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Raumnutzungskonflikt Flughafen BER

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Leonie

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Raumnutzungskonflikt Flughafen BER

 Flughafen BER
Bau:
●
●
• 1470 ha groß
• 1996: Probleme bei der Planung des Standorts:
- soll in Schönefeld gebaut werden
- zu wenig Platz u

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Eine umfassende Zusammenfassung rund um das Thema Raumnutzungskonflikt des Flughafen BER.

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Flughafen BER Bau: ● ● • 1470 ha groß • 1996: Probleme bei der Planung des Standorts: - soll in Schönefeld gebaut werden - zu wenig Platz um den Flughafen später zu erweitern - 5 Orte (z. B. Diepensee, Rotberg) müssen umgesiedelt werden (wegen Bau- und Fluglärm) Bauzeit: 5. September 2006 - 31. Oktober 2020 Eröffnungstermin wurde 7 mal verschoben 1999: engagierten Bauspezialisten Hochtief • 2003:- Hochtief wird entlassen 2006: Baustopp aufgehoben •2017: - immer noch viele Mängel (Sprinkleranlagen, Brandschutztüren funktionieren nicht) - Baustopp wegen fehlenden Lärmschutz BER- Technikchef findet 75.000 Mängel - 2 Kilometer Wasserleitungen, 29.000 Sprinklerköpfe, 80% der Brandschutztüren müssen erneuert werden •2018: -Lufthansa- Vorstand Torsten Dirks macht Vorschlag mit dem Bau neu zu beginnen; Grund: Technik ist veraltet Kosten: ● - Landesregierung schlägt ab - Technik wird teilweise erneuert - Flughafen BER sehr teuer (ca. 3mal teuerer als geplant; Großprojekte oft sehr viele teuer als ursprünglich geplant) - Anteilseigner: 37% Land Berlin, 37% Land Brandenburg, 26% Bundesrepublik D. - Jahr 2006: 1,9 Milliarden €; Sommer 2008: 2,4 Milliarden €; 2012: 4,5 Milliarden €; 2015: 6 Milliarden €; 2020 kostete er schließlich 7,1 Milliarden € - Kosten inklusive Zinsen - Mängel bei der technischen Gebäudeausstattung des Flughafens: Brandschutzanlage ● • neue Kabelschlüsse (ca. 200.000 km Kabel verlegen) 2012 technische Probleme 2017 2 km Wasserleitungen müssen in den Decken verlegt werden - Probleme beim Grundstückserwerb: • einige Grundstücke teurer erworben Planänderungen: nach Baubeginn im Hauptterminal ein zusätzliches Zwischengeschoss • Fläche von...

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200.000 Quadratmeter auf 340.000 Quadratmeter - Flughafen BER eins der teuersten Großprojekte der Bundesrepublik D. - wird von einigen als „, aus dem Ruder gelaufenes staatliches Großprojekt“ bezeichnet - weil verspätete geöffnet und teurer als vorgesehen wurde Umwelt: - Flughafenleitung des BER ließ mehrere alte und umweltschädliche Busse von Tegel zu - die Umweltregelungen von Tegel sind deutlich lascher als von Schönefeld - Schönefeld hält sich seit 2017 an die Abgasnormen Euro 6 - dies bringt den Bussen von Tegel einen enormen Vorteil vor allem in Hinsicht auch auf die Belastung der Kosten durch Corona - damit bricht BER die eigenen Regeln, da dies eigentlich nicht den Emissionsanforderungen entspricht - fraglich ist auch ob die Umweltziele für 2030 und 2050 so erreicht werden können -die langersehnte Öffnung des BER wurde von Protesten überschattet -zum einen: Taxifahrer*innen bangen um tausend Arbeitsplätze ● nur 300 von 7300 haben in Berlin am BER eine Ladeberechtigung das heißt sie dürfen die Fluggäste vom Flughafen nach Berlin befördern die restlichen 7000 müssen aufgrund der Beförderungspflicht die Gäste zum Flughafen bringen, dürfen aber keine Gäste mit nach Berlin fahren ● dies ist eine mittlere Bankrotterklärung für die Taxibranche in Berlin • ökologisch sind leere Taxis auch sehr bedenklich (dazu kommt die Fahrzeit s. Vergleich zum anderen: Umweltaktivisten und Klimaaktivisten wollten Eröffnung „, massiv stören" • Berliner Jugend des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) forderten, ein Ende der klimaschädlichen Subventionen der Flugindustrie" • Interessensverband , Am Boden bleiben" forderte: „, Unser Ziel ist es, dass der breiten Bevölkerung bewusst wird, wie schädlich Flugverkehr für unser Klima ist" - 2013 drohte dem BER eine Klage der EU, da anscheinend die Folgen der neuen Flugroute nicht durchdacht gewesen ist - die EU befürchtete mehr Lärm, Abgase und Häufigkeit, dass Vögel in die Turbinen geraten, sollen zunehmen - - da dies nach Änderung der Strecke nicht mehr geprüft wurde Lärmschutz: - Schallschutzgebiete wurden auf den Planfeststellungsbeschluss vom 13. August 2004 und den Planergänzungsbeschluss vom 20. Oktober 2009 eingeteilt - Fläche des Schallschutzgebietes: rund 155 Quadratkilometer - Bewohner haben in diesem Gebiet Anspruch auf pauschale Entschädigung und/ oder Schallschutz - Kostenlosen Schallschutz Aber: wenige Monate vor Eröffnung haben nur 30% der Bewohner Schallschutz erhalten (8.7.2020) Gründe: - wenige Firmen sind bereit den Ausbau für den Preis umzusetzen, den die Flughafengesellschaft zahlt - Flughafengesellschaft geht auf viele Wünsche und Bedürfnisse der Anwohner nicht ein - Gerichtlicher Streit, da FGS nicht das Schallschutzniveau aus Planfeststellungsbeschluss umsetzen wollte, sondern günstigeren Schallschutz - Kampf um Dämmung von kleineren Küchen (bis 10 Quadratmeter) und Wintergärten Gegner des Flughafens: - Flughafen an falschem Ort gebaut, nur 16 km von Berlin entfernt (z.B. München 28 km) - Friedrichshagener Bürgernative: nicht gegen Flughafen an sich, aber gegen den Ort - Lärmbelastung weite Teile Berlins, wenn Corona- Pandemie vorbei ist (nicht nur Südosten, wie viele noch glauben) durch Flugroutenbetrug - Flugroutenbetrug: es hieß bis 2011: Berlin wird nicht überflogen, Planer der offiziellen Flugrouten besagt das Gegenteil - Fluglärm belästigt auch Spaziergänger - WHO stuft Verkehrslärm als zweitgrößtes umweltbedingtes Gesundheitsrisiko ein; auch als bedeutende Todesursache Vergleich Flughafen Tegel und BER Tegel Pro • Gute Anbindung nach Berlin (1/2 h Anfahrt) zentral gelegen praktisch für Geschäftsreisende ● • könnte eine Ergänzung und Entlastung für den BER sein (z.B. Nachts, damit der Lärm auf beiden verteilt werden kann; bei hohem Flugaufkommen kann der Flughafen Tegel z.B. die Inlandsflüge übernehmen, Parallelen Betrieb viele Vorteile) Contra Veraltet, Sicherheitsrisiko ● • zusätzlich hohe Kosten zur Renovierung nötig • großes Lärmaufkommen Tegel muss schließen, damit der Flughafen BER öffnen kann (ist schon passiert) zusätzliche Belastung der Umwelt ● BER Pro • Für größeres Flugaufkommen gebaut • geringere Lärmbelastung durch hohen Schallschutz und Abgelegenheit auf die heutigen Bedürfnisse angepasst (modern) Contra • längere Anfahrt (1h) es gibt schon einen Flughafen kann und wird anderen bedeutenden Flughäfen keine Konkurrenz machen Berliner wollen nicht die Hauptstadt als Drehkreuz haben sehr hohe Kosten • kann nicht den Anforderungen von Tegel und Schönefeld entsprechen Konzept des Flughafens nicht strukturiert und teils widersprüchlich • der Belastung nicht gewachsen ●

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So ein schöner Lernzettel 😍😍 super nützlich und hilfreich!

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Flughafen BER Bau: ● ● • 1470 ha groß • 1996: Probleme bei der Planung des Standorts: - soll in Schönefeld gebaut werden - zu wenig Platz um den Flughafen später zu erweitern - 5 Orte (z. B. Diepensee, Rotberg) müssen umgesiedelt werden (wegen Bau- und Fluglärm) Bauzeit: 5. September 2006 - 31. Oktober 2020 Eröffnungstermin wurde 7 mal verschoben 1999: engagierten Bauspezialisten Hochtief • 2003:- Hochtief wird entlassen 2006: Baustopp aufgehoben •2017: - immer noch viele Mängel (Sprinkleranlagen, Brandschutztüren funktionieren nicht) - Baustopp wegen fehlenden Lärmschutz BER- Technikchef findet 75.000 Mängel - 2 Kilometer Wasserleitungen, 29.000 Sprinklerköpfe, 80% der Brandschutztüren müssen erneuert werden •2018: -Lufthansa- Vorstand Torsten Dirks macht Vorschlag mit dem Bau neu zu beginnen; Grund: Technik ist veraltet Kosten: ● - Landesregierung schlägt ab - Technik wird teilweise erneuert - Flughafen BER sehr teuer (ca. 3mal teuerer als geplant; Großprojekte oft sehr viele teuer als ursprünglich geplant) - Anteilseigner: 37% Land Berlin, 37% Land Brandenburg, 26% Bundesrepublik D. - Jahr 2006: 1,9 Milliarden €; Sommer 2008: 2,4 Milliarden €; 2012: 4,5 Milliarden €; 2015: 6 Milliarden €; 2020 kostete er schließlich 7,1 Milliarden € - Kosten inklusive Zinsen - Mängel bei der technischen Gebäudeausstattung des Flughafens: Brandschutzanlage ● • neue Kabelschlüsse (ca. 200.000 km Kabel verlegen) 2012 technische Probleme 2017 2 km Wasserleitungen müssen in den Decken verlegt werden - Probleme beim Grundstückserwerb: • einige Grundstücke teurer erworben Planänderungen: nach Baubeginn im Hauptterminal ein zusätzliches Zwischengeschoss • Fläche von...

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200.000 Quadratmeter auf 340.000 Quadratmeter - Flughafen BER eins der teuersten Großprojekte der Bundesrepublik D. - wird von einigen als „, aus dem Ruder gelaufenes staatliches Großprojekt“ bezeichnet - weil verspätete geöffnet und teurer als vorgesehen wurde Umwelt: - Flughafenleitung des BER ließ mehrere alte und umweltschädliche Busse von Tegel zu - die Umweltregelungen von Tegel sind deutlich lascher als von Schönefeld - Schönefeld hält sich seit 2017 an die Abgasnormen Euro 6 - dies bringt den Bussen von Tegel einen enormen Vorteil vor allem in Hinsicht auch auf die Belastung der Kosten durch Corona - damit bricht BER die eigenen Regeln, da dies eigentlich nicht den Emissionsanforderungen entspricht - fraglich ist auch ob die Umweltziele für 2030 und 2050 so erreicht werden können -die langersehnte Öffnung des BER wurde von Protesten überschattet -zum einen: Taxifahrer*innen bangen um tausend Arbeitsplätze ● nur 300 von 7300 haben in Berlin am BER eine Ladeberechtigung das heißt sie dürfen die Fluggäste vom Flughafen nach Berlin befördern die restlichen 7000 müssen aufgrund der Beförderungspflicht die Gäste zum Flughafen bringen, dürfen aber keine Gäste mit nach Berlin fahren ● dies ist eine mittlere Bankrotterklärung für die Taxibranche in Berlin • ökologisch sind leere Taxis auch sehr bedenklich (dazu kommt die Fahrzeit s. Vergleich zum anderen: Umweltaktivisten und Klimaaktivisten wollten Eröffnung „, massiv stören" • Berliner Jugend des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) forderten, ein Ende der klimaschädlichen Subventionen der Flugindustrie" • Interessensverband , Am Boden bleiben" forderte: „, Unser Ziel ist es, dass der breiten Bevölkerung bewusst wird, wie schädlich Flugverkehr für unser Klima ist" - 2013 drohte dem BER eine Klage der EU, da anscheinend die Folgen der neuen Flugroute nicht durchdacht gewesen ist - die EU befürchtete mehr Lärm, Abgase und Häufigkeit, dass Vögel in die Turbinen geraten, sollen zunehmen - - da dies nach Änderung der Strecke nicht mehr geprüft wurde Lärmschutz: - Schallschutzgebiete wurden auf den Planfeststellungsbeschluss vom 13. August 2004 und den Planergänzungsbeschluss vom 20. Oktober 2009 eingeteilt - Fläche des Schallschutzgebietes: rund 155 Quadratkilometer - Bewohner haben in diesem Gebiet Anspruch auf pauschale Entschädigung und/ oder Schallschutz - Kostenlosen Schallschutz Aber: wenige Monate vor Eröffnung haben nur 30% der Bewohner Schallschutz erhalten (8.7.2020) Gründe: - wenige Firmen sind bereit den Ausbau für den Preis umzusetzen, den die Flughafengesellschaft zahlt - Flughafengesellschaft geht auf viele Wünsche und Bedürfnisse der Anwohner nicht ein - Gerichtlicher Streit, da FGS nicht das Schallschutzniveau aus Planfeststellungsbeschluss umsetzen wollte, sondern günstigeren Schallschutz - Kampf um Dämmung von kleineren Küchen (bis 10 Quadratmeter) und Wintergärten Gegner des Flughafens: - Flughafen an falschem Ort gebaut, nur 16 km von Berlin entfernt (z.B. München 28 km) - Friedrichshagener Bürgernative: nicht gegen Flughafen an sich, aber gegen den Ort - Lärmbelastung weite Teile Berlins, wenn Corona- Pandemie vorbei ist (nicht nur Südosten, wie viele noch glauben) durch Flugroutenbetrug - Flugroutenbetrug: es hieß bis 2011: Berlin wird nicht überflogen, Planer der offiziellen Flugrouten besagt das Gegenteil - Fluglärm belästigt auch Spaziergänger - WHO stuft Verkehrslärm als zweitgrößtes umweltbedingtes Gesundheitsrisiko ein; auch als bedeutende Todesursache Vergleich Flughafen Tegel und BER Tegel Pro • Gute Anbindung nach Berlin (1/2 h Anfahrt) zentral gelegen praktisch für Geschäftsreisende ● • könnte eine Ergänzung und Entlastung für den BER sein (z.B. Nachts, damit der Lärm auf beiden verteilt werden kann; bei hohem Flugaufkommen kann der Flughafen Tegel z.B. die Inlandsflüge übernehmen, Parallelen Betrieb viele Vorteile) Contra Veraltet, Sicherheitsrisiko ● • zusätzlich hohe Kosten zur Renovierung nötig • großes Lärmaufkommen Tegel muss schließen, damit der Flughafen BER öffnen kann (ist schon passiert) zusätzliche Belastung der Umwelt ● BER Pro • Für größeres Flugaufkommen gebaut • geringere Lärmbelastung durch hohen Schallschutz und Abgelegenheit auf die heutigen Bedürfnisse angepasst (modern) Contra • längere Anfahrt (1h) es gibt schon einen Flughafen kann und wird anderen bedeutenden Flughäfen keine Konkurrenz machen Berliner wollen nicht die Hauptstadt als Drehkreuz haben sehr hohe Kosten • kann nicht den Anforderungen von Tegel und Schönefeld entsprechen Konzept des Flughafens nicht strukturiert und teils widersprüchlich • der Belastung nicht gewachsen ●