christliches Menschenbild: Gottesebenbildlichkeit

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christliches Menschenbild: Gottesebenbildlichkeit

 Das Menschenbild
Individualität
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christliches Menschenbild mit dem Menschen als Repräsentant Gottes; Zusammenfassung auf Seite 3; Bei Fragen gerne melden :)

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Das Menschenbild Individualität 5 jeder Mensch hat einen EIGENWERT 10 15 20 Mensch ist unersetzlich enge Beziehung zw. 25 Mensch + Goff 30 immer nur Hierarchie! 35 UV-M5 Gott ist ein Freund des Lebens- Herausforderungen und Aufgaben beim Schutz des Lebens. Gemeinsame Erklärung des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Deutschen Bischofskonferenz (1989) 'IV. Die besondere Würde des menschlichen Lebens 1. Der Mensch - das »Bild Gottes«< Die Vorstellung vom Menschen als dem »Bild Gottes«< stammt aus dem ersten Schöpfungsbericht der Bibel (Gen/ 1 Mose 1,26f). Nach der heute vorherrschenden Deutung zielt ihr ursprünglicher Sinn darauf, dass der Mensch für die Schöpfungswelt zum Repräsentanten und Statthalter Gottes eingesetzt ist. Jedoch verbinden sich in der Auslegungsgeschichte von Gen /1 Mose 1,26f und im Denken und Glauben der Kirche mit dem Gedanken der Gottebenbildlichkeit des Menschen weiter gefasste Inhalte. Die Gottebenbildlichkeit wird darum in der geistigen Welt des Christentums zu einem Zentralbegriff in der Beschreibung der besonderen Würde des menschlichen Lebens. Auch Art. 1 Abs. 1 des Grundgesetzes steht in diesem Traditionszusammenhang: »Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.<< (...) a) Dass der Mensch und nur er unter allen Lebewesen »Bild Gottes« genannt wird, ist zunächst Ausdruck seines Herausgehobenseins aus der Natur. Dieses Herausgehobensein lässt sich an einzelnen Phänomenen aufweisen: Differenziertheit des organischen Systems, biologische Unspezialisiertheit, Weltoffenheit, Rationalität, Sprache, Bewusstsein,...

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Selbstbestimmung, Gewissen u. a. b) Die Qualifizierung als »Bild Gottes« gilt nicht allein der menschlichen Gattung, sondern jedem einzelnen Menschen. Individuelle Besonderheit ist ein Wesensmerkmal des Menschseins. Jeder Mensch ist als solcher einmalig, jede mitmenschliche Begegnung eine neue Erfahrung. Diese Einmaligkeit zeigt sich nicht nur in individuellen Merkmalen (Geburtsdatum, Größe, Gewicht, Farbe usw.), sondern etwa auch in den Gedanken und Sorgen, welche sich ein Mensch über seine natürliche und geschichtliche Individualität macht; sie bilden eine je einmalige Innenwelt. Insofern ist jeder Mensch unersetzlich. c) Theologisch entspricht dem die Sicht, dass jeder einzelne Mensch sich verstehen darf als von Gott geschaffen und gewollt und diese Beziehung zwischen Gott und Mensch ihre Erfüllung gefunden hat in Christus, in dem Gott den Menschen, jeden Menschen unbedingt angenommen hat. So kann man sagen, dass jeder Mensch vor Gott und den Menschen einen eigenen Wert und Sinn besitzt. Diese Auszeichnung des Menschen ist unverlierbar, wie immer der Mensch beschaffen ist und was immer mit ihm geschieht- und sei er in seinen Lebensäußerungen noch so eingeschränkt. Er behält seinen Eigenwert. Alles kommt dann letztlich und entscheidend darauf an, dass im Blick auf jeden Menschen gilt: ,Ich glaube, dass Gott mich und mein Leben will und dass auch in der Begegnung mit anderen jedes Menschenleben als ein eigener Wert und Sinn geachtet wird. d) Gottebenbildlichkeit beinhaltet schließlich eine besondere Berufung des Menschen. Gott beruft den Menschen in seine Gemeinschaft; er würdigt ihn sein Gegenüber zu sein, also: in Beziehung auf Gott zu leben, und an seiner Herrlichkeit teilzuhaben. Auch diese Berufung gilt uneingeschränkt jedem menschlichen Wesen und ist nicht an bestimmte Ausprägungen des individuellen Menschseins gebunden. 17.03.2021 direkte Konsequent (1 aus der Gottesebenbild- lichkeit.' Auch krankes Leben hat würde. ungeist = Personen, die trz werten. Jeder Mensch ist ein Bild Gottes, egal ob krank oder nicht. Kranke Menschen sollten unterstützt werden, nicht fremdbestimmt 40 5 10 15 20 25 2. Das unbedingte Lebensrecht jedes einzelnen Menschen Schon in der biblischen Urgeschichte ist das unbedingte Lebensrecht jedes einzelnen Menschen eine direkte Konsequenz aus seiner Gottebenbildlichkeit (Gen/1 Mose 9,6). Das Leben eines anderen Menschen darf nicht angetastet werden: »Du sollst nicht morden«< (Ex/ 2 Mose 20,13). Die Bibel selbst kennt den Konflikt zwischen dem eigenen Lebensrecht und dem des anderen und trifft darum z. B. für Notwehr oder die Anwendung der Todesstrafe besondere Regelungen; jedoch hat das Gebot zum Schutz anderen IV. 5 Die Würde des durch Krankheit, Behinderung und Tod gezeichneten Lebens Auch das durch Krankheit, Behinderung oder Tod gezeichnete Leben hat als menschliches Leben eine unverlierbare Würde. Selbst schwerwiegende Beeinträchtigungen des Lebensvollzugs, vollständige Hilflosigkeit und ein hoher Aufwand an Pflege und Betreuung können es unter keinen Umständen rechtfertigen, den betroffenen Menschen die Würde abzusprechen oder ihre Würde als eingeschränkt anzusehen. Dies ausdrücklich festzustellen erscheint angesichts der in Deutschland unter völlig unverantwortlichen und verwerflichen Schlagworten wie »>lebensunwertes Leben«< oder »Ballastexistenzen«< begangenen Verbrechen nach wie vor dringend nötig. Gegenwärtig gibt es Anzeichen für das erneute Aufkommen des Ungeistes, »lebensunwertes«< von »>lebenswertem«< oder »wertvollem« Leben unterscheiden zu wollen. Demgegenüber sagen wir mit aller Entschiedenheit: Jeder Mensch, wie immer er ist, gesund oder krank, mit hoher oder mit geringer Lebenserwartung, produktiv oder eine Belastung darstellend, ist und bleibt >>Bild Gottes<<. Die Überzeugung, dass letztlich nicht eigene Qualitäten, sondern Gottes Annahme und Berufung dem Menschen Gottebenbildlichkeit und damit seine Würde verleihen, muss sich gerade gegenüber dem kranken, behinderten und sterbenden Leben bewähren. Alles andere ist Götzendienst gegenüber dem Vitalen, Starken und Leistungsfähigen. Die Würde des durch Krankheit, Behinderung oder Tod gezeichneten Lebens ist allerdings praktisch weniger durch die radikale Infragestellung seines Lebensrechts als vielmehr durch Fremdbestimmung und Entmündigung bedroht. So kommt es bei der medizinischen Behandlung schwerkranker und alter Menschen nicht selten zu Ergebnissen, bei denen bleibende und gravierende körperliche Defekte Kauf genommen werden. Eine medizinische Behandlung muss immer im wohlverstandenen Interesse des Patienten liegen; dieses wohlverstandene Interesse ist ein menschenwürdiges Weiterleben; wo ein Eingriff keine Besserung verspricht, soll er unterbleiben. Die Behandlung muss auf Lebensverlängerung, nicht auf Sterbeverlängerung zielen. Die Menschenwürde erfordert es, wo es möglich ist, den Wunsch des betroffenen Patienten zu berücksichtigen. Eine Verletzung der Menschenwürde liegt auch da vor, wo Angehörige und Pflegepersonal alles tun, um den Gedanken an das bevorstehende Sterben nicht aufkommen zu lassen. GOHesebenbildlichkeit des Menschen Gen 1, 26-28 : Grundsätzliche Deutung: Mensch als Repräsentant + Statthalter Gottes Erweiterung: Gottesebenbildlichkeit dient als Basis für Aussagen zur besonderen würde des menschlichen Lebens : * Herausgehobensein aus der Natur (vgl. Sprache, Gewissen,...) Individualität Besonderheiten als wesensmerkmale des Einzelnen Einmaligkeit (auch geschichtliche Individualität) ↳Unersetzlichkeit einen jeden Menschen : von Gott geschaffen + gewollt unbedingte Annahme durch Got → Wert + Sinn, der nicht verloren gehen kann * Berufung des Menschen in die Beziehung zu Gott; Teilhabe an seiner Herrlichkeit.

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Vielen Dank, wirklich hilfreich für mich, da wir gerade genau das Thema in der Schule haben 😁

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So kann man sagen, dass jeder Mensch vor Gott und den Menschen einen eigenen Wert und Sinn besitzt. Diese Auszeichnung des Menschen ist unverlierbar, wie immer der Mensch beschaffen ist und was immer mit ihm geschieht- und sei er in seinen Lebensäußerungen noch so eingeschränkt. Er behält seinen Eigenwert. Alles kommt dann letztlich und entscheidend darauf an, dass im Blick auf jeden Menschen gilt: ,Ich glaube, dass Gott mich und mein Leben will und dass auch in der Begegnung mit anderen jedes Menschenleben als ein eigener Wert und Sinn geachtet wird. d) Gottebenbildlichkeit beinhaltet schließlich eine besondere Berufung des Menschen. Gott beruft den Menschen in seine Gemeinschaft; er würdigt ihn sein Gegenüber zu sein, also: in Beziehung auf Gott zu leben, und an seiner Herrlichkeit teilzuhaben. Auch diese Berufung gilt uneingeschränkt jedem menschlichen Wesen und ist nicht an bestimmte Ausprägungen des individuellen Menschseins gebunden. 17.03.2021 direkte Konsequent (1 aus der Gottesebenbild- lichkeit.' Auch krankes Leben hat würde. ungeist = Personen, die trz werten. Jeder Mensch ist ein Bild Gottes, egal ob krank oder nicht. Kranke Menschen sollten unterstützt werden, nicht fremdbestimmt 40 5 10 15 20 25 2. Das unbedingte Lebensrecht jedes einzelnen Menschen Schon in der biblischen Urgeschichte ist das unbedingte Lebensrecht jedes einzelnen Menschen eine direkte Konsequenz aus seiner Gottebenbildlichkeit (Gen/1 Mose 9,6). Das Leben eines anderen Menschen darf nicht angetastet werden: »Du sollst nicht morden«< (Ex/ 2 Mose 20,13). Die Bibel selbst kennt den Konflikt zwischen dem eigenen Lebensrecht und dem des anderen und trifft darum z. B. für Notwehr oder die Anwendung der Todesstrafe besondere Regelungen; jedoch hat das Gebot zum Schutz anderen IV. 5 Die Würde des durch Krankheit, Behinderung und Tod gezeichneten Lebens Auch das durch Krankheit, Behinderung oder Tod gezeichnete Leben hat als menschliches Leben eine unverlierbare Würde. Selbst schwerwiegende Beeinträchtigungen des Lebensvollzugs, vollständige Hilflosigkeit und ein hoher Aufwand an Pflege und Betreuung können es unter keinen Umständen rechtfertigen, den betroffenen Menschen die Würde abzusprechen oder ihre Würde als eingeschränkt anzusehen. Dies ausdrücklich festzustellen erscheint angesichts der in Deutschland unter völlig unverantwortlichen und verwerflichen Schlagworten wie »>lebensunwertes Leben«< oder »Ballastexistenzen«< begangenen Verbrechen nach wie vor dringend nötig. Gegenwärtig gibt es Anzeichen für das erneute Aufkommen des Ungeistes, »lebensunwertes«< von »>lebenswertem«< oder »wertvollem« Leben unterscheiden zu wollen. Demgegenüber sagen wir mit aller Entschiedenheit: Jeder Mensch, wie immer er ist, gesund oder krank, mit hoher oder mit geringer Lebenserwartung, produktiv oder eine Belastung darstellend, ist und bleibt >>Bild Gottes<<. Die Überzeugung, dass letztlich nicht eigene Qualitäten, sondern Gottes Annahme und Berufung dem Menschen Gottebenbildlichkeit und damit seine Würde verleihen, muss sich gerade gegenüber dem kranken, behinderten und sterbenden Leben bewähren. Alles andere ist Götzendienst gegenüber dem Vitalen, Starken und Leistungsfähigen. Die Würde des durch Krankheit, Behinderung oder Tod gezeichneten Lebens ist allerdings praktisch weniger durch die radikale Infragestellung seines Lebensrechts als vielmehr durch Fremdbestimmung und Entmündigung bedroht. So kommt es bei der medizinischen Behandlung schwerkranker und alter Menschen nicht selten zu Ergebnissen, bei denen bleibende und gravierende körperliche Defekte Kauf genommen werden. Eine medizinische Behandlung muss immer im wohlverstandenen Interesse des Patienten liegen; dieses wohlverstandene Interesse ist ein menschenwürdiges Weiterleben; wo ein Eingriff keine Besserung verspricht, soll er unterbleiben. Die Behandlung muss auf Lebensverlängerung, nicht auf Sterbeverlängerung zielen. Die Menschenwürde erfordert es, wo es möglich ist, den Wunsch des betroffenen Patienten zu berücksichtigen. Eine Verletzung der Menschenwürde liegt auch da vor, wo Angehörige und Pflegepersonal alles tun, um den Gedanken an das bevorstehende Sterben nicht aufkommen zu lassen. GOHesebenbildlichkeit des Menschen Gen 1, 26-28 : Grundsätzliche Deutung: Mensch als Repräsentant + Statthalter Gottes Erweiterung: Gottesebenbildlichkeit dient als Basis für Aussagen zur besonderen würde des menschlichen Lebens : * Herausgehobensein aus der Natur (vgl. Sprache, Gewissen,...) Individualität Besonderheiten als wesensmerkmale des Einzelnen Einmaligkeit (auch geschichtliche Individualität) ↳Unersetzlichkeit einen jeden Menschen : von Gott geschaffen + gewollt unbedingte Annahme durch Got → Wert + Sinn, der nicht verloren gehen kann * Berufung des Menschen in die Beziehung zu Gott; Teilhabe an seiner Herrlichkeit.