erfolg durch Schauspiel (= betrügerische Blendung = Schein) O Gesellschaft = Wirklichkeit des Scheins Alle Sendungen der aktuellen Pflichtlektüre in Baden-Württemberg und z.T. Nordrhein-Westfalen: https://www.youtube.com/playlist?list=PLgGIkOSOO stKBXisGsBhcXJd9KTPAfKQ www.KlausSchenck.de / Schenck / Deutsch / Th. Mann: „Felix Krull" / Interpretation und Charakterisierung von Felix Krull / S. 8 von 10 o „Krull will nicht die Befreiung von der Rolle, um zum Leben zu gelangen, sondern er will die Rolle, um sich aus seiner durch Elternhaus bestimmten, sozial anspruchslosen Lebenswirklichkeit zu befreien und gesellschaftlich aufzusteigen.“ (Jendreiek, S. 529) Felix = Schauspieler + Bühne = Welt Felix als Schauspiel-Künstler (Kindheit: Training vor dem Spiegel = Ersatz für Schauspielschule) versetzt sich in unterschiedliche Rollen beherrscht Körper + Gesicht beliebig o Familiäre „Determination" + frühe Erfahrungen: O ■ ■ O Irreführender Aufkleber („Lorley extra cuvée“) beim Sekt → kaum genießbar Begründung: die Leute wollen betrogen werden, nur so Verkauf möglich Idee vom Vater: Posse des falschen Wunderkindes beim Kurkonzert ● Es bekommt viel Applaus und Anerkennung ➤ Tenor Müller-Rosé → seinem Publikum dienstbar O Kunst = betrügerische Blendung als Erfüllung von Publikumsbedürfnissen Felix: in seinen Rollen als Dienender ➤ Phidias-Erzählung vom Paten Schimmelpreester o Verbindung von Künstlertum und Kriminalität O Unsterbliche Größe des betrügerischen Künstlers → Legitimierung der Kriminalität als Teil der Kunst ➤ Ständig neue Kostümierung Felix' durch Schimmelpreester O Modell für griechische Göttergestalten O Felix → Ekel vor wirklicher Existenz o Verleugnung seiner Lebenswirklichkeit Vortäuschen von Krankheitsbildern zum Schulschwänzen o Erfolg - öffentliche Anerkennung (= Examen) seiner Fähigkeiten (täuscht Experten) ➤ Schokoladendiebstahl → moralisch legitimiert - Kunstübung O Amoralisches wird zur zweckfreien artistischen Leistung als Rechtfertigung → keine moralische Beurteilung ➤ Artistische Aufhebung des Ichs im Rollenspiel → Lebensbedrohung O Salto mortale: Spiel mit dem Leben in der Todeszone → Geschick - Distanz zum Leben (Aufhebung der Existenz) = Kunst O Felix + Artisten → gemeinsame Motivation Durch Rollenkunst Menschen beglücken Wirkungsabsicht macht Hochstapler zum Künstler Interesse am eigenen Vorteil + Steigerung des eigenen Daseins entsagungsvolle Dienstleistung an anderen Menschen Alle Sendungen der aktuellen Pflichtlektüre in Baden-Württemberg und z.T. Nordrhein-Westfalen: https://www.youtube.com/playlist?list=PLgGIkOSOO stKBXisGsBhcXJd9KTPAfKQ www.KlausSchenck.de / Schenck / Deutsch / Th. Mann: „Felix Krull" / Interpretation und Charakterisierung von Felix Krull / S. 9 von 10 Mythologische Steigerung Madame Houpflé: Felix = Hermes O O Sie steuert ihn in die Rolle des Hermes Inszeniertes Rollenspiel (Hermes = Gott der Diebe) O Felix' Erfüllen mythologischer Rollenerwartungen o Houpflé bestohlen → erlebt Rollenidentität mit Gott der Diebe In mythologischer Rolle: Felix = Diener der Bedürfnisse von Houpflé ► Felix: kein Individuum, sondern Typus o Houpflé: ,,Will sagen, natürlich nicht dich, doch die Idee von dir, den holden Augenblick, den du verkörperst" (S. 206) ► Felix' Existenzform ab dieser Liebesnacht → vom Individuellen ins Universale gesteigert O Hermes ■ Nachahmung des mythischen Musters ■ Aller Schliche und Listen mächtig Was er beginnt, gelingt ihm spielend > Felix Felix: von Ort zu Ort wechselnder Bindungslose, begabt zu jedem Rollentausch → im Dienst für andere → am Ende: ihn freisprechende Niederschrift Felix → Steigerung Gott der Diebe und der Redekunst Eleganter + wendiger Gott, an keinen festen Ort gebunden, stets unterwegs Individuation des Gottes Hermes ■ O Inkarnation der Idee des Schönen o Überhöhung der Gestalt des Hochstaplers ins zeitlos Typische O Felix → Attribute von Hermes O Felix → Steigerung als „Haarstern“/“moderne Seelilie" (Prof. Kuckuck) Teil der Ganzheit des Seins O Felix → Steigerung in Blick auf Episoden-Struktur von Leben und Sein o Episodik (= roter Faden) von Felix' Rollenexistenz = Unbeständigkeit ■ Widerspiegelung eines kosmischen Urgesetzes Alle Sendungen der aktuellen Pflichtlektüre in Baden-Württemberg und z.T. Nordrhein-Westfalen: https://www.youtube.com/playlist?list=PLgGIkOSOO stKBXisGsBhcXJd9KTPAfKQ www.KlausSchenck.de / Schenck / Deutsch / Th. Mann: „Felix Krull" / Interpretation und Charakterisierung von Felix Krull / S. 10 von 10 Schul-Sendungen: https://www.youtube.com/user/financialtaime ,,Vom Engagement-Lehrer zum Lehrer-Zombie"/Bange-Verlag 2020: Info-Flyer: Überblicks-Ordner: Klaus Schenck, OSR. a.D. Fächer: Deutsch, Religion, Psychologie Drei Internet-Kanäle: Schul-Material: www.KlausSchenck.de Schüler-Artikel: www.schuelerzeitung-tbb.de http://www.klausschenck.de/ks/downloads/f02-buch-1.-flyer- Literaturverzeichnis http://www.klausschenck.de/ks/lehrerbuch/index.html Schul-Sekundärliteratur ueberblick-internet.pdf Vertiefung: VOM Primärliteratur Thomas Mann: „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull". In der Fassung der Großen kommentierten Frankfurter Ausgabe. Fischer Klassik 90417, September 2020³ (Diese Ausgabe wurde für den Unterricht auf Fortbildungen fürs allgem. bild. Gymnasium in Baden-Württemberg empfohlen) ➤ Eisenbeis, Manfred: Thomas Mann: „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull". Lektüreschlüssel. Reclams Universal-Bibliothek Nr. 15394, Stuttgart 2007 KLAUS SCHENCK ENGAGEMENT-LEHRER ZUM LEHRER-ZOMBIE ➤ Kaltenbach, Elisabeth: Thomas Mann: „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull". Klett Lektürehilfen. PONS, Stuttgart 2021 Kern, Helge: Thomas Mann: „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull". Königs Erläuterungen und Materialien, Band 456. Bange Verlag, Hollfeld 20083 Wittor, Wolfgang: Thomas Mann: „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull". Stundenblätter. Klett Verlag, Stuttgart 2021 „Moralische Ironisierung der künstlerischen Existenz: ,Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull'. In: Jendreiek, Helmut: „Thomas Mann - Der demokratische Roman". Bagel Verlag, Düsseldorf 1977, S. 513 - 548. Alle Sendungen der aktuellen Pflichtlektüre in Baden-Württemberg und z.T. Nordrhein-Westfalen: https://www.youtube.com/playlist?list=PLgGIkOSOO stKBXisGsBhcXJd9KTPAfKQ