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Vergleich Nathan der Weise und Kabale und Liebe

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 Liebesbeziehung in Kabale und Liebe im Vergleich zu Nathan der Weise
Im Folgenden ist die Liebesbeziehung zwischen Luise und Ferdinand aus

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Vergleich der Liebesbeziehung von Recha und dem Tempelherrn sowie Luise und Ferdinand Kurze Charaktersierung von Ferdinand und Luise

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Liebesbeziehung in Kabale und Liebe im Vergleich zu Nathan der Weise Im Folgenden ist die Liebesbeziehung zwischen Luise und Ferdinand aus dem bürgerlichen Trauerspiel „Kabale und Liebe" aus dem Jahr 1784 geschrieben von Friedrich Schiller zu vergleichen mit der Liebesbeziehung zwischen Recha und dem Tempelherrn aus dem Drama „Nathan der Weise" aus dem Jahr 1779 geschrieben von Gotthold Ephraim Lessing. Der grundlegende Unterschied der Beziehungen beruht schon auf der Form des Dramas. „Kabale und Liebe" ist ein bürgerliches Trauerspiel, welches die Ständeklausel zu der damaligen Zeit kritisierte und tragisch endet. Dagegen ist „Nathan der Weise" ein Drama, welches nicht einen Ständekonflikt thematisiert, sondern den Fokus auf die Aufklärung im Bezug auf Religionsfreiheit legt. Auch wenn Nathan der Weise Aspekte eines bürgerlichen Trauerspiels aufweist, ist es dies dennoch nicht und hat ein unerwartetes, aber positives Ende. Die Beziehung zwischen Recha und dem Tempelherrn scheint zuerst auf romantischer Liebe zu beruhen, welche der Tempelherr vorerst weigert zuzugeben. Dieser ist schließlich eine unaufgeklärte christliche Figur, während Recha nach den Werten ihres Vaters erzogen wurde. Dieser ist jedoch Jude. Für den Tempelherrn stellt dies ein großes Problem da, immerhin hat er reichlich Vorurteile gegenüber Juden und würde mit einer Liebschaft auch gegen die Regeln und Pflichten seines Ordens verstoßen. Gegen Ende des Drams offenbart sich jedoch...

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der wahre Ursprung, der scheinbaren romantischen Gefühle. In Wahrheit sind Recha und der Tempelherr Geschwister, da Recha von Nathan adoptiert wurde und somit nicht seine leibliche Tochter ist. Im Verlauf des Dramas hatte der Tempelherr jedoch seine Vorurteile besiegt und wollte Recha heiraten. Obwohl dies natürlich nicht mehr möglich ist, sind die Geschwister nicht traurig, sondern freuen sich über die Wahrheit. Das Gefühlschaos beruht in Wahrheit also auf einer familiären Bindung. Die Beziehung von Ferdinand und Luise ist im Gegensatz dazu auf rein romantische Gefühle zurückzuführen. Es besteht weder ein Hindernis aufgrund von Religion, noch sind sie verwandt. Ihnen macht jedoch die Ständeklausel zu schaffen, welche sie trennt. Ferdinand darf als Adliger die bürgerliche Luise nicht lieben. Beide Väter sind nicht einverstanden mit einer Hochzeit der Beiden, jedoch aus unterschiedlichen Gründen. Ferdinands Vater kann aus Luise keine politischen Vorteile ziehen als Präsident und organisierte für seinen Sohn schon eine Hochzeit mit einer Frau des höheren Standes. Luises Vater dagegen ist realistisch und sieht die Probleme bei einer Liebschaft zwischen Bürgerin und Adel. Da auch er nur das Beste für seine Tochter will, verbietet er ihr die Beziehung zu Ferdinand. Trotzdem fördert er die Emanzipation der Frau, indem er Luise freie Wahl bei Männern ihres eigenen Standes lässt, obwohl es damals so üblich war, die Ehemänner für die Töchter auszusuchen. Die Eltern sind also aus sozialen Gründen und politischen gegen die Liebe der beiden. Nathan ist als Adoptivvater Rechas der einzige Elternteil, welcher im Drama auftritt. Daja könnte natürlich als Amme Rechas im weiteren Sinne dazugezählt werden. Zuerst ist Nathan für die Hochzeit zwischen seiner Tochter und dem Tempelherrn, da er als aufgeklärter Mensch keine Hindernisse in Form von Religion sieht. Er verweigert die Beziehung jedoch schlussendlich, da er vermutet, dass die beiden in einer familiären Beziehung stehen, was er später auch nachweisen kann. Nathan ist demnach kein unaufgeklärter Charakter, welcher sich aufgrund von sozialen oder religiösen damaligen Vorstellungen zwischen die Beiden stellt. Er sieht nur, dass die Gefühle auf Familie basieren und nicht auf Romantik, was ihm das Recht gibt eine Hochzeit zu verweigern. Betrachtet man den Anfang von Nathan der Weise jedoch im Vergleich zu Kabale und Liebe und lässt dabei die familiäre Beziehung Rechas und des Tempelherrn außen vor, zeigen sich auch die unterschiedlichen Hindernisse der Beziehungen auf einer anderen Ebene. Zwischen Ferdinand und Luise stehen eindeutig gesellschaftliche Wertvorstellungen und die Ständeklausel. Sie glauben nicht an unterschiedliche Religionen. Die Religion ist eher nebensächlich, obwohl Luise fest daran glaubt nach dem Tod mit Ferdinand vereint zu sein. Beide Figuren wehren sich dennoch gegen diese Normen, jedoch in unterschiedlichem Ausmaß. Luise bleibt realistisch und sieht das Problem klar vor sich, auch wenn sie es unfair findet und nicht begreift, warum man Liebe verbieten darf. Ferdinand dagegen ist emotional geblendet und handelt egoistisch. Er weiß, dass es ein Problem gibt, verdrängt dies jedoch und bleibt besitzergreifend. Luise zeigt hier einen aufgeklärten, aber dennoch realistisch bleibenden Charakter. Sie steht zwischen der Liebe zu Ferdinand und den Werten ihres Vaters, welche sie nicht vertritt. Recha ist ähnlich naiv wie Ferdinand und ist stark beeinflussbar. Sie lässt im Gegensatz zu Luise alles mit sich machen und denkt nicht unabhängig von ihrem Vater. Die Beziehungen sollen unterschiedliche Kritik nehmen in Form von Aufklärung und Vernunft. Nathan der Weise bezieht sich auf religiöse Aufklärung und Vernunft, dass alle Religionen gleich sind. Kabale und Liebe nimmt Kritik an der damaligen absolutistischen Herrschaftsform und der Ständeklausel. Nathan ist der von Anfang an aufgeklärte Charakter in Nathan der Weise, während Luise auch einen aufgeklärten Charakter zeigt, aber diesen noch nicht vollständig ausleben darf und realistisch bleibt. Charakterisierung: Ferdinand von Walter: fürsorglich (V.5) ● • ● Stellt viele Fragen (V.29f.) • Sehr romantische Sprache, verliebt (V.35ff.) Adlige Sprache Ausrufe (V.75) ● Adel (V.56) Verliebt (V.9) emotional (V.16 ff.) Verdrängt die Realität, geblendet von Liebe (V.30f., V.37ff.) Besitzergreifend (V.30f) Verdrängt die Ständeklausel und Probleme (V.5lff.) Egoistisch, selbstverliebt (V.55ff.) Versucht Luise zu beeinflussen (V.65ff.) Luise: verliebt (V.9) Ist sich ihres Standes realistisch bewusst (V.26 ff.) Wehmütig, traurig (V.24f.) • Sieht die Beziehung realistisch, schlechte Zukunftsaussichten (V.46ff.) Religiös (V64)/ oder Angst vor Ferdinands Vater (V.64) Eigenständig, nicht zu beeinflussen (V.86 ff.) Wiederholungen und Ausrufe (V. 86, V.94) . ·

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