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Kategorischer Imperativ + Utilitarismus

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Lina

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Religion

 

11/12/13

Ausarbeitung

Kategorischer Imperativ + Utilitarismus

 Ethische
Argumentationsmodelle
In dieser Ausarbeitung werden die Themen „Utilitarismus“ nach Bentham und Mill,
sowie der Kategorische Imper

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-Eine Ausarbeitung der beiden Themen -Modell

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Ethische Argumentationsmodelle In dieser Ausarbeitung werden die Themen „Utilitarismus“ nach Bentham und Mill, sowie der Kategorische Imperativ" von Immanuel Kant behandelt. Utilitarismus: Der Utilitarismus (lat. utilitas, Nutzen, Vorteil) ist eine zweckorientierte Ethik (teleologisch), die vor allem situationsbezogen die Konsequenzen einer Handlung bewertet. Der erste utilitaristische Ansatz wurde von Jeremy Bentham (1748-1832) und John Stuart Mill (1806-1873) erstellt. Demnach soll eine Handlung das größtmögliche Glück für die Allgemeinheit bewirken (Hedonistisches Prinzip). ,,Mit dem Prinzip des Nutzens ist jenes Prinzip gemeint, das jede beliebige Handlung gutheißt oder missbilligt entsprechend ihrer Tendenz, das Glück derjenigen Gruppe zu vermehren oder zu vermindern, um deren Interessen es geht [...] Mit,Nutzen' ist diejenige Eigenschaft an einem Objekt gemeint, wodurch es dazu neigt, Wohlergehen, Vorteil, Freude, Gutes oder Glück zu schaffen." - Jeremy Bentham, Introduction to the Principles of Morals and Legislation Dadurch entsteht bei Entscheidungen eine Art „Ethische Kosten-Nutzen-Rechnung", deren Ziel sich also am größtmöglichen generierten Glück orientiert. Je mehr Glück für die Allgemeinheit entsteht, desto „besser“ ist die Handlung. Zu der Bewertung der Handlung bei einer Entscheidung kommt noch das hedonistische Kalkül nach Bentham dazu; Faktoren wie die Intensität des generieten Glücks, die Dauer, die Gewissheit (also wie wahrscheinlich das Eintreten des Glückes ist), die Nähe (zeitl.) und wie fruchtbar (also wie viel Glück die Handlung noch nach sich zieht), gehören dazu. Außerdem sind nicht alle Freuden gleich;...

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nicht jedes Glück ist auch ein moralisch „gutes" Glück (z.B. bei Sucht). Intellektuelle Freuden seien (nach Mill) außerdem wertiger, wobei nicht jeder diese erreichen kann. Das hedonistische Kalkül bestimmt also die für die Allgemeinheit beste Alternative; wobei jedes Individuum gleich viel „zählt" (also ihrer Wertungen gleich viel Gewicht zugesprochen wird). Das hat den Vorteil, dass die Bewertung der Handlung objektiv und nachvollziehbar W Mit WPS Office bearbeiten 1 ist und sie unabhängig von Instanzen gelten kann. Zum Nachteil ist allerdings, dass der Utilitarismus auch durch die vielen Variablen beim hedonistischen Kalkül kompliziert oder auch ungenau erscheinen kann. Auch kann er schnell „kalt" und emotionslos wirken, da die Menschlichkeit auch nicht zur Abwägung der Entscheidung dazuzählt. Schwierig wird es auch bei der Frage, inwieweit und bis zu welchen Grad möglicherweise Verbrechen gerechtfertigt werden könnten, da der Utilitarismus auch dazu neigen kann, gegen Gesetze oder Gewissen zu verstoßen. Außerdem verlangt er oft Opfer, die ganz nach dem Motto „der Zweck heiligt die Mittel" relativiert werden. Der Kategorische Imperativ/Pflichtethik: Die Pflichtethik nach Kant steht ziemlich im Gegensatz zum Utilitarismus, da sie sich nicht auf die Folgen einer Handlung, sondern vielmehr auf die Motivation dahinter konzentriert (deontologisch). Dabei ist wichtig, dass ein guter Wille dahintersteckt, da eine Handlung, die mit schlechten Absichten ausgeführt wird, (zufällig) eine gute Auswirkung hat, moralisch trotzdem nicht als gut zu bewerten ist. „Es ist überall nichts in der Welt (...), was ohne Einschränkung für gut könne gehalten werden, als allein ein guter Wille." - Immanuel Kant Ein guter Wille lässt sich für Kant wie folgt definieren: Der Mensch handelt nach zwei Welten; Einmal die Sinnenwelt, in der der Mensch nach seinen körperlichen Bedürfnissen handelt (Hunger, Durst, Triebe, ...), aber auch nach sozialen Bedürfnissen (Anerkennung, Akzeptanz, ...). Sie werden als „Neigungen" bezeichnet. Handlungen, die also solchen Neigungen entspringen, sind moralisch wertlos. Zum anderen die Verstandeswelt, in der der gute Wille zu finden ist. Handelt man nämlich nach moralischen Pflichten, also einem ewigen moralischen Gesetz, ist die Handlung "gut". Dieses „ewige moralische Gesetz", welches Kant als den ,,Kategorischen Imperativ" bezeichnet, ist für jedes vernunftbegabte Wesen, wie den Menschen, einleuchtend. Er gilt absolut und unabhängig von äußeren Umständen, im Gegenteil zum Utilitarismus, der nur situationsbezogen angewendet wird. Aus dem Kategorischen Imperativ lassen sich einzelne Pflichten ableiten, wie zum Beispiel W Mit WPS Office bearbeiten 2 ,,Hilf Menschen in Not". Nur wenn man sich direkt von einer solchen Pflicht motivieren lässt, handelt es sich um einen richtigen guten Willen. Anders wäre es, wenn hinter einer Handlung eine Neigung steht. Zum Beispiel: Ein Mensch droht zu ertrinken. Man will ihm helfen, da man nach der Pflicht ,,Hilf Menschen in Not" handelt. Dies wäre eine moralische Tat, da man direkt von der Pflicht motiviert wurde. Hilft man ihm, da man weiß, dass man eine Belohnung, wie etwa Ansehen für diese Tat bekommt, ist dies eine unmoralische Handlung, obwohl sie auf dasselbe Ergebnis hinausläuft, da sie nicht von einer Pflicht, sondern von dem eigenen Nutzen davon motiviert ist. Von außen ist es also schwer zu erkennen, ob jemand aus der Pflicht heraus handelt, oder nur pflichtgemäß, aber von seinen Neigungen motiviert wurde. Darum ist es für Kant eher die Ausnahme, dass jemand wirklich moralisch handelt. Außerdem ist der Kategorische Imperativ vom „Hypothetischen Imperativ" zu unterscheiden, der nicht absolut ist, sondern egoistische Ziele verfolgt. Sie lassen sich durch eine „wenn“-Formulierung erkennen, wie z. B. „Lern für die Schule" (wenn du etwas lernen willst). Jemand der nicht lernen will oder muss, muss auch nicht lernen. Wer nach so einer Regel handelt, handelt zwar auch aus seiner Verstandeswelt heraus, ist aber auch von seinen Neigungen beeinflusst. Der Kategorische Imperativ steht unter dem Prinzip „Handle nur nach der Maxime, von der du wollen kannst, dass sie Gesetz werde!" Obwohl dies ein an sich guter Ansatz ist, wird er oft für seine universellen und absoluten Ansprüche kritisiert. Wie zum Beispiel von F. Schiller; „Gern dien ich den Freuden, doch tu ich es leider mit Neigung. Und es wurmt mich oft, dass ich nicht tugendhaft bin. Da ist kein anderer Rat: W Mit WPS Office bearbeiten 3 Du musst suchen, sie zu verachten, und mit Abscheu alsdann tun, was die Pflicht dir gebeut." Damit will Schiller Kants „Überhöhung" der Rolle der Pflicht bei einer moralischen Handlung kritisieren. Er definiert „Neigung" als Freude, oder etwas gerne zu tun. Um moralisch zu handeln, soll ja entgegen der Neigung dem Kategorischen Imperativ gefolgt werden. Würde das also Spaß machen, bliebe nicht mehr viel Moral über (natürlich überspitzt, da es sich um ein Spottgedicht handelt). Also soll man, will man der Pflicht und der Moral (-> Tugend) folgeleisten, seine Freuden erst verabscheuen. Modell der ethischen Argumentationsmodelle: Utilitarismus Kategorisch er Imperativ Utilitarismus (Bentham, Mill) *Zweckethik (teleologisch) •Maxime: Hedonistisches Prinzip: dass das größtmögliche Glück für alle entsteht" •Kriterien der Bewertung: •Bentham: Faktoren des Hedonistischen Kalküls ? *Mill: nicht alle Freuden sind gleich gut, intellektuelle Freuden seien mehr wert" *situationsbedingt, abhängig von äußeren Faktoren Pflichtethik (Kant) *Motivation entscheidet (deontologisch) •Maxime: Kategorischer Imperativ: der Maxime, von der du wollen kannst, dass sie Gesetz werde" *Sinneswelt mit Neigung -> moralisch wertlos *Verstandeswelt mit Pflichten -> Pflichten, Moral *universell + absolut "Handle so, W Mit WPS Office bearbeiten "Handle nur nach → Die Argumentationsmodelle sind zunächst nicht miteinander vereinbar, da sie sich auf unterschiedliche Faktoren konzentrieren (Pflichtethik nur auf 4 Motivation, Utilitarismus nur auf Konsequenz). Dadurch haben sie aber auch Schwachstellen, wie z.B. „versteifen" auf Pflichten oder Emotionslosigkeit. Viel besser könnte man eine Handlung aus beiden Perspektiven betrachten, um sie zu bewerten. W Mit WPS Office bearbeiten 5

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So ein schöner Lernzettel 😍😍 super nützlich und hilfreich!

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nicht jedes Glück ist auch ein moralisch „gutes" Glück (z.B. bei Sucht). Intellektuelle Freuden seien (nach Mill) außerdem wertiger, wobei nicht jeder diese erreichen kann. Das hedonistische Kalkül bestimmt also die für die Allgemeinheit beste Alternative; wobei jedes Individuum gleich viel „zählt" (also ihrer Wertungen gleich viel Gewicht zugesprochen wird). Das hat den Vorteil, dass die Bewertung der Handlung objektiv und nachvollziehbar W Mit WPS Office bearbeiten 1 ist und sie unabhängig von Instanzen gelten kann. Zum Nachteil ist allerdings, dass der Utilitarismus auch durch die vielen Variablen beim hedonistischen Kalkül kompliziert oder auch ungenau erscheinen kann. Auch kann er schnell „kalt" und emotionslos wirken, da die Menschlichkeit auch nicht zur Abwägung der Entscheidung dazuzählt. Schwierig wird es auch bei der Frage, inwieweit und bis zu welchen Grad möglicherweise Verbrechen gerechtfertigt werden könnten, da der Utilitarismus auch dazu neigen kann, gegen Gesetze oder Gewissen zu verstoßen. Außerdem verlangt er oft Opfer, die ganz nach dem Motto „der Zweck heiligt die Mittel" relativiert werden. Der Kategorische Imperativ/Pflichtethik: Die Pflichtethik nach Kant steht ziemlich im Gegensatz zum Utilitarismus, da sie sich nicht auf die Folgen einer Handlung, sondern vielmehr auf die Motivation dahinter konzentriert (deontologisch). Dabei ist wichtig, dass ein guter Wille dahintersteckt, da eine Handlung, die mit schlechten Absichten ausgeführt wird, (zufällig) eine gute Auswirkung hat, moralisch trotzdem nicht als gut zu bewerten ist. „Es ist überall nichts in der Welt (...), was ohne Einschränkung für gut könne gehalten werden, als allein ein guter Wille." - Immanuel Kant Ein guter Wille lässt sich für Kant wie folgt definieren: Der Mensch handelt nach zwei Welten; Einmal die Sinnenwelt, in der der Mensch nach seinen körperlichen Bedürfnissen handelt (Hunger, Durst, Triebe, ...), aber auch nach sozialen Bedürfnissen (Anerkennung, Akzeptanz, ...). Sie werden als „Neigungen" bezeichnet. Handlungen, die also solchen Neigungen entspringen, sind moralisch wertlos. Zum anderen die Verstandeswelt, in der der gute Wille zu finden ist. Handelt man nämlich nach moralischen Pflichten, also einem ewigen moralischen Gesetz, ist die Handlung "gut". Dieses „ewige moralische Gesetz", welches Kant als den ,,Kategorischen Imperativ" bezeichnet, ist für jedes vernunftbegabte Wesen, wie den Menschen, einleuchtend. Er gilt absolut und unabhängig von äußeren Umständen, im Gegenteil zum Utilitarismus, der nur situationsbezogen angewendet wird. Aus dem Kategorischen Imperativ lassen sich einzelne Pflichten ableiten, wie zum Beispiel W Mit WPS Office bearbeiten 2 ,,Hilf Menschen in Not". Nur wenn man sich direkt von einer solchen Pflicht motivieren lässt, handelt es sich um einen richtigen guten Willen. Anders wäre es, wenn hinter einer Handlung eine Neigung steht. Zum Beispiel: Ein Mensch droht zu ertrinken. Man will ihm helfen, da man nach der Pflicht ,,Hilf Menschen in Not" handelt. Dies wäre eine moralische Tat, da man direkt von der Pflicht motiviert wurde. Hilft man ihm, da man weiß, dass man eine Belohnung, wie etwa Ansehen für diese Tat bekommt, ist dies eine unmoralische Handlung, obwohl sie auf dasselbe Ergebnis hinausläuft, da sie nicht von einer Pflicht, sondern von dem eigenen Nutzen davon motiviert ist. Von außen ist es also schwer zu erkennen, ob jemand aus der Pflicht heraus handelt, oder nur pflichtgemäß, aber von seinen Neigungen motiviert wurde. Darum ist es für Kant eher die Ausnahme, dass jemand wirklich moralisch handelt. Außerdem ist der Kategorische Imperativ vom „Hypothetischen Imperativ" zu unterscheiden, der nicht absolut ist, sondern egoistische Ziele verfolgt. Sie lassen sich durch eine „wenn“-Formulierung erkennen, wie z. B. „Lern für die Schule" (wenn du etwas lernen willst). Jemand der nicht lernen will oder muss, muss auch nicht lernen. Wer nach so einer Regel handelt, handelt zwar auch aus seiner Verstandeswelt heraus, ist aber auch von seinen Neigungen beeinflusst. Der Kategorische Imperativ steht unter dem Prinzip „Handle nur nach der Maxime, von der du wollen kannst, dass sie Gesetz werde!" Obwohl dies ein an sich guter Ansatz ist, wird er oft für seine universellen und absoluten Ansprüche kritisiert. Wie zum Beispiel von F. Schiller; „Gern dien ich den Freuden, doch tu ich es leider mit Neigung. Und es wurmt mich oft, dass ich nicht tugendhaft bin. Da ist kein anderer Rat: W Mit WPS Office bearbeiten 3 Du musst suchen, sie zu verachten, und mit Abscheu alsdann tun, was die Pflicht dir gebeut." Damit will Schiller Kants „Überhöhung" der Rolle der Pflicht bei einer moralischen Handlung kritisieren. Er definiert „Neigung" als Freude, oder etwas gerne zu tun. Um moralisch zu handeln, soll ja entgegen der Neigung dem Kategorischen Imperativ gefolgt werden. Würde das also Spaß machen, bliebe nicht mehr viel Moral über (natürlich überspitzt, da es sich um ein Spottgedicht handelt). Also soll man, will man der Pflicht und der Moral (-> Tugend) folgeleisten, seine Freuden erst verabscheuen. Modell der ethischen Argumentationsmodelle: Utilitarismus Kategorisch er Imperativ Utilitarismus (Bentham, Mill) *Zweckethik (teleologisch) •Maxime: Hedonistisches Prinzip: dass das größtmögliche Glück für alle entsteht" •Kriterien der Bewertung: •Bentham: Faktoren des Hedonistischen Kalküls ? *Mill: nicht alle Freuden sind gleich gut, intellektuelle Freuden seien mehr wert" *situationsbedingt, abhängig von äußeren Faktoren Pflichtethik (Kant) *Motivation entscheidet (deontologisch) •Maxime: Kategorischer Imperativ: der Maxime, von der du wollen kannst, dass sie Gesetz werde" *Sinneswelt mit Neigung -> moralisch wertlos *Verstandeswelt mit Pflichten -> Pflichten, Moral *universell + absolut "Handle so, W Mit WPS Office bearbeiten "Handle nur nach → Die Argumentationsmodelle sind zunächst nicht miteinander vereinbar, da sie sich auf unterschiedliche Faktoren konzentrieren (Pflichtethik nur auf 4 Motivation, Utilitarismus nur auf Konsequenz). Dadurch haben sie aber auch Schwachstellen, wie z.B. „versteifen" auf Pflichten oder Emotionslosigkeit. Viel besser könnte man eine Handlung aus beiden Perspektiven betrachten, um sie zu bewerten. W Mit WPS Office bearbeiten 5