Motive und Ziele des Imperialismus
Die Motive des Imperialismus waren vielfältig und komplex. Wirtschaftliche Interessen standen oft im Vordergrund. Die Kolonialmächte strebten nach der Ausbeutung von Rohstoffen für ihre eigene Produktion und suchten neue Absatzmärkte für ihre Produkte. Dies war eng verknüpft mit dem Streben nach Weltmacht, das nur durch wirtschaftliche Stärke und die Ausbreitung nationaler Grenzen als erreichbar galt.
Highlight: Die Gründe für den Imperialismus reichten von wirtschaftlichen über bevölkerungspolitische bis hin zu ideologischen Motiven.
Bevölkerungspolitische Interessen spielten ebenfalls eine Rolle. Die Sicherung von Siedlungsräumen und Arbeitsplätzen für die wachsende Bevölkerung in den Heimatländern war ein wichtiges Ziel. Geostrategische Interessen, wie der Aufbau von Handelsstützpunkten und der Flottenbau, dienten der Erweiterung des politischen Einflusses.
Nicht zu unterschätzen waren auch ideologische Motive. Die Missionierung und Verbreitung der eigenen Religion und Kultur wurden als zivilisatorische Aufgabe betrachtet.
Example: Die Deutsche Kolonialpolitik unter Wilhelm II. verfolgte neben wirtschaftlichen Zielen auch das Ziel, Deutschlands Stellung als Weltmacht zu festigen.
Verschiedene Theorien versuchen zu erklären, warum Länder imperialistisch tätig wurden:
- Pseudowissenschaftliche Theorien wie der Sozialdarwinismus rechtfertigten die Expansion mit dem "Recht des Stärkeren".
- Die ökonomische Theorie betonte die Suche nach günstigen Rohstoffen und neuen Absatzmärkten.
- Die sozialökonomische Theorie sah den Imperialismus als Ablenkung von innenpolitischen Problemen.
- Die periphere Theorie beschrieb die indirekte Beeinflussung eines Landes durch Kontrolle wichtiger Positionen.
Quote: Der Sozialdarwinismus basierte auf Charles Darwins Theorie des "Survival of the fittest" und wurde zur Rechtfertigung imperialistischer Politik missbraucht.








