NS-Außenpolitik 1936-1938
In dieser Phase wurde Hitlers Außenpolitik zunehmend aggressiver und expansionistischer. Zentrale Ereignisse waren:
• Der Einmarsch deutscher Truppen ins entmilitarisierte Rheinland am 07.03.1936, ein weiterer Bruch internationaler Verträge.
• Die Unterstützung Francisco Francos im Spanischen Bürgerkrieg ab 1936, die als Testlauf für den Ernstfall diente.
• Der Abschluss des Antikominternpakts mit Japan 1936 und später mit Italien, der sich gegen die Sowjetunion richtete.
• Die Einführung des Vierjahresplans 1936 zur Vorbereitung der deutschen Wirtschaft und Armee auf einen Krieg.
• Der "Anschluss" Österreichs am 12.03.1938, der ohne nennenswerten internationalen Widerstand erfolgte.
• Die Sudetenkrise im Mai 1938, die zur Abtretung des Sudetenlandes an Deutschland führte.
Example: Der Einmarsch ins Rheinland 1936 zeigte, wie Hitler die Schwäche und Uneinigkeit der Westmächte ausnutzte. Obwohl Deutschland militärisch noch nicht stark genug für einen Konflikt war, unternahmen Frankreich und Großbritannien nichts gegen diesen Vertragsbruch.
Quote: Hitler erklärte zum Einmarsch ins Rheinland: "Wir berufen uns auf das Selbstbestimmungsrecht der Völker."
Highlight: Das Münchner Abkommen vom 30.09.1938 war ein Höhepunkt der Appeasement-Politik. Die Westmächte stimmten der Abtretung des Sudetenlandes an Deutschland zu, in der Hoffnung, einen Krieg zu verhindern.




