Überblick Utilitarismus

user profile picture

Hanna 🌿

65 Followers
 

Philosophie

 

11/12/13

Lernzettel

Überblick Utilitarismus

 UTILITARISMUS
●
Das Prinzip der Nützlichkeit
Eine Handlung ist nützlich, wenn von ihr die größtmögliche Anzahl an Menschen / der
Umwelt pro

Kommentare (3)

Teilen

Speichern

29

Prinzip der Nützlichkeit; hedonistisches Kalkül (+Stärken/Schwächen); Bentham, Mill, Singer; Handlungs-, Regel- und Präferenzutilitarismus; externe/interne Präferenzen Lasst 'nen Like da ;)

Nichts passendes dabei? Erkunde andere Fachbereiche.

UTILITARISMUS ● Das Prinzip der Nützlichkeit Eine Handlung ist nützlich, wenn von ihr die größtmögliche Anzahl an Menschen / der Umwelt profitieren kann. —> Das größtmögliche Glück für die größtmögliche Anzahl an Menschen. latein: utilitas= Nutzen -> Nutzenethik Begründer: Jeremy Bentham (1748-1832 in London) historischer Hintergrund: Massenelend infolge engl. Industrialisierung vier prinzipien Eine Handlung ist moralisch richtig, wenn: deren Folgen (Konsequenzprinzip) für das Wohlergehen (hedonistisches Prinzip) der meisten Betroffenen (Sozialprinzip) optimal (Utilitaritätsprinzip) sind. ● Folgen einer Handlung u. Betrachtung aller Betroffenen ist wichtig ausgangspunkt Mensch steht von Natur aus unter Herrschaft von Freude und Leid (= Maßstab für richtig u. falsch) Motiv aller menschl. Handlungen (nach B.): Wunsch nach Lust, Vermeidung des Leids (bekannt aus Epikurs Hedonismus) Lust u. Leid anderer Menschen muss berücksichtigt werden -> verschiedene Sanktionen sollen das bewirken: ● 1. physische Sanktionen 2. juristische Sanktionen 3. moralische Sanktionen 4. religiöse Sanktionen Aufgabe des Gesetzgebers: Sanktionen so einzusetzen, dass das größtmögliche Glück für alle erreicht wird hedonistisches kalkül nach Bentham Für die Anzahl von Personen wird der Wert einer Freude oder eines Leids größer oder kleiner durch folgende Umstände: ● Intensität, ● Dauer, ● Gewissheit/Ungewissheit, ● Nähe/Ferne, sowie: Folgenträchtigkeit Reinheit einer Freude/eines Leids Ausmaß (also die Anzahl der Personen, auf die sich Freude/Leid erstrecken/die davon betroffen sind) Ziel: ● Stärken&Schwächen des hedonistischen Kalküls stärken Konsequenzbewusstsein ● Förderung des Allgemeinwohls ● Vermeidung von Egoismus -> Nutzen für alle; Berücksichtigung für alle in gleicher Weise Berechenbarkeit, moralisch richtige Handlungen (anstatt nur auf „Bauchgefühl“ zu ● ● Bestimmen ob eine...

Mit uns zu mehr Spaß am Lernen

Hilfe bei den Hausaufgaben

Mit dem Fragen-Feature hast du die Möglichkeit, jederzeit Fragen zu stellen und Antworten von anderen Schüler:innen zu erhalten.

Gemeinsam lernen

Mit Knowunity erhältest du Lerninhalte von anderen Schüler:innen auf eine moderne und gewohnte Art und Weise, um bestmöglich zu lernen. Schüler:innen teilen ihr Wissen, tauschen sich aus und helfen sich gegenseitig.

Sicher und geprüft

Ob Zusammenfassungen, Übungen oder Lernzettel - Knowunity kuratiert alle Inhalte und schafft eine sichere Lernumgebung zu der Ihr Kind jederzeit Zugang hat.

App herunterladen

Alternativer Bildtext:

Handlung Glück oder Leid bringt -> Entscheidung wenn Freude überwiegt -> Tendenz einer Handlung gut wenn Leid überwiegt -> Tendenz einer Handlung schlecht schwächen / kritikpunkte emotionaler Wert lässt sich nicht unbedingt/schwierig als Zahl bestimmen (Leid nicht oder nur schlecht messbar) man kann nicht einschätzen, wie andere Personen fühlen man kann nur von eigenem Standpunkt aus einschätzen ausführliche Berechnung -> viel Aufwand, kann trotzdem ein falsches Ergebnis herauskommen ● ● Was versteht Bentham unter Nützlichkeit? ● vertrauen) Wohlergehen anstatt Pflichterfüllung jede Handlung (Handlung einer Privatperson, aber auch Maßnahmen der Regierung) wird sichtlich ihrer Tendenz Glück zu vermehren oder zu mindern gebilligt oder missbilligt als nützlich betrachtet er folgende Eigenschaften: Gewinn, Vorteil, Freude, Gutes, Glück zu vermeiden gelten: Unheil, Leid, Böses oder Unglück ● beim ,,Glück der Gemeinschaft“ spielt die Summe der Interessen der verschiedenen Mitglieder wichtige Rolle, erst dann kann man von Interesse der Gemeinschaft sprechen ➜ ,,Eine Handlung ist nützlich, wenn die ihr innewohnende Tendenz, das Glück der Gemeinschaft zu vermehren, größer ist als irgendeine andere ihr innewohnende Tendenz, es zu vermindern." ● ● Wessen Nutzen ist laut Bentham zu berücksichtigen und wie wird der Nutzen einer Handlung ermittelt? um Nutzen für Gemeinschaft zu ermitteln muss auf jeden Fall Nutzen für die einzelnen Individuen berücksichtigt werden -> Summe der Interessen der verschiedenen Individuen ergibt das Interesse der Gemeinschaft u. somit den Nutzen für diese eine Sache ist zugunsten des Interesse eines Individuums, wenn sie dazu neigt, zur Gesamtsumme seiner Freuden beizutragen oder die Gesamtsumme seiner Leiden zu mindern -> d.h. der Nutzen einer Handlung wird ermittelt in dem man betrachtet, ob sich diese Handlung positiv oder negativ auf den Handelnden/Betroffenen auswirkt der qualitative utilitarismus- john stuart mill = Weiterentwicklung von Benthams quantitativem Utilitarismus Hedonismus reduziere Menschen nur auf bloße Lustbefriedigung -> Mensch sei tierähnlich dem Mensch sei jedoch ein höherer Wert zuzuschreiben als bloße Sinnlichkeit/Körperlichkeit geistige (höhere) Freuden sind ggü. körperlichen (niederen) Freuden vorzuziehen, weil sie länger andauern Mensch würde sich nicht freiwillig in niederes Wesen (Tier) verwandeln lassen -> Mensch als höheres Wesen ● ● ➜ „Es ist besser ein unzufriedener Mensch zu sein, als ein zufrieden gestelltes Schwein." ,,Es ist besser, ein unzufriedener Sokrates als ein zufriedener Narr zu sein." ● bloße Befriedigung der Bedürfnisse und die Ansprüche eines geistigen Wesens auf -> müssen scharf unterschieden werden Wie kommt Mill zu der Überlegung, das es besser ist, ein unzufriedener Mensch, als ein zufrieden gestelltes Schwein zu sein? ● Lebensglück - ● Mehrheit der Menschen würde sich stets für die Lebensweise entscheiden, an der auch die höheren Fähigkeiten beteiligt sind, dazu gehören: Stolz, Freiheitsliebe, Streben nach Unabhängigkeit, Liebe zur Macht, Erregtheit oder Würde -> kann entscheidend zu Glück des Einzelnen beitragen höher begabtes Wesen (Mensch) verlangt mehr zu seinem Glück, ist größeren Leidens fähig u. diesem in höherem Maße ausgesetzt als niederes Wesen (Tier) niederes Wesen mit geringerer Fähigkeit zum Genuss kann besser voll zufriedengestellt werden als höheres Wesen Wesen von höheren Fähigkeiten wird stets das Gefühl haben, dass alles Glück in der Welt unvollkommen ist —> lernt damit umzugehen anstatt niedere Wesen für ihr Glück zu beneiden (sind sich nicht bewusst, dass dieses unvollkommen ist) Mensch kennt beide Seiten - die des niederen und des höheren Wesens; niedere Wesen wie im Beispiel Schwein oder Narr sind nur anderer Ansicht, weil sie nicht beide Seiten kennen Mill meint, man solle sich bei dieser Frage auf das Urteil derer/der Instanz verlassen, die beide Seiten kennen – in diesem Fall das höhere Wesen (der Mensch) Mills entscheidende Ergänzungen zu Bentham: 1. moralisch richtiges Handeln ist am Glück aller Betroffenen orientiert (anstatt nur am Glück des Einzelnen) 2. die gesamte Menschheit bzw. sogar das gesamte „fühlende Leben" muss in die Kalkulation mit einbezogen werden (Betrachtung der Auswirkungen/Ausmaß) handlungs-, regel- und präferenzutilitarismus Der Handlungsutilitarismus (Bentham) ,,Welche Folgen wird meine Ausführung dieser Handlung in dieser Situation haben?" es kann niemals richtig sein, einer allgemeinen Regel Folge zu leisten, wenn in einem konkreten Fall überzeugende Argumente dagegen sprechen ➜teleologische Ethik Der Regelutilitarismus (Mill) ,,Welche Folgen würde die allgemeine Ausführung derartiger Handlungen in derartigen Situationen haben?" konkrete moralische Entscheidungen sollen in Übereinstimmung mit einer Regel gefällt werden, ohne Rücksicht darauf, ob es in der Situation eine Handlungsalternative mit besseren Folgen gibt ➜ deontologische Ethik Der Präferenzutilitarismus (Singer) Prinzip gleicher Interessenabwägung → moralische Beurteilung aus universellem Standpunkt = statt Nutzen -> Interessen als Kriterium zur Beurteilung von Handlungen ● Beachtung der Präferenzen aller betroffenen Wesen, um eine Handlung und Auswirkungen zu beurteilen ● bezeichnet generelle Interessen eines Wesens (z.B.: Lebensinteresse) -> kontrollunabhängig, d.h. sie werden nicht mit in die Interessenabwägung einbezogen Beurteilung von Handlungen nach Grad der Übereinstimmung der Interessen/Präferenzen Keine Interessen: unbelebte Natur (Pflanzen, Steine, Einzeller, Zygoten) ● keine Fähigkeiten, daher keine Rechte Interesse an Schmerzfreiheit und Freude: → Tiere, menschliche Embryonen, Föten, Neugeborene Fähigkeiten: Wahrnehmung und Empfindung —> Recht auf Schmerzfreiheit Interesse an Zukunft, Plänen, Entwicklung, erfülltes Leben: Personen Fähigkeiten: über alles nachdenken, Selbstbewusstsein, Zusammenhänge erkennen -> Recht auf Leben (... gilt nur für Personen) WARUM?: Externe und interne Präferenzen Präferenzen sind beliebige Wünsche, Interessen, Vorlieben, welche sich auf Gegenstände, Handlungen oder Zustände beziehen können externe Präferenzen bezeichnen Zustände die vom Subjekt (dem Menschen) nicht selbst erleb- oder herstellbar sind, d.h. die allgemeinen Wünsche und Interessen der Gesellschaft/einer einzelnen Person zu einer Handlung (können auch unmoralisch sein) interne Präferenzen sind alle Präferenzen direkt betroffener Personen einer Handlung ● zentrales Interesse einer Person besteht darin, ihr Leben weiterführen zu können Lebewesen, die kein Selbstbewusstsein haben, können das nicht ●

Überblick Utilitarismus

user profile picture

Hanna 🌿

65 Followers
 

Philosophie

 

11/12/13

Lernzettel

Überblick Utilitarismus

Dieser Inhalt ist nur in der Knowunity App verfügbar.

 UTILITARISMUS
●
Das Prinzip der Nützlichkeit
Eine Handlung ist nützlich, wenn von ihr die größtmögliche Anzahl an Menschen / der
Umwelt pro

App öffnen

Teilen

Speichern

29

Kommentare (3)

Q

So ein schöner Lernzettel 😍😍 super nützlich und hilfreich!

Prinzip der Nützlichkeit; hedonistisches Kalkül (+Stärken/Schwächen); Bentham, Mill, Singer; Handlungs-, Regel- und Präferenzutilitarismus; externe/interne Präferenzen Lasst 'nen Like da ;)

Ähnliche Knows

6

Utilitarismus Ethik GK (Qualitativer, quantitativer, Präferenz Utilitarismus)

Know Utilitarismus Ethik GK (Qualitativer, quantitativer, Präferenz Utilitarismus) thumbnail

1099

 

11/12/13

4

Utilitarismus

Know Utilitarismus  thumbnail

3237

 

11/12/10

Utilitarismus

Know Utilitarismus thumbnail

13011

 

11/12/13

Utilitarismus (Jermey Bentham und John Stuart Mill)

Know Utilitarismus (Jermey Bentham und John Stuart Mill) thumbnail

3235

 

11/12/13

Mehr

UTILITARISMUS ● Das Prinzip der Nützlichkeit Eine Handlung ist nützlich, wenn von ihr die größtmögliche Anzahl an Menschen / der Umwelt profitieren kann. —> Das größtmögliche Glück für die größtmögliche Anzahl an Menschen. latein: utilitas= Nutzen -> Nutzenethik Begründer: Jeremy Bentham (1748-1832 in London) historischer Hintergrund: Massenelend infolge engl. Industrialisierung vier prinzipien Eine Handlung ist moralisch richtig, wenn: deren Folgen (Konsequenzprinzip) für das Wohlergehen (hedonistisches Prinzip) der meisten Betroffenen (Sozialprinzip) optimal (Utilitaritätsprinzip) sind. ● Folgen einer Handlung u. Betrachtung aller Betroffenen ist wichtig ausgangspunkt Mensch steht von Natur aus unter Herrschaft von Freude und Leid (= Maßstab für richtig u. falsch) Motiv aller menschl. Handlungen (nach B.): Wunsch nach Lust, Vermeidung des Leids (bekannt aus Epikurs Hedonismus) Lust u. Leid anderer Menschen muss berücksichtigt werden -> verschiedene Sanktionen sollen das bewirken: ● 1. physische Sanktionen 2. juristische Sanktionen 3. moralische Sanktionen 4. religiöse Sanktionen Aufgabe des Gesetzgebers: Sanktionen so einzusetzen, dass das größtmögliche Glück für alle erreicht wird hedonistisches kalkül nach Bentham Für die Anzahl von Personen wird der Wert einer Freude oder eines Leids größer oder kleiner durch folgende Umstände: ● Intensität, ● Dauer, ● Gewissheit/Ungewissheit, ● Nähe/Ferne, sowie: Folgenträchtigkeit Reinheit einer Freude/eines Leids Ausmaß (also die Anzahl der Personen, auf die sich Freude/Leid erstrecken/die davon betroffen sind) Ziel: ● Stärken&Schwächen des hedonistischen Kalküls stärken Konsequenzbewusstsein ● Förderung des Allgemeinwohls ● Vermeidung von Egoismus -> Nutzen für alle; Berücksichtigung für alle in gleicher Weise Berechenbarkeit, moralisch richtige Handlungen (anstatt nur auf „Bauchgefühl“ zu ● ● Bestimmen ob eine...

Nichts passendes dabei? Erkunde andere Fachbereiche.

Mit uns zu mehr Spaß am Lernen

Hilfe bei den Hausaufgaben

Mit dem Fragen-Feature hast du die Möglichkeit, jederzeit Fragen zu stellen und Antworten von anderen Schüler:innen zu erhalten.

Gemeinsam lernen

Mit Knowunity erhältest du Lerninhalte von anderen Schüler:innen auf eine moderne und gewohnte Art und Weise, um bestmöglich zu lernen. Schüler:innen teilen ihr Wissen, tauschen sich aus und helfen sich gegenseitig.

Sicher und geprüft

Ob Zusammenfassungen, Übungen oder Lernzettel - Knowunity kuratiert alle Inhalte und schafft eine sichere Lernumgebung zu der Ihr Kind jederzeit Zugang hat.

App herunterladen

Knowunity

Schule. Endlich Einfach.

App öffnen

Alternativer Bildtext:

Handlung Glück oder Leid bringt -> Entscheidung wenn Freude überwiegt -> Tendenz einer Handlung gut wenn Leid überwiegt -> Tendenz einer Handlung schlecht schwächen / kritikpunkte emotionaler Wert lässt sich nicht unbedingt/schwierig als Zahl bestimmen (Leid nicht oder nur schlecht messbar) man kann nicht einschätzen, wie andere Personen fühlen man kann nur von eigenem Standpunkt aus einschätzen ausführliche Berechnung -> viel Aufwand, kann trotzdem ein falsches Ergebnis herauskommen ● ● Was versteht Bentham unter Nützlichkeit? ● vertrauen) Wohlergehen anstatt Pflichterfüllung jede Handlung (Handlung einer Privatperson, aber auch Maßnahmen der Regierung) wird sichtlich ihrer Tendenz Glück zu vermehren oder zu mindern gebilligt oder missbilligt als nützlich betrachtet er folgende Eigenschaften: Gewinn, Vorteil, Freude, Gutes, Glück zu vermeiden gelten: Unheil, Leid, Böses oder Unglück ● beim ,,Glück der Gemeinschaft“ spielt die Summe der Interessen der verschiedenen Mitglieder wichtige Rolle, erst dann kann man von Interesse der Gemeinschaft sprechen ➜ ,,Eine Handlung ist nützlich, wenn die ihr innewohnende Tendenz, das Glück der Gemeinschaft zu vermehren, größer ist als irgendeine andere ihr innewohnende Tendenz, es zu vermindern." ● ● Wessen Nutzen ist laut Bentham zu berücksichtigen und wie wird der Nutzen einer Handlung ermittelt? um Nutzen für Gemeinschaft zu ermitteln muss auf jeden Fall Nutzen für die einzelnen Individuen berücksichtigt werden -> Summe der Interessen der verschiedenen Individuen ergibt das Interesse der Gemeinschaft u. somit den Nutzen für diese eine Sache ist zugunsten des Interesse eines Individuums, wenn sie dazu neigt, zur Gesamtsumme seiner Freuden beizutragen oder die Gesamtsumme seiner Leiden zu mindern -> d.h. der Nutzen einer Handlung wird ermittelt in dem man betrachtet, ob sich diese Handlung positiv oder negativ auf den Handelnden/Betroffenen auswirkt der qualitative utilitarismus- john stuart mill = Weiterentwicklung von Benthams quantitativem Utilitarismus Hedonismus reduziere Menschen nur auf bloße Lustbefriedigung -> Mensch sei tierähnlich dem Mensch sei jedoch ein höherer Wert zuzuschreiben als bloße Sinnlichkeit/Körperlichkeit geistige (höhere) Freuden sind ggü. körperlichen (niederen) Freuden vorzuziehen, weil sie länger andauern Mensch würde sich nicht freiwillig in niederes Wesen (Tier) verwandeln lassen -> Mensch als höheres Wesen ● ● ➜ „Es ist besser ein unzufriedener Mensch zu sein, als ein zufrieden gestelltes Schwein." ,,Es ist besser, ein unzufriedener Sokrates als ein zufriedener Narr zu sein." ● bloße Befriedigung der Bedürfnisse und die Ansprüche eines geistigen Wesens auf -> müssen scharf unterschieden werden Wie kommt Mill zu der Überlegung, das es besser ist, ein unzufriedener Mensch, als ein zufrieden gestelltes Schwein zu sein? ● Lebensglück - ● Mehrheit der Menschen würde sich stets für die Lebensweise entscheiden, an der auch die höheren Fähigkeiten beteiligt sind, dazu gehören: Stolz, Freiheitsliebe, Streben nach Unabhängigkeit, Liebe zur Macht, Erregtheit oder Würde -> kann entscheidend zu Glück des Einzelnen beitragen höher begabtes Wesen (Mensch) verlangt mehr zu seinem Glück, ist größeren Leidens fähig u. diesem in höherem Maße ausgesetzt als niederes Wesen (Tier) niederes Wesen mit geringerer Fähigkeit zum Genuss kann besser voll zufriedengestellt werden als höheres Wesen Wesen von höheren Fähigkeiten wird stets das Gefühl haben, dass alles Glück in der Welt unvollkommen ist —> lernt damit umzugehen anstatt niedere Wesen für ihr Glück zu beneiden (sind sich nicht bewusst, dass dieses unvollkommen ist) Mensch kennt beide Seiten - die des niederen und des höheren Wesens; niedere Wesen wie im Beispiel Schwein oder Narr sind nur anderer Ansicht, weil sie nicht beide Seiten kennen Mill meint, man solle sich bei dieser Frage auf das Urteil derer/der Instanz verlassen, die beide Seiten kennen – in diesem Fall das höhere Wesen (der Mensch) Mills entscheidende Ergänzungen zu Bentham: 1. moralisch richtiges Handeln ist am Glück aller Betroffenen orientiert (anstatt nur am Glück des Einzelnen) 2. die gesamte Menschheit bzw. sogar das gesamte „fühlende Leben" muss in die Kalkulation mit einbezogen werden (Betrachtung der Auswirkungen/Ausmaß) handlungs-, regel- und präferenzutilitarismus Der Handlungsutilitarismus (Bentham) ,,Welche Folgen wird meine Ausführung dieser Handlung in dieser Situation haben?" es kann niemals richtig sein, einer allgemeinen Regel Folge zu leisten, wenn in einem konkreten Fall überzeugende Argumente dagegen sprechen ➜teleologische Ethik Der Regelutilitarismus (Mill) ,,Welche Folgen würde die allgemeine Ausführung derartiger Handlungen in derartigen Situationen haben?" konkrete moralische Entscheidungen sollen in Übereinstimmung mit einer Regel gefällt werden, ohne Rücksicht darauf, ob es in der Situation eine Handlungsalternative mit besseren Folgen gibt ➜ deontologische Ethik Der Präferenzutilitarismus (Singer) Prinzip gleicher Interessenabwägung → moralische Beurteilung aus universellem Standpunkt = statt Nutzen -> Interessen als Kriterium zur Beurteilung von Handlungen ● Beachtung der Präferenzen aller betroffenen Wesen, um eine Handlung und Auswirkungen zu beurteilen ● bezeichnet generelle Interessen eines Wesens (z.B.: Lebensinteresse) -> kontrollunabhängig, d.h. sie werden nicht mit in die Interessenabwägung einbezogen Beurteilung von Handlungen nach Grad der Übereinstimmung der Interessen/Präferenzen Keine Interessen: unbelebte Natur (Pflanzen, Steine, Einzeller, Zygoten) ● keine Fähigkeiten, daher keine Rechte Interesse an Schmerzfreiheit und Freude: → Tiere, menschliche Embryonen, Föten, Neugeborene Fähigkeiten: Wahrnehmung und Empfindung —> Recht auf Schmerzfreiheit Interesse an Zukunft, Plänen, Entwicklung, erfülltes Leben: Personen Fähigkeiten: über alles nachdenken, Selbstbewusstsein, Zusammenhänge erkennen -> Recht auf Leben (... gilt nur für Personen) WARUM?: Externe und interne Präferenzen Präferenzen sind beliebige Wünsche, Interessen, Vorlieben, welche sich auf Gegenstände, Handlungen oder Zustände beziehen können externe Präferenzen bezeichnen Zustände die vom Subjekt (dem Menschen) nicht selbst erleb- oder herstellbar sind, d.h. die allgemeinen Wünsche und Interessen der Gesellschaft/einer einzelnen Person zu einer Handlung (können auch unmoralisch sein) interne Präferenzen sind alle Präferenzen direkt betroffener Personen einer Handlung ● zentrales Interesse einer Person besteht darin, ihr Leben weiterführen zu können Lebewesen, die kein Selbstbewusstsein haben, können das nicht ●