Die Klausuraufstellung und Rezension
Die Klausurstellung umfasst zwei Hauptaufgaben: Zuerst soll eine Rezension von Judith von Sternburg aus der Frankfurter Rundschau (2018) analysiert werden. Danach folgt eine Erörterung der These, dass Geiger "nicht mit der Authentizität spielt" und der Roman "von jeder Art von Spiel weit entfernt" sei.
Von Sternburgs Rezension "So muss sich das damals angefühlt haben" würdigt Geigers Roman als meisterhafte Darstellung der Kriegszeit. Sie stellt zunächst den Bezug zu früheren Werken Geigers her und erwähnt seinen Vater August Geiger, der als 18-Jähriger 1945 an die Ostfront geschickt wurde.
Gut zu wissen: Die Verbindung zwischen realen historischen Ereignissen und fiktiver Handlung ist ein zentrales Merkmal von "Unter der Drachenwand" - was die Frage nach der Authentizitätsfiktion erst interessant macht.
Die Rezensentin beschreibt detailliert den Protagonisten Veit Kolbe, einen 24-jährigen Wiener, der nach fünf Jahren an der Front unter Todesangst und Depressionen leidet. Durch eine Verwundung erhält er die Möglichkeit, sich am Mondsee zurückzuziehen und "unter dem Radar der Kriegsmaschine" zu bleiben.











