Der Strukturwandel in Deutschland und seine Auswirkungen
Der Strukturwandel beschreibt einen fundamentalen Wandlungsprozess der Wirtschaft, der sich besonders durch die Drei-Sektoren-Hypothese nach Jean Fourastié erklären lässt. Diese Theorie beschreibt die Verlagerung wirtschaftlicher Aktivitäten vom primären über den sekundären zum tertiären Sektor.
Definition: Die Drei-Sektoren-Hypothese beschreibt die historische Entwicklung einer Volkswirtschaft von der Agrar- über die Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft.
Im primären Sektor findet die Urproduktion statt, also die Gewinnung von Rohstoffen durch Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Fischerei. Der sekundäre Sektor umfasst das produzierende Gewerbe wie Industrie und Handwerk. Der tertiäre Sektor beinhaltet alle Dienstleistungen von Handel über Bildung bis zum Gesundheitswesen.
Der wirtschaftliche Strukturwandel zeigt sich besonders deutlich am Beispiel des Ruhrgebiets. Diese Region durchlief einen tiefgreifenden Wandel von der Montanindustrie hin zu modernen Dienstleistungen und Technologiebranchen.
Beispiel: Das Ruhrgebiet als klassisches Beispiel für regionalen Strukturwandel: Von der Kohle- und Stahlregion zum modernen Technologie- und Dienstleistungsstandort.











