Westintegration und Wirtschaftswunder
Die Jahre 1949 bis 1955 waren entscheidend für die Westintegration der Bundesrepublik Deutschland und die Wiedererlangung ihrer Souveränität. Konrad Adenauer verfolgte dabei eine klare Strategie: Zuerst die volle Souveränität erreichen, dann die Wiedervereinigung anstreben.
Highlight: Der NATO-Beitritt 1955 markierte den Höhepunkt der Westintegration und besiegelte die volle Souveränität der BRD.
Die Wiedervereinigung erwies sich jedoch als schwierig, da der Osten Deutschlands kommunistisch geprägt war und andere ideologische Ziele verfolgte. Der Kalte Krieg und die unterschiedliche Entwicklung der beiden deutschen Staaten erschwerten eine Annäherung zusätzlich.
Parallel zur politischen Integration erlebte Westdeutschland unter Wirtschaftsminister Ludwig Erhard ein beeindruckendes Wirtschaftswunder:
- Die Automobilindustrie (z.B. VW Käfer) boomte
- Die Elektroindustrie produzierte Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen und Kühlschränke
- Der Export stieg stark an
- Die Regierung förderte den Wohnungsbau und die Kreditvergabe für den Eigenheimbau
- Die Einführung der sozialen Marktwirtschaft schuf die Grundlage für den wirtschaftlichen Aufschwung
Example: In den 1950er Jahren sank die Arbeitslosenquote auf fast 1%, was einer Vollbeschäftigung gleichkam.
Konrad Adenauer prägte als erster Bundeskanzler der BRD und Mitglied der CDU maßgeblich die Nachkriegszeit in Deutschland. Seine Politik konzentrierte sich auf:
- Die Gestaltung der europäischen Integration
- Das Vorantreiben der Souveränität
- Die Etablierung eines starken westdeutschen Staates
Vocabulary: Westintegration bezeichnet die politische und wirtschaftliche Einbindung der Bundesrepublik Deutschland in westliche Bündnisse und Organisationen nach dem Zweiten Weltkrieg.
Adenauers Fokus lag dabei weniger auf der unmittelbaren Wiederherstellung der deutschen Einheit, sondern vielmehr auf der Schaffung eines stabilen und prosperierenden westdeutschen Staates als Grundlage für eine mögliche spätere Wiedervereinigung.