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Beispiel Klausur SoWi (homo oeconomicus)

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Klausurbeispiel Homo Oeconomicus
Klausur im Fach Sozialwissenschaften
Thema: Der Mensch - ein homo oeconomicus?
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Name: Klausurbeispiel Homo Oeconomicus Klausur im Fach Sozialwissenschaften Thema: Der Mensch - ein homo oeconomicus? 1. Stellen Sie das Modell des homo oeconomicus dar und erläutern Sie, welche Grundannahmen diesem Modell zugrunde liegen. 2. Analysieren Sie den vorliegenden Text im Hinblick auf die Position des Autors zur Aussagekraft der Theorie des ,,homo oeconomicus". 3. Erörtern Sie unter Einbeziehung der Position des Autors an einem Beispiel, ob das Modell des ,,homo oeconomicus" das wirtschaftliche Handeln des Menschen hinreichend erklären kann. Viel Erfolg! Übersicht der Operatoren: darstellen: Wesentliche Aspekte eines Sachverhaltes im logischen Zusammenhang unter Verwendung der Fachsprache wiedergeben. (Anforderungsbereich 1) analysieren: Materialien oder Sachverhalte kriterienorientiert oder aspektgeleitet, erschließen, in systematische Zusammenhänge einordnen und Hintergründe und Beziehungen herausarbeiten. (Anforderungsbereich II) erörtern: Zu einer vorgegebenen Problemstellung eine reflektierte, kontroverse Auseinandersetzung führen und zu einer abschließenden, begründeten Bewertung gelangen. (Anforderungsbereich III) 5 10 15 20 25 30 35 Klausurbeispiel Homo Oeconomicus Angriff auf den ,,Homo oeconomicus" Wer an der Idee vom Menschen als vernunftbegabtes Wesen zweifelt, muss derzeit nicht lange suchen: Manager, die Bankenimperien in den Ruin treiben, Finanzmärkte, die außer Rand und Band geraten sind, und Anleger, die Papiere gekauft haben, für deren Verständnis man ein Mathematik-Diplom benötigt - das soll also der Mensch, das intelligente, voll rationale Wesen sein? Dieser Befund könnte geeignet sein, die Ökonomie in ihren Grundfesten zu erschüttern: Dem "Homo oeconomicus", dem kühlen, berechnenden und nutzenmaximierenden Hauptdarsteller der ökonomischen Modellwelt, wäre so...

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Alternativer Bildtext:

etwas nie passiert. Die Idee des rational agierenden Menschen ist die zentrale Annahme der klassischen Ökonomie - ohne den Homo oeconomicus, der Kritiker an den kalten, rein logisch entscheidenden Mr. Spock aus der Science-Fiction-Serie "Raumschiff Enterprise" erinnert, ist die ökonomische Theorie kaum vorstellbar. Auch wenn dieses Menschenbild vom berechnenden Nutzenmaximierer enorme Fortschritte bei der Ausarbeitung ökonomischer Theorien und Modelle ermöglicht hat, liegt die Kritik auf der Hand: Menschen sind nicht perfekte Rechenmaschinen oder egoistische Kaltblütler ohne Emotionen. Die wenigsten von uns verschieben Kurven oder jonglieren mit Formeln, bevor sie eine Entscheidung treffen. Diese Kritik am Homo oeconomicus hat sich mittlerweile in einer eigenen Disziplin gesammelt, der sogenannten Verhaltensökonomik [...]. Menschen, so die Vertreter dieser Disziplin, unterliegen im Gegensatz vielen kognitiven Beschränkungen: Sie machen permanent Fehler bei der Informationsaufnahme und -verarbeitung, sie sind willensschwach und emotional, und sie sind bei weitem nicht so egoistisch, wie es uns die Ökonomen glauben machen wollen. [...] Ist das ein Fehler? [...] Menschen nehmen bei der Entscheidungsfindung oft geistige Abkürzungen und Daumenregeln und begehen dabei systematische Fehler. [...] was Folgen für die Wirtschaftspolitik hat. [...] Doch ganz so unproblematisch ist die schöne neue Welt des vermenschlichten Homo oeconomicus auch nicht, die Kritiker sind zahlreich. Zum einen werfen sie den Psychologen vor, dass viele der von ihnen behaupteten Anomalien¹ nur Ergebnis von Laborexperimenten sind ändert man die Experimente, so verschwinden sie. Zudem zeigen gerade die Heuristiken², dass Menschen extrem gute Ökonomen sind: Statt bei kleinen Problemen stundenlang durchzurechnen und abzuwägen, fällen sie ohne großen Aufwand eine schnelle Entscheidung - das ist effizient und damit ökonomisch. Dass man bei solchen Entscheidungen auch mal danebenliegen kann, ist der Preis der Effizienz. [...] Je "menschlicher" man den Homo oeconomicus macht, umso unberechenbarer wird er, und umso schwieriger wird es, eine adäquate Politik zu betreiben. Vielleicht sollte man sich angesichts dieser Unübersichtlichkeit auf alte wirtschaftspolitische Tugenden besinnen: Der Staat setzt den Rahmen, der für Fairness, sozialen Ausgleich und Effizienz sorgt, und lässt seinen Bürgern innerhalb dieses Rahmens größtmögliche Freiheit - auch die Freiheit, sich unvernünftig zu verhalten. Hanno Beck: Angriff auf den ,,Homo oeconomicus", in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.03.2009. (Hanno Beck ist ein deutscher Ökonom, Journalist und Autor, seit 2006 ist er Professor für Volkswirtschaftslehre an der Hochschule Pforzheim) ¹ Abweichungen vom Normalen 2 Denkstrategien/Verfahren um Probleme zu lösen Erwartungshorizont, 2. Klausur SW GK3 EF, 2018 Bewertung der Schülerleistung I. Inhaltliche Leistung Teilaufgabe 1 1 2 3 1 2 3 Anforderungen Der Prüfling (P) benennt Merkmale des Modells, etwa: ● handelt nach ökonomischen Prinzipien (Maximal- & Minimalprinzip) rationales Entscheidungsverhalten handelt eigennützig, egoistisch, gewinnorientiert ● aktiv, ermüdet nicht, zielstrebig Der P beschreibt die Grundannahmen des Modells, etwa: Klausurbeispiel Homo Oeconomicus ● vollkommener Überblick über Preise (Markttransparenz) ist ungesättigt (unbegrenzte Bedürfnisse) Der P geht auf den Zusammenhang von Modell und Realität ein, etwa: ● Teilaufgabe 2 Name: Persönlichkeitsmerkmale 4 Der P erfüllt ein weiteres aufgabenbezogenes Kriterium. Summe 1. Teilaufgabe der homo oeconomicus ist ein Idealtypus und kein Abbild eines realen Menschen Arbeitshypothese, beacht keine Anforderungen Der P beginnt seine Analyse mit einem Einleitungssatz, etwa: Der Artikel ,,Angriff auf den ,Homo oeconomicus"" ist am 02.03.2009 in der FAZ erschienen und wurde von dem deutschen Ökonomen Hanno Beck verfasst. Der P ermittelt das Thema des Textes. Etwa: In dem Artikel kritisiert Beck das ökonomische Modell des Menschen als homo oeconomicus und das damit verbundene Menschenbild. Der P analysiert die zentrale Position des Autors in folgender oder gleichwertiger Weise: Punkt Erreichte Bemerkungen Punkte max. 12 6 (4) 24 Punkt Erreichte Bemerkungen Punkte max. 6 4 16 4 5 6 ● 1 ● ● Klausurbeispiel Homo Oeconomicus Der P arbeitet die Argumentationsweise des Autors zur Aussagekraft der Theorie in folgender oder gleichwertiger Weise heraus: Teilaufgabe 3 menschliches Verhalten entspricht vielfach nicht dem Modell des homo oeconomicus (Z. 1-5 Beispiele Alltag) Menschen sind fehlerhaft, emotional und willensschwach (Z. 20f.) Menschen greifen auf irrationale Strategien bei der Entscheidungsfindung zurück und handeln dennoch effizient (Z. 22 f.) ● Problematisierung der Grundannahme des ,,homo oeconomicus" in Form einer rhetorischen Frage zu Beginn des Textes anhand aktueller Entwicklungen im Finanzbereich Wirtschaftspolitik sollte den Rahmen für Fairness, sozialen Ausgleich und Effizienz schaffen (Z. 33ff.) ● Verweis auf Verhaltensökonomik - eigene Disziplin, Kritik an den Grundannahmen der klassischen Ökonomie Der P beendet die Analyse mit einem zusammenfassenden Schlusssatz. Der P erfüllt ein weiteres aufgabenbezogenes Kriterium. Summe 2. Teilaufgabe (Autoritätsargument) Zitiert Vertreter der Verhaltensökonomik, Menschen seien willensschwach, emotional und nicht so egoistisch, wie es das Modell annimmt (Autoritätsargument) Geht auf Gegenposition ein Menschen als extrem gute Ökonomen, selbst ohne stundenlanges Durchdenken Anforderungen Der P benennt Argumente, die für die Grundannahme des Modells sprechen, etwa: ● Menschen wägen Kaufentscheidungen ab, da ihr Budget begrenzt ist Menschen vergleichen Angebote und entscheiden sich für das beste Preis- Leistungs-Verhältnis (siehe Vergleichsplattformen) Menschen lassen sich beraten 10 4 (4) 40 Punkt max. 8 Erreichte Bemerkungen Punkte 2 3 4 5 1 2 3 II. Darstellungsleistung 4 Der P benennt, unter Einbeziehung der Position des Autors, Argumente, die gegen die Grundannahme des Modells sprechen, etwa: Menschen handeln nur beschränkt rational Menschen werden auch durch Beziehungen, Emotionen oder Launen in ihrer Entscheidungsfindung beeinflusst Menschen berücksichtigen auch Kriterien wie Fairness, Umweltverträglichkeit, Nachhaltigkeit, etc. Der P illustriert seine Überlegungen an einem geeigneten Beispiel. Der P nimmt in einem konsistenten ● Argumentationsgang Stellung zur geäußerten Kritik und bildet ein begründetes, eigenständiges Gesamturteil. Klausurbeispiel Homo Oeconomicus Der P erfüllt ein weiteres aufgabenbezogenes Kriterium. Summe 3. Teilaufgabe Anforderungen Der P strukturiert den Text schlüssig, stringent und gedanklich klar. Der P verwendet eine präzise und differenzierte Sprache mit adäquater Verwendung der Fachterminologie. Der P schreibt sprachlich richtig sowie syntaktisch und stilistisch sicher. Der P verbindet die Ebenen Darstellung, Analyse und Bewertung sicher und transparent und belegt seine Aussagen durch angemessene und korrekte Nachweise. Summe der Darstellungsleistung erreichte Punkte Note: Aufgabe 1 Aufgabe 2 Aufgabe 3 8 6 8 (4) 30 Punkt Erreichte Bemerkungen max. Punkte 4 4 4 4 16 Darstellungsleistung Gesamtpunktzahl

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Name: Klausurbeispiel Homo Oeconomicus Klausur im Fach Sozialwissenschaften Thema: Der Mensch - ein homo oeconomicus? 1. Stellen Sie das Modell des homo oeconomicus dar und erläutern Sie, welche Grundannahmen diesem Modell zugrunde liegen. 2. Analysieren Sie den vorliegenden Text im Hinblick auf die Position des Autors zur Aussagekraft der Theorie des ,,homo oeconomicus". 3. Erörtern Sie unter Einbeziehung der Position des Autors an einem Beispiel, ob das Modell des ,,homo oeconomicus" das wirtschaftliche Handeln des Menschen hinreichend erklären kann. Viel Erfolg! Übersicht der Operatoren: darstellen: Wesentliche Aspekte eines Sachverhaltes im logischen Zusammenhang unter Verwendung der Fachsprache wiedergeben. (Anforderungsbereich 1) analysieren: Materialien oder Sachverhalte kriterienorientiert oder aspektgeleitet, erschließen, in systematische Zusammenhänge einordnen und Hintergründe und Beziehungen herausarbeiten. (Anforderungsbereich II) erörtern: Zu einer vorgegebenen Problemstellung eine reflektierte, kontroverse Auseinandersetzung führen und zu einer abschließenden, begründeten Bewertung gelangen. (Anforderungsbereich III) 5 10 15 20 25 30 35 Klausurbeispiel Homo Oeconomicus Angriff auf den ,,Homo oeconomicus" Wer an der Idee vom Menschen als vernunftbegabtes Wesen zweifelt, muss derzeit nicht lange suchen: Manager, die Bankenimperien in den Ruin treiben, Finanzmärkte, die außer Rand und Band geraten sind, und Anleger, die Papiere gekauft haben, für deren Verständnis man ein Mathematik-Diplom benötigt - das soll also der Mensch, das intelligente, voll rationale Wesen sein? Dieser Befund könnte geeignet sein, die Ökonomie in ihren Grundfesten zu erschüttern: Dem "Homo oeconomicus", dem kühlen, berechnenden und nutzenmaximierenden Hauptdarsteller der ökonomischen Modellwelt, wäre so...

Name: Klausurbeispiel Homo Oeconomicus Klausur im Fach Sozialwissenschaften Thema: Der Mensch - ein homo oeconomicus? 1. Stellen Sie das Modell des homo oeconomicus dar und erläutern Sie, welche Grundannahmen diesem Modell zugrunde liegen. 2. Analysieren Sie den vorliegenden Text im Hinblick auf die Position des Autors zur Aussagekraft der Theorie des ,,homo oeconomicus". 3. Erörtern Sie unter Einbeziehung der Position des Autors an einem Beispiel, ob das Modell des ,,homo oeconomicus" das wirtschaftliche Handeln des Menschen hinreichend erklären kann. Viel Erfolg! Übersicht der Operatoren: darstellen: Wesentliche Aspekte eines Sachverhaltes im logischen Zusammenhang unter Verwendung der Fachsprache wiedergeben. (Anforderungsbereich 1) analysieren: Materialien oder Sachverhalte kriterienorientiert oder aspektgeleitet, erschließen, in systematische Zusammenhänge einordnen und Hintergründe und Beziehungen herausarbeiten. (Anforderungsbereich II) erörtern: Zu einer vorgegebenen Problemstellung eine reflektierte, kontroverse Auseinandersetzung führen und zu einer abschließenden, begründeten Bewertung gelangen. (Anforderungsbereich III) 5 10 15 20 25 30 35 Klausurbeispiel Homo Oeconomicus Angriff auf den ,,Homo oeconomicus" Wer an der Idee vom Menschen als vernunftbegabtes Wesen zweifelt, muss derzeit nicht lange suchen: Manager, die Bankenimperien in den Ruin treiben, Finanzmärkte, die außer Rand und Band geraten sind, und Anleger, die Papiere gekauft haben, für deren Verständnis man ein Mathematik-Diplom benötigt - das soll also der Mensch, das intelligente, voll rationale Wesen sein? Dieser Befund könnte geeignet sein, die Ökonomie in ihren Grundfesten zu erschüttern: Dem "Homo oeconomicus", dem kühlen, berechnenden und nutzenmaximierenden Hauptdarsteller der ökonomischen Modellwelt, wäre so...

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Alternativer Bildtext:

etwas nie passiert. Die Idee des rational agierenden Menschen ist die zentrale Annahme der klassischen Ökonomie - ohne den Homo oeconomicus, der Kritiker an den kalten, rein logisch entscheidenden Mr. Spock aus der Science-Fiction-Serie "Raumschiff Enterprise" erinnert, ist die ökonomische Theorie kaum vorstellbar. Auch wenn dieses Menschenbild vom berechnenden Nutzenmaximierer enorme Fortschritte bei der Ausarbeitung ökonomischer Theorien und Modelle ermöglicht hat, liegt die Kritik auf der Hand: Menschen sind nicht perfekte Rechenmaschinen oder egoistische Kaltblütler ohne Emotionen. Die wenigsten von uns verschieben Kurven oder jonglieren mit Formeln, bevor sie eine Entscheidung treffen. Diese Kritik am Homo oeconomicus hat sich mittlerweile in einer eigenen Disziplin gesammelt, der sogenannten Verhaltensökonomik [...]. Menschen, so die Vertreter dieser Disziplin, unterliegen im Gegensatz vielen kognitiven Beschränkungen: Sie machen permanent Fehler bei der Informationsaufnahme und -verarbeitung, sie sind willensschwach und emotional, und sie sind bei weitem nicht so egoistisch, wie es uns die Ökonomen glauben machen wollen. [...] Ist das ein Fehler? [...] Menschen nehmen bei der Entscheidungsfindung oft geistige Abkürzungen und Daumenregeln und begehen dabei systematische Fehler. [...] was Folgen für die Wirtschaftspolitik hat. [...] Doch ganz so unproblematisch ist die schöne neue Welt des vermenschlichten Homo oeconomicus auch nicht, die Kritiker sind zahlreich. Zum einen werfen sie den Psychologen vor, dass viele der von ihnen behaupteten Anomalien¹ nur Ergebnis von Laborexperimenten sind ändert man die Experimente, so verschwinden sie. Zudem zeigen gerade die Heuristiken², dass Menschen extrem gute Ökonomen sind: Statt bei kleinen Problemen stundenlang durchzurechnen und abzuwägen, fällen sie ohne großen Aufwand eine schnelle Entscheidung - das ist effizient und damit ökonomisch. Dass man bei solchen Entscheidungen auch mal danebenliegen kann, ist der Preis der Effizienz. [...] Je "menschlicher" man den Homo oeconomicus macht, umso unberechenbarer wird er, und umso schwieriger wird es, eine adäquate Politik zu betreiben. Vielleicht sollte man sich angesichts dieser Unübersichtlichkeit auf alte wirtschaftspolitische Tugenden besinnen: Der Staat setzt den Rahmen, der für Fairness, sozialen Ausgleich und Effizienz sorgt, und lässt seinen Bürgern innerhalb dieses Rahmens größtmögliche Freiheit - auch die Freiheit, sich unvernünftig zu verhalten. Hanno Beck: Angriff auf den ,,Homo oeconomicus", in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.03.2009. (Hanno Beck ist ein deutscher Ökonom, Journalist und Autor, seit 2006 ist er Professor für Volkswirtschaftslehre an der Hochschule Pforzheim) ¹ Abweichungen vom Normalen 2 Denkstrategien/Verfahren um Probleme zu lösen Erwartungshorizont, 2. Klausur SW GK3 EF, 2018 Bewertung der Schülerleistung I. Inhaltliche Leistung Teilaufgabe 1 1 2 3 1 2 3 Anforderungen Der Prüfling (P) benennt Merkmale des Modells, etwa: ● handelt nach ökonomischen Prinzipien (Maximal- & Minimalprinzip) rationales Entscheidungsverhalten handelt eigennützig, egoistisch, gewinnorientiert ● aktiv, ermüdet nicht, zielstrebig Der P beschreibt die Grundannahmen des Modells, etwa: Klausurbeispiel Homo Oeconomicus ● vollkommener Überblick über Preise (Markttransparenz) ist ungesättigt (unbegrenzte Bedürfnisse) Der P geht auf den Zusammenhang von Modell und Realität ein, etwa: ● Teilaufgabe 2 Name: Persönlichkeitsmerkmale 4 Der P erfüllt ein weiteres aufgabenbezogenes Kriterium. Summe 1. Teilaufgabe der homo oeconomicus ist ein Idealtypus und kein Abbild eines realen Menschen Arbeitshypothese, beacht keine Anforderungen Der P beginnt seine Analyse mit einem Einleitungssatz, etwa: Der Artikel ,,Angriff auf den ,Homo oeconomicus"" ist am 02.03.2009 in der FAZ erschienen und wurde von dem deutschen Ökonomen Hanno Beck verfasst. Der P ermittelt das Thema des Textes. Etwa: In dem Artikel kritisiert Beck das ökonomische Modell des Menschen als homo oeconomicus und das damit verbundene Menschenbild. Der P analysiert die zentrale Position des Autors in folgender oder gleichwertiger Weise: Punkt Erreichte Bemerkungen Punkte max. 12 6 (4) 24 Punkt Erreichte Bemerkungen Punkte max. 6 4 16 4 5 6 ● 1 ● ● Klausurbeispiel Homo Oeconomicus Der P arbeitet die Argumentationsweise des Autors zur Aussagekraft der Theorie in folgender oder gleichwertiger Weise heraus: Teilaufgabe 3 menschliches Verhalten entspricht vielfach nicht dem Modell des homo oeconomicus (Z. 1-5 Beispiele Alltag) Menschen sind fehlerhaft, emotional und willensschwach (Z. 20f.) Menschen greifen auf irrationale Strategien bei der Entscheidungsfindung zurück und handeln dennoch effizient (Z. 22 f.) ● Problematisierung der Grundannahme des ,,homo oeconomicus" in Form einer rhetorischen Frage zu Beginn des Textes anhand aktueller Entwicklungen im Finanzbereich Wirtschaftspolitik sollte den Rahmen für Fairness, sozialen Ausgleich und Effizienz schaffen (Z. 33ff.) ● Verweis auf Verhaltensökonomik - eigene Disziplin, Kritik an den Grundannahmen der klassischen Ökonomie Der P beendet die Analyse mit einem zusammenfassenden Schlusssatz. Der P erfüllt ein weiteres aufgabenbezogenes Kriterium. Summe 2. Teilaufgabe (Autoritätsargument) Zitiert Vertreter der Verhaltensökonomik, Menschen seien willensschwach, emotional und nicht so egoistisch, wie es das Modell annimmt (Autoritätsargument) Geht auf Gegenposition ein Menschen als extrem gute Ökonomen, selbst ohne stundenlanges Durchdenken Anforderungen Der P benennt Argumente, die für die Grundannahme des Modells sprechen, etwa: ● Menschen wägen Kaufentscheidungen ab, da ihr Budget begrenzt ist Menschen vergleichen Angebote und entscheiden sich für das beste Preis- Leistungs-Verhältnis (siehe Vergleichsplattformen) Menschen lassen sich beraten 10 4 (4) 40 Punkt max. 8 Erreichte Bemerkungen Punkte 2 3 4 5 1 2 3 II. Darstellungsleistung 4 Der P benennt, unter Einbeziehung der Position des Autors, Argumente, die gegen die Grundannahme des Modells sprechen, etwa: Menschen handeln nur beschränkt rational Menschen werden auch durch Beziehungen, Emotionen oder Launen in ihrer Entscheidungsfindung beeinflusst Menschen berücksichtigen auch Kriterien wie Fairness, Umweltverträglichkeit, Nachhaltigkeit, etc. Der P illustriert seine Überlegungen an einem geeigneten Beispiel. Der P nimmt in einem konsistenten ● Argumentationsgang Stellung zur geäußerten Kritik und bildet ein begründetes, eigenständiges Gesamturteil. Klausurbeispiel Homo Oeconomicus Der P erfüllt ein weiteres aufgabenbezogenes Kriterium. Summe 3. Teilaufgabe Anforderungen Der P strukturiert den Text schlüssig, stringent und gedanklich klar. Der P verwendet eine präzise und differenzierte Sprache mit adäquater Verwendung der Fachterminologie. Der P schreibt sprachlich richtig sowie syntaktisch und stilistisch sicher. Der P verbindet die Ebenen Darstellung, Analyse und Bewertung sicher und transparent und belegt seine Aussagen durch angemessene und korrekte Nachweise. Summe der Darstellungsleistung erreichte Punkte Note: Aufgabe 1 Aufgabe 2 Aufgabe 3 8 6 8 (4) 30 Punkt Erreichte Bemerkungen max. Punkte 4 4 4 4 16 Darstellungsleistung Gesamtpunktzahl