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Inflation Abiturwiederholung

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Ein anhaltender Prozess der Geldentwertung, der sich durch allgemeine Preiserhöhungen bemerkba

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Abiwiederholung der Themen: Inflation, Deflation, Ursachen & Folgen, Magisches Viereck, Phillipskurven-Zusammenhang (Zusammenfassung / Lernzettel)

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Gruppe 3: Inflation - Übersicht 1. Inflation Ein anhaltender Prozess der Geldentwertung, der sich durch allgemeine Preiserhöhungen bemerkbar macht. Mit einer Geldeinheit kann dann ständig weniger gekauft werden, d. h., die Kaufkraft des Geldes vermindert sich dauernd. Nicht als Inflation gelten einmalige, vorübergehende, durch ungewöhnliche Vorkommnisse (z. B. Missernten, Streiks) verursachte Preisniveauerhöhungen sowie Preissteigerungen für bestimmte Güter oder Produktionsfaktoren. Definition von: https://www.bpb.de/nachschlagen/lexika/lexikon-der-wirtschaft/19723/inflation 2. Messungen und Probleme Die Berechnung von Preisniveauveränderungen ergibt sich durch die Ermittlung des Verbraucherpreisindex (VPI), welcher sich auf Grundlage eines Warenkorbs ergibt und sich an den Verbrauchsgewohnheiten der Bevölkerung und den Preisen der hiermit verbundenen Gütern orientiert -> VPI misst durchschnittliche Preisentwicklung der Waren und Dienstleistungen, die von privaten Haushalten für Konsumzwecke gekauft werden -> VPI ist ebenso der zentrale Index zur Beurteilung der Geldentwicklung in DE & ist Orientierungsmaßstab bei z.B. Lohnverhandlungen (Für die EZB wird ein Harmonisierter Verbraucherpreisindex (HVPI) berechnet, welcher der Zentralbank bei Beurteilung der Inflationsentwicklung in den EU-Ländern hilft.) 1) Berechnung des VPI: Grundidee: Warenkorb, welcher sämtliche Waren und Dienstleistungen der privaten Haushalte in DE repräsentiert Warenkorb wird laufend aktualisiert, damit die Güter mit einbezogen werden, welche aktuell häufig gekauft werden Auswahl von konkreten Produkten erfolgt wie folgt (Form von repräsentativen Stichproben): gesamtes Bundesgebiet wird in 95 Regionen aufgeteilt -> repräsentative Städte und Gemeinden werden ausgewählt -> repräsentative Geschäfte -> die am häufigsten verkauften Produkte Güter werden...

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in 600 Arten eingeteilt Güterart wird dann jeweils mit Ausgabenanteil gewichtet Ergebnis = gewichteter Mittelwert für Preisentwicklung in DE Ausgabenanteil bzw. Gewichtungsinformation wird im Wägungsschema erfasst (wird für den VPI nur alle 5 Jahre aktualisiert, um reine Preisentwicklung, unbeeinflusst von Änderungen der Ausgabengewichte, darzustellen) durch das Wägungsschema erfährt man, welchen Anteil bestimmte Ausgaben (z. B. Internet, Heizöl) an den Gesamtausgaben der privaten Haushalte haben Zahl der ausgewählten Produkte = Anteil der Ausgaben für eine Güterart an den gesamten Ausgaben für den privaten Konsum II) Messung der Preisentwicklung: Preiserheber in ganz DE notieren Preise für die gleichen Produkte in den gleichen Geschäften zusätzlich Preiserhebung für viele Güterarten (Anschaffungspreise (Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer)) und Verbrauchsteuer werden beobachtet) Artikel, welcher der Preisbeobachtung dient, wird dann ausgetauscht, wenn er nicht mehr oder nur noch wenig verkauft wird Berücksichtigung der Mengenänderung -> Veränderung der Verpackungsgröße bei gleichbleibendem Preis wird in der Preisstatistik als Preiserhöhung gebucht (Qualitätsänderungen -> würden sie unterlassen, dann käme dies der Annahme gleich, dass Produktänderungen aus Käufersicht irrelevant seien oder dass Preisanstiege bei Produktwechsel durch Qualitätsverbesserungen begründet seien) III) Inflationsrate: prozentuale Preisänderung zum Vorjahr berechnet sich durch Vergleich der Güterkorbwerte des Vorjahres und des aktuellen Jahres ODER durch Vergleich der Indexwerte der beiden Jahre IV) Probleme: Trotz dem Versuch qualitätskonstante Güter einzusetzen ist dies nicht immer möglich -> sinkt die Qualität eines Gutes reagiert darauf die Nachfrage und der Konsum sinkt -> Gut befindet sich jedoch weiterhin im Warenkorb (Warenkorb wird nur alle 5 Jahre aktualisiert) V) Gefühlte Inflation: Teuerungsrate, die der einzelne Verbraucher subjektiv empfindet -> gemessene Inflationsrate deckt sich nicht mit dem individuellen Empfinden des Verbrauchers 3. Ursachen der Inflation: Inflationstheorien In einer Inflation wirken verschiedene Faktoren zusammen. Es lassen sich geldmengen-, nachfrage-, und angebotsinduzierte Inflationsentwicklungen unterscheiden. Anstieg der Geldmenge bei gleichbleibendem Güterangebot (Quantitätstheorie) setzt voraus, dass die angewachsene Geldmenge sich automatisch auch in eine erhöhte Güternachfrage umsetzt → muss nicht unbedingt der Fall sein, Geld kann auch "brachliegen". In aller Regel bedeutet aber eine übermäßige Kreditausweitung und eine dadurch bedingte Ausdehnung des Geldvolumens eine Gefahr für die Preisniveaustabilität Nachfrageinflation die gesamtwirtschaftliche Nachfrage übersteigt das Angebot im Inland (Nachfrageüberhang). In der Regel führt das zu erhöhten Güterpreisen. Kann entstehen, wenn die privaten Haushalte weniger sparen und mehr für Konsumgüter ausgeben oder wenn sich die private Investitionstätigkeit bspw. erhöht. Die importierte Inflation spielt eine große Rolle dabei, also der Preis und seine Entwicklung, den wir für importierte Güter zahlen müssen, denn werden Konsumgüter eingeführt, steigen die Verbraucherpreise hierzulande unmittelbar. So kann eine ausländische Inflation auf das Inland übertragen werden. Z.b.: erhöhte Rohstoffpreise Angebotsinflation Preissteigerungen werden auf der Angebotsseite ausgelöst; Kostendruckinflation entsteht, wenn Unternehmen versuchen, Kostensteigerungen (z.b. höhere Steuern und Tariflöhne) über die Preise weiterzugeben. Gewinndruckinflation kann entstehen, wenn Unternehmen bei unveränderten Kosten die Preise anheben, um ihre Gewinne zu erhöhen. Das setzt aber eine besondere Marktmacht der Unternehmen voraus (monopolistisch strukturierter Markt mit fehlenden Wettbewerb). "Lohn-Preis-Spirale" wird als wichtige Inflationsursache häufig diskutiert. Unternehmer berufen sich bei Preiserhöhungen auf steigende Lohnstückkosten, die Gewerkschaften verlangen einen entsprechenden "Inflationsausgleich"; die vereinbarten Lohnerhöhungen sind für die Unternehmen wiederum Anlass, die Preise zu erhöhen usw. 4. Zielbeziehungen im magischen Viereck -Ziel des Stabilitäts- und Wachstumsgesetzes (1967): gesamtwirtschaftliches Gleichgewich -4 Ziele wurden in jenem Gesetz verankert; sie haben für die Wirtschaftspolitik eine herausragende Bedeutung, aber "magisch", da sehr schwierig/fast unmöglich, alle Ziele zur gleichen Zeit zu erreichen Preisniveaustabilität hoher Beschäftigungsstand Wirtschaftswachstum (WiWa) Komplementarität - Außenwirtschaftliches Gleichgewicht mögliches Sechseck: + gerechte Einkommens- und Vermögensverteilung & Schutz der natürlichen Umwelt Ein [außenwirtschaftliches Gleichgewicht] ist kompatibel mit [Preisniveaustabilität] Denn ist das außenwirtschaftl. Gleichgewicht gestört (z.b.: Export > Import), nimmt die Geldmenge gegenüber der Gütermenge im Land zu. Es kann zu einer Inflation kommen. Auch [WiWa] und [Vollbeschäftigung] sind kompatibel zueinander. Wächst die Wirtschaft, müssen Unternehmen zusätzliche Arbeitnehmer einstellen, da steigende Nachfrage herrscht. Inkompatibilität [Preisniveaustabilität] und [Vollbeschäftigung] steht im Zielkonflikt. (siehe Phillipskurven Zusammenhang), denn ist die Beschäftigung hoch, steigt die gesamtwirtschaftliche Nachfrage. Kann diese aufgrund einer Knappheit der nachgefragten Güter nicht befriedigt werden, kommt es zu einer Preissteigerung. Die Beziehung zwischen [Preisniveaustabilität] und [Wiwa] steht im Zielkonflikt zueinander, da der Beschäftigungsstand bzw. der Wohlstand in einem Land bei hohem WiWa besonders hoch ist, kann dies auch eine Ursache für fehlende Preisniveaustabilität sein. 5. Phillipskurven Zusammenhang Inflation (II) 0 Arbeitslosenquote (u) 100 Jahre lang wurde jedes Jahr die Arbeitslosigkeit und der Prozentsatz der Lohnsteigerung gemessen. Es wurde festgestellt: bei Vollbeschäftigung werden i.d.R. stärkere Lohnforderungen durchgesetzt auch weil die Preise steigen (siehe Lohn-Preis-Spirale) → führt zu Inflation Die Kurve zeigt die Unvereinbarkeit von Preisniveaustabilität und Vollbeschäftigung, denn herrscht eine niedrige Arbeitslosenquote (x→0), herrscht eine erhöhte Inflationsrate 6. Folgen der Inflation: + Deflationsgefahr a.) Inflationsfolgen: aber: Phillipskurve trifft nur kurzfristig zu, denn es gibt / gab auch wieder Jahre, in denen gleichzeitig hohe Inflationsraten und hohe Arbeitslosenquoten auftreten Einkommen: Geldentwertung (sind auf Einkommenserhöhungen angewiesen, um die Kaufkraft zu erhalten) Konflikt: Lohn-Preis-Spirale; Lohnerhöhung könnten Preissteigerungen vorwegnehmen (oder Preissteigerung geht voraus und Löhne erhöhen sich nachträglich) Vermögen: Geldvermögen; wächst durch Zinsen und nimmt somit bei einem unter der Inflationsrate liegenden Zinssatz ab. Inflation beeinträchtigt die "Wertaufbewahrungsfunktion" des Geldes. Sachvermögen; wächst durch Wertsteigerungen. Diese wird durch Inflation kaum benachteiligt, da die Steigerungsraten in der Regel über der Inflationsrate liegen. Daraus folgt eine inflationstypische "Flucht in Sachwerte". Schulden: sind nach dem Nominalwertprinzip zu werten, was bedeutet, dass sie sich nicht entsprechend der Inflationsrate vergrößern bzw. verkleinern (1000€ Schulden bleiben also 1000€ Schulden), solange es keine Zinsanpassungen gibt. Schuldner profitieren demnach in einer Inflation, während Gläubiger verlieren. → b.) Deflationsgefahr: Beschäftigung: Zusammenhang Beschäftigung & Inflation siehe Phillips-Kurve. In der Realität lässt sich oft eine Gleichzeitigkeit von Inflation und Beschäftigungszunahme feststellen dennoch kein Ursache-Wirkungs-Verhältnis! Erhöhte Nachfrage durch eine erhöhte Geldmenge (Kreditaufnahme des Staates) führt nicht unbedingt zu erhöhter Beschäftigung: es kommt vielmehr auf die bestehende Kapazitätsauslastung an (hohe Auslastung-hohe Inflation; niedrige Auslastung-hoher Beschäftigungseffekt) daraus gibt sich ein Zielkonflikt für die Wirtschaftspolitik. Jeder ist betroffen!!!: niemand gehört nur einer einzigen gewinnenden oder verlierenden Gruppe an. (Bsp: S.192/193 M32 b) Deflation bedeutet, dass die Preise für Waren und Dienstleistungen auf breiter front stetig sinken. Folgen: Verbraucher konsumieren weniger (erwarten, dass die Preise noch weiter sinken werden), Unternehmen reagieren durch weniger Investitionen und senken die Preise für ihre Produktion weiter (→ Umsätze & Gewinne sinken, mehr Entlassungen, Löhne sinken, mehr Pleiten), Verbrauchernachfrage geht dadurch noch weiter zurück. Staat: weniger Steuern = kürzt Ausgaben. gesamte Wirtschaftsleistung eines Landes schrumpft. weitere Auswirkungen: Geld nimmt relativ an Wert zu (Kaufkraft nimmt zu), Schulden wachsen allerdings auch real an.

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Internet, Heizöl) an den Gesamtausgaben der privaten Haushalte haben Zahl der ausgewählten Produkte = Anteil der Ausgaben für eine Güterart an den gesamten Ausgaben für den privaten Konsum II) Messung der Preisentwicklung: Preiserheber in ganz DE notieren Preise für die gleichen Produkte in den gleichen Geschäften zusätzlich Preiserhebung für viele Güterarten (Anschaffungspreise (Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer)) und Verbrauchsteuer werden beobachtet) Artikel, welcher der Preisbeobachtung dient, wird dann ausgetauscht, wenn er nicht mehr oder nur noch wenig verkauft wird Berücksichtigung der Mengenänderung -> Veränderung der Verpackungsgröße bei gleichbleibendem Preis wird in der Preisstatistik als Preiserhöhung gebucht (Qualitätsänderungen -> würden sie unterlassen, dann käme dies der Annahme gleich, dass Produktänderungen aus Käufersicht irrelevant seien oder dass Preisanstiege bei Produktwechsel durch Qualitätsverbesserungen begründet seien) III) Inflationsrate: prozentuale Preisänderung zum Vorjahr berechnet sich durch Vergleich der Güterkorbwerte des Vorjahres und des aktuellen Jahres ODER durch Vergleich der Indexwerte der beiden Jahre IV) Probleme: Trotz dem Versuch qualitätskonstante Güter einzusetzen ist dies nicht immer möglich -> sinkt die Qualität eines Gutes reagiert darauf die Nachfrage und der Konsum sinkt -> Gut befindet sich jedoch weiterhin im Warenkorb (Warenkorb wird nur alle 5 Jahre aktualisiert) V) Gefühlte Inflation: Teuerungsrate, die der einzelne Verbraucher subjektiv empfindet -> gemessene Inflationsrate deckt sich nicht mit dem individuellen Empfinden des Verbrauchers 3. Ursachen der Inflation: Inflationstheorien In einer Inflation wirken verschiedene Faktoren zusammen. Es lassen sich geldmengen-, nachfrage-, und angebotsinduzierte Inflationsentwicklungen unterscheiden. Anstieg der Geldmenge bei gleichbleibendem Güterangebot (Quantitätstheorie) setzt voraus, dass die angewachsene Geldmenge sich automatisch auch in eine erhöhte Güternachfrage umsetzt → muss nicht unbedingt der Fall sein, Geld kann auch "brachliegen". In aller Regel bedeutet aber eine übermäßige Kreditausweitung und eine dadurch bedingte Ausdehnung des Geldvolumens eine Gefahr für die Preisniveaustabilität Nachfrageinflation die gesamtwirtschaftliche Nachfrage übersteigt das Angebot im Inland (Nachfrageüberhang). In der Regel führt das zu erhöhten Güterpreisen. Kann entstehen, wenn die privaten Haushalte weniger sparen und mehr für Konsumgüter ausgeben oder wenn sich die private Investitionstätigkeit bspw. erhöht. Die importierte Inflation spielt eine große Rolle dabei, also der Preis und seine Entwicklung, den wir für importierte Güter zahlen müssen, denn werden Konsumgüter eingeführt, steigen die Verbraucherpreise hierzulande unmittelbar. So kann eine ausländische Inflation auf das Inland übertragen werden. Z.b.: erhöhte Rohstoffpreise Angebotsinflation Preissteigerungen werden auf der Angebotsseite ausgelöst; Kostendruckinflation entsteht, wenn Unternehmen versuchen, Kostensteigerungen (z.b. höhere Steuern und Tariflöhne) über die Preise weiterzugeben. Gewinndruckinflation kann entstehen, wenn Unternehmen bei unveränderten Kosten die Preise anheben, um ihre Gewinne zu erhöhen. Das setzt aber eine besondere Marktmacht der Unternehmen voraus (monopolistisch strukturierter Markt mit fehlenden Wettbewerb). "Lohn-Preis-Spirale" wird als wichtige Inflationsursache häufig diskutiert. Unternehmer berufen sich bei Preiserhöhungen auf steigende Lohnstückkosten, die Gewerkschaften verlangen einen entsprechenden "Inflationsausgleich"; die vereinbarten Lohnerhöhungen sind für die Unternehmen wiederum Anlass, die Preise zu erhöhen usw. 4. Zielbeziehungen im magischen Viereck -Ziel des Stabilitäts- und Wachstumsgesetzes (1967): gesamtwirtschaftliches Gleichgewich -4 Ziele wurden in jenem Gesetz verankert; sie haben für die Wirtschaftspolitik eine herausragende Bedeutung, aber "magisch", da sehr schwierig/fast unmöglich, alle Ziele zur gleichen Zeit zu erreichen Preisniveaustabilität hoher Beschäftigungsstand Wirtschaftswachstum (WiWa) Komplementarität - Außenwirtschaftliches Gleichgewicht mögliches Sechseck: + gerechte Einkommens- und Vermögensverteilung & Schutz der natürlichen Umwelt Ein [außenwirtschaftliches Gleichgewicht] ist kompatibel mit [Preisniveaustabilität] Denn ist das außenwirtschaftl. Gleichgewicht gestört (z.b.: Export > Import), nimmt die Geldmenge gegenüber der Gütermenge im Land zu. Es kann zu einer Inflation kommen. Auch [WiWa] und [Vollbeschäftigung] sind kompatibel zueinander. Wächst die Wirtschaft, müssen Unternehmen zusätzliche Arbeitnehmer einstellen, da steigende Nachfrage herrscht. Inkompatibilität [Preisniveaustabilität] und [Vollbeschäftigung] steht im Zielkonflikt. (siehe Phillipskurven Zusammenhang), denn ist die Beschäftigung hoch, steigt die gesamtwirtschaftliche Nachfrage. Kann diese aufgrund einer Knappheit der nachgefragten Güter nicht befriedigt werden, kommt es zu einer Preissteigerung. Die Beziehung zwischen [Preisniveaustabilität] und [Wiwa] steht im Zielkonflikt zueinander, da der Beschäftigungsstand bzw. der Wohlstand in einem Land bei hohem WiWa besonders hoch ist, kann dies auch eine Ursache für fehlende Preisniveaustabilität sein. 5. Phillipskurven Zusammenhang Inflation (II) 0 Arbeitslosenquote (u) 100 Jahre lang wurde jedes Jahr die Arbeitslosigkeit und der Prozentsatz der Lohnsteigerung gemessen. Es wurde festgestellt: bei Vollbeschäftigung werden i.d.R. stärkere Lohnforderungen durchgesetzt auch weil die Preise steigen (siehe Lohn-Preis-Spirale) → führt zu Inflation Die Kurve zeigt die Unvereinbarkeit von Preisniveaustabilität und Vollbeschäftigung, denn herrscht eine niedrige Arbeitslosenquote (x→0), herrscht eine erhöhte Inflationsrate 6. Folgen der Inflation: + Deflationsgefahr a.) Inflationsfolgen: aber: Phillipskurve trifft nur kurzfristig zu, denn es gibt / gab auch wieder Jahre, in denen gleichzeitig hohe Inflationsraten und hohe Arbeitslosenquoten auftreten Einkommen: Geldentwertung (sind auf Einkommenserhöhungen angewiesen, um die Kaufkraft zu erhalten) Konflikt: Lohn-Preis-Spirale; Lohnerhöhung könnten Preissteigerungen vorwegnehmen (oder Preissteigerung geht voraus und Löhne erhöhen sich nachträglich) Vermögen: Geldvermögen; wächst durch Zinsen und nimmt somit bei einem unter der Inflationsrate liegenden Zinssatz ab. Inflation beeinträchtigt die "Wertaufbewahrungsfunktion" des Geldes. Sachvermögen; wächst durch Wertsteigerungen. Diese wird durch Inflation kaum benachteiligt, da die Steigerungsraten in der Regel über der Inflationsrate liegen. Daraus folgt eine inflationstypische "Flucht in Sachwerte". Schulden: sind nach dem Nominalwertprinzip zu werten, was bedeutet, dass sie sich nicht entsprechend der Inflationsrate vergrößern bzw. verkleinern (1000€ Schulden bleiben also 1000€ Schulden), solange es keine Zinsanpassungen gibt. Schuldner profitieren demnach in einer Inflation, während Gläubiger verlieren. → b.) Deflationsgefahr: Beschäftigung: Zusammenhang Beschäftigung & Inflation siehe Phillips-Kurve. In der Realität lässt sich oft eine Gleichzeitigkeit von Inflation und Beschäftigungszunahme feststellen dennoch kein Ursache-Wirkungs-Verhältnis! Erhöhte Nachfrage durch eine erhöhte Geldmenge (Kreditaufnahme des Staates) führt nicht unbedingt zu erhöhter Beschäftigung: es kommt vielmehr auf die bestehende Kapazitätsauslastung an (hohe Auslastung-hohe Inflation; niedrige Auslastung-hoher Beschäftigungseffekt) daraus gibt sich ein Zielkonflikt für die Wirtschaftspolitik. Jeder ist betroffen!!!: niemand gehört nur einer einzigen gewinnenden oder verlierenden Gruppe an. (Bsp: S.192/193 M32 b) Deflation bedeutet, dass die Preise für Waren und Dienstleistungen auf breiter front stetig sinken. Folgen: Verbraucher konsumieren weniger (erwarten, dass die Preise noch weiter sinken werden), Unternehmen reagieren durch weniger Investitionen und senken die Preise für ihre Produktion weiter (→ Umsätze & Gewinne sinken, mehr Entlassungen, Löhne sinken, mehr Pleiten), Verbrauchernachfrage geht dadurch noch weiter zurück. Staat: weniger Steuern = kürzt Ausgaben. gesamte Wirtschaftsleistung eines Landes schrumpft. weitere Auswirkungen: Geld nimmt relativ an Wert zu (Kaufkraft nimmt zu), Schulden wachsen allerdings auch real an.