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1800-1933: Nationalbildung, Märzrevolution, 1848-Revolution, Reichseinigung, Bismarck, Bündnispolitik Ende des deutschen Kaiserreiches, Nationalsozialismus

1800-1933: Nationalbildung, Märzrevolution, 1848-Revolution, Reichseinigung, Bismarck, Bündnispolitik Ende des deutschen Kaiserreiches, Nationalsozialismus

 Geschichtsvorbereitung S1:
1.0 Nationen & Nationalstaatsbildung
1.1 Nationalbildung
„Nationen“ sind nichts Naturgegebenes (gibt nicht nur e

1800-1933: Nationalbildung, Märzrevolution, 1848-Revolution, Reichseinigung, Bismarck, Bündnispolitik Ende des deutschen Kaiserreiches, Nationalsozialismus

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Geschichtsvorbereitung S1: 1.0 Nationen & Nationalstaatsbildung 1.1 Nationalbildung „Nationen“ sind nichts Naturgegebenes (gibt nicht nur einen Weg zur Nationsbildung) ⇒ 5.Phasen, Nationalbildung Europa: Phase 1: 1. Ende 18. oder Anfang 19. Jahrhundert 2. ,,Romantische" Phase der Nationalsbildung (kulturell, literarisch, volkskundlich) 3. Beispiel: Deutschland Brüder Grimm Volksmärchen (Gemeinsamkeiten im Volk Phase 2: 1. Variiert nach Land, Deutschland 1813/15 bis 1848/49 2. Historische Bezüge in die Vergangenheit und darauffolgende Meinung die Nation müsse ,,wiedergeboren“ werden (,, Nationale Idee") 3. Unklar welche territorialen Grenzen (Findungsphase) Phase 3: 1. Variiert nach Land, Deutschland 1848/49 bis 1866/71 2. Nationalismus wird zum Massenphänomen (umfasst alle Schichten) 3. Kriege und Bürgerkriege prägen Übergang von Phase 2 zu 3 (Staatsgrenzen anders als Territorien die von Nationalisten beansprucht wurden) Phase 4: 1. Zwischen Ausbruch des Ersten und Ende des zweiten Weltkrieges 2. Rassistischer Nationalismus (Deutsches Reich: Völkermord, Vernichtungskrieg) Phase 5: 1. Nach Ende des zweiten Weltkrieges (Historiker streiten ob die Phase existiert) 2. Nationalismus, langsamer Rückzug 3. Rückzug wegen übernationalen Institutionen (z.B.EU) stehen über Nationalstaat 4. Verhinderung von internationalen Konflikten 1.2 Nationale Identitäten ⇒ unterschiedliche Faktoren von der eine große Gruppe von Menschen überzeugt ist (Gemeinschaft) ⇒ Faktoren, die bei der Bildung von Nationen wichtig waren: Sprache: 1. Mitglieder sprechen dieselbe Sprache (Ausnahme z.B. Schweiz) 2. Unterscheidet Nationalstaat vom Imperium Herkunft (Ethnie): 1. Nationalisten behaupten: Abstammung aller „Deutschen“ gleich (unterscheidet sie von anderen Völkern Oft Grund für gewaltbereiten Rassismus 2. Kultur: 1. Gemeinsame Kultur, aber was definiert sie/ macht...

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sie aus oft unklar 1 Bürgerschaft: 1. Wer ist Bürger wer nicht 2. Frankreich: jeder der Französisch spricht und sich zur französischen Kultur bekennt; Deutsches Reich: ,,Blutrecht" (1990er reformiert) Gemeinsame Geschichte: 1. Gründungsmythos konstituiert (z.B. deutsche Nationalbewegung „Gründungsvater“) Religion: 1. Deutschland, Religion spaltender Charakter: Katholiken & Protestanten Konflikte 2. Polen, Nationalisten sagen nur Katholiken sind Polen Territorium: 1. Welche Grenzen werden gezogen? 2. Problem: „gemischte“ Besiedelung mancher Gebiete (andere Sprache, Abstammung, Religion), (Konflikte, Gewalt) Gemeinsame Normen und Werte: 1. Beispiel Frankreich: Werte der französischen Revolution (Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit) entscheidend 2.0 Deutschland zwischen 1800 und 1848 2.1 Befreiungskriege ⇒ Napoleons Erfolge können Völker Europas nicht länger unterdrücken 1812-1815: 1. Russischer Zar Alexander gibt Kampf um Befreiung Europas nicht auf (halbe Millionen Menschen Tot von der ,,Grande Armeé") 2. Preußischer General Yorck gibt Russland den Weg nach Ostpreußen frei (gegen Willen des Königs) 3. Regierung zieht nach unter Druck des Adels und Bürgertums („nationale Erhebung“) 4. Preußen erklärt Frankreich den Krieg (Kreuzzug für Glück und Freiheit der deutschen Nation) 5. Konservativer österreichische Außenminister Metternich fordert Wiederherstellung des alten Gleichgewichts 6. Völkerschlacht von Leipzig 1813: Russland & Preußen stimmen zu (5): Österreich tritt Krieg bei 7. Österreich: Vielvölkerstaat; hätte sich keinen Krieg leisten können wegen: Aufbruch nationaler Leidenschaft und ungewisser Nachkriegsordnung 8. Allianz mit England und Schweden; Rheinbundstaaten französische Seite 9. Napoleon geschlagen und auf Insel Elba verbannt 10. März 1815: versuchte Rückkehr Napoleons, Schlacht bei Waterloo geschlagen (1821 Tod: Napoleon Bonaparte, 25 Jahre nach der franz. Revolution), (Europa muss neu sortiert werden) 2.2 Restauration und Neuordnung auf dem Wiener Kongress (1814-1815) Wien, September 1814: Vertreter der Staaten Europas versammeln sich nach dem Sturz Napoleons um über die Neuordnung des europäischen Kontinents zu beraten (zukünftige politisch-territoriale Gestaltung und die deutsche Verfassungsfrage) ⇒8.Juni 1815: Deutsche Bundesakte (Bundes-verfassungsgesetz über die Gründung des dt. Bundes) ⇒ 1806 aufgelöstes Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation - Deutscher Bund trat an die Stelle 2 ⇒ 1. November 1814: Kongress eröffnet, Vorsitz: österreichischer Außenministers Klemens Wenzel von Metternich, debattiere über die Zukunft Deutschlands ⇒ Verhandlungen um die deutsche Verfassungsfrage ⇒ Deutsche Bundesakte: 20 Artikel legen Grundzüge der neuen Organisation Deutschlands fest (und Verfassungsrahmen des Deutschen Bundes) ⇒ 9. Juni 1815: Unterzeichnung der Wiener Kongressakte (stellte europäisches Gleichgewicht wieder her) 3.0 Ereignisse die zu der 1848-er Revolution führten (Märzrevolution) Sozioökonomisch (1840-1847) Arbeitschwund, Agrar- und Gewerbe Krise ⇒ soziale Unruhen Aufstand der schlesischen Weber 1 (1844) →Protest gegen Armut und Elend weiter Bevölkerungskreise → politische Gruppierungen, Länder übergreifend → vier politische Richtungen Staatsgrundgesetz (1833-1837) → Ernst August erklärt es für nichtig ⇒ ,,Göttinger Sieben" (Professoren) ⇒ öffentliche Proteste Vereinigter Landtag (1847) ⇒einberufen von Friedrich Wilhelm IV. (König von Preußen) ⇒ Göttinger Sieben" berufen → Liberale Hoffnungen enttäuscht ⇒ konven- oder konstitutionelles Verhältnis zwischen Fürst und Volk nicht möglich 1848-er Revolution Hambacher Fest (1832) ⇒ Nationalstaat ➡ Freiheiten zurück ⇒ Verfassungsforderung ⇒ Massenbewegung Juli Revolution in Frankreich (1830) ⇒ reformative Grundstimmung → Europaweit ⇒schwächte Deutschen Bund 3.1.1 Deutscher Bund (1815-1866) Bevölkerung enttäuscht Deutscher Bund (1815) → Bevölkerung enttäuscht ⇒kein Staat und Verfassung ⇒keine vollkommenen Rechte Wartburg-Feste (1817) → Bürgerschaften formierten sich ⇒ erster Nationalgedanke → keine Massenbewegung Karlsbader Beschlüsse (1819) → System Einschränkung der Rechte ⇒ Regulation durch Regierung ➡ Provokation gegen Bevölkerung ⇒ Staaten Bund ⇒ 1815 ,,35 souveränen Fürstentümern und vier Freien Städten", Kaiser von Österreich und Könige von Preußen, Niederlande und Dänemark ⇒ Unter Führung Österreichs entwickelte sich der Staatenbund zu einem Vollzugsorgan der Restauration zur Aufrechterhaltung der monarchischen Legitimität und Ordnung liberale, nationale und demokratische Ideen mit polizeilichen Mitteln bekämpft und politische Oppositionen mit Forderungen nach Einheit und Freiheit durch eine restriktive Gesetzgebung unterdrückt ⇒ Deutscher Bund keine eigene Wirkung wegen Einfluss Preußen und Österreich (Dualismus ruht) ⇒ Der Bund hatte als Aufgabe, die innere und äußere Sicherheit der Gliedstaaten zu gewährleisten (gegen konstitutionelle Bewegung in den Einzelstaaten) ⇒ Beschluss der Karlsbader Beschlüsse (Intensivität der Umsetzung variiert, Preußen und Österreich am intensivsten) ⇒ scheiterte an unterschiedlichen Vorstellungen von Staat und Gesellschaft (in Folge des Deutschen Krieges aufgelöst, Sommer 1866) 3 3.1.2 Wartburg-Feste (1817 erstes Fest) erster Nationalgedanke, keine Massenbewegung meist Versammlungen von Studenten (500 Studenten und einige Professoren) ⇒ fand auf der Wartburg bei Eisenach in Thüringen statt ⇒ kämpften für Nationalstaat mit eigener Verfassung und gegen Kleinstaaterei ⇒ Wartburg ist ein Nationalsymbol wegen Martin Luther (Zufluchtsort 1521) 3.1.3 Karlsbader Beschlüsse (1819) Bevölkerung provoziert ⇒ 6.-31. August 1819 im böhmischen Karlsbad ⇒ von Metternich (Außenminister von Österreich) aus sind Minister aus zehn ausgewählten Staaten zusammengekommen ⇒ Beschlüsse wurden als Bundesgesetze vom Frankfurter Bundestag in Kraft gesetzt ⇒ (1)„Bundes-Universitätsgesetz“ (Lehrbetrieb und Staatsaufsicht), (2),,Bundes-Pressgesetz“ (gegen und Meinungsfreiheit), (3),,Bundes-Untersuchungsgesetz" (bundesweite Ermittlungsbehörde) ⇒ Folgen der Beschlüsse: (1)Burschenschaften verboten, Entlassung kritischer Hochschullehrer, Berufsverbote für oppositionelle Studenten, (2) Transparenz der Regierung vermindert, weniger politischen Einfluss, (3)keine politischen Bewegungen geduldet, Einschränkung Meinungsfreiheit, allgemeine Aufmerksamkeit konnte nicht erregt werden 4.0 Der Vormärz 4.1 Juli Revolution in Frankreich (1830) reformative Grundstimmung Europaweit ⇒ 27.-29. Juli 1830: Handwerker, Arbeiter und Studenten erhoben sich in Paris in Reaktion auf den Versuch des Königs Karl X das Parlament aufzulösen ⇒ ,,Les Trois Glorieuses", die drei Glorreichen (auf die 3 Tage bezogen) 4.2 Hambacher Fest (1832) Massenbewegung, nationaler Gedanke ⇒ 27. Mai - 1. Juni 1832 in der Pfalz, Schlossruine von Hambach ⇒ später für die deutsche Nationalbewegung ein zentraler Bezugspunkt ⇒ Schwarz-Rot-Gold Flagge (Freiheit, nationale Einheit) 20.000-30.000 meist junge Menschen ⇒ Reden, Lieder Diskussion (wie erreichen wir ein einiges und liberales Deutschland) Presse- ⇒ manche forderten revolutionäre Erhebung, (gewaltsam), aber Mehrheit der Bevölkerung würde passiv bleiben und militärische Mittel der Fürsten zu stark mit Polen wollen sie die ,,junge“ Nationale Idee gegen das „alte“ Konzept der imperialen Herrschaft stellen 介 4.3 Staatsgrundgesetz (1833-1837) öffentliche Proteste, Stärkung liberale Bewegung ⇒ 29. November 1833 in Kraft gesetzt: Bürgertum und Bauernstand hatten Zugang zur Zweiten Kammer der Ständeversammlung, beschränkte Minister-Verantwortung, Generalsteuerkasse (vorher unabhängige Königliche Generalkasse zu einer einheitlichen Steuerkasse zusammengeführt) ⇒ 1. November 1837 König von Hannover (Ernst August) erklärt Verfassung für nichtig → , Göttinger Sieben" (sieben Professoren) protestieren ⇒ wurden aus Amt entlassen und drei von ihnen mussten in drei Tagen aus dem Land ⇒ stärkte liberale Bewegung, öffentlicher Protest ⇒ preußischer König (Friedrich Wilhelm IV.) beruft „, Göttinger sieben" nach Preußen 4.4 Aufstand der schlesischen Weber (1844) politische Gruppierungen ⇒ Protest gegen Armut und Elend weiter Bevölkerungskreise ⇒ Aufstand hat die Not und Verzweiflung der armen Bevölkerung sichtbar gemacht ⇒ trotz Zensur und Parteiverboten haben sich politische Gruppierungen (zum Teil) über Landesgrenzen hinweg zusammengeschlossen ⇒ Vier politische Richtungen herausgebildet: Konservatismus, Liberalismus, demokratischer Radikalismus, Sozialismus ⇒ 1847 Spaltung der bürgerlichen Bewegung in Liberale und Demokraten (wollten Wahlrecht nicht mehr von Besitz & Eigentum abhängig machen) 4.5 Sozio-Ökonomisch (1840-1847) soziale Unruhen seit 1844 Kartoffelfäule - dezimiert Vorräte an Grundnahrungsmittel - Teuerungen - untere Schicht kann Familie nicht mehr ernähren 11 11 geringes Angebot an Nahrung, mangelhafte Strategien der Krisenbewältigung der deutschen Staaten - zahlreiche Protestaktionen ⇒ Krisenjahre 1846 und 1847: strukturelle Verarmung großer Teile der Bevölkerung, Zeit des Pauperismus (enormes Bevölkerungswachstum nach 1815, geringer Produktivitätsanstieg in der Landwirtschaft, aufkommende Industrie nicht stabil genug, wiederkehrende Missernten, Hungersnöte, Niedergang des Heimgewerbes, Massenarmut, Begriff ,,Pauperismus“, abgeleitet vom lateinischen „pauper“, deutsch: arm) 4.6 Erster Vereinigter Landtag (1847) Liberale Hoffnungen enttäuscht von König Friedrich Wilhelm IV. einberufener „Vereinigter Landtag“ in Berlin (Vollversammlung der Provinzialstände, alle acht Provinzen Preußens) Verfassungsfrage: Wilhelm IV.: Verhältnis zwischen Fürst und Volk wird niemals ein konventionelles, konstitutionelles werden & zwischen Gott und Land kein beschriebenes Blatt eindrängen wird (Land mit Paragraphen regieren, dadurch heilige Treue ersetzen) ⇒konstitutionelle Hoffnungen der Liberalen (nicht nur in Preußen enttäuscht) 5.0 Märzforderungen 1848/1849 Bauern und Arbeiter Abschaffung der Monarchie, politische Mitbestimmung, keine Wiener und Vorstädter Abschaffung der Monarchie keine Absolute Macht des weiteren Steuern/Abgaben, Unabhängigkeit wohlgekleidete Studenten fordern: Freiheiten Rechte, Rücktritt Metternichs, Rückzug des Militärs Königs Rechtsstaatligkeit politisches Mitspracherecht Abschaffung des Militärs Bürger und Einwohner Breites Bürgertum fordert: konstitutionelle Monarchie, Freiheiten, weniger Militär, Einberufung von Landtagen, politisches Mitspracherecht 5

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Russischer Zar Alexander gibt Kampf um Befreiung Europas nicht auf (halbe Millionen Menschen Tot von der ,,Grande Armeé") 2. Preußischer General Yorck gibt Russland den Weg nach Ostpreußen frei (gegen Willen des Königs) 3. Regierung zieht nach unter Druck des Adels und Bürgertums („nationale Erhebung“) 4. Preußen erklärt Frankreich den Krieg (Kreuzzug für Glück und Freiheit der deutschen Nation) 5. Konservativer österreichische Außenminister Metternich fordert Wiederherstellung des alten Gleichgewichts 6. Völkerschlacht von Leipzig 1813: Russland & Preußen stimmen zu (5): Österreich tritt Krieg bei 7. Österreich: Vielvölkerstaat; hätte sich keinen Krieg leisten können wegen: Aufbruch nationaler Leidenschaft und ungewisser Nachkriegsordnung 8. Allianz mit England und Schweden; Rheinbundstaaten französische Seite 9. Napoleon geschlagen und auf Insel Elba verbannt 10. März 1815: versuchte Rückkehr Napoleons, Schlacht bei Waterloo geschlagen (1821 Tod: Napoleon Bonaparte, 25 Jahre nach der franz. Revolution), (Europa muss neu sortiert werden) 2.2 Restauration und Neuordnung auf dem Wiener Kongress (1814-1815) Wien, September 1814: Vertreter der Staaten Europas versammeln sich nach dem Sturz Napoleons um über die Neuordnung des europäischen Kontinents zu beraten (zukünftige politisch-territoriale Gestaltung und die deutsche Verfassungsfrage) ⇒8.Juni 1815: Deutsche Bundesakte (Bundes-verfassungsgesetz über die Gründung des dt. Bundes) ⇒ 1806 aufgelöstes Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation - Deutscher Bund trat an die Stelle 2 ⇒ 1. November 1814: Kongress eröffnet, Vorsitz: österreichischer Außenministers Klemens Wenzel von Metternich, debattiere über die Zukunft Deutschlands ⇒ Verhandlungen um die deutsche Verfassungsfrage ⇒ Deutsche Bundesakte: 20 Artikel legen Grundzüge der neuen Organisation Deutschlands fest (und Verfassungsrahmen des Deutschen Bundes) ⇒ 9. Juni 1815: Unterzeichnung der Wiener Kongressakte (stellte europäisches Gleichgewicht wieder her) 3.0 Ereignisse die zu der 1848-er Revolution führten (Märzrevolution) Sozioökonomisch (1840-1847) Arbeitschwund, Agrar- und Gewerbe Krise ⇒ soziale Unruhen Aufstand der schlesischen Weber 1 (1844) →Protest gegen Armut und Elend weiter Bevölkerungskreise → politische Gruppierungen, Länder übergreifend → vier politische Richtungen Staatsgrundgesetz (1833-1837) → Ernst August erklärt es für nichtig ⇒ ,,Göttinger Sieben" (Professoren) ⇒ öffentliche Proteste Vereinigter Landtag (1847) ⇒einberufen von Friedrich Wilhelm IV. (König von Preußen) ⇒ Göttinger Sieben" berufen → Liberale Hoffnungen enttäuscht ⇒ konven- oder konstitutionelles Verhältnis zwischen Fürst und Volk nicht möglich 1848-er Revolution Hambacher Fest (1832) ⇒ Nationalstaat ➡ Freiheiten zurück ⇒ Verfassungsforderung ⇒ Massenbewegung Juli Revolution in Frankreich (1830) ⇒ reformative Grundstimmung → Europaweit ⇒schwächte Deutschen Bund 3.1.1 Deutscher Bund (1815-1866) Bevölkerung enttäuscht Deutscher Bund (1815) → Bevölkerung enttäuscht ⇒kein Staat und Verfassung ⇒keine vollkommenen Rechte Wartburg-Feste (1817) → Bürgerschaften formierten sich ⇒ erster Nationalgedanke → keine Massenbewegung Karlsbader Beschlüsse (1819) → System Einschränkung der Rechte ⇒ Regulation durch Regierung ➡ Provokation gegen Bevölkerung ⇒ Staaten Bund ⇒ 1815 ,,35 souveränen Fürstentümern und vier Freien Städten", Kaiser von Österreich und Könige von Preußen, Niederlande und Dänemark ⇒ Unter Führung Österreichs entwickelte sich der Staatenbund zu einem Vollzugsorgan der Restauration zur Aufrechterhaltung der monarchischen Legitimität und Ordnung liberale, nationale und demokratische Ideen mit polizeilichen Mitteln bekämpft und politische Oppositionen mit Forderungen nach Einheit und Freiheit durch eine restriktive Gesetzgebung unterdrückt ⇒ Deutscher Bund keine eigene Wirkung wegen Einfluss Preußen und Österreich (Dualismus ruht) ⇒ Der Bund hatte als Aufgabe, die innere und äußere Sicherheit der Gliedstaaten zu gewährleisten (gegen konstitutionelle Bewegung in den Einzelstaaten) ⇒ Beschluss der Karlsbader Beschlüsse (Intensivität der Umsetzung variiert, Preußen und Österreich am intensivsten) ⇒ scheiterte an unterschiedlichen Vorstellungen von Staat und Gesellschaft (in Folge des Deutschen Krieges aufgelöst, Sommer 1866) 3 3.1.2 Wartburg-Feste (1817 erstes Fest) erster Nationalgedanke, keine Massenbewegung meist Versammlungen von Studenten (500 Studenten und einige Professoren) ⇒ fand auf der Wartburg bei Eisenach in Thüringen statt ⇒ kämpften für Nationalstaat mit eigener Verfassung und gegen Kleinstaaterei ⇒ Wartburg ist ein Nationalsymbol wegen Martin Luther (Zufluchtsort 1521) 3.1.3 Karlsbader Beschlüsse (1819) Bevölkerung provoziert ⇒ 6.-31. August 1819 im böhmischen Karlsbad ⇒ von Metternich (Außenminister von Österreich) aus sind Minister aus zehn ausgewählten Staaten zusammengekommen ⇒ Beschlüsse wurden als Bundesgesetze vom Frankfurter Bundestag in Kraft gesetzt ⇒ (1)„Bundes-Universitätsgesetz“ (Lehrbetrieb und Staatsaufsicht), (2),,Bundes-Pressgesetz“ (gegen und Meinungsfreiheit), (3),,Bundes-Untersuchungsgesetz" (bundesweite Ermittlungsbehörde) ⇒ Folgen der Beschlüsse: (1)Burschenschaften verboten, Entlassung kritischer Hochschullehrer, Berufsverbote für oppositionelle Studenten, (2) Transparenz der Regierung vermindert, weniger politischen Einfluss, (3)keine politischen Bewegungen geduldet, Einschränkung Meinungsfreiheit, allgemeine Aufmerksamkeit konnte nicht erregt werden 4.0 Der Vormärz 4.1 Juli Revolution in Frankreich (1830) reformative Grundstimmung Europaweit ⇒ 27.-29. Juli 1830: Handwerker, Arbeiter und Studenten erhoben sich in Paris in Reaktion auf den Versuch des Königs Karl X das Parlament aufzulösen ⇒ ,,Les Trois Glorieuses", die drei Glorreichen (auf die 3 Tage bezogen) 4.2 Hambacher Fest (1832) Massenbewegung, nationaler Gedanke ⇒ 27. Mai - 1. Juni 1832 in der Pfalz, Schlossruine von Hambach ⇒ später für die deutsche Nationalbewegung ein zentraler Bezugspunkt ⇒ Schwarz-Rot-Gold Flagge (Freiheit, nationale Einheit) 20.000-30.000 meist junge Menschen ⇒ Reden, Lieder Diskussion (wie erreichen wir ein einiges und liberales Deutschland) Presse- ⇒ manche forderten revolutionäre Erhebung, (gewaltsam), aber Mehrheit der Bevölkerung würde passiv bleiben und militärische Mittel der Fürsten zu stark mit Polen wollen sie die ,,junge“ Nationale Idee gegen das „alte“ Konzept der imperialen Herrschaft stellen 介 4.3 Staatsgrundgesetz (1833-1837) öffentliche Proteste, Stärkung liberale Bewegung ⇒ 29. November 1833 in Kraft gesetzt: Bürgertum und Bauernstand hatten Zugang zur Zweiten Kammer der Ständeversammlung, beschränkte Minister-Verantwortung, Generalsteuerkasse (vorher unabhängige Königliche Generalkasse zu einer einheitlichen Steuerkasse zusammengeführt) ⇒ 1. November 1837 König von Hannover (Ernst August) erklärt Verfassung für nichtig → , Göttinger Sieben" (sieben Professoren) protestieren ⇒ wurden aus Amt entlassen und drei von ihnen mussten in drei Tagen aus dem Land ⇒ stärkte liberale Bewegung, öffentlicher Protest ⇒ preußischer König (Friedrich Wilhelm IV.) beruft „, Göttinger sieben" nach Preußen 4.4 Aufstand der schlesischen Weber (1844) politische Gruppierungen ⇒ Protest gegen Armut und Elend weiter Bevölkerungskreise ⇒ Aufstand hat die Not und Verzweiflung der armen Bevölkerung sichtbar gemacht ⇒ trotz Zensur und Parteiverboten haben sich politische Gruppierungen (zum Teil) über Landesgrenzen hinweg zusammengeschlossen ⇒ Vier politische Richtungen herausgebildet: Konservatismus, Liberalismus, demokratischer Radikalismus, Sozialismus ⇒ 1847 Spaltung der bürgerlichen Bewegung in Liberale und Demokraten (wollten Wahlrecht nicht mehr von Besitz & Eigentum abhängig machen) 4.5 Sozio-Ökonomisch (1840-1847) soziale Unruhen seit 1844 Kartoffelfäule - dezimiert Vorräte an Grundnahrungsmittel - Teuerungen - untere Schicht kann Familie nicht mehr ernähren 11 11 geringes Angebot an Nahrung, mangelhafte Strategien der Krisenbewältigung der deutschen Staaten - zahlreiche Protestaktionen ⇒ Krisenjahre 1846 und 1847: strukturelle Verarmung großer Teile der Bevölkerung, Zeit des Pauperismus (enormes Bevölkerungswachstum nach 1815, geringer Produktivitätsanstieg in der Landwirtschaft, aufkommende Industrie nicht stabil genug, wiederkehrende Missernten, Hungersnöte, Niedergang des Heimgewerbes, Massenarmut, Begriff ,,Pauperismus“, abgeleitet vom lateinischen „pauper“, deutsch: arm) 4.6 Erster Vereinigter Landtag (1847) Liberale Hoffnungen enttäuscht von König Friedrich Wilhelm IV. einberufener „Vereinigter Landtag“ in Berlin (Vollversammlung der Provinzialstände, alle acht Provinzen Preußens) Verfassungsfrage: Wilhelm IV.: Verhältnis zwischen Fürst und Volk wird niemals ein konventionelles, konstitutionelles werden & zwischen Gott und Land kein beschriebenes Blatt eindrängen wird (Land mit Paragraphen regieren, dadurch heilige Treue ersetzen) ⇒konstitutionelle Hoffnungen der Liberalen (nicht nur in Preußen enttäuscht) 5.0 Märzforderungen 1848/1849 Bauern und Arbeiter Abschaffung der Monarchie, politische Mitbestimmung, keine Wiener und Vorstädter Abschaffung der Monarchie keine Absolute Macht des weiteren Steuern/Abgaben, Unabhängigkeit wohlgekleidete Studenten fordern: Freiheiten Rechte, Rücktritt Metternichs, Rückzug des Militärs Königs Rechtsstaatligkeit politisches Mitspracherecht Abschaffung des Militärs Bürger und Einwohner Breites Bürgertum fordert: konstitutionelle Monarchie, Freiheiten, weniger Militär, Einberufung von Landtagen, politisches Mitspracherecht 5