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deutsches Kaiserreich

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deutsches Kaiserreich

 Kaiserreich:
Das zweite deutsche Kaiserreich wurde 1871 gegründet und fand in der Revolution 1918/19 sein Ende.
Das Kaiserreich umfasste al

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- die drei Eignungskriege - Gründung des Kaiserreichs - Reichsverfassung - Otto von Bismarck - negative Integration - Militarismus

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Kaiserreich: Das zweite deutsche Kaiserreich wurde 1871 gegründet und fand in der Revolution 1918/19 sein Ende. Das Kaiserreich umfasste als kleindeutsche Lösung alle deutschen Einzelstaaten mit Ausnahme Österreichs. Reichsgründer: der Reichskanzler Otto von Bismarck unter der Führung von Bismarck erzwang Preußen mehrere Einigungskriege gegen Dänemark (1864), Österreich (1866) und Frankreich (1870/71) Man unterscheidet in der Entwicklung des Kaiserreichs zwei Phasen: Die 1. Phase (1871-1888): deutsches Kaiserreich -> umfasst die Regierungsphase Wilhelms I. -> Bismarck hatte weitgehend ungestört die politische Führung Die drei Eignungskriege: Bis zur Reichsgründung folgten drei Eignungskriege: 1. 1864: deutsch-dänischer Krieg: -> Preußen und Österreich gegen Dänemark Die 2. Phase (1888-1918): -> umfasst die Regierungsphase Wilhelms II. Wilhelm II. entließ 1890 Bismarck und übernahm in einem persönlichen Regime selbst die politische Führung des Reichs (Wilhelminismus) gesellschaftliche Entwicklung des Kaiserreichs: schneller Aufstieg Deutschlands zu einem der führenden Industriestaaten der Welt Nationalismus: in der bürgerlichen und ländlichen Bevölkerung entwickelte sich ein aggressiver, sich gegen andere Länder und Kulturen abgrenzender Nationalismus -> Antisemitismus: Jude wurde als ausbeutender Unternehmer stigmatisiert (parasitärer Schädling) Sozialdarwinismus: vereinfachte Form der Evolutionstheorie Darwins; Übertragung auf das Vorhandensein unterschiedlicher menschlicher Rassen; Rassen befinden sich in einem Überlebenskampf, in dem das Recht des Stärkeren gelte -> Militarisierung: das sozialdarwinistische Denken führte zu einer Militarisierung des Denkens, einer aggressiven Außenpolitik und der Bereitschaft zur Lösung von Konflikten durch kriegerische Gewalt -> deutscher Sonderweg: nach...

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1890 erhielt sich eine konstitutionelle Monarchie, die das wachsende Potential Deutschlands zu einer riskanten Außen- und Aufrüstungspoltitk (Imperialismus, Kolonial- und Flottenpolitik) nutzte - Folge: Deutschland isolierte sich in Europa und beschwor ein mächtiges Gegenbündnis (Russland, Frankreich und Großbritannien: Triple-Entente) herauf -> Folge: Schleswig und Holstein gehörten zu Deutschland 2. 1866: preußisch-österreichischer Krieg: -> Preußen und die Mehrheit der deutschen Staaten gegen Österreich -> Folge: - Österreich musste der Auflösung des Deutschen Bundes zustimmen - Preußen gründete den Norddeutschen Bund Bundesrat: 3. 1870/71: deutsch-französischer Krieg: -> Norddeutscher Bund, Baden, Württemberg und Bayern gegen Frankreich -> Folge: -Krieg überzeugte die deutsche Öffentlichkeit von der Realisierung des nationalen Traums - Krieg: deutscher Nationalkrieg Kaiser: Preußen - liberal, konservatives kleindeutsches Konzept wollen ein Deutschland ohne Österreich wollen Hegemonie (Vorherrschaft) auf deutschen Gebieten oberstes Reichsorgan -> konnte mit 14 Stimmen Änderungen der Reichsverfassung ablehnen -> konnte Gesetzesvorschläge beim Reichstag einbringen -> alle vom Reichstag beschlossenen Gesetze, Auflösungen des Reichstags, Kriegserklräungen und Friedensschlüsse durch den Kaiser brauchten die Zustimmung des Bundesrats - Frankreich musste 5 Milliarden Francs als Kriegsentschädigung zahlen - Frankreich musste Elsass und Lothringen an das Deutsche Reich abtreten Staatsoberhaupt vertrat das Reich außenpolitisch konnte ohne Zustimmung Verträge schließen Oberbefehl über Bundesheer und Reichsflotte konnte Offiziere, Reichsbeamte und den Reichskanzler ernennen/entlassen föderales Organ: Bundesrat nationales und demokratisches Element: Reichstag zentralistisches Organ: Kaisertum Liberale Richtung: Grundsätze der Verfassung Exekutive Oberbefehl Heer Reichskanzler Reichs- regierung Weisungs- gebundene Staat- sekretäre Gründung des Kaiserreichs: In der nationalen Begeisterung über den militärischen Erfolg gelang es Bismarxk, die süddeutschen fürsten für die Gründung eines Deutschen Reichs unter preußischer Führung zu gewinnen. Am 18. Januar 1871 wurde die Reichsgründung im Spiegelsaal des Versailler Schlosses vollzogen Deutscher Kaiser Völkerrechtliche Vertretung Die Reichsverfassung von 1871: die leicht modifizierte Verfassung des föderalistisch organisierten Norddeutschen Bundes von 1867 das deutsche Reich war ein Bundesstaat, die Staatsgewalt lag nicht bei der Nation oder beim Volk, sondern bei dem Bund der 22 Monarchen, drei Freien Städten und dem Reichsland Elsass-Lothringen - Österreich - Großdeutsche Lösung vier Verfassungsorgane: Bundesrat, Kaiser, Reichskanzler und Reichstag - wollen die Aufnahme österreichischer Staatsgebiete in den deutschen Bund beruft ein, löst auf „kontrolliert" Reichstag Legislative 397 Abgeordnete Etatbewilligung. Gesetzesinitiative. Gesetzesbeschlüsse Wahl alle 3 Jahre, allgemeines, gleiches u. geheimes Wahlrecht (Mehrheitswahlrecht) (ab 1888 alle 5 Jahre) ist zugleich ist zugleich König von Preußen Preußischer Ministerpräsident Vorsitzender Bundesrat 58 Vertreter der Regierungen. 17 davon aus Preußen (Veto mit 14 Stimmen) Männliche Bürger über 25 Jahre Verwaltungsvorschriften für das Reich, Zustimmung zu Gesetzes- beschlüssen d. Reichstages, Kontrolle d. Exekutive 25 Landes- regierungen Entsenden wei- sungsgebundene Vertreter (ab 1911 auch Elsass- Lothringen) Bewertung der Reichsgründung ,,von oben": -> Reichsgründung von unten: wenn das Volk an der politischen Willensbildung mitwirkt -> Reichsgründung von oben: das Reich wurde von den Kräften der alten Ordnung ohne Volksvertreter gegründet -> die Reichsgründung ist als eine Revolution von oben, weil die Gründung weder durch eine Revolution noch durch einen Bürgerkrieg oder einen Wahlakt der Bevölkerung zustande kam -> das neu gegründete Reich war nicht vom Volk geschaffen, es war vielmehr ein Bund der Fürsten und der Freien Städte Die Verfassung des Deutschen Reiches: - Fürstenbund: - Verfassung von 1871 - Bundesrat: - Preußen brachte die deutsche Einheit zustande - föderales Organ - beschloss über die Vorschläge für den Reichstag und die vom Reichstag gefassten Beschlüsse - konnte mit Zustimmung des Kaisers den Reichstag auflösen - Gesetzesinitiativen des Bundesrates stammten meistens aus den preußischen Ministern Stellung des Kaisers: Reichstag: - Kaiser ist zugleich der preußische König - Macht war an Verfassung und Rechtsstaatlichkeit gebunden - ernannte Reichskanzler und Staatssekretäre - Oberbefehl über die Armee - entschied über Krieg und Ausnahmezustand vertrat das Reich nach Außen - nationales und demokratisches Element Gegengewicht gegen den Föderalismus - Bismarck setzte das allgemeine, gleiche, direkte und geheime (Männer-)Wahlrecht durch - Gesetzgebung:- Bundesrat + Reichstag übten die Gesetzgebung aus Reichstag konnte gegen den Bundesrat und den Kaiser keine Gesetze durchsetzen - Militärausgaben wurden nur alle 7 Jahre bewilligt - Reich finanzierte sich aus indirekten Steuern, Zöllen und Beiträgen der Einzelstaaten - Rechte des Volkes: - Wahlberechtigung für männliche Staatsbürger über 25 Jahren - Struktur: - Staatsform: konstitutionelle Monarchie - Staatsaufbau: föderaler Aufbau (Bundesstaat) - keine gleichberechtigte Stellung der Bundesstaaten - Kritik: fehlende Aspekte: - Organe: die 25 Landesparlamente als Bestandteil der Legislative - Gewährung von Grundrechten Militarismus im deutschen Kaiserreich: 1. Werte/Denkformen - Denkform: an den Kaiser angepasst - Werte:- viel Disziplin Otto von Bismarck: wird 1862 Ministerpräsident von Preußen Verfechter der Monarchie setzte sich für ein Nationale Einheit ein regierte 4 Jahre ohne die Zustimmung des Parlaments - Respekt gegenüber dem Militär 3. das private Leben - Musterbürger: fleißig, diszipliniert, erfüllt alle Anforderungen des Kaisers, viel Durchhaltevermögen im Krieg - dem Kaiser/König muss gehorcht werden (Loyalität) - es muss immer das geleistet werden, was der Staat verlangt - Bund: nur wer deutsch ist, Reichs-, Königs- und Vaterlandstreue hat (-> keine Juden) - Konservatismus: etwas so halten, wie es ist 2. das öffentliche Leben - Mode wird durch das Militär beeinflusst - starker Einfluss von den Lehrern (vermitteln die Werte des Kaisers), dadurch wird das Nationalbewusstsein gefördert - Offizierstand hat mehr Rechte durch hohe Stellung - Öffentlichkeit: immer mit Uniform - Kinder trugen Matrosen-Uniformen - Witwen- und Waisenkassen kümmern sich um die Veteranen Negative Integration: - Gegensatz von in-group und out-group - Reichsfeinde werden als Gefahr für das Gesamtsystem dargestellt - mehr Vorteile, wenn man sich dem Militär anschließt, da das Militär besondere Privilegien hat 4. Auswirkungen auf die Gesellschaft: - Spaltung zwischen Bürgern und Soldaten (Militär = höhere Stellung, mehr Privilegien) - Militär: Verhaltensvorbild, Orientierung, Identifikation 5. Auswirkung auf das Individuum: - durch Feindschaft gegen gemeinsame Gegner, wurde die Koalition der Reichsfreunde zusamm ammengehalten - wenn Mann bestimmte Berufe ausüben wollte, musste man zum Bund (kein sozialer Aufstieg = kein soziales Ansehen) - Militarismus wirkte sich auf die Erziehung und das Familienbild aus - keine Kritik erlaubt; Gewaltbereitschaft —> das Alltagsleben und die Werteordnung der Gesellschaft im Kaiserreich waren von militärischen Vorstellungen und Werten durchdrungen

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So ein schöner Lernzettel 😍😍 super nützlich und hilfreich!

- die drei Eignungskriege - Gründung des Kaiserreichs - Reichsverfassung - Otto von Bismarck - negative Integration - Militarismus

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Kaiserreich: Das zweite deutsche Kaiserreich wurde 1871 gegründet und fand in der Revolution 1918/19 sein Ende. Das Kaiserreich umfasste als kleindeutsche Lösung alle deutschen Einzelstaaten mit Ausnahme Österreichs. Reichsgründer: der Reichskanzler Otto von Bismarck unter der Führung von Bismarck erzwang Preußen mehrere Einigungskriege gegen Dänemark (1864), Österreich (1866) und Frankreich (1870/71) Man unterscheidet in der Entwicklung des Kaiserreichs zwei Phasen: Die 1. Phase (1871-1888): deutsches Kaiserreich -> umfasst die Regierungsphase Wilhelms I. -> Bismarck hatte weitgehend ungestört die politische Führung Die drei Eignungskriege: Bis zur Reichsgründung folgten drei Eignungskriege: 1. 1864: deutsch-dänischer Krieg: -> Preußen und Österreich gegen Dänemark Die 2. Phase (1888-1918): -> umfasst die Regierungsphase Wilhelms II. Wilhelm II. entließ 1890 Bismarck und übernahm in einem persönlichen Regime selbst die politische Führung des Reichs (Wilhelminismus) gesellschaftliche Entwicklung des Kaiserreichs: schneller Aufstieg Deutschlands zu einem der führenden Industriestaaten der Welt Nationalismus: in der bürgerlichen und ländlichen Bevölkerung entwickelte sich ein aggressiver, sich gegen andere Länder und Kulturen abgrenzender Nationalismus -> Antisemitismus: Jude wurde als ausbeutender Unternehmer stigmatisiert (parasitärer Schädling) Sozialdarwinismus: vereinfachte Form der Evolutionstheorie Darwins; Übertragung auf das Vorhandensein unterschiedlicher menschlicher Rassen; Rassen befinden sich in einem Überlebenskampf, in dem das Recht des Stärkeren gelte -> Militarisierung: das sozialdarwinistische Denken führte zu einer Militarisierung des Denkens, einer aggressiven Außenpolitik und der Bereitschaft zur Lösung von Konflikten durch kriegerische Gewalt -> deutscher Sonderweg: nach...

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1890 erhielt sich eine konstitutionelle Monarchie, die das wachsende Potential Deutschlands zu einer riskanten Außen- und Aufrüstungspoltitk (Imperialismus, Kolonial- und Flottenpolitik) nutzte - Folge: Deutschland isolierte sich in Europa und beschwor ein mächtiges Gegenbündnis (Russland, Frankreich und Großbritannien: Triple-Entente) herauf -> Folge: Schleswig und Holstein gehörten zu Deutschland 2. 1866: preußisch-österreichischer Krieg: -> Preußen und die Mehrheit der deutschen Staaten gegen Österreich -> Folge: - Österreich musste der Auflösung des Deutschen Bundes zustimmen - Preußen gründete den Norddeutschen Bund Bundesrat: 3. 1870/71: deutsch-französischer Krieg: -> Norddeutscher Bund, Baden, Württemberg und Bayern gegen Frankreich -> Folge: -Krieg überzeugte die deutsche Öffentlichkeit von der Realisierung des nationalen Traums - Krieg: deutscher Nationalkrieg Kaiser: Preußen - liberal, konservatives kleindeutsches Konzept wollen ein Deutschland ohne Österreich wollen Hegemonie (Vorherrschaft) auf deutschen Gebieten oberstes Reichsorgan -> konnte mit 14 Stimmen Änderungen der Reichsverfassung ablehnen -> konnte Gesetzesvorschläge beim Reichstag einbringen -> alle vom Reichstag beschlossenen Gesetze, Auflösungen des Reichstags, Kriegserklräungen und Friedensschlüsse durch den Kaiser brauchten die Zustimmung des Bundesrats - Frankreich musste 5 Milliarden Francs als Kriegsentschädigung zahlen - Frankreich musste Elsass und Lothringen an das Deutsche Reich abtreten Staatsoberhaupt vertrat das Reich außenpolitisch konnte ohne Zustimmung Verträge schließen Oberbefehl über Bundesheer und Reichsflotte konnte Offiziere, Reichsbeamte und den Reichskanzler ernennen/entlassen föderales Organ: Bundesrat nationales und demokratisches Element: Reichstag zentralistisches Organ: Kaisertum Liberale Richtung: Grundsätze der Verfassung Exekutive Oberbefehl Heer Reichskanzler Reichs- regierung Weisungs- gebundene Staat- sekretäre Gründung des Kaiserreichs: In der nationalen Begeisterung über den militärischen Erfolg gelang es Bismarxk, die süddeutschen fürsten für die Gründung eines Deutschen Reichs unter preußischer Führung zu gewinnen. Am 18. Januar 1871 wurde die Reichsgründung im Spiegelsaal des Versailler Schlosses vollzogen Deutscher Kaiser Völkerrechtliche Vertretung Die Reichsverfassung von 1871: die leicht modifizierte Verfassung des föderalistisch organisierten Norddeutschen Bundes von 1867 das deutsche Reich war ein Bundesstaat, die Staatsgewalt lag nicht bei der Nation oder beim Volk, sondern bei dem Bund der 22 Monarchen, drei Freien Städten und dem Reichsland Elsass-Lothringen - Österreich - Großdeutsche Lösung vier Verfassungsorgane: Bundesrat, Kaiser, Reichskanzler und Reichstag - wollen die Aufnahme österreichischer Staatsgebiete in den deutschen Bund beruft ein, löst auf „kontrolliert" Reichstag Legislative 397 Abgeordnete Etatbewilligung. Gesetzesinitiative. Gesetzesbeschlüsse Wahl alle 3 Jahre, allgemeines, gleiches u. geheimes Wahlrecht (Mehrheitswahlrecht) (ab 1888 alle 5 Jahre) ist zugleich ist zugleich König von Preußen Preußischer Ministerpräsident Vorsitzender Bundesrat 58 Vertreter der Regierungen. 17 davon aus Preußen (Veto mit 14 Stimmen) Männliche Bürger über 25 Jahre Verwaltungsvorschriften für das Reich, Zustimmung zu Gesetzes- beschlüssen d. Reichstages, Kontrolle d. Exekutive 25 Landes- regierungen Entsenden wei- sungsgebundene Vertreter (ab 1911 auch Elsass- Lothringen) Bewertung der Reichsgründung ,,von oben": -> Reichsgründung von unten: wenn das Volk an der politischen Willensbildung mitwirkt -> Reichsgründung von oben: das Reich wurde von den Kräften der alten Ordnung ohne Volksvertreter gegründet -> die Reichsgründung ist als eine Revolution von oben, weil die Gründung weder durch eine Revolution noch durch einen Bürgerkrieg oder einen Wahlakt der Bevölkerung zustande kam -> das neu gegründete Reich war nicht vom Volk geschaffen, es war vielmehr ein Bund der Fürsten und der Freien Städte Die Verfassung des Deutschen Reiches: - Fürstenbund: - Verfassung von 1871 - Bundesrat: - Preußen brachte die deutsche Einheit zustande - föderales Organ - beschloss über die Vorschläge für den Reichstag und die vom Reichstag gefassten Beschlüsse - konnte mit Zustimmung des Kaisers den Reichstag auflösen - Gesetzesinitiativen des Bundesrates stammten meistens aus den preußischen Ministern Stellung des Kaisers: Reichstag: - Kaiser ist zugleich der preußische König - Macht war an Verfassung und Rechtsstaatlichkeit gebunden - ernannte Reichskanzler und Staatssekretäre - Oberbefehl über die Armee - entschied über Krieg und Ausnahmezustand vertrat das Reich nach Außen - nationales und demokratisches Element Gegengewicht gegen den Föderalismus - Bismarck setzte das allgemeine, gleiche, direkte und geheime (Männer-)Wahlrecht durch - Gesetzgebung:- Bundesrat + Reichstag übten die Gesetzgebung aus Reichstag konnte gegen den Bundesrat und den Kaiser keine Gesetze durchsetzen - Militärausgaben wurden nur alle 7 Jahre bewilligt - Reich finanzierte sich aus indirekten Steuern, Zöllen und Beiträgen der Einzelstaaten - Rechte des Volkes: - Wahlberechtigung für männliche Staatsbürger über 25 Jahren - Struktur: - Staatsform: konstitutionelle Monarchie - Staatsaufbau: föderaler Aufbau (Bundesstaat) - keine gleichberechtigte Stellung der Bundesstaaten - Kritik: fehlende Aspekte: - Organe: die 25 Landesparlamente als Bestandteil der Legislative - Gewährung von Grundrechten Militarismus im deutschen Kaiserreich: 1. Werte/Denkformen - Denkform: an den Kaiser angepasst - Werte:- viel Disziplin Otto von Bismarck: wird 1862 Ministerpräsident von Preußen Verfechter der Monarchie setzte sich für ein Nationale Einheit ein regierte 4 Jahre ohne die Zustimmung des Parlaments - Respekt gegenüber dem Militär 3. das private Leben - Musterbürger: fleißig, diszipliniert, erfüllt alle Anforderungen des Kaisers, viel Durchhaltevermögen im Krieg - dem Kaiser/König muss gehorcht werden (Loyalität) - es muss immer das geleistet werden, was der Staat verlangt - Bund: nur wer deutsch ist, Reichs-, Königs- und Vaterlandstreue hat (-> keine Juden) - Konservatismus: etwas so halten, wie es ist 2. das öffentliche Leben - Mode wird durch das Militär beeinflusst - starker Einfluss von den Lehrern (vermitteln die Werte des Kaisers), dadurch wird das Nationalbewusstsein gefördert - Offizierstand hat mehr Rechte durch hohe Stellung - Öffentlichkeit: immer mit Uniform - Kinder trugen Matrosen-Uniformen - Witwen- und Waisenkassen kümmern sich um die Veteranen Negative Integration: - Gegensatz von in-group und out-group - Reichsfeinde werden als Gefahr für das Gesamtsystem dargestellt - mehr Vorteile, wenn man sich dem Militär anschließt, da das Militär besondere Privilegien hat 4. 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