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Das deutsch-polnisch Verhältnis von 1871 bis zur Zwischenkriegszeit

Das deutsch-polnisch Verhältnis von 1871 bis zur Zwischenkriegszeit

 Deutschland und Polen von 1871 bis in die 1920er-Jahre
Die deutsche Reichsgründung
1870/71 - Deutsch-Französischer Krieg
Kaiser Wilhelm II.

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Deutschland und Polen von 1871 bis in die 1920er-Jahre Die deutsche Reichsgründung 1870/71 - Deutsch-Französischer Krieg Kaiser Wilhelm II. politischer Kurs: - imperialistische ,,Weltpolitik" - dt. Annexion Elsass-Lothringens => ,,Erbfeindschaft" 18.01.1871 -Dt. Reichsgründung Stationen der „Germanisierungspolitik" Ziele - Ausbildung einer dt. Identität - eine homogene nationale Kultur - Polen müssen von ihrer poln. Nationalität vollständig abgetrennt und „eingedeutscht" werden Legitimation - Minderheiten als „Störfaktor“ für dt. Identität - Macht und Stärke DT. beruht auf kultureller Einheit - ,,der Pole" verstehe nur die Sprache der Stärke -> radikale Maßnahmen nötig, um Aufstände zu verhindern - ,,Germanisierung" begann in den 1840er in Preußen 1871 Reichsverfassung ohne Minderheitenschutz (anders als 1849er-Verfassung) 1872/ ,,Schulaufsichtsgesetz“ macht Deutsch zur verpflichtenden Unterrichtssprache AUBER im 1873 Religionsunterricht 1876 Deutsch wird verpflichtende Amtssprache 1885 - Abkehr von Bismarcks Bündnispolitik => politische Isolation Deutschlands Einschränkung des verfassungsmäßigen Rechts auf Freizügigkeit für Polen -> Ausweisung nicht-eingebürgerter Polen Ansiedlungsgesetz erzwungener Aufkauf polnischer Grundstücke, um Deutsche anzusiedeln - organisiert durch Ansiedlungskommission mit hohem Budget - Gescheitert durch Eingriff polnischer Organisationen, die mit Krediten aushalfen => Gründung des „Ostmarkenvereins“(1894) als „Unterstützerverein“ für die „Germanisierungspolitik" 1901 ,,Neuauflage" der „Germanisierungspolitik" durch neuen Reichskanzler Bulow Ludwik Jazdzewski (Abgeordneter der poln. Partei) rechtfertigt poln. Reaktion auf „Germanisierungspolitik“ - Versammlung im Freien/ Aufzüge mit Musik werden untersagt 1886 - Familiennamen werden verfälscht - Verbot der poln. Sprache an Schulen - fachmännliche Versammlungen werden polizeilich überwacht - poln. Theaterführungen meisten verboten/verhindert - Verdrängung der Polen in der Gesellschaft als auch geographisch - kein Minderheitsschutz/ Immunität,...

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der auf Wiener Kongress versprochen wurde 1 Deutschland und Polen von 1871 bis in die 1920er-Jahre 1904 1906 1908 Beamte dürfen polnische Bauanträge verweigern Verbot der polnischen Sprache im Religionsunterricht -> Schulstreike in Wreschen und anderen Orten wurden niedergeschlagen Beschluss von 1904 wurde durch Enteignungsgesetz verschärft => Scheitern der ,,Germanisierungspolitik" Vergleich der Entwicklung des polnischen Nationalgedanken in den drei Teilungsgebieten - starkes Bevölkerungswachstum in allen Teilungsgebieten (inkl. negativer Folgen und Auswanderungsbewegungen) - westliche Gebiete entwickeln sich fortschrittlicher als östliche Gebiete - überall Prozess der teilweisen Identifikation der Polen mit jeweiliger Teilungsmacht - Preußens als auch Russlands Versuche der erzwungenen Assimilation (Germanisierung/ Russifizierung) -> in beiden Fällen gescheiterte Sprachpolitik -> preuß. Teilungsgebiet ab 1840ern, russ. Teilungsgebiete ab 1830/31 (Novemberaufstand) -> zunehmend restriktive bis hin zu diskriminierender Politik gegen Polen - im österr. Teilungsgebiet gegenläufige Entwicklung im Verhältnis zwischen Teilungsmacht und Polen im Vergleich zu russ. und preuß. Teilungsgebiet - österr. Teilungsgebiet ab 1860 nach restriktiver Phase zunehmend Zugeständnisse an Polen (und andere Nationen des österr.-ung. Kaiserreichs) bezüglich kultureller Eigenständigkeit (Polonisierung) - Galizien als Ausgangspunkt eines polnischen Nationalbewusstseins -> Selbstverwaltungsrechte getragen von poln. Adeligen (dadurch soz. und nat. Rivalität mit ukra. Bauern) Grundlagen für Entwicklung/ Erhalt eines polnischen Nationalbewusstseins - trotz Unterschieden zwischen Teilungsgebieten - Kultur (Malerei -> Jan Matejko, Literatur, historische Feste und Feiern) -> Beständiger Verweis auf ehemalige Größe, Macht und Einheit Polens als mittelalterliches poln.-lit. Reich - Katholische Kirche als einzige grenzübergreifende Institution, in der die polnische Sprache gesprochen werden konnte Polnische Reaktion auf die preußisch-deutsche „Germanisierungspolitik“ Politik der organischen Arbeit“ = Bildung von Organisationen im kulturellen, wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Bereich Vereine, Verbände, Banken, Genossenschaften, Parteien -> Gründung des ,,Westmarkenverband" als Gegenstück zum „Ostmarkenverein" -> Entstehung einer polnischen Parallelgesellschaft (Posen als Zentrum des ,,Polentums") -> Polnisches Pendant zu jeder dt. Einrichtung -> Umgehung einiger Diskriminierungsmaßnahmen (finanzielle Unterstützung poln. Bauern gegen Aufkaufversuche der Ansiedlungskommission) 2 Deutschland und Polen von 1871 bis in die 1920er-Jahre -> Erhalt der poln. Sprache durch Gründung eigener Schulen/ geheim Unterricht => starker Zusammenhalt innerhalb der poln. Bevölkerung unter dem Druck der Regierung und Stärkung der poln. Identität Begründung: poln. Unabhängigkeit unerreichbar -> pragmatische Anpassung an die Verhältnisse Träger: konservativer Adel (später Ausweitung des Nationalismus vom Adel auf weitere Bevölkerungsschichten) Grundgedanke: pragmatische Anpassung an die Verhältnisse, um poln. Identität zu erhalten Vereinzelnd Widerstände und Unruhen (z. B. Wreschener Schulstreik 1906 mit Ausdehnung über ganz Posen) Der Erste Weltkrieg (1914-1918) 1904 ,,Entente cordiale" (Bündnis zwischen GB & FR) 1907 ,,Triple Entente" Russlands Beitritt -> Zweibund aus Deutschland und Österreich-Ungarn als Gegenspieler 28. Juni 1914 Juli 1914 6. Juli 1914 23. Juli 1914 28. Juli 1914 30. Juli 1914 1. August 1914 3. August 1914 Ermordung des österr. Thronfolgers, Franz Ferdinand, durch serbische Nationalisten in Sarajewo „Julikrise“ -> Eigendynamik der Bündnissysteme Wilhelm II. sagt dem österr. Kaiser unbedingte Bündnistreue zu („Blankovollmacht") Wiener Regierung stellt Serbien ein Ultimatum (48h) Kriegserklärung Österreich-Ungarns an Serbien Generalmobilisierung Russlands (Unterstützung für Serbien) -> Deutschland richtet Ultimatum an Russland dt. Kriegserklärung an Russland dt. Kriegerklärung an Frankreich -> Deutschland marschiert ins neutrale Belgien ein Großbritannien erklärt Deutschland im Namen der Entente den Krieg 4. August 1914 Polen während des Ersten Weltkriegs August 1915 Zurückdrängung RU durch Mittelmächte aus Kongresspolen bis in die ,,westruss. Provinz"/ ,,weggenommenen Gebiete" -> Errichtung eines dt. und eines österr.- ung. Generalgouvernements in Kongresspolen -> Gründung der dt. Militärverwaltung ,,Ober-Ost" in eroberten Ostgebieten -> Kontrolle, Ausbeutung und „Zivilisierung" der ansässigen Bevölkerung Mittelmächte rufen ein neues „Königreich Polen" aus -> Grenzen ungeklärt -> abhängig von Besatzungsmächten (,,Marionetten-Königreich") 5. November 1916 3 Deutschland und Polen von 1871 bis in die 1920er-Jahre Polnische Unabhängigkeitsbewegung Pilsudski - Ab 1914 Anführer der polnischen Brigade als Teil der österr.-ung. Armee - Ab 1917 Mitglied des von den Mittelmächten eingesetzten Staatsrates im „Königreich Polen"/"Regentschaftskönigreich" - Juli 1917 Forderung nach eigenständiger polnischen Regierung und Armee wird von Deutschen abgelehnt -> Soldaten unter Pilsudski verweigern Eid auf dt. Kaiser -> Internierung Pilsudski in Magdeburg Zusammenbruch der Teilungsmächte 2. April 1917 Oktober 1917 8. Januar 1918 Kriegseintritt der USA (als Alliierte) Russische Revolution beendet Zarherrschaft (Kriegsende im Osten) Verkündung des 14-Punkte-Plan von Woodrow Wilson -> Plan für künftige Friedensordnung in Europa -> Grundprinzip des Selbstbestimmungsrechts der Völker -> keine Verschiebung von Völkern und Grenzen in willkürlicher Art und Weise -> Beschlüsse sollen Interessen der ansässigen Bevölkerung entsprechen, nicht machtpolitischen Interessen des Staates -> Punkt 13: Gründung eines souveränen polnischen Staates vor Das Selbstbestimmungsrecht der Völker besagt, dass ein Volk das Recht hat, frei über seinen politischen Status, seine Staats- und Regierungsform und seine wirtschaftliche, soziale, und kulturelle Entwicklung zu entscheiden. Dies schließt seine Freiheit von Fremdherrschaft ein. Dieses Selbstbestimmungsrecht ermöglicht es einem Volk eine Nation beziehungsweise einen nationalen Staat zu bilden oder sich in freier Willensentscheidung einem anderen Start anzuschließen. Oktober/ November 1918 7. Oktober 1918 => Vorstellungen verkennen reale Verhältnisse und in Europa vorherrschende Nationskonzepte 3. März 1918 Dmowski - 1915 Flucht nach Westeuropa -> Gründung der ,,Polnischen Nationalkomitees" in Paris als selbsternannte polnische Exilregierung - Leitung der ,,Polnischen Auslandsaktion" -> Überzeugung der Westalliierten von Wiedererrichtung eines souveränen polnischen Staats als ein Kernziel Frieden von Brest-Litowsk -> große Gebietsabtrennungen Russlands an Mittelmächte inkl. Polnischer ,,Teilungsmasse" -> Ausscheidung Russlands aus der Entente 9. November 1918 14. November 1918 Zusammenbruch des Deutschen Kaiserreichs und der Habsburger Monarchie Regentschaftsrat in Warschau proklamiert unabhängiges Polen Waffenstillstandsabkommen Pilsudski übernimmt als ,,vorläufiger Staatschef" mit diktatorischen Vollmachten die Macht -> Gründung der Zweiten Polnischen Republik 4 Deutschland und Polen von 1871 bis in die 1920er-Jahre Gegenüberstellung der zwei Strömungen der polnischen Nationalbewegung (Beginn des 20. Jhd.) Pilsudski (Sozialist) — anti-russisch -Grenzen von 1772/1795 -> Adelsrepublik Polen-Litauen (,,jagiellionische Idee") - föderaler Staat mit multiethnischer Bevölkerung -> Staatsnation - Unabhängigkeit als Grundbedingung (,,organische Arbeit") Grenzen - Produkt aus gem. Werten, Geschichte, Nationsvorstellung Loyalität Ideologische Verortung Unabhängigkeit - Polen unter ,,russischem Zepter" -> Unabhängigkeit ist fraglich - Russifizierungspolitik - RU bietet Freiheit in Sprache, Glaube, Verwaltung (genommen durch „Germanisierungspolitik") Kontra Russland - RU ist ehem. Teilungsmacht, Mitschuldiger an poln. Lage Dmowski (Nationaldemokrat) – anti-deutsch - Vergrößerung des ,,alten" Polens von 1772 Richtung Westen (,,piastiscche Idee") - ,,Sozialdarwinismus" - Volk als ,,Rasse", ethnisch homogen - Zentralistisch, poln. Volksnation Der polnische Weg in die Unabhängigkeit – „jagiellionisches“ Konzept vs. „piastisches“ Konzept (siehe AB) Gemeinsam mit Russland oder Deutschland-Österreich? (August 1914) Ausruf des Großfürsten Nikolai Nikolajewitsch (Oberbefehlshaber der russ. Armee) Pro Russland - RU ist groß und mächtig -> Brüderlichkeit würde auch Polen zu Größe und Macht verhelfen - natürliches Phänomen, „Einteilung" der Menschheit ist gottgegeben - eigene Sprache, eigenes Territorium, eigene Geschichte - Endziel (Nation besteht schon) Ausruf des Oberkommandos der dt. und österr.- ung. Armeen Pro Deutschland Österreich-Ungarn - Bessere ökonomische Entwicklung Nur Ö-U: - Gegenläufige Entwicklung (kein Nationsaufzwang, da Vielvölkerstaat) - Österreich war skeptisch gegenüber Teilungen Kontra Deutschland/ Österreich-Ungarn - ,,Germanisierungspolitik" - keine konkreten Zusagen - ehem. Teilungsmächte (Preußen als Initiator) - Ausruf sehr hasserfüllt („böse Russen") geschrieben, werben mit Ruhm für Polen -> wollen Polen schmeicheln, es ist aber offensichtlich, dass sie ihre Grausamkeit nicht abgelenkt haben (Widerholungsrisiko) Neue Grenzen am Ende des Ersten Weltkriegs - Polens Grenzen durch drei Handlungsebenen bestimmt: 1. Debatten innerhalb der poln. Politik & Öffentlichkeit (Sozialisten vs. Nationaldemokraten) -> blieb ungelöst LO 5

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Teilungsgebiete ab 1830/31 (Novemberaufstand) -> zunehmend restriktive bis hin zu diskriminierender Politik gegen Polen - im österr. Teilungsgebiet gegenläufige Entwicklung im Verhältnis zwischen Teilungsmacht und Polen im Vergleich zu russ. und preuß. Teilungsgebiet - österr. Teilungsgebiet ab 1860 nach restriktiver Phase zunehmend Zugeständnisse an Polen (und andere Nationen des österr.-ung. Kaiserreichs) bezüglich kultureller Eigenständigkeit (Polonisierung) - Galizien als Ausgangspunkt eines polnischen Nationalbewusstseins -> Selbstverwaltungsrechte getragen von poln. Adeligen (dadurch soz. und nat. Rivalität mit ukra. Bauern) Grundlagen für Entwicklung/ Erhalt eines polnischen Nationalbewusstseins - trotz Unterschieden zwischen Teilungsgebieten - Kultur (Malerei -> Jan Matejko, Literatur, historische Feste und Feiern) -> Beständiger Verweis auf ehemalige Größe, Macht und Einheit Polens als mittelalterliches poln.-lit. Reich - Katholische Kirche als einzige grenzübergreifende Institution, in der die polnische Sprache gesprochen werden konnte Polnische Reaktion auf die preußisch-deutsche „Germanisierungspolitik“ Politik der organischen Arbeit“ = Bildung von Organisationen im kulturellen, wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Bereich Vereine, Verbände, Banken, Genossenschaften, Parteien -> Gründung des ,,Westmarkenverband" als Gegenstück zum „Ostmarkenverein" -> Entstehung einer polnischen Parallelgesellschaft (Posen als Zentrum des ,,Polentums") -> Polnisches Pendant zu jeder dt. Einrichtung -> Umgehung einiger Diskriminierungsmaßnahmen (finanzielle Unterstützung poln. Bauern gegen Aufkaufversuche der Ansiedlungskommission) 2 Deutschland und Polen von 1871 bis in die 1920er-Jahre -> Erhalt der poln. Sprache durch Gründung eigener Schulen/ geheim Unterricht => starker Zusammenhalt innerhalb der poln. Bevölkerung unter dem Druck der Regierung und Stärkung der poln. Identität Begründung: poln. Unabhängigkeit unerreichbar -> pragmatische Anpassung an die Verhältnisse Träger: konservativer Adel (später Ausweitung des Nationalismus vom Adel auf weitere Bevölkerungsschichten) Grundgedanke: pragmatische Anpassung an die Verhältnisse, um poln. Identität zu erhalten Vereinzelnd Widerstände und Unruhen (z. B. Wreschener Schulstreik 1906 mit Ausdehnung über ganz Posen) Der Erste Weltkrieg (1914-1918) 1904 ,,Entente cordiale" (Bündnis zwischen GB & FR) 1907 ,,Triple Entente" Russlands Beitritt -> Zweibund aus Deutschland und Österreich-Ungarn als Gegenspieler 28. Juni 1914 Juli 1914 6. Juli 1914 23. Juli 1914 28. Juli 1914 30. Juli 1914 1. August 1914 3. August 1914 Ermordung des österr. Thronfolgers, Franz Ferdinand, durch serbische Nationalisten in Sarajewo „Julikrise“ -> Eigendynamik der Bündnissysteme Wilhelm II. sagt dem österr. Kaiser unbedingte Bündnistreue zu („Blankovollmacht") Wiener Regierung stellt Serbien ein Ultimatum (48h) Kriegserklärung Österreich-Ungarns an Serbien Generalmobilisierung Russlands (Unterstützung für Serbien) -> Deutschland richtet Ultimatum an Russland dt. Kriegserklärung an Russland dt. Kriegerklärung an Frankreich -> Deutschland marschiert ins neutrale Belgien ein Großbritannien erklärt Deutschland im Namen der Entente den Krieg 4. August 1914 Polen während des Ersten Weltkriegs August 1915 Zurückdrängung RU durch Mittelmächte aus Kongresspolen bis in die ,,westruss. Provinz"/ ,,weggenommenen Gebiete" -> Errichtung eines dt. und eines österr.- ung. Generalgouvernements in Kongresspolen -> Gründung der dt. Militärverwaltung ,,Ober-Ost" in eroberten Ostgebieten -> Kontrolle, Ausbeutung und „Zivilisierung" der ansässigen Bevölkerung Mittelmächte rufen ein neues „Königreich Polen" aus -> Grenzen ungeklärt -> abhängig von Besatzungsmächten (,,Marionetten-Königreich") 5. November 1916 3 Deutschland und Polen von 1871 bis in die 1920er-Jahre Polnische Unabhängigkeitsbewegung Pilsudski - Ab 1914 Anführer der polnischen Brigade als Teil der österr.-ung. Armee - Ab 1917 Mitglied des von den Mittelmächten eingesetzten Staatsrates im „Königreich Polen"/"Regentschaftskönigreich" - Juli 1917 Forderung nach eigenständiger polnischen Regierung und Armee wird von Deutschen abgelehnt -> Soldaten unter Pilsudski verweigern Eid auf dt. Kaiser -> Internierung Pilsudski in Magdeburg Zusammenbruch der Teilungsmächte 2. April 1917 Oktober 1917 8. Januar 1918 Kriegseintritt der USA (als Alliierte) Russische Revolution beendet Zarherrschaft (Kriegsende im Osten) Verkündung des 14-Punkte-Plan von Woodrow Wilson -> Plan für künftige Friedensordnung in Europa -> Grundprinzip des Selbstbestimmungsrechts der Völker -> keine Verschiebung von Völkern und Grenzen in willkürlicher Art und Weise -> Beschlüsse sollen Interessen der ansässigen Bevölkerung entsprechen, nicht machtpolitischen Interessen des Staates -> Punkt 13: Gründung eines souveränen polnischen Staates vor Das Selbstbestimmungsrecht der Völker besagt, dass ein Volk das Recht hat, frei über seinen politischen Status, seine Staats- und Regierungsform und seine wirtschaftliche, soziale, und kulturelle Entwicklung zu entscheiden. Dies schließt seine Freiheit von Fremdherrschaft ein. Dieses Selbstbestimmungsrecht ermöglicht es einem Volk eine Nation beziehungsweise einen nationalen Staat zu bilden oder sich in freier Willensentscheidung einem anderen Start anzuschließen. Oktober/ November 1918 7. Oktober 1918 => Vorstellungen verkennen reale Verhältnisse und in Europa vorherrschende Nationskonzepte 3. März 1918 Dmowski - 1915 Flucht nach Westeuropa -> Gründung der ,,Polnischen Nationalkomitees" in Paris als selbsternannte polnische Exilregierung - Leitung der ,,Polnischen Auslandsaktion" -> Überzeugung der Westalliierten von Wiedererrichtung eines souveränen polnischen Staats als ein Kernziel Frieden von Brest-Litowsk -> große Gebietsabtrennungen Russlands an Mittelmächte inkl. Polnischer ,,Teilungsmasse" -> Ausscheidung Russlands aus der Entente 9. November 1918 14. 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