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Strukturwandel Ruhrgebiet

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Im Zuge der Montanindustrie ist das Ruhrgebiet zum größten Ballungsgebiet Europas geworden.
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Strukturwandel Ruhrgebiet Im Zuge der Montanindustrie ist das Ruhrgebiet zum größten Ballungsgebiet Europas geworden. Doch die Kohlekrise ab 1958 läutet das Ende dieser bedeutenden Ära ein. Durch einen Strukturwandel muss sich der Kohlenpott wirtschaftlich neu ausrichten. Die Möglichkeiten der Produktion gehen zurück. Der Fokus wird mehr auf Bildung und den Dienstleistungs-sektor gelegt. Vernachlässigte Bereiche wie Kunst und Kultur, Forschung und Bildung sowie das Bewusstsein für Natur und Lebensqualität erlangen neue Bedeutung. Ursachen des Strukturwandels im Ruhrgebiet Der Strukturwandel im Ruhrgebiet verändert das bis dahin bestehende Wirtschaftssystem aufgrund neuer ökonomischer und technischer Rahmenbedingungen. So hat sich das Revier in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts von einer Montanindustrie - Kohlenbergbau und Stahlindustrie - zu einer Dienstleistungsregion und einem Standort für Bildung und Kultur entwickelt. Aufgrund der hohen Preise für Ruhrkohle sinkt Ende der 1950er Jahre die Nachfrage, was die Industrie in eine Krise stürzt, aus der sie sich nicht mehr erholt. Da das Ruhrgebiet in seiner Monostruktur allein auf die Kohleförderung und die vor und nachgelagerten Wirtschaftszweige ausgerichtet ist, trifft diese Krise die gesamte Region und ein Wandel gestaltet sich zunächst schwer. Vorerst wird an alten Strukturen festgehalten, schließlich hat die Region 150 Jahre lang von der Kohle leben können und schon andere Krisen überlebt. Wieso sollte das jetzt anders sein? 1965: insgesamt 880 000 Bergbau- und Industrie- beschäftigte Straßen- fahrzeugbau- Chemische Industrie 1994: insgesamt 467 000 Sonstige -2% Elektro-Industrie Bergbau- und Industrie- beschäftigte 4% 5% Maschinenbau 8% Sonstige 5% 7% 8% 33% Bergbau Eisen- und Stahlindustrie 19% 17% 18% 14% Ruhrgebiet heute Heute ist der Wandel vom Kohlerevier zur Dienstleistungsstruktur weitgehend abgeschlossen. 1990 arbeiteten...

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bereits 55 % der Beschäftigten im tertiären Sektor, also im Handel, im Verkehr und in der Forschung, im Jahr 2010 waren es dann bereits 72 %. Durch die strukturelle Anpassung der Wirtschaft und den Ausbau der Infrastruktur bleibt das Ruhrgebiet auch heute noch konkurrenzfähig. Zahlreiche Standortvorteile (z. B. viele hochqualifizierte Arbeitskräfte, verkehrsgünstige gut erschlossene Gewerbeflächen, dichter Absatzmarkt etc.) locken immer wieder neue Unternehmen in die Region. Der Strukturwandel im Ruhrgebiet ist beeindruckend. Trotzdem sind längst nicht alle Probleme gelöst und immer noch nicht alle durch die Kohlekrise weggebrochenen Arbeitsplätze ersetzt. Das Ruhrgebiet gilt nach wie vor als strukturschwache Region. Die Arbeitslosenquoten einzelner Städte im Ruhrgebiet (z. B. Duisburg, Dortmund) gehören zu den höchsten in den alten Bundesländern. Hinzu kommt die schwache Finanzlage der Ruhrgebietskommunen, die die Spielräume extrem einschränkt. So gilt die Stadt Oberhausen im Frühjahr 2012 als die am höchsten verschuldete Kommune Deutschlands. Aufgrund dieser Situation mehren sich auch die Stimmen, die ein Ende des Solidarpakts fordern, der noch bis 2019 laufen soll und für den sich die Ruhrgebietsstädte zuletzt immer weiter verschulden mussten. Stattdessen wird eine "Förderung unabhängig von der Himmelsrichtung" und allein aufgrund der Bedürftigkeit. gefordert - in deren Genuss würden dann auch zahlreiche Städte der Region im Jahr 2012 gelangen.

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