Die Entwicklung der Weltordnung und Unterentwicklung
Die historische Einteilung der Welt in drei Kategorien prägte lange Zeit das globale Verständnis von Entwicklungsdefiziten. Die erste Welt umfasste die westlichen Industrieländer, organisiert in der OECD mit 35 Mitgliedsstaaten. Die zweite Welt bestand aus den östlichen Industrieländern des ehemaligen RGW, während die dritte Welt die Entwicklungshemmnisse der Entwicklungsländer repräsentierte.
Definition: Unterentwicklung bezeichnet einen Mangel an grundlegenden Gütern wie Nahrung, Wasser und Wohnraum sowie fehlende Basisdienstleistungen in den Bereichen Gesundheit und Bildung.
Die Gruppe der 77 (G77) entstand als Zusammenschluss von Entwicklungsländern mit dem Ziel, die Süd-Süd-Kooperation zu stärken und ihre Position auf dem Weltmarkt zu verbessern. Wichtige Organisationen wie die OPEC und die AKP-Staaten arbeiten an der Verbesserung der wirtschaftlichen Situation ihrer Mitglieder.
Die Neue Weltwirtschaftsordnung (NWWO) von 1974 zielte auf eine grundlegende Reformierung der internationalen Wirtschaftsbeziehungen ab. Zentrale ökonomische Merkmale der Unterentwicklung zeigen sich in der Verschlechterung der Terms of Trade, hoher Auslandsverschuldung und einer einseitigen Exportabhängigkeit.











