Anthropologische Grundpositionen und Menschenbilder
Die anthropologischen Grundannahmen in der Pädagogik basieren auf verschiedenen philosophischen Konzepten zum Wesen des Menschen. Eine zentrale Frage der Pädagogischen Anthropologie lautet: "Was ist der Mensch?"
Nach Descartes besitzt der Mensch zwei grundlegende seelische Dimensionen: den Willen und die Empfindungen. Der Wille steht dabei unter absoluter Kontrolle der Seele, während Empfindungen nur indirekt beeinflusst werden können. Diese werden von körperlichen Erregungszuständen begleitet, die im Herzen entstehen und erst abklingen müssen.
Kant unterscheidet den Menschen vom Tier durch drei wesentliche Merkmale: die technische Handhabung von Dingen, die pragmatische Fähigkeit andere Menschen für eigene Zwecke einzusetzen, und die moralische Anlage nach selbst auferlegten Gesetzen zu handeln. Der Mensch kann sich durch Vernunft vom "animal rationabile" zum "animal rationale" entwickeln.
Definition: Die menschliche Willkür wird nach Kant zwar durch Antriebe beeinflusst, ist aber nicht vollständig durch sie bestimmt. Sie kann durch den freien Willen und reine Vernunft gelenkt werden.











































