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deutsch-polnisches Verhältnis Abi

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 Deutsch- Polen
1 3. Rahmenthema: Die Wurzeln unserer Identität
1.1 Kernmodul: Die Frage nach der deutschen Identität
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Hier ist eine Zusammenfassung für das gesamt Modul von "Wurzeln unserer Identität" für den Geschichts-LK in Niedersachsen/ Abi 2021. Die Datei beinhaltet auch die Theoriemodule "Nation- Begriff und Mythos" und "Dt. Sonderweg".

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Deutsch- Polen 1 3. Rahmenthema: Die Wurzeln unserer Identität 1.1 Kernmodul: Die Frage nach der deutschen Identität 1.1.1 A: Nation - Begriff und Mythos (z. B. Herfried Münkler, Benedict Anderson) ➜ Nationen sind nichts naturgegebenes, sondern in einer langen Geschichte entstanden Nationale Identitäten: Den einen Weg zur Nationsbildung gab es nicht, sondern es kamen viele unterschiedliche Faktoren zsm, bis eine große Gruppe von Menschen davon überzeugt war, einer Gemeinschaft anzugehören. Nation -geistiges Prinzip 1. Sprache: Muttersprache, die alle Sprechen können 2. Kultur: nicht definierbar, wird sich jedoch oft drauf bezogen 3. Herkunft/ Ethnie: Glaube an gemeinsame Abstammung -> Rassismus wird zum Problem 4. Bürgerschaft: Definition, wer Bürger ist und wer nicht 5. Gemeinsame Geschichte: oft Rückbezug auf geschichtliche Ereignisse 6. Religion: gemeinsame Religion oder Abstoßen anderer (Polen: nur Katholiken sind echte P) 7. Territorium: Grenzen 8. Normen und Werte: gemeinsame Werte, die propagiert werden Nationale Symbole: zur Veranschaulichung, wofür der Staat steht Einigung mehrerer Meinungen unter einem Symbol durch Interpretationsspielraum O Mehrere Ansichten führen zum Gemeinschaftsgefühl O Z. B. Flaggen, Wappen, Nationalfarben, Hymnen, Feiertage Problem von Nationalismus: Mythos Immer Exklusion und Inklusion von Menschen O Chauvinistische Stereotypen werden gebildet Sinnstiftende, bedeutungsinvestierende Erzählung Mythos bildet keine Wirklichkeit ab Nationenmythos: Nationen sind nicht naturgegeben Konstruktion zur Legitimation Dient zur Deutung der Welt Mara 1 Deutsch- Polen Subjektivistische Definition -beruht auf subjektives Zugehörigkeitsgefühl der Mitglieder/ Überzeugung der Mitglieder -bildet sich seit frz.- Revolution heraus - (Hagen Schulze) Objektivistische Definition -natürliche Größe des menschlichen Zusammenlebens Kriterien: gemeinsame Sprache, Kultur, Tradition, Geschichte, Territorium etc. - (Hans-Ulrich Wehler) Verknüpfung...

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von Friedrich Meinecke Dekonstruktivistischer Zugang -Ergebnis komplizierter Prozesse, in denen sich Gruppen der Gesellschaft zsm fanden Hagen Schulz NUR DAS GEFÜHL ZÄHLT! Nation entsteht durch Wunsch des Zusammenlebens, der Solidargemeinschaft, Nationalbewusstsein -,,vorgestellte Gemeinschaft" -,,gedachte Ordnung“ - (Benedict Anderson) Merkmale: gemeinsame Geschichte/ Vergangenheit Gleiche Vorstellungen und Nationalbewusstsein, Sprache und Religion sind egal Bsp.: Schweiz hat unterschiedliche Sprachen, ist eine Nation. Deutschland hat unterschiedliche Religionen, ist aber eine Nation. Friedrich Meinecke DA, WO ICH GEBOREN WURDE Nation entsteht durch gemeinsame Kultur oder politische Geschichte Blutsverwandtschaft Kulturnation: Nation durch Kultur, Literatur Religion Staatsnation: Nation durch gemeinsame politische Geschichte/ Verfassung Mara Benedict Anderson NATIONEN SIND AUSGEDACHT Nation ist eine vorgestellte politische Gemeinschaft (weil sich die meisten Mitglieder nicht kennen) Auszeichnend sind Sprache, Kultur, Gemeinschaftsgefühl, Rechtshaftigkeit 2 Hans-Ulrich Wehler Nation= Ordnung wird durch Traditionen und Ethnien nationalistisch Nationalismus erhebt die Nation erst zur Rechtfertigungsinstanz Merkmale: Kultur, Sprache, Nahrung = also eigenes Herrschaftssystem und Solidaritätsverständnis Ulrich Baumgärtner In-Groups: gemeinsame Gruppe, Identifikation, eigenes Wertesystem Out-Groups: ALLE anderen Deutsch- Polen 1.1.2 C: Deutscher Sonderweg (z. B. Helmuth Plessner, Karl Dietrich Bracher, Hans-Ulrich Wehler) und transnationale Geschichtsschreibung (z. B. Sebastian Conrad, Jürgen Osterhammel) Der deutsche Sonderweg ● Besagt, dass sich die Entwicklung demokratischer Strukturen in DE wesentlich vom europäischen Regelfall unterschiede, der bps. von Frankreich und GB repräsentiert werde. DE eigener, besonderer Weg in die Moderne (u.a. antidemokratisch, antiliberal, antirevolutionär, antiaufklärerisch) ● ● Positive Deutung bis 1945: vorteilhafte Abweichung von Geschichte des westlichen Europas (Verstärkung dieser Idee durch gescheiterte Idee durch Revolution 48 und Nationalstaatsbildung 1871 (Revolution von oben)) Negative Deutung nach 1945: unvorteilhafte Abweichung von Geschichte des westlichen Europas aufgrund bestimmter historischer Gegebenheiten (z. B. späte Nationalstaatsgründung, blockierte Parlamentarisierung, antiliberal) Abweichung mündet letztendlich im Nationalsozialismus Heute: Infragestellung der Sonderwegsthese Kritik des dt. Sonderwegs Mara Für Historiker lässt sich aus den negativen Traditionen des dt. Sonderwegs der Nationalsozialismus nicht direkt ableiten Die dt. Vergangenheit seit Reichsgründung kann nicht als bloße Vorgeschichte des Nationalsozialismus aufgefasst werden Transnationale Geschichtsschreibung ,,inter" = zwischen, „International“ = (Handel) zwischen Staaten Staaten agieren miteinander: z.B. Internationaler Schüleraustausch zwischen Pl und DE ,,trans" = über hinweg, „transnational" = man guckt von oben, ohne Staaten Staaten haben keine Bedeutung: z. B. Fridays For Future Im 19 Jhd.: die Menschen identifizieren sich mit Nationalstaat, welcher sich um die Menschen kümmert Im 20. Jhd: Probleme können nicht mehr national gelöst werden → Es werden Widersprüche auch im globalen Zusammenhang gezeigt, obwohl die Menschen früher im lokal begrenzten Verhältnissen lebten und dachten 3 Deutsch- Polen 1.2 Pflichtmodul 1: Das deutsch-polnische Verhältnis im 19. und 20. Jahrhundert 1.2.1 Theoriebezug: A und C, Perspektive: national und europäisch 1.2.2 Die Herausbildung der Nationalstaaten Deutschland und Polen Deutsche Nationalstaatsbildung Deutsche Identität Heiliges Römisches Reich als „Flickenteppich“ -> bestand aus vielen einzelnen Fürstentürmen, Königreichen etc. 1806-1815: unter napoleonischer Fremdherrschaft O Wunsch: eigener Nationalstaat 1815: Wiener Kongress= Gründung des dt. Bundes Deutscher Bund: Preußen und Österreich gehören nur teilweise dem Bund an, deutsch war kein Bestandteil des Bundes= Identifikation über Zugehörigkeit zu deutschen Einzelstaaten 1817: Wartburgfest: Forderung nach eigener Verfassung und Nationalstaat= Volk feiert sich selbst 1832: Hambacher Fest: Wunsch= Identifikation durch Zugehörigkeit zu deutschen Nationalstaat 1848: Märzrevolution & Paulskirchenverfassung erste freie gewählte Vertretung tagt= Versuch deutsche Einheit politisch zu begründen 1871: Gründung ,,zweiten deutschen Kaiserreichs" Reichsgründung von ,,oben" erfüllt den Wunsch nach eigenem deutschen Nationalstaat= Identifizierung über Zugehörigkeit zum Deutschen Kaiser(reich) 1914-1918: erster Weltkrieg Siegermächte: Frankreich, Italien, Großbritannien, USA 1918-1933: Weimarer Republik Wegfall monarchischen Staatsoberhaupt, ein Machtvakuum entstanden. Suche nach neuen Identifizierungsmöglichkeiten 1918-1945: Aufstieg des Nationalsozialismus 1833: Formung des NS-Staates: Adolf Hitler an die Macht Nationalsozialistische Rassenideologie bietet klare Identifikationspunkte deutsche Identität wird über Zugehörigkeit einer vermeintlichen ,deutschen Rasse" begründet 1939-1945: zweiter Weltkrieg 1945: in 4 Besatzungszonen unterteilt 1949: Gründung Bundesrepublik Deutschland und DDR 1990: Beitritt der DDR zur BRD (Einigung) Mara 1949-1990: geteiltes Deutschland= zerrissene Identität vieler= zwei Staaten mit unterschiedlichen Ideologien, aber eigentlich eine Nation = Rheinbund bis 1815. Deutscher Bund bis 1871- deutsches Kaiserreich bis 1919- Weimarer Republik bis 1934 + Deutsch- Polen -1789: Beginn der französischen Revolution und Aufstieg Napoleons - 1804 Krönung Napoleon Bonapartes zum Kaiser der Franzosen (Republik) Napoleon hat sich zum Kaiser gekrönt, um aller Welt zu zeigen, dass er und Frankreich den Platz an der Spitze beanspruchen. Er will, dass ganz Europa unter französischer Herrschaft steht und die Errungenschaften der frz. Revolution sollen verbreitet werden: Überall sollen frz. Gesetze, Maße und Gewichte, Geld und Sitten gelten. Und so beginnt der Kaiser mit der Umgestaltung eines ganzen Kontinents. Mara O Errichtet Militärdiktatur sorgt für Sozialreform (gewinnt so die unteren Schichten) O zentralisiert die Verwaltung modernisiert die Justiz O bringt Volkabstimmungen ins Volk -1806/07 Napoleon beherrscht Kontinentaleuropa. Seinen Armeen gelingt es, Österreich und Russland und später auch Preußen zu besiegen. Das römische Reich deutscher Nation ist ein Flickenteppich von Gebieten und ist teilweise besetzt oder in kleine Teilstaaten zerlegt -England verteidigt sich standhaft gegen Napoleon! Es ist eine Insel und die stärkste Macht auf den Meeren (unangreifbar). Doch Napoleon plant eine Kontinentalsperre= England soll wirtschaftlich ausgehungert werden und somit soll der Handel zum Festland nicht mehr möglich sein. Dies ist aber nicht umsetzbar. -Nur ein Herrscher widersetzt sich Napoleon noch: Alexander 1. Von Russland ➤ Russlandfeldzug 1812= Napoleon stellt ein riesiges Heer mit 600.000 Soldaten auf, doch die russische Armee stellt sich nicht dem Kampf und vernichtet alles, was Franzosen nützen könnte (Felder werden verbrannt, Brücken vernichtet, Wege abgebrochen, Städte angezündet, Dörfer entvölkert) = Taktik der verbrannten Erde Die Soldaten Napoleons verhungern, erfrieren und finden keinen Unterschlupf und so kehren nur noch 30.000 Männer zurück -(1813-1815) Befreiungskriege: In Deutschland erheben sich die Länder und gerade die jungen Leute fühlen ein neues Nationalbewusstsein und wollen die Freiheit erkämpfen. Unterstützer: Österreich, England, Schweden= Napoleon hat die bestehende Ordnung zerschlagen und den Grundbaustein für eine deutsche Nation geschaffen. -1813 Völkerschlacht bei Leipzig: Die Verbündeten besiegen das neu aufgestellte Heer Napoleons Napoleon muss ein halbes Jahr später abdanken und wird er auf die Insel Elba ins Exil verbannt Die Siegermächte setzten in Frankreich Ludwig den 18. an die Macht 5 -(1. 3.1815) Rückkehr Napoleons: Napoleon regiert 100 Tage -(18.06.1815) Schlacht von Waterloo: es gelingt englischen und preußischen Truppen die Franzosen endgültig zu schlagen ➤ Napoleon muss nochmal abdanken und wird auf die Insel St. Helena ins Exil verbannt und 1821 stirbt er Somit wollen die Sieger Europa neu ordnen = Wienerkongress

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Cool, mit dem Lernzettel konnte ich mich richtig gut auf meine Klassenarbeit vorbereiten. Danke 👍👍

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Deutsch- Polen 1 3. Rahmenthema: Die Wurzeln unserer Identität 1.1 Kernmodul: Die Frage nach der deutschen Identität 1.1.1 A: Nation - Begriff und Mythos (z. B. Herfried Münkler, Benedict Anderson) ➜ Nationen sind nichts naturgegebenes, sondern in einer langen Geschichte entstanden Nationale Identitäten: Den einen Weg zur Nationsbildung gab es nicht, sondern es kamen viele unterschiedliche Faktoren zsm, bis eine große Gruppe von Menschen davon überzeugt war, einer Gemeinschaft anzugehören. Nation -geistiges Prinzip 1. Sprache: Muttersprache, die alle Sprechen können 2. Kultur: nicht definierbar, wird sich jedoch oft drauf bezogen 3. Herkunft/ Ethnie: Glaube an gemeinsame Abstammung -> Rassismus wird zum Problem 4. Bürgerschaft: Definition, wer Bürger ist und wer nicht 5. Gemeinsame Geschichte: oft Rückbezug auf geschichtliche Ereignisse 6. Religion: gemeinsame Religion oder Abstoßen anderer (Polen: nur Katholiken sind echte P) 7. Territorium: Grenzen 8. Normen und Werte: gemeinsame Werte, die propagiert werden Nationale Symbole: zur Veranschaulichung, wofür der Staat steht Einigung mehrerer Meinungen unter einem Symbol durch Interpretationsspielraum O Mehrere Ansichten führen zum Gemeinschaftsgefühl O Z. B. Flaggen, Wappen, Nationalfarben, Hymnen, Feiertage Problem von Nationalismus: Mythos Immer Exklusion und Inklusion von Menschen O Chauvinistische Stereotypen werden gebildet Sinnstiftende, bedeutungsinvestierende Erzählung Mythos bildet keine Wirklichkeit ab Nationenmythos: Nationen sind nicht naturgegeben Konstruktion zur Legitimation Dient zur Deutung der Welt Mara 1 Deutsch- Polen Subjektivistische Definition -beruht auf subjektives Zugehörigkeitsgefühl der Mitglieder/ Überzeugung der Mitglieder -bildet sich seit frz.- Revolution heraus - (Hagen Schulze) Objektivistische Definition -natürliche Größe des menschlichen Zusammenlebens Kriterien: gemeinsame Sprache, Kultur, Tradition, Geschichte, Territorium etc. - (Hans-Ulrich Wehler) Verknüpfung...

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von Friedrich Meinecke Dekonstruktivistischer Zugang -Ergebnis komplizierter Prozesse, in denen sich Gruppen der Gesellschaft zsm fanden Hagen Schulz NUR DAS GEFÜHL ZÄHLT! Nation entsteht durch Wunsch des Zusammenlebens, der Solidargemeinschaft, Nationalbewusstsein -,,vorgestellte Gemeinschaft" -,,gedachte Ordnung“ - (Benedict Anderson) Merkmale: gemeinsame Geschichte/ Vergangenheit Gleiche Vorstellungen und Nationalbewusstsein, Sprache und Religion sind egal Bsp.: Schweiz hat unterschiedliche Sprachen, ist eine Nation. Deutschland hat unterschiedliche Religionen, ist aber eine Nation. Friedrich Meinecke DA, WO ICH GEBOREN WURDE Nation entsteht durch gemeinsame Kultur oder politische Geschichte Blutsverwandtschaft Kulturnation: Nation durch Kultur, Literatur Religion Staatsnation: Nation durch gemeinsame politische Geschichte/ Verfassung Mara Benedict Anderson NATIONEN SIND AUSGEDACHT Nation ist eine vorgestellte politische Gemeinschaft (weil sich die meisten Mitglieder nicht kennen) Auszeichnend sind Sprache, Kultur, Gemeinschaftsgefühl, Rechtshaftigkeit 2 Hans-Ulrich Wehler Nation= Ordnung wird durch Traditionen und Ethnien nationalistisch Nationalismus erhebt die Nation erst zur Rechtfertigungsinstanz Merkmale: Kultur, Sprache, Nahrung = also eigenes Herrschaftssystem und Solidaritätsverständnis Ulrich Baumgärtner In-Groups: gemeinsame Gruppe, Identifikation, eigenes Wertesystem Out-Groups: ALLE anderen Deutsch- Polen 1.1.2 C: Deutscher Sonderweg (z. B. Helmuth Plessner, Karl Dietrich Bracher, Hans-Ulrich Wehler) und transnationale Geschichtsschreibung (z. B. Sebastian Conrad, Jürgen Osterhammel) Der deutsche Sonderweg ● Besagt, dass sich die Entwicklung demokratischer Strukturen in DE wesentlich vom europäischen Regelfall unterschiede, der bps. von Frankreich und GB repräsentiert werde. DE eigener, besonderer Weg in die Moderne (u.a. antidemokratisch, antiliberal, antirevolutionär, antiaufklärerisch) ● ● Positive Deutung bis 1945: vorteilhafte Abweichung von Geschichte des westlichen Europas (Verstärkung dieser Idee durch gescheiterte Idee durch Revolution 48 und Nationalstaatsbildung 1871 (Revolution von oben)) Negative Deutung nach 1945: unvorteilhafte Abweichung von Geschichte des westlichen Europas aufgrund bestimmter historischer Gegebenheiten (z. B. späte Nationalstaatsgründung, blockierte Parlamentarisierung, antiliberal) Abweichung mündet letztendlich im Nationalsozialismus Heute: Infragestellung der Sonderwegsthese Kritik des dt. Sonderwegs Mara Für Historiker lässt sich aus den negativen Traditionen des dt. Sonderwegs der Nationalsozialismus nicht direkt ableiten Die dt. Vergangenheit seit Reichsgründung kann nicht als bloße Vorgeschichte des Nationalsozialismus aufgefasst werden Transnationale Geschichtsschreibung ,,inter" = zwischen, „International“ = (Handel) zwischen Staaten Staaten agieren miteinander: z.B. Internationaler Schüleraustausch zwischen Pl und DE ,,trans" = über hinweg, „transnational" = man guckt von oben, ohne Staaten Staaten haben keine Bedeutung: z. B. Fridays For Future Im 19 Jhd.: die Menschen identifizieren sich mit Nationalstaat, welcher sich um die Menschen kümmert Im 20. Jhd: Probleme können nicht mehr national gelöst werden → Es werden Widersprüche auch im globalen Zusammenhang gezeigt, obwohl die Menschen früher im lokal begrenzten Verhältnissen lebten und dachten 3 Deutsch- Polen 1.2 Pflichtmodul 1: Das deutsch-polnische Verhältnis im 19. und 20. Jahrhundert 1.2.1 Theoriebezug: A und C, Perspektive: national und europäisch 1.2.2 Die Herausbildung der Nationalstaaten Deutschland und Polen Deutsche Nationalstaatsbildung Deutsche Identität Heiliges Römisches Reich als „Flickenteppich“ -> bestand aus vielen einzelnen Fürstentürmen, Königreichen etc. 1806-1815: unter napoleonischer Fremdherrschaft O Wunsch: eigener Nationalstaat 1815: Wiener Kongress= Gründung des dt. Bundes Deutscher Bund: Preußen und Österreich gehören nur teilweise dem Bund an, deutsch war kein Bestandteil des Bundes= Identifikation über Zugehörigkeit zu deutschen Einzelstaaten 1817: Wartburgfest: Forderung nach eigener Verfassung und Nationalstaat= Volk feiert sich selbst 1832: Hambacher Fest: Wunsch= Identifikation durch Zugehörigkeit zu deutschen Nationalstaat 1848: Märzrevolution & Paulskirchenverfassung erste freie gewählte Vertretung tagt= Versuch deutsche Einheit politisch zu begründen 1871: Gründung ,,zweiten deutschen Kaiserreichs" Reichsgründung von ,,oben" erfüllt den Wunsch nach eigenem deutschen Nationalstaat= Identifizierung über Zugehörigkeit zum Deutschen Kaiser(reich) 1914-1918: erster Weltkrieg Siegermächte: Frankreich, Italien, Großbritannien, USA 1918-1933: Weimarer Republik Wegfall monarchischen Staatsoberhaupt, ein Machtvakuum entstanden. Suche nach neuen Identifizierungsmöglichkeiten 1918-1945: Aufstieg des Nationalsozialismus 1833: Formung des NS-Staates: Adolf Hitler an die Macht Nationalsozialistische Rassenideologie bietet klare Identifikationspunkte deutsche Identität wird über Zugehörigkeit einer vermeintlichen ,deutschen Rasse" begründet 1939-1945: zweiter Weltkrieg 1945: in 4 Besatzungszonen unterteilt 1949: Gründung Bundesrepublik Deutschland und DDR 1990: Beitritt der DDR zur BRD (Einigung) Mara 1949-1990: geteiltes Deutschland= zerrissene Identität vieler= zwei Staaten mit unterschiedlichen Ideologien, aber eigentlich eine Nation = Rheinbund bis 1815. Deutscher Bund bis 1871- deutsches Kaiserreich bis 1919- Weimarer Republik bis 1934 + Deutsch- Polen -1789: Beginn der französischen Revolution und Aufstieg Napoleons - 1804 Krönung Napoleon Bonapartes zum Kaiser der Franzosen (Republik) Napoleon hat sich zum Kaiser gekrönt, um aller Welt zu zeigen, dass er und Frankreich den Platz an der Spitze beanspruchen. Er will, dass ganz Europa unter französischer Herrschaft steht und die Errungenschaften der frz. Revolution sollen verbreitet werden: Überall sollen frz. Gesetze, Maße und Gewichte, Geld und Sitten gelten. Und so beginnt der Kaiser mit der Umgestaltung eines ganzen Kontinents. Mara O Errichtet Militärdiktatur sorgt für Sozialreform (gewinnt so die unteren Schichten) O zentralisiert die Verwaltung modernisiert die Justiz O bringt Volkabstimmungen ins Volk -1806/07 Napoleon beherrscht Kontinentaleuropa. Seinen Armeen gelingt es, Österreich und Russland und später auch Preußen zu besiegen. Das römische Reich deutscher Nation ist ein Flickenteppich von Gebieten und ist teilweise besetzt oder in kleine Teilstaaten zerlegt -England verteidigt sich standhaft gegen Napoleon! Es ist eine Insel und die stärkste Macht auf den Meeren (unangreifbar). Doch Napoleon plant eine Kontinentalsperre= England soll wirtschaftlich ausgehungert werden und somit soll der Handel zum Festland nicht mehr möglich sein. Dies ist aber nicht umsetzbar. -Nur ein Herrscher widersetzt sich Napoleon noch: Alexander 1. Von Russland ➤ Russlandfeldzug 1812= Napoleon stellt ein riesiges Heer mit 600.000 Soldaten auf, doch die russische Armee stellt sich nicht dem Kampf und vernichtet alles, was Franzosen nützen könnte (Felder werden verbrannt, Brücken vernichtet, Wege abgebrochen, Städte angezündet, Dörfer entvölkert) = Taktik der verbrannten Erde Die Soldaten Napoleons verhungern, erfrieren und finden keinen Unterschlupf und so kehren nur noch 30.000 Männer zurück -(1813-1815) Befreiungskriege: In Deutschland erheben sich die Länder und gerade die jungen Leute fühlen ein neues Nationalbewusstsein und wollen die Freiheit erkämpfen. Unterstützer: Österreich, England, Schweden= Napoleon hat die bestehende Ordnung zerschlagen und den Grundbaustein für eine deutsche Nation geschaffen. -1813 Völkerschlacht bei Leipzig: Die Verbündeten besiegen das neu aufgestellte Heer Napoleons Napoleon muss ein halbes Jahr später abdanken und wird er auf die Insel Elba ins Exil verbannt Die Siegermächte setzten in Frankreich Ludwig den 18. an die Macht 5 -(1. 3.1815) Rückkehr Napoleons: Napoleon regiert 100 Tage -(18.06.1815) Schlacht von Waterloo: es gelingt englischen und preußischen Truppen die Franzosen endgültig zu schlagen ➤ Napoleon muss nochmal abdanken und wird auf die Insel St. Helena ins Exil verbannt und 1821 stirbt er Somit wollen die Sieger Europa neu ordnen = Wienerkongress