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2. Weltkrieg

2. Weltkrieg

 2. Weltkrieg (1939-1945)
Der Zweite Weltkrieg war der bislang größte und folgenreichste Krieg in der Geschichte der
Menschheit. Nach Schätz

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2. Weltkrieg (1939-1945) Der Zweite Weltkrieg war der bislang größte und folgenreichste Krieg in der Geschichte der Menschheit. Nach Schätzungen wurden in den Jahren zwischen 1939 und 1945 etwa 60 Millionen Menschen getötet. Der Weltkrieg begann mit dem Angriff des Deutschen Reichs auf Polen am 1. September 1939. Bis 1945 traten fast alle Staaten der Welt in den Krieg. Der Beginn des Krieges- Der Blitzkrieg Mit dem Angriff auf Polen am 1. September 1939 begann der Zweite Weltkrieg. Hitler versuchte den Angriff als Verteidigungskrieg zu legitimieren und versuchte den Eindruck zu wecken, als hätten die Polen die Deutschen als erstes angegriffen. Die Wehrmacht besiegte Polen innerhalb von 5 Wochen. Daraufhin erklärten Frankreich und Großbritannien, die mit Polen verbündet waren, Deutschland den Krieg. Am 17. September 1939 marschierte die Sowjetunion aufgrund des Hitler-Stalin Paketes (Ein Vertrag, der beide Parteien verpflichtete nicht gegen die andere Partei Krieg zu führen und zudem im Falle eines Krieges gegen andere Staaten neutral zu bleiben) von Osten in Polen ein. Im Oktober 1939 wurden die eroberten Gebiete Polens unter der Sowjetunion und Deutschland aufgeteilt und eingegliedert. Am 09. April 1940 begann der Wettlauf der Deutschen mit den Briten um die Besetzung Dänemarks und Norwegen, um die Versorgung mit schwedischen Erz sicherzustellen, um damit ihre Waffenindustrie aufrecht erhalten zu können. Im Juni 1940 gelang...

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Deutschland die Besetzung Dänemarks. Am 10. Mai 1940 begann die Westoffensive, bei der die Benelux-Staaten (Belgien, Luxemburg und die Niederlande) und Frankreich besetzt wurden. Am 14. Juni wurde Paris besetzt. Die Franzosen traten Paris kampflos ab, da sie nicht wollten, dass die Stadt zerstört wird. Am 25. Juni kam es zur Kapitulation Frankreichs. Mitte August 1940 begann die Luftschlacht um England. Ziel war es sich den Rücken für den geplanten Angriff auf die Sowjetunion freizuhalten. Die Deutschen waren jedoch überrascht vom starken Widerstand der Briten und zogen sich im Frühjahr 1941 aufgrund hoher Verluste zurück. Im Frühjahr 1941 unterstützte Deutschland seinen Bündnispartner Italien in Nordafrika und auf dem Balkan gegen Großbritannien, um die strategische Lage vor dem Angriff auf Russland nicht zu gefährden. Am 22. Juni rückte die Wehrmacht in die Sowjetunion ein und überraschte sie dadurch, so dass den Deutschen ein schneller und großer Gebietsvorstoß gelang. Im Winter 1941/42 kam es jedoch zur Gegenoffensive der Sowjetunion und der Krieg an der Ostfront radikalisierte sich zunehmend. Im Sommer 1941 gab das NSDAP-Regime den Beschluss zum systematischen Völkermord an den Juden. 1942 trieben sie ihre Bemühungen voran und setzte weiter Mittel ein den Massenmord an Juden in ganz Europa zu koordinieren. Am 07. Dezember 1941 ereignete sich der Angriff der Japaner auf Pearl Harbour und am 11. Dezember erklärte Deutschland den USA den Krieg. Die Wende des Krieges Nach der Kriegserklärung Deutschlands an Amerika kämpfte Deutschland gegen eine feste Koalition aus USA, Großbritannien und Sowjetunion. Dadurch fing 1943 die deutsche Herrschaft in Europa an zu bröckeln. Im Frühjahr 1943 kapitulierte die Wehrmacht in Stalingrad auf hoher Verluste. Die deutsche Bevölkerung fing immer mehr an am Sinn und am Erfolg des Krieges zu zweifeln. So kam es durch Graf von Stauffenberg am 20. Juli zum Attentat auf Hitler, welches er jedoch überlebte. Der Rückzug Im Januar 1943 kam es zu ersten Luftangriffe auf Deutschland. In der Nacht vom 13. auf den 14. Februar kam es zur Bombardierung Dresdens. Im September 1944 wurde Frankreich durch die Alliierten vollständig befreit. Im Winter 1944/45 rückten die Alliierten im Westen immer weiter vor und konnten große Teile im Westen des Deutschen Reiches besetzen. Im Sommer 1944 steht die rote Armee bereits dort, wo die Wehrmacht ihren Feldzug gegen die Sowjetunion startete. Im April 1945 verlief die Ostfront entlang der Außenbezirke Berlins. Wenig später wurde Berlin von der roten Armee eingenommen. Somit kam es am 08. Mai zur Kapitulation Deutschlands. Am 09. Mai wurde die Kapitulation unterschrieben. Dadurch kam es zum Kriegsende in Europa. Hitler hatte sich in seinem Bunker unter der Reichskanzler selbst getötet. Am 06. August und 09. August 1945 fielen die Atombomben auf Hiroshima bzw. Nagasaki. Folge dieser Tragödie und des Leides der japanischen Bevölkerung war die Kapitulation Japans und damit zum weltweiten Kriegsende. Die Folgen des 2. Weltkrieges -6 Millionen europäische Juden fielen dem Rassenwahn der Nationalsozialisten zum Opfer, in weiten Teilen Europas war jüdisches Leben ausgelöscht -insgesamt 60-70 Millionen Toten -die Gesundheit von Millionen wurde schwer und dauerhaft beschäftigt -seelischen Schäden -die Alliierten besetzten die Gebiete Deutschlands und Österreichs sowie Japan. Deutschland musste einen Teil seines Territoriums an Polen und die Sowjetunion abtreten -auf der ganzen Welt mussten Menschen neu anfangen und ihr Leben wieder aufbauen -einge leiden an einem schweren Trauma -Mangel an Männern (da diese im Krieg gefallen oder in Gefangenschaft genommen worden sind) -> Schwierigkeiten beim Wiederaufbau der zerstörten Städte -Häuser und Städte wurden zerbombt -ruinierte Wirtschaft (z.B. Staatsverschuldungen, Inflation, Versorgungsprobleme und Mangel an Arbeitskräften) -Europa spaltete sich in 2 Machtblöcke (West vs. Ost) -Europa verlor seine Vormachtstellung -Menschen hatten wenig zum anziehen und essen, kein Geld und keine Arbeit -12 Millionen Flüchtlinge und Vertriebene aus den Ostgebieten mussten untergebrachte werden -Amerika und die Sowjetunion werden neue Supermächte -Gründung der Vereinten Nationen -Gründung von der NATO und Warschauer Pakt Der Nationalsozialismus Die nationalsozialistische Ideologie lehnte Demokratie und Rechtsstaat ab. Die NS-Ideologie strebte eine einheitliche deutsche Volksgemeinschaft an, in der „minderwertige Rassen" keinen Platz hatten. Juden waren Antisemitismus, Verfolgung und Ausgrenzung ausgesetzt. Außenpolitisch setzten die Nazis auf „Lebensraum im Osten", wodurch neue Siedlungsgebiete für die „arische Rasse" erobert werden sollten. Die Zeit des Nationalsozialismus dauerte 12 Jahre (1933-1945) - von der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler am 30. Januar 1933 bis zur Kapitulation der deutschen Wehrmacht am 8. Mai 1945. Während der zwölf Jahre seiner Herrschaft wurden Juden, politische Gegner und andere Gruppen systematisch verfolgt, vertrieben und ermordet. Sie wurden für viele Missstände im Land verantwortlich gemacht. Sie wurden angegriffen und viele durften ihre Berufe nicht mehr ausüben. Sie durften nichts mehr selbst entscheiden. Wehren konnten sie sich nicht, weil man ihnen auch ihre Bürgerrechte weggenommen hatte. Sie mussten ab 1941 sogar ein Kennzeichen tragen, den sogenannten Judenstern. Dies war ein gelber, sechseckiger Stern in Form des Davidsterns. Oude Nach der Machtübernahme ließ die NSDAP alle Bereiche von Staat und Gesellschaft im Sinne der NS-Ideologie gleichschalten. Per Gesetz wurde die Neubildung von Parteien am verboten. Auch die Polizei entwickelte sich zum Machtinstrument der NSDAP, mit der politische Gegner verfolgt und verhaftet wurden. Die 1935 verabschiedeten Nürnberger Rassengesetze(ein Gesetz, dass die Menschen in in ,,Ariern" und ,,Schädlingen" unterteilte) entzogen ihnen die deutsche Staatsbürgerschaft und verboten die Eheschließung mit Nicht-Juden. In der Reichspogromnacht am 9. November 1938 erreichte die Judenverfolgung eine neue Dimension der Gewalt. Jüdische Geschäfte wurden zerstört und Synagogen wurden in Brand gesetzt. Insgesamt wurden in dieser Nacht knapp 7000 jüdische Geschäfte zerstört und 91 Menschen getötet. Die Reichspogromnacht hatte neben den Gewaltaktionen auch die Verschleppung von 30.000 Juden in die Konzentrationslager Buchenwald, Dachau und Sachsenhausen durch SS (eine nationalsozialistische Organisation in der Weimarer Republik und der Zeit des Nationalsozialismus, die der NSDAP und Adolf Hitler als Herrschafts- und Unterdrückungsinstrument diente) zur Folge. Im Zweiten Weltkrieg organisierten die Nazis - im Rahmen des Holocausts - die systematische Vernichtung der europäischen Juden. Der Holocaust war der nationalsozialiatische Völkermord an ca. 6 Millionen europäischen Juden. Sie wurden auf immer mehr Opfergruppen ausgeweitet und mit immer radikaleren Methoden vollzogen. Während einige Opfergruppen noch vertrieben oder deportiert wurden, wurden andere schon vernichtet. Ab Oktober wurden 1941 wurden auch deutsche Juden deportiert und der Bau der ersten Vernichtungslager begonnen. Ab 25. November wurden auch deutsche Juden erschossen. Ab dem 8. Dezember wurden Juden mit Abgasen ermordet. Ab Februar 1942 wurden auch west- und südeuropäische Juden nach Osteuropa deportiert. Ab März wurden Vernichtungslager mit Gaskammern in Betrieb genommen und dorthin deportierte Juden sofort nach ihrer Ankunft ermordet. Man nahm den Juden ihr Eigentum, ihre Wohnungen und Häuser weg. Mehr als 180.000 vertriebene Juden wurden in den von Deutschland besetzten Ländern in Osteuropa in abgesperrten Stadtteilen angesiedelt. Diese Stadtteile wurden "Ghettos" genannt. Eines der größten Ghettos entstand im eroberten Warschau. Jugend im Nationalsozialismus Als die Nationalsozialisten 1933 an die Macht kommen, fangen sie sofort an, die Nazi-Ideen in jeden jungen deutschen Kopf einzupflanzen. Sie setzen dabei nicht so sehr auf die Schule, da es viele Lehrer gibt, die im Sinne der Nazis nicht weltanschaulich zuverlässig sind. Deshalb setzen die Nazis bei Jugendvereinen und -verbänden an. Die HJ (Hitlerjugend) gibt es bereits seit 1926. Sie ist die Jugendbewegung der NSDAP. In der Weimarer Republik ist sie eher unbedeutend, aber als die Nazis an die Macht kommen, verbieten sie alle anderen Jugendverbände und -vereine. Die HJ wird die Staatsjugendorganisation. Am 01.12.1936 wird sogar das Gesetz über die Hitler-Jugend beschlossen (es wird Pflicht zur HJ zu gehen). Fast 9 Millionen Jugendliche sind vor dem 2. Weltkrieg bei der Hitlerjugend. In der Woche trifft man sich 3-4 Mal. Zum Beispiel hört man gemeinsam Radiosendungen, die speziell für Jugendliche gemacht werden. Man bereitet sich gemeinsam Aktionen vor oder man trifft sich zu militärischen Übungen. Das bestärkt die HJler darin, zu einer großen, bedeutenden Bewegung zu gehören. Man treibt viel Sport, macht Ausflüge und fährt ins Zeltlager. Über allem steht immer der Gedanke der Gemeinschaft. Sie versprechen Ausbruch. In der HJ sind alle gleich, egal ob arm oder reich. Alle tragen die gleiche Uniform. Es gibt auch keine erwachsenen Betreuer, die die Gruppen leiten. Es gilt das Prinzip, Jugend wird von Jugend geführt. Die jüngeren schauen zu dem älteren auf. Zwischen 10 und 14 Jahren ist man beim Deutschen Jungvolk(DJ). Danach darf man dann in die echte HJ aufsteigen. Wer 18 und erwachsen wird, wird feierlich in die NSDAP aufgenommen. Dass Familien zusammenhalten, dass man in der Familie loyal zueinander ist, soll im Nazi-Staat nicht sein. Ganz im Gegenteil, es zählt nur, dass man loyal zum Führer ist, zur Volksgemeinschaft. Und der Führer sagt, was die Volksgemeinschaft will. So zerstören die Nazis die Familien. Für den Krieg lernen die Jungs auch, wie man Waffen benutzt. Es gibt Dienstabzeichen und Ränge wie beim Militär und im Krieg soll man töten, ohne Mitleid zu haben. Deshalb bringen die Nazis der Jugend bei, dass der Feind eigentlich kein gleichwertiger Mensch ist, sondern ein Untermensch, den man vernichten muss. Die 10-14-Jährigen Mädchen gehen in den Jungmädelbund (JM). Danach zum BDM, dem Bund deutscher Mädel (14-17). Für die 17-21 jährigen Frauen gibt es noch das BDM-Werk. Dabei werden sie auf ihre Rolle als Hausfrau und Mutter vorbereitet. Auch beim BDM können die jungen Frauen den Regeln des Elternhauses entkommen. Sie können etwas erleben, Teil von etwas größerem sein. Auch hier geht es um Gehorsam, Pflichterfüllung und Dienst an der Volksgemeinschaft. Der größte Dienst der Frauen ist, neue Volksgenossen zu gebären und großzuziehen. Ab Kriegsbeginn 1939 packen sie an den Heimabenden Paketen für die Soldaten an der Front. Sie helfen bei der Ernte mit, organisieren Kinderbetreuung. Die HJ und der BDM sind am Anfang sehr beliebt. Die Kinder und Jugendliche gehen gerne und freiwillig hin. Aber mit der Zeit nimmt die Attraktivität der HJ ab, da sie eine riesige Organisation geworden ist. Mit Beginn des zweiten Weltkriegs müssen Hitlerjungen z.B. Nach Luftangriffen Schutt wegräumen oder alte Kleider oder Altmetall sammeln. Deswegen entstehen mit der Zeit Jugendliche Gegenbewegungen, Oppositionen. Dieser Opposition äußert sich unterschiedlich. Eine jugendlich arbeiten beim Arbeitseinsatz extra langsam. Andere zeigen den Hitler-Gruß nicht. Behinderte in der NS-Zeit Die Nationalsozialisten sahen das Wohl der Volksgemeinschaft durch Menschen gefährdet, die in medizinischer Hinsicht krank oder schwach waren. Am 14.07.1933 wurde das ,,Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses" verabschiedet. Wer an Epilepsie litt, wer lernbehindert, alkoholkrank oder depressiv war, konnte nach diesem Gesetz auch gegen den eigenen Willen sterilisiert werden. Bis zum Jahre 1937 kam es zu 197419 Zwangssterlisationen, 437 Menschen starben während der Operation oder unmittelbar danach. Die Tötung erfolgte durch Giftspritzen in den Heilanstalten oder durch Kohlenmonoxydgas, dass man in Busse leitete, sodass die Insassen qualvoll erstickten. Die hohe Zahl der Opfer sowie die Begleitumstände sorgten jedoch für Unruhe, viele Gerüchte und heftigen Protest in der Bevölkerung. Am 23.08.1941 stoppte Hitler das Programm. Mehr als 100000 geistig und körperlich Behinderte waren zum Opfer gefallen. Die beteiligten Ärzte wurden als Lagerärzte für die neuen KZS im Osten übernommen. Die Konzentrationslager Die Nationalsozialisten schafften die Juden wie auch Sinti und Roma, Obdachlose, Behinderte, politisch Verfolgte, sogenannte "Asoziale" oder Kriegsgefangene in sogenannte Konzentrationslager. Manche Lager waren vor allem dafür da, um die Juden in Gaskammern zu ermorden. Sie haben dort unter schlimmsten Bedingungen versucht zu überleben. Sie litten unter Hunger und Folter und mussten zudem schwerste Zwangsarbeit leisten. Viele Menschen, auch viele Kinder, wurden in den Lagern getötet. Von diesen Vernichtungslagern war Auschwitz-Birkenau das größte. Nur ganz wenige verfolgte Menschen haben diesen unmenschlichen Terror überlebt. Während des Kriegs füllten sich die Konzentrationslager mit Häftlingen aus den von der Wehrmacht besetzten Ländern. Vor allem in Polen wurden weitere Lager eingerichtet. Bis März 1944 bestanden insgesamt 22 KZ mit 165 angeschlossenen Arbeitslagern (z. B. Buchenwald, Oranienburg bzw. Sachsenhausen, Bergen- Belsen, Theresienstadt, Auschwitz). Insgesamt befanden sich während der nationalsozialistischen Herrschaft 7,2 Millionen Häftlinge in KZ. In den meisten KZ wurden »wissenschaftliche«< Versuche an Häftlingen durch SS-Ärzte durchgeführt. Besonders ab 1943 kam es zu Massentötungen von Geisteskranken, kranken Häftlingen, Polen und sowjetischen Kriegsgefangenen. In den Vernichtungs- und Konzentrationslagern fanden bis 1945 mindestens zwischen 5 und 6 Millionen jüdische und mindestens 500.000 nichtjüdische Häftlinge den Tod. Der Alltag in einem KZ Der Tag begann in vielen Lagern je nach Jahreszeit zwischen vier und fünf Uhr am Morgen mit dem Wecken durch Trillerpfeifen. Dann hatten die Häftlinge eine halbe Stunde Zeit, ihre "Betten" (Strohsäcke oder mit Stroh bedeckte Pritschen) nach militärischer Art herzurichten, sich zu waschen und zu ,,frühstücken“. Das "Frühstück" bestand aus einem halben Liter ungesüßtem Kaffee-Ersatz oder Tee. Allerdings stand für viele Tausend Häftlinge oft nur ein Waschraum zur Verfügung, wenn überhaupt. Zum Beispiel in Auschwitz-Birkenau gab es in keinem der Wohnblocks sanitäre Einrichtungen. Morgens etwas zu essen hatte nur, wer von der Brotration des Vorabends etwas übrig behalten hatte. Oft waren die Lebensmittel zudem alt oder verdorben. Beim anschließenden Morgenappell gegen sechs Uhr mussten die Häftlinge in Zehnerreihen antreten und, nachdem die Anwesenheit aller Häftlinge festgestellt worden war, im Gleichschritt und im Takt zu ihren Arbeitsplätzen marschieren. Etwa elf Stunden lang mussten die Häftlinge schwerste Arbeiten wie Straßenbau verrichten, oft ohne technischen Hilfsmitteln. Außerdem ,,konnte“ man auch in Fabriken, in Rüstungsbetrieben, in der Landwirtschaft oder beim Lagerbau selbst arbeiten. Infolge der Schwerstarbeit und der völlig ungenügenden Ernährung magerten die Häftlinge in kurzer Zeit so stark ab, dass ihre Körper nur noch aus Haut und Knochen bestanden. Nach der Rückkehr ins Lager diente der Abendappell offiziell dazu, die Häftlinge erneut zu zählen. Tatsächlich aber dauerten solche Appelle oft stundenlang, entweder weil tatsächlich jemand fehlte oder aber als Strafe für irgendwelche "Verstöße" gegen die Lagerordnung. Die Strafen waren sehr schlimm und führten oft zu einem qualvollen Tod. Manche wurden gepeitscht oder haben eine tödliche Spritze erhalten (die aus der Sicht der Gefangenen als Glück galt).

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Deutschland die Besetzung Dänemarks. Am 10. Mai 1940 begann die Westoffensive, bei der die Benelux-Staaten (Belgien, Luxemburg und die Niederlande) und Frankreich besetzt wurden. Am 14. Juni wurde Paris besetzt. Die Franzosen traten Paris kampflos ab, da sie nicht wollten, dass die Stadt zerstört wird. Am 25. Juni kam es zur Kapitulation Frankreichs. Mitte August 1940 begann die Luftschlacht um England. Ziel war es sich den Rücken für den geplanten Angriff auf die Sowjetunion freizuhalten. Die Deutschen waren jedoch überrascht vom starken Widerstand der Briten und zogen sich im Frühjahr 1941 aufgrund hoher Verluste zurück. Im Frühjahr 1941 unterstützte Deutschland seinen Bündnispartner Italien in Nordafrika und auf dem Balkan gegen Großbritannien, um die strategische Lage vor dem Angriff auf Russland nicht zu gefährden. Am 22. Juni rückte die Wehrmacht in die Sowjetunion ein und überraschte sie dadurch, so dass den Deutschen ein schneller und großer Gebietsvorstoß gelang. Im Winter 1941/42 kam es jedoch zur Gegenoffensive der Sowjetunion und der Krieg an der Ostfront radikalisierte sich zunehmend. Im Sommer 1941 gab das NSDAP-Regime den Beschluss zum systematischen Völkermord an den Juden. 1942 trieben sie ihre Bemühungen voran und setzte weiter Mittel ein den Massenmord an Juden in ganz Europa zu koordinieren. Am 07. Dezember 1941 ereignete sich der Angriff der Japaner auf Pearl Harbour und am 11. Dezember erklärte Deutschland den USA den Krieg. Die Wende des Krieges Nach der Kriegserklärung Deutschlands an Amerika kämpfte Deutschland gegen eine feste Koalition aus USA, Großbritannien und Sowjetunion. Dadurch fing 1943 die deutsche Herrschaft in Europa an zu bröckeln. Im Frühjahr 1943 kapitulierte die Wehrmacht in Stalingrad auf hoher Verluste. Die deutsche Bevölkerung fing immer mehr an am Sinn und am Erfolg des Krieges zu zweifeln. So kam es durch Graf von Stauffenberg am 20. Juli zum Attentat auf Hitler, welches er jedoch überlebte. Der Rückzug Im Januar 1943 kam es zu ersten Luftangriffe auf Deutschland. In der Nacht vom 13. auf den 14. Februar kam es zur Bombardierung Dresdens. Im September 1944 wurde Frankreich durch die Alliierten vollständig befreit. Im Winter 1944/45 rückten die Alliierten im Westen immer weiter vor und konnten große Teile im Westen des Deutschen Reiches besetzen. Im Sommer 1944 steht die rote Armee bereits dort, wo die Wehrmacht ihren Feldzug gegen die Sowjetunion startete. Im April 1945 verlief die Ostfront entlang der Außenbezirke Berlins. Wenig später wurde Berlin von der roten Armee eingenommen. Somit kam es am 08. Mai zur Kapitulation Deutschlands. Am 09. Mai wurde die Kapitulation unterschrieben. Dadurch kam es zum Kriegsende in Europa. Hitler hatte sich in seinem Bunker unter der Reichskanzler selbst getötet. Am 06. August und 09. August 1945 fielen die Atombomben auf Hiroshima bzw. Nagasaki. Folge dieser Tragödie und des Leides der japanischen Bevölkerung war die Kapitulation Japans und damit zum weltweiten Kriegsende. Die Folgen des 2. Weltkrieges -6 Millionen europäische Juden fielen dem Rassenwahn der Nationalsozialisten zum Opfer, in weiten Teilen Europas war jüdisches Leben ausgelöscht -insgesamt 60-70 Millionen Toten -die Gesundheit von Millionen wurde schwer und dauerhaft beschäftigt -seelischen Schäden -die Alliierten besetzten die Gebiete Deutschlands und Österreichs sowie Japan. Deutschland musste einen Teil seines Territoriums an Polen und die Sowjetunion abtreten -auf der ganzen Welt mussten Menschen neu anfangen und ihr Leben wieder aufbauen -einge leiden an einem schweren Trauma -Mangel an Männern (da diese im Krieg gefallen oder in Gefangenschaft genommen worden sind) -> Schwierigkeiten beim Wiederaufbau der zerstörten Städte -Häuser und Städte wurden zerbombt -ruinierte Wirtschaft (z.B. Staatsverschuldungen, Inflation, Versorgungsprobleme und Mangel an Arbeitskräften) -Europa spaltete sich in 2 Machtblöcke (West vs. Ost) -Europa verlor seine Vormachtstellung -Menschen hatten wenig zum anziehen und essen, kein Geld und keine Arbeit -12 Millionen Flüchtlinge und Vertriebene aus den Ostgebieten mussten untergebrachte werden -Amerika und die Sowjetunion werden neue Supermächte -Gründung der Vereinten Nationen -Gründung von der NATO und Warschauer Pakt Der Nationalsozialismus Die nationalsozialistische Ideologie lehnte Demokratie und Rechtsstaat ab. Die NS-Ideologie strebte eine einheitliche deutsche Volksgemeinschaft an, in der „minderwertige Rassen" keinen Platz hatten. Juden waren Antisemitismus, Verfolgung und Ausgrenzung ausgesetzt. Außenpolitisch setzten die Nazis auf „Lebensraum im Osten", wodurch neue Siedlungsgebiete für die „arische Rasse" erobert werden sollten. Die Zeit des Nationalsozialismus dauerte 12 Jahre (1933-1945) - von der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler am 30. Januar 1933 bis zur Kapitulation der deutschen Wehrmacht am 8. Mai 1945. Während der zwölf Jahre seiner Herrschaft wurden Juden, politische Gegner und andere Gruppen systematisch verfolgt, vertrieben und ermordet. Sie wurden für viele Missstände im Land verantwortlich gemacht. Sie wurden angegriffen und viele durften ihre Berufe nicht mehr ausüben. Sie durften nichts mehr selbst entscheiden. Wehren konnten sie sich nicht, weil man ihnen auch ihre Bürgerrechte weggenommen hatte. Sie mussten ab 1941 sogar ein Kennzeichen tragen, den sogenannten Judenstern. Dies war ein gelber, sechseckiger Stern in Form des Davidsterns. Oude Nach der Machtübernahme ließ die NSDAP alle Bereiche von Staat und Gesellschaft im Sinne der NS-Ideologie gleichschalten. Per Gesetz wurde die Neubildung von Parteien am verboten. Auch die Polizei entwickelte sich zum Machtinstrument der NSDAP, mit der politische Gegner verfolgt und verhaftet wurden. Die 1935 verabschiedeten Nürnberger Rassengesetze(ein Gesetz, dass die Menschen in in ,,Ariern" und ,,Schädlingen" unterteilte) entzogen ihnen die deutsche Staatsbürgerschaft und verboten die Eheschließung mit Nicht-Juden. In der Reichspogromnacht am 9. November 1938 erreichte die Judenverfolgung eine neue Dimension der Gewalt. Jüdische Geschäfte wurden zerstört und Synagogen wurden in Brand gesetzt. Insgesamt wurden in dieser Nacht knapp 7000 jüdische Geschäfte zerstört und 91 Menschen getötet. Die Reichspogromnacht hatte neben den Gewaltaktionen auch die Verschleppung von 30.000 Juden in die Konzentrationslager Buchenwald, Dachau und Sachsenhausen durch SS (eine nationalsozialistische Organisation in der Weimarer Republik und der Zeit des Nationalsozialismus, die der NSDAP und Adolf Hitler als Herrschafts- und Unterdrückungsinstrument diente) zur Folge. Im Zweiten Weltkrieg organisierten die Nazis - im Rahmen des Holocausts - die systematische Vernichtung der europäischen Juden. Der Holocaust war der nationalsozialiatische Völkermord an ca. 6 Millionen europäischen Juden. Sie wurden auf immer mehr Opfergruppen ausgeweitet und mit immer radikaleren Methoden vollzogen. Während einige Opfergruppen noch vertrieben oder deportiert wurden, wurden andere schon vernichtet. Ab Oktober wurden 1941 wurden auch deutsche Juden deportiert und der Bau der ersten Vernichtungslager begonnen. Ab 25. November wurden auch deutsche Juden erschossen. Ab dem 8. Dezember wurden Juden mit Abgasen ermordet. Ab Februar 1942 wurden auch west- und südeuropäische Juden nach Osteuropa deportiert. Ab März wurden Vernichtungslager mit Gaskammern in Betrieb genommen und dorthin deportierte Juden sofort nach ihrer Ankunft ermordet. Man nahm den Juden ihr Eigentum, ihre Wohnungen und Häuser weg. Mehr als 180.000 vertriebene Juden wurden in den von Deutschland besetzten Ländern in Osteuropa in abgesperrten Stadtteilen angesiedelt. Diese Stadtteile wurden "Ghettos" genannt. Eines der größten Ghettos entstand im eroberten Warschau. Jugend im Nationalsozialismus Als die Nationalsozialisten 1933 an die Macht kommen, fangen sie sofort an, die Nazi-Ideen in jeden jungen deutschen Kopf einzupflanzen. Sie setzen dabei nicht so sehr auf die Schule, da es viele Lehrer gibt, die im Sinne der Nazis nicht weltanschaulich zuverlässig sind. Deshalb setzen die Nazis bei Jugendvereinen und -verbänden an. Die HJ (Hitlerjugend) gibt es bereits seit 1926. Sie ist die Jugendbewegung der NSDAP. In der Weimarer Republik ist sie eher unbedeutend, aber als die Nazis an die Macht kommen, verbieten sie alle anderen Jugendverbände und -vereine. Die HJ wird die Staatsjugendorganisation. Am 01.12.1936 wird sogar das Gesetz über die Hitler-Jugend beschlossen (es wird Pflicht zur HJ zu gehen). Fast 9 Millionen Jugendliche sind vor dem 2. Weltkrieg bei der Hitlerjugend. In der Woche trifft man sich 3-4 Mal. Zum Beispiel hört man gemeinsam Radiosendungen, die speziell für Jugendliche gemacht werden. Man bereitet sich gemeinsam Aktionen vor oder man trifft sich zu militärischen Übungen. Das bestärkt die HJler darin, zu einer großen, bedeutenden Bewegung zu gehören. Man treibt viel Sport, macht Ausflüge und fährt ins Zeltlager. Über allem steht immer der Gedanke der Gemeinschaft. Sie versprechen Ausbruch. In der HJ sind alle gleich, egal ob arm oder reich. Alle tragen die gleiche Uniform. Es gibt auch keine erwachsenen Betreuer, die die Gruppen leiten. Es gilt das Prinzip, Jugend wird von Jugend geführt. Die jüngeren schauen zu dem älteren auf. Zwischen 10 und 14 Jahren ist man beim Deutschen Jungvolk(DJ). Danach darf man dann in die echte HJ aufsteigen. Wer 18 und erwachsen wird, wird feierlich in die NSDAP aufgenommen. Dass Familien zusammenhalten, dass man in der Familie loyal zueinander ist, soll im Nazi-Staat nicht sein. Ganz im Gegenteil, es zählt nur, dass man loyal zum Führer ist, zur Volksgemeinschaft. Und der Führer sagt, was die Volksgemeinschaft will. So zerstören die Nazis die Familien. Für den Krieg lernen die Jungs auch, wie man Waffen benutzt. Es gibt Dienstabzeichen und Ränge wie beim Militär und im Krieg soll man töten, ohne Mitleid zu haben. Deshalb bringen die Nazis der Jugend bei, dass der Feind eigentlich kein gleichwertiger Mensch ist, sondern ein Untermensch, den man vernichten muss. Die 10-14-Jährigen Mädchen gehen in den Jungmädelbund (JM). Danach zum BDM, dem Bund deutscher Mädel (14-17). Für die 17-21 jährigen Frauen gibt es noch das BDM-Werk. Dabei werden sie auf ihre Rolle als Hausfrau und Mutter vorbereitet. Auch beim BDM können die jungen Frauen den Regeln des Elternhauses entkommen. Sie können etwas erleben, Teil von etwas größerem sein. Auch hier geht es um Gehorsam, Pflichterfüllung und Dienst an der Volksgemeinschaft. Der größte Dienst der Frauen ist, neue Volksgenossen zu gebären und großzuziehen. Ab Kriegsbeginn 1939 packen sie an den Heimabenden Paketen für die Soldaten an der Front. Sie helfen bei der Ernte mit, organisieren Kinderbetreuung. Die HJ und der BDM sind am Anfang sehr beliebt. Die Kinder und Jugendliche gehen gerne und freiwillig hin. Aber mit der Zeit nimmt die Attraktivität der HJ ab, da sie eine riesige Organisation geworden ist. Mit Beginn des zweiten Weltkriegs müssen Hitlerjungen z.B. Nach Luftangriffen Schutt wegräumen oder alte Kleider oder Altmetall sammeln. Deswegen entstehen mit der Zeit Jugendliche Gegenbewegungen, Oppositionen. Dieser Opposition äußert sich unterschiedlich. Eine jugendlich arbeiten beim Arbeitseinsatz extra langsam. Andere zeigen den Hitler-Gruß nicht. Behinderte in der NS-Zeit Die Nationalsozialisten sahen das Wohl der Volksgemeinschaft durch Menschen gefährdet, die in medizinischer Hinsicht krank oder schwach waren. Am 14.07.1933 wurde das ,,Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses" verabschiedet. Wer an Epilepsie litt, wer lernbehindert, alkoholkrank oder depressiv war, konnte nach diesem Gesetz auch gegen den eigenen Willen sterilisiert werden. Bis zum Jahre 1937 kam es zu 197419 Zwangssterlisationen, 437 Menschen starben während der Operation oder unmittelbar danach. Die Tötung erfolgte durch Giftspritzen in den Heilanstalten oder durch Kohlenmonoxydgas, dass man in Busse leitete, sodass die Insassen qualvoll erstickten. Die hohe Zahl der Opfer sowie die Begleitumstände sorgten jedoch für Unruhe, viele Gerüchte und heftigen Protest in der Bevölkerung. Am 23.08.1941 stoppte Hitler das Programm. Mehr als 100000 geistig und körperlich Behinderte waren zum Opfer gefallen. Die beteiligten Ärzte wurden als Lagerärzte für die neuen KZS im Osten übernommen. Die Konzentrationslager Die Nationalsozialisten schafften die Juden wie auch Sinti und Roma, Obdachlose, Behinderte, politisch Verfolgte, sogenannte "Asoziale" oder Kriegsgefangene in sogenannte Konzentrationslager. Manche Lager waren vor allem dafür da, um die Juden in Gaskammern zu ermorden. Sie haben dort unter schlimmsten Bedingungen versucht zu überleben. Sie litten unter Hunger und Folter und mussten zudem schwerste Zwangsarbeit leisten. Viele Menschen, auch viele Kinder, wurden in den Lagern getötet. Von diesen Vernichtungslagern war Auschwitz-Birkenau das größte. Nur ganz wenige verfolgte Menschen haben diesen unmenschlichen Terror überlebt. Während des Kriegs füllten sich die Konzentrationslager mit Häftlingen aus den von der Wehrmacht besetzten Ländern. Vor allem in Polen wurden weitere Lager eingerichtet. Bis März 1944 bestanden insgesamt 22 KZ mit 165 angeschlossenen Arbeitslagern (z. B. Buchenwald, Oranienburg bzw. Sachsenhausen, Bergen- Belsen, Theresienstadt, Auschwitz). Insgesamt befanden sich während der nationalsozialistischen Herrschaft 7,2 Millionen Häftlinge in KZ. In den meisten KZ wurden »wissenschaftliche«< Versuche an Häftlingen durch SS-Ärzte durchgeführt. Besonders ab 1943 kam es zu Massentötungen von Geisteskranken, kranken Häftlingen, Polen und sowjetischen Kriegsgefangenen. In den Vernichtungs- und Konzentrationslagern fanden bis 1945 mindestens zwischen 5 und 6 Millionen jüdische und mindestens 500.000 nichtjüdische Häftlinge den Tod. Der Alltag in einem KZ Der Tag begann in vielen Lagern je nach Jahreszeit zwischen vier und fünf Uhr am Morgen mit dem Wecken durch Trillerpfeifen. Dann hatten die Häftlinge eine halbe Stunde Zeit, ihre "Betten" (Strohsäcke oder mit Stroh bedeckte Pritschen) nach militärischer Art herzurichten, sich zu waschen und zu ,,frühstücken“. Das "Frühstück" bestand aus einem halben Liter ungesüßtem Kaffee-Ersatz oder Tee. Allerdings stand für viele Tausend Häftlinge oft nur ein Waschraum zur Verfügung, wenn überhaupt. Zum Beispiel in Auschwitz-Birkenau gab es in keinem der Wohnblocks sanitäre Einrichtungen. Morgens etwas zu essen hatte nur, wer von der Brotration des Vorabends etwas übrig behalten hatte. Oft waren die Lebensmittel zudem alt oder verdorben. Beim anschließenden Morgenappell gegen sechs Uhr mussten die Häftlinge in Zehnerreihen antreten und, nachdem die Anwesenheit aller Häftlinge festgestellt worden war, im Gleichschritt und im Takt zu ihren Arbeitsplätzen marschieren. Etwa elf Stunden lang mussten die Häftlinge schwerste Arbeiten wie Straßenbau verrichten, oft ohne technischen Hilfsmitteln. Außerdem ,,konnte“ man auch in Fabriken, in Rüstungsbetrieben, in der Landwirtschaft oder beim Lagerbau selbst arbeiten. Infolge der Schwerstarbeit und der völlig ungenügenden Ernährung magerten die Häftlinge in kurzer Zeit so stark ab, dass ihre Körper nur noch aus Haut und Knochen bestanden. Nach der Rückkehr ins Lager diente der Abendappell offiziell dazu, die Häftlinge erneut zu zählen. Tatsächlich aber dauerten solche Appelle oft stundenlang, entweder weil tatsächlich jemand fehlte oder aber als Strafe für irgendwelche "Verstöße" gegen die Lagerordnung. Die Strafen waren sehr schlimm und führten oft zu einem qualvollen Tod. Manche wurden gepeitscht oder haben eine tödliche Spritze erhalten (die aus der Sicht der Gefangenen als Glück galt).