Die Reichstagswahl und ihre Folgen
Die Reichstagswahl am 5. März 1933 brachte der NSDAP mit 43,9% der Stimmen zwar keinen überwältigenden Sieg, zusammen mit ihrem Koalitionspartner DNVP (8%) verfügte sie jedoch über eine absolute Mehrheit.
Highlight: Trotz massiver Propaganda und Einschüchterung stimmten immer noch mehr als die Hälfte der Wähler nicht für die NSDAP.
Hitler nutzte das Wahlergebnis, um seine Macht weiter zu festigen. Am 8. März erklärte er die Sitze der KPD im Reichstag für ungültig, wodurch eine wichtige Oppositionspartei ausgeschaltet wurde.
In den folgenden Tagen wurden zahlreiche Regimegegner in die neu errichteten Konzentrationslager gebracht, insbesondere in das KZ Dachau. Die SS baute ein System zur Überwachung und Verfolgung von Kritikern auf.
Vocabulary: Konzentrationslager (KZ): Internierungslager, in denen politische Gegner, Juden und andere vom NS-Regime verfolgte Gruppen unter unmenschlichen Bedingungen gefangen gehalten wurden.
Am 21. März 1933 inszenierte Joseph Goebbels den "Tag von Potsdam", bei dem die erste Sitzung des neu gewählten Reichstags in der Garnisonkirche stattfand. Die Veranstaltung, die live im Radio übertragen wurde, sollte die Verbindung zwischen dem "alten" und "neuen" Deutschland symbolisieren.
Quote: Der Handschlag zwischen Hitler und Hindenburg am "Tag von Potsdam" wurde zu einem ikonischen Bild, das die scheinbare Legitimität des neuen Regimes unterstreichen sollte.
Diese sorgfältig orchestrierte Inszenierung war ein weiterer Schritt auf dem Weg in die Diktatur, der mit dem Ermächtigungsgesetz am 23. März 1933 seinen vorläufigen Höhepunkt finden sollte.





