Entwicklungsländer und ihre Herausforderungen
Die Merkmale von Entwicklungsländern lassen sich in verschiedene Kategorien einteilen. Im ökonomischen Bereich zeigen sich hohe Arbeitslosigkeit, eine einseitige Wirtschaftsstruktur und ein dominanter primärer Sektor. Der informelle Sektor spielt eine bedeutende Rolle, während der GINI-Index auf starke soziale Disparitäten hinweist.
Definition: Der informelle Sektor umfasst alle wirtschaftlichen Aktivitäten, die nicht staatlich reguliert oder erfasst sind. Dies schließt Straßenhandel, nicht registrierte Kleinunternehmen und Gelegenheitsarbeit ein.
Die demographische Situation ist geprägt von hohen Geburtenraten bei gleichzeitig hoher Kindersterblichkeit. Ein signifikantes Bevölkerungswachstum und verstärkte Landflucht (Binnenmigration) sind charakteristisch. Diese Faktoren tragen zum "Teufelskreis der Armut" bei, der sich durch verschiedene sich gegenseitig verstärkende Faktoren manifestiert.
Die Entwicklungshemmnisse sind vielfältig und komplex. Naturräumliche Faktoren wie ungünstiges Klima oder Ressourcenmangel spielen eine wichtige Rolle. Historisch bedingte Faktoren wie der Kolonialismus haben die Wirtschaftsstrukturen nachhaltig geprägt. Politische Instabilität, Korruption und schlechte Regierungsführung ("Bad Governance") erschweren die Entwicklung zusätzlich.
Highlight: Die Überwindung der Unterentwicklung erfordert sowohl endogene als auch exogene Lösungsansätze. Die Dependenztheorie und Modernisierungstheorie bieten unterschiedliche Erklärungsansätze und Lösungswege.











