Nichtregierungsorganisationen (NGOs)
Nichtregierungsorganisationen (NGOs) sind wichtige Akteure im Kontext der Globalisierung. Sie zeichnen sich durch spezifische Merkmale aus: Nicht-Staatlichkeit, keine Profitorientierung, ehrenamtliche Arbeit der einfachen Mitglieder und internationale Vernetzung mittels neuer Medien.
Die Ziele von NGOs umfassen die Schaffung von Problembewusstsein, die Kontrolle politischer Prozesse, Hilfe in Krisengebieten oder Krisenlagen, Umweltschutz und Entwicklung. Zu den wichtigen Themenfeldern zählen Emanzipation, Menschenrechte, Umweltschutz und Solidarität mit der dritten Welt.
NGOs nutzen verschiedene Aktionsformen wie Flugblatt- und Unterschriftenaktionen, Demonstrationen, zivilen Ungehorsam (Hungerstreik, Wahlboykott), vielfach verschickte Twitter-Texte und Proteste am Rande internationaler Konferenzen. Ein wichtiges Ziel ist die Erregung von Aufmerksamkeit im Fernsehen und auf sozialen Netzwerken.
Es gibt jedoch auch Kritik an NGOs: Oft werden lokale Bedürfnisse und Verhältnisse nicht einbezogen, es bestehen große Risiken vor Ort, die Interessen der Hilfsbedürftigen werden nicht gebündelt, und es kann zu Geldmissbrauch kommen.
Zu den bekannten NGOs gehören Greenpeace, die sich für Umwelt-, Klima- und Tierschutz einsetzt, und Attac, die darauf abzielt, die Schere zwischen Arm und Reich zu verkleinern, Outsourcing zu vermindern und die konsequente Durchsetzung der Menschenrechte zu fördern.
Praxistipp: Beispiele für gesellschaftliche Globalisierung findest du überall in deinem Alltag – vom internationalen Austausch an deiner Schule über die Nutzung sozialer Medien bis hin zu Migrationsgeschichten in deinem Umfeld. Diese konkreten Beispiele eignen sich hervorragend für Klausuren und mündliche Prüfungen.