Atticus Finch's Closing Argument Analysis
Der Kontext der Verteidigungsrede
In Harper Lee's Roman "To Kill a Mockingbird" verteidigt Atticus Finch den schwarzen Mann Tom Robinson, der beschuldigt wird, Mayella Ewell, eine junge weiße Frau aus einer armen Familie mit schlechtem Ruf, geschlagen und vergewaltigt zu haben. Obwohl die Stadt Maycomb gegen Atticus' Verteidigung ist, bleibt er standhaft in seinem Glauben an Toms Unschuld.
Rhetorische Strategien in Atticus' Rede
Ethos (Glaubwürdigkeit des Redners)
- Atticus genießt hohes Ansehen in Maycomb als ehrlicher und rechtschaffener Mann
- Seine Position als Anwalt verstärkt seine Glaubwürdigkeit
- Er spricht respektvoll zur Jury und zeigt Verständnis für ihre Perspektiven
Schlüsselkonzept: Ethos in der Rhetorik Ethos bezieht sich auf die Glaubwürdigkeit des Sprechers. Atticus' Respekt in der Gemeinde und seine respektvolle Ansprache an die Jury ("you gentlemen") stärken sein Ethos in der closing argument.
Logos (Logische Argumente)
- Er beginnt mit dem Mangel an Beweisen: "New York State did not produce any evidence that Tom Robinson was charged with a crime"
- Er hebt hervor, dass Mayella von einer linken Hand geschlagen wurde, während Tom Robinson rechtshändig ist
- Diese logischen Fakten schaffen Zweifel am Anfang seiner Rede
Pathos (Emotionale Ansprache)
- Er weckt zunächst Mitgefühl für Mayella als schwache, geschlagene Frau
- Verlagert dann das Mitgefühl auf Tom Robinson als das wahre Opfer
- Appelliert an das Gewissen der Jury: "I am convinced that you gentlemen, without passion, will see through the evidence"
- Schließt mit einem religiösen Appell: "In the name of God, do your duty, Believe Tom Robinson"
Rhetorische Techniken
- Metaphern werden eingesetzt, um komplexe Ideen zu vermitteln
- Er hinterfragt rassistische Vorurteile direkt: "all Negroes are immoral beings"
- Er fordert die Jury auf, über die Hautfarbe hinauszublicken und nach Fakten zu urteilen
Trotz seiner überzeugenden Closing Argument und der geschickten Nutzung von Ethos, Pathos und Logos kann die Jury ihre rassistischen Vorurteile nicht überwinden und spricht Tom Robinson schuldig.



