Der deutsche Imperialismus und Bündnissysteme
Der deutsche Imperialismus begann offiziell 1871 mit der Gründung des deutschen Kaiserreichs. Unter Bismarck und Wilhelm I. wurde zunächst eine defensive Kolonialpolitik betrieben. Ab 1888, unter Wilhelm II. und Reichskanzler von Bülow, wandelte sich dies zu einer offensiven Kolonialpolitik.
Example: Ein Imperialismus Beispiel für Deutschland ist die Erwerbung von Kolonien wie Togo, Kamerun und Namibia während der Kongo-Konferenz 1884/85.
Bismarck etablierte ein komplexes Bündnissystem, um Frankreich zu isolieren:
- Dreikaiserabkommen zwischen Deutschland, Österreich-Ungarn und Russland
- Dreibund (1882) zwischen Deutschland, Österreich-Ungarn und Italien
- Zweibund (1882) zwischen Deutschland und Österreich-Ungarn
- Rückversicherungsvertrag zwischen Deutschland und Russland
- Mittelmeerabkommen zwischen England, Italien und Österreich-Ungarn
Highlight: Der Vergleich der Außenpolitik Bismarck Wilhelm 2 zeigt einen deutlichen Wandel. Während Bismarck auf ein ausgewogenes Bündnissystem setzte, verfolgte Wilhelm II. eine aggressivere Außenpolitik.
Wichtige Ereignisse dieser Zeit waren:
- Der Opiumkrieg zwischen China und England, der mit einem Sieg für die Briten endete.
- Das Dreikaiserjahr 1888, in dem Wilhelm I., Friedrich III. und Wilhelm II. nacheinander regierten.
- Die Faschodakrise 1898, ein Konflikt zwischen England und Frankreich in Afrika.
Quote: Ein berühmtes Bismarck Kolonien Zitat lautet: "Meine Karte von Afrika liegt in Europa." Dies verdeutlicht Bismarcks Fokus auf die europäische Politik.



