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Historischer Kontext: Revolution 1848

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Historischer Kontext: Revolution von 1848/49
ie deutsche Staatenwelt war bis Ende des 18. Jahrhunderts ein loser Verbund aus
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Historischer Kontext: Revolution von 1848/49 ie deutsche Staatenwelt war bis Ende des 18. Jahrhunderts ein loser Verbund aus sich änderte: Der Drang nach einem gemeinsamen deutschen Staat kam auf und begründete somit die Revolution 1848. Neben dem Kampf gegen Napoleon, wodurch sich die deutschen Herrschaftsgebieten zunehmend verbunden fühlten, ist auch das Wartburgfest, welches sich am 18. Oktober 1817 in Thüringen auf der Wartburg ereignete, von großer Bedeutung. Es stellt nämlich nicht nur die erste politische Demonstration Deutschlands dar, sondern involvierte auch Teilnehmer, überwiegend Studenten, aus dem gesamten deutschen Staatenbund. Jedoch führte erst die Julirevolution 1830 in Frankreich wieder für Forderungen nach einer Verfassung und einer Volksvertretung für die Gesamtheit Deutschlands. In diesem Zusammenhang ist besonders das Hambacher Fest wichtig, welches am 27. Mai 1832 in der Pfalz (Bayern) stattfand. Organisiert wurde dieses von dem Preß- und Vaterlandsverein und zählte 20.000 bis 30.000 Teilnehmer, die sich für Mitbestimmungs- sowie Freiheitsrecht einsetzten. Mithilfe von Volksversammlungen, Massendemonstrationen und Flugblättern wurde die Idee und ihre Forderungen, wie nach Presse- sowie Versammlungsfreiheiten, nach einer Verfassung und vor allem nach einer selbstbestimmten, vereinten Nation in dem gesamten deutschen Staatenbund verbreitet, wobei die Turner- und Sängervereine eine enorme Rolle spielten. Diese und ihre regionalen sowie überregionalen Festen sorgten dafür, dass die gesamtdeutsche Gesellschaft vermehrt zusammenrückte. Aufgrund dieser revolutionären Bewegung versprachen die meisten Monarchen bürgerliche Freiheit sowie eine Volksvertretung, weshalb der...

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Alternativer Bildtext:

überwiegende Teil der liberalen Bürger die Revolution als erfolgreich ansahen. Ebendies folgte bei den Bauern, nachdem ihre Forderungen durch Aufstände gegen die Grundherren erfüllt worden waren. In den Städten, vor allem in Berlin, spitzten sich hingegen die Konflikte immer weiter zu, bis sie am 18. März 1848 mit heftigen Straßenkämpfen ihren Höhepunkt erreichten. Am Folgetag entschuldigte sich König Friedrich Wilhelm IV. jedoch bei den Bürgern und stellte sich vermeintlich an die Spitze der Revolution. Am 13. März versammelten sich die Landtagsabgeordneten aller deutschen Staaten in der Paulskirche in Frankfurt am Main, um dort die Wahl einer Nationalversammlung vorzubereiten. Jedoch ließen sich zu Beginn direkt Differenzen zwischen unterhalb der Abgeordneten feststellen. Dennoch wurde Anfang Mai das erste deutsche Parlament, welches jedoch größtenteils nur Mitglieder bestand, die akademische Berufe ausübten, gewählt und ein Wahlrecht ausgesprochen. Wählen durften allerdings nur selbständige Männer über 25 Jahren, während Frauen und untere Gesellschaftsschichten ausgeschlossen wurden. Außerdem bildeten sich im Laufe der Debatten sogenannte Fraktionen aus, die die Vorstufen unser heutigen Parteien darstellten. Die wesentliche Aufgabe der Nationalversammlung war es, eine Verfassung des zukünftigen deutschen Staates zu erarbeiten. In dieser Hinsicht gab es jedoch gewisse Meinungsverschiedenheiten, wie beispielsweise die Frage nach der Staatsform, des Staatsoberhauptes oder der Grenzen. Dennoch wurde im März 1849 ein Verfassungswerk verabschiedet, das einen föderalen Staat mit einem Zweikammersystem und einem Monarchen als Staatsoberhaupt vorschrieb, aber keine sozialen Rechte enthielt. Jedoch gab es weiterhin viele große Aufgaben und Ziele, denen die Nationalversammlung allerdings nicht gewappnet war, was wesentlich zum Scheitern der Revolution beitrug. Zudem sorgten auch Unstimmigkeiten unterhalb der Abgeordneten für einen Misserfolg der Revolution, wie die Frage der territorialen Ausdehnung deutlich macht: Besonders große Differenzen gab beispielsweise bei der Debatte um die groß- oder kleindeutsche Lösung, also ob die österreichischen Gebiete in dem neuen Staat beinhalten werden sollten. Dieser und weitere territoriale Konflikte, wie die Entscheidung, ob Ost- und Westpreußen, Posen oder Schleswig ebenfalls zu dem deutschen Nationalstaat gehören sollen, zeigen deutlich, dass die ehemalig verbundene Nationalversammlung zerspalten war. Letztendlich wurde sich im April 1849 für die kleindeutsche Lösung entschieden, bei der der preußische König Friedrich Wilhelm IV. mit deutlicher Mehrheit zum Oberhaupt des deutschen Reiches gewählt wurde. Dieser lehnte jedoch ab, was entscheidend für das Scheitern der Revolution war. Zugleich ließ sich auch eine Gegenrevolution des Militärs verzeichnen, welche die Bürgerwehren entwaffneten und das preußische Parlament auflösten. Aufgrund dieser militärischen Stärke löste sich die Nationalversammlung größtenteils auf und nur einige Abgeordneten bildeten das ,,Rumpfparlament" in Stuttgart, was allerdings am 18. Juni 1849 von dem württembergischen Militär ebenfalls aufgelöst wurde. Somit war die Phase des deutschen Parlamentarismus beendet und die Revolution endgültig gescheitert, aber dennoch nicht errungenschaftslos. In diesem Zusammenhang sind besonders die Einführung von öffentlichen Gerichten und das Ende des Feudalsystems von Bedeutung. Außerdem finden auch die Anfänge unsere heutigen sozialpolitischen Demokratie zu jener Zeit ihren Ursprung.