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Gorbatschow-der Zerstörer der Sowjetunion?

Gorbatschow-der Zerstörer der Sowjetunion?

 Hausarbeit Geschichte
Gorbatschow und die Sowjetunion
Der ehemalige Präsident der Sowjetunion: Michail Sergejewitsch Gorbatschow. Er war vo

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Hausarbeit Geschichte Gorbatschow und die Sowjetunion Der ehemalige Präsident der Sowjetunion: Michail Sergejewitsch Gorbatschow. Er war von März 1985 bis August 1991 Generalsekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei. Vom 15. März 1990 bis zum 25. Dezember 1991 war er das Staatsoberhaupt der UdSSR. In dieser Zeit hat er sowohl innen- als auch außenpolitisch viel bewegt. Mit ihm sind einige historische Meilensteine gelegt worden, worunter nicht zuletzt auch die Wiedervereinigung Deutschlands zählt. All sein Wirken und Handeln sind allerdings nicht immer auf große Zustimmung gestoßen. Im Gegenteil: aufgrund seines politischen Agierens wird oft als ,,Zerstörer der Sowjetunion“ beschuldigt. Ich werde im Folgenden die Angemessenheit dieser Aussage überprüfen sowie die Bedeutung seines außenpolitischen Handelns beurteilen. Als Gorbatschow 1990 an die Macht kam, war das Land unter anderem durch das Wettrüsten mit den USA in den finanziellen Ruin getrieben. Eine anhaltende Inflation hatte den Großteil der Menschen verarmen lassen und nur wenige, sehr reiche Oligarchen hervorgebracht. Die Katastrophe um Tschernobyl und der Afghanistan Krieg kosteten zudem vielen Menschen das Leben. Des Weiteren waren eine kommunistisch geprägte Wirtschaftsordnung, Korruption und Zensur Quellen für politische Unruhen. Gorbatschows Ziel war es mithilfe seiner Prinzipien Glasnost, also Offenheit und Perestroika, was Umstrukturierung bedeutet, Veränderungen in der politischen Arbeit durchzusetzen. Er strebte hin zu einer marktwirtschaftlich orientierten Wirtschaftsordnung und einer freiheitlich geprägten Demokratie, das heißt ohne Zensur und...

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mit Meinungspluralismus. Außerdem wollte er auch außenpolitisch Frieden mit einigen Staaten schließen. Um letzteres wahr zu machen beendete er beispielsweise das Wettrüsten mit den USA. Er unterzeichnete dazu im Dezember 1987 gemeinsam mit dem amerikanischen Präsidenten Ronald Reagan einen Vertrag, der den Abbau aller Mittelstreckenraketen in Europa beinhaltete. Dieser Schritt in Richtung Weltfrieden empfanden allerdings viele Russen als Eingeständnis von Schwäche - sie waren damit nicht zufrieden. Dies hatte allerdings wenig mit einem Eingeständnis von Schwäche zu tun, vielmehr war es ein Schritt, der zur Streitschlichtung gedient hat. Möglicherweise ist die Welt so einer Eskalation des Konflikts und damit einem weiteren Krieg entgangen. Außerdem war diese Entscheidung auch ökonomisch sinnvoll. Das Wettrüsten hatte die Sowjetunion zunehmend in den finanziellen Ruin getrieben. Somit war auch in dieser Hinsicht die Beendung unabdingbar, um dem Staat UdSSR langfristig größeren Wohlstand zu verschaffen. Ebenfalls löste er 1991 den Warschauer Pakt mit den Satellitenstaaten der UdSSR auf. Dieser war das Gegenstück der Ostblockstaaten zu NATO. So trug Gorbatschow maßgeblich zur Beendigung des Kalten Krieges bei. Dieser hatte schwere Spannungen zwischen den Ost- und Westmächten hervorgerufen, da die Expansion der Sowjetunion und die Bildung von Satellitenstaaten im Westen als massive Bedrohung empfunden wurde. Insofern war auch diese Entscheidung im Grunde die Schlichtung eines Konflikts, der zu eskalieren drohte. Ferner war dieser ein echtes Kostenspiel für die UdSSR, da auch während eines Kalten Krieges ständig aufgerüstet wurde, um für einen etwaigen Umschwung in einen „echten“ Krieg mit Waffengewalt gerüstet zu sein. Außerdem traf er weitere sehr wichtige außenpolitische Entscheidungen. Unter ihm konnten die sogenannten Ostblockstaaten unabhängig werden, indem er ihnen eigene Wege zusprach. Dies war ferner einer der Hauptgründe für die Unzufriedenheit im Land mit seiner Politik, da er hiermit praktisch auch die Fläche des Reiches verkleinerte. Mit der Hilfe zur Unabhängigkeit seiner Satellitenstaaten wie zum Beispiel Ukraine und Litauen, hat er auch vielen Menschen ein freieres Leben eingeräumt. Dass er den Ländern die Unabhängigkeit so ermöglicht hat, war ein sehr vorrausschauender Schritt. Wären die Staaten nämlich irgendwann selbst verstärkt ihren Unabhängigkeitsbestrebungen nachgegangen, hätte dies möglicherweise auch in unkontrollierte Gewalt ausarten können. So konnte dem vorgebeugt werden. Als er 1990 auch noch der Wiedervereinigung Deutschlands zustimmt, wird die nationale Kritik an ihm immer lauter. Verständlich aus deren Blick - mit den Ostblockstaaten und der DDR verliert er einen großen Teil seines Einflussbereiches. Für andere Nationen, wie zum Beispiel der Bundesrepublik Deutschland, war Gorbatschows Außenpolitik sehr positiv zu betrachten. Aufgrund seiner positiven Haltung und letztlich seiner Einwilligung war die Wiedervereinigung zum heutigen gesamten Deutschland überhaupt möglich geworden. Das Wirken und Agieren von Michail Gorbatschow hat sicherlich zur Schwächung des Machteinflusses der kommunistischen Partei KPDSU und damit der UdSSR geführt. Sein Handeln war jedoch sehr vorrausschauend und er hat damit der Ausartung von weltpolitischen Konflikten vorgebeugt. Diese hätten unter Umständen zu einem kompletten Untergang führen können. Er hat damit die Grundlage für eine neue Staatenorganisation gelegt. Meiner Meinung nach hat er damit erheblich zur Wahrung des Weltfriedens beigetragen. Quellen: Prof. Dr. Michael Sauer: Geschichte und Geschehen 10, 1. Auflage 2020, S.56-60 https://www.mdr.de/zeitreise/michail-gorbatschow-lebenslauf-glasnost-perestroika-reformen- 100.html https://www.bpb.de/geschichte/deutsche-einheit/lange-wege-der-deutschen- einheit/47054/aeussere-und-innere-faktoren

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