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Trigger Warnings

Trigger Warnings

 Laurin Wagner
20.04.2020
Abschluss zur Arbeit am Übungsaufsatz zur Textsorte „Kommentar“
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Literatur grenzwertig oder sogar

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Laurin Wagner 20.04.2020 Abschluss zur Arbeit am Übungsaufsatz zur Textsorte „Kommentar“ Trigger Warnings Literatur grenzwertig oder sogar gefährlich? Werke wie ,,Titus Andronicus" von William Shakespeare enthalten Themen wie Mord und Totschlag, zudem fließt reichlich Blut (vgl. M3). Britische Studenten der Universität Cambridge fanden, dass Verletzliche Studenten vor solchen Texten geschützt werden müssen. Sind „Trigger Warnings" aber wirklich die Lösung zum Problem oder bürgen diese erst die Gefahren? Menschen können sich in Büchern verlieren! Das hat sicherlich jeder schon mal gehört oder am eigenen Leibe erfahren. Wenn sie von Textstellen, beim Lesen, emotional mitgenommen werden, kann es dazu führen, dass sie teilweise einen ganzen Tag über bedrückt sind und nicht wirklich mitbekommen was um sie herum geschieht (vgl. M2). Aber ist das wirklich schlecht? Ist das nicht der Grund, weshalb man Bücher liest? Damit man mal eine andere Geschichte eintaucht und sich emotional mitnehmen lassen kann. Damit man mal für einen kurzen Moment die eigenen Probleme vergisst und aus dem Alltagsstress rauskommt. Jedoch lassen sich viele Leser von Texten mitnehmen, da es ihnen oft schwer fällt zwischen Fiktion und Realität zu unterscheiden. Es gibt bei Texten eine große sogenannte Grauzone, in der man die Texte nicht einordnen kann (vgl.M1). Das erschwert den Leser es selbst einzuordnen, weshalb man meinen könnte, dass man den Leser/ die Studenten vor Falscheinschätzungen schützen müsse. Ist aber...

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dieser Schutz der Studenten überhaupt zu ihrem Wohle? Muss man nicht auch mal negative Erfahrungen sammeln, um sich weiter zu entwickeln? Schützt es die Studenten auch langfristig? Das wage ich, so wie auch der Psychologe Jonathan Heidt zu bezweifeln! Immerhin stellt sich dabei die Frage: Wie sollen die Studenten später im ungnädigen Leben zurechtkommen, wenn sie jetzt in „Watte gepackt werden" (M3, Z.20) (vgl. M3)? Ist es aber nicht genau so bei Filmen? Ja und dennoch werden zum Schutz der Zuschauer deshalb sogenannte „Trigger Warnings“ zum Vorwarnen vor anstößigen Handlungen am Anfang von solchen Filmen eingebaut. Und es funktioniert! Es warnt die Zuschauer vor, was ihnen hilft. Kann man aber wirklich Filme und Texte gleichstellen? Schätze nicht! Texte haben wie bereits erwähnt eine direkte Auswirkung auf den Leser, wodurch man sich viel mehr mit den Charakteren auseinandersetzt und mitgenommen wird. Dieses emotionale ergriffen werden, wie zum Beispiel, dass man mal in eine andere Welt eintauchen und für einen Moment alles um sich herum vergessen kann, ist jedoch nicht immer positiv. Den schlimmsten Effekt den ein Text auf einen Leser haben kann, beschreibt man heute als „Werther- Effekt" (M4, Z.22). Vom „Werther-Effekt" spricht man, „wenn in Folge eines aus Medien, Literatur oder Filmen bekannten Selbstmordes vermehrt Suizid geschehen" (M4, Z.22f). Dies geschah auch bei Johan Wolfgang von Goethes Briefroman „Die Leiden des jungen Werther". Sind solche Texte deshalb aber moralisch verwerflich? Sollte man deshalb versuchen durch ,Trigger Warnings" die hervorgerufenen Emotionen zu unterbinden? Nein! Immerhin können solche emotionalen Texte auch was Gutes bewirken. Ein Richter in einem Stadtteil Names Fulde zum Beispiel, verurteilt jugendliche Straftäter nicht mehr zu gemeinnütziger Arbeit, sondern lässt sie stattdessen Bücher lesen, um sie damit zu erziehen (vgl.M5). So muss ein Straftäter, der in der Schule gemobbt wird und selbst gewalttätig ist zum Beispiel „Evil" von Jan Guillou lesen. In dem Roman geht es um Gewalthandlungen in einem Internat und es werden neben den Angriffen auch beschrieben, was es bei den Opfern auslöst (vgl.M5). Durch den emotionalen Text ermöglicht es dem Täter sich besser in das Opfer hinein zu versetzen. Die andere Seite eines solches Geschehensmal kennen zu lernen soll einen in der Regel vor weiteren Straftaten dieser Art zurückhalten, weil man realisiert welch schreckliche Tat man begannen hat. Der Täter bekommt drei bis sechs Wochen Zeit den Roman zu lesen und muss dabei einen Aufsatz schreiben, in dem Fragen wie „Welche Parallelen gibt es zum Leben [...] Was hätte ich an ihrer Stelle getan?" (M5, Z.22ff) zu beantworten sind. Wenn man Trigger Warnings aber am Anfang eines Buches einbauen würde, könnte es Kontraproduktiv wirken. Es könnte die Straftäter dazu verleiten, die Texte nicht mehr so ernst zu nehmen, da sie denken, dass sowieso alles nur Fiktion ist. Außerdem könnte es dazu führen, dass die Straftäter erst gar nicht emotional mitgenommen werden und es keine Wirkung zeigt. Dann könnte es zur Folge haben, dass die Straftäter, wie bei der verordneten gemeinnützigen Arbeit, mit einer hohen Wahrscheinlichkeit Wiederholungstäter werden. Trigger Warnings wären aber nicht nur bei solchen Erziehungsmaßnahmen Kontraproduktiv, sondern auch laut einer Studie, die an der Universität von Psychologe Benjamin Bellet und seinem Team veröffentlicht wurde, Kontraproduktiv und verstärkt die Ängste (vgl. M3, Z.21). Bei der Studie lies man Probanden Passagen aus Werken von Autoren wie Herman Melville lesen. Lasen die Teilnehmer davor eine Warnung, das Verstörende Inhalte enthalten sind, wirkte es bei manchen wie eine selbsterfüllende Prophezeiung. Wer an die macht der Sprache glaubte, verspürte danach mehr Ängste, als wenn man keine Vorwarnung gelesen hätte (vgl.M3). Psychologen wenden ein, dass Trigger Warnings wie man sieht keine positive Wirkung vorzeigen können und der Idee einer etablierten Traumtherapie widersprechen. Man soll eher die Patienten, immer wieder kleinen Kritischen Reizen aussetzen, damit sie lernen damit umzugehen. Um nochmal kurz das wichtigste zusammenzufassen, ich finde es sinnvoll die Leser und Studenten zu schützen, damit nicht zum Beispiel der Werther-Effekt seinen Lauf nehmen kann. Jedoch gibt es auch viele Stellen, bei denen Trigger Warnings kontraproduktiv wären. Da man aber die Texte oft nicht deutlich einordnen kann, sehe ich es eher als eine Lösungsidee, die nicht zwangsläufig zum Ziel führt. Ich hoffe, dass es bald irgendwie möglich sein wird, dass man herausfindet, wovor sich Leser fürchten, damit sie sich ihren Ängsten stellen können.

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Laurin Wagner 20.04.2020 Abschluss zur Arbeit am Übungsaufsatz zur Textsorte „Kommentar“ Trigger Warnings Literatur grenzwertig oder sogar gefährlich? Werke wie ,,Titus Andronicus" von William Shakespeare enthalten Themen wie Mord und Totschlag, zudem fließt reichlich Blut (vgl. M3). Britische Studenten der Universität Cambridge fanden, dass Verletzliche Studenten vor solchen Texten geschützt werden müssen. Sind „Trigger Warnings" aber wirklich die Lösung zum Problem oder bürgen diese erst die Gefahren? Menschen können sich in Büchern verlieren! Das hat sicherlich jeder schon mal gehört oder am eigenen Leibe erfahren. Wenn sie von Textstellen, beim Lesen, emotional mitgenommen werden, kann es dazu führen, dass sie teilweise einen ganzen Tag über bedrückt sind und nicht wirklich mitbekommen was um sie herum geschieht (vgl. M2). Aber ist das wirklich schlecht? Ist das nicht der Grund, weshalb man Bücher liest? Damit man mal eine andere Geschichte eintaucht und sich emotional mitnehmen lassen kann. Damit man mal für einen kurzen Moment die eigenen Probleme vergisst und aus dem Alltagsstress rauskommt. Jedoch lassen sich viele Leser von Texten mitnehmen, da es ihnen oft schwer fällt zwischen Fiktion und Realität zu unterscheiden. Es gibt bei Texten eine große sogenannte Grauzone, in der man die Texte nicht einordnen kann (vgl.M1). Das erschwert den Leser es selbst einzuordnen, weshalb man meinen könnte, dass man den Leser/ die Studenten vor Falscheinschätzungen schützen müsse. Ist aber...

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